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Die ATEVO-Skala zur Messung persönlicher Einstellungen zur Evolution

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Abstract

Die Akzeptanz der Evolutionstheorie ist Forschungsgegenstand zahlreicher Studien, in denen verschiedene Einflussfaktoren beschrieben werden. Hierbei wurde der negative Zusammenhang mit Glaubensüberzeugungen wiederholt untermauert (z.B. GRAF & SORAN, 2010). Ein Großteil aller Studien zur Akzeptanz der Evolutionstheorie basiert auf Befragungen mit Hilfe der MATE-Scale (RUTLEDGE & WARDEN, 1999; RUTLEDGE & SADLER, 2007). Es deutet jedoch einiges darauf hin, dass diese Skala nicht für alle Alters- und Bildungsgruppen geeignet ist (WAGLER & WAGLER, 2013). So kann nicht garantiert werden, dass dem Antwortverhalten eine persönliche Einstellung und nicht ein (Nicht-)Wissen zugrunde liegt (KONNENMANN ET AL., 2012). Zur Operationalisierung der persönlichen Einstellung als Gesamtbewertung der Evolutionstheorie wurde daher die ATEVO-Skala entwickelt, die deutlich auf die eigene Meinung zur Glaubwürdigkeit der Evolutionstheorie inklusive der Entwicklung menschlicher Persönlichkeitsmerkmale abzielt. Diese Skala wurde in einem ersten Schritt in einer umfassenden heterogenen online-Studie (N=4562) erprobt und in der Folgestudie in verkürzter Form anhand einer Stichprobe aus Schülerinnen und Schülern, Studierenden und Biologie-Lehrkräften im Vorbereitungsdienst (N=951) validiert. Die ATEVO-Skala erwies sich dabei als reliabel innerhalb der verschiedenen untersuchten Subgruppen und bietet daher eine statistisch robuste und inhaltlich angemessene Möglichkeit, Einstellungen zur Evolution in verschiedenen Altersgruppen zu erheben. Bei den Erhebungen wurden zusätzlich andere relevante Aspekte, wie z. B. Gläubigkeit erfasst. Die Ergebnisse zeigen, dass mit Hilfe der ATEVO-Skala individuelle Unterschiede, vor allem im Hinblick auf positive Einstellungen zur Evolution, deutlicher dargestellt werden können als bisher. Diese genaue Beachtung von Zusammenhängen innerhalb verschiedener Subgruppen ist notwendig, um zu vertieften und zu didaktisch verwertbaren Erkenntnissen zur Struktur von Einstellungen zur Evolution zu gelangen. Die ATEVO-Ergebnisse wurden jeweils auch im Zusammenhang mit persönlichen Glaubenseinstellungen der Probanden, wie Religiosität und Einstellungen zu dem Verhältnis von Gehirn und Geist, analysiert. Als zentrales Ergebnis wird die evolutionäre Herkunft des Menschen und seines Bewusstseins seltener akzeptiert als die stammesgeschichtliche Entwicklung der biologischen Artenvielfalt.

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