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Fallbericht: 6,3 Kilogramm schweres Myelolipom der Milz bei einem Berger Blanc Suisse

Authors:
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Wiener Tierärztliche MonatsschriftVeterinary Medicine Austria 103 (2016)
Aus der Klinischen Abteilung für Kleintierchirurgie, Universitätsklinik für Kleintiere, Department für Kleintiere und
Pferde, der Veterinärmedizinischen Universität Wien
Fallbericht: 6,3 Kilogramm schweres Myelolipom der
Milz bei einem Berger Blanc Suisse
R. STEINBACHER*, K. LESCHNIK und N. KATIC
eingelangt am 6. August 2015
angenommen am 20. November 2015
Schlüsselwörter: Milztumor, Myelolipom, Fettgewebe,
hämatopoetisches Gewebe.
Zusammenfassung
Ein zwölfjähriger, 38 kg schwerer Rüde der Rasse
Berger Blanc Suisse wurde wegen des Verdachts einer
Umfangsvermehrung der Milz überwiesen. Im Rahmen
der Abklärung (klinische Untersuchung, Ultraschall
und Röntgenaufnahmen des Abdomens) konnte eine
beinahe das gesamte Abdomen ausfüllende Masse
festgestellt werden, deren Organzugehörigkeit nicht
genau bestimmt werden konnte. Bei der nachfolgen-
den Laparotomie wurde eine riesige, fetthaltige und
von Gefäßen durchsetzte Masse entfernt, die mit der
Milz in Verbindung stand. Das Gesamtgewicht von Milz
und Umfangsvermehrung betrug 6,3 Kilogramm. Die
pathohistologische Untersuchung der Masse zeigte
ein Myelolipom der Milz. Der Hund erholte sich gut
von der Operation und konnte zwei Tage später in
häusliche Pege entlassen werden.
Keywords: splenic tumor, myelolipoma, adipose tissue,
hematopoietic tissue.
Summary
Case report: 6.3 kg splenic myelolipoma in a
Berger Blanc Swiss
A twelve-year-old, intact male Berger Blanc Swiss
dog weighing 38 kg was presented at the Clinic
Unit of Small Animal Surgery, Animal Hospital of
the University of Veterinary Medicine, Vienna, with
the suspicion of a splenic mass. Following clinical
examination, abdominal ultrasound and X-ray exami-
nation, a giant abdominal mass of unknown origin was
diagnosed. A laparotomy was performed and a
giant fatty and well vascularized mass connected
to the spleen was removed. The total weight of the
mass and the spleen was 6.3 kg. A pathohistological
examination of the mass showed a myelolipoma of
the spleen. Recovery was uneventful and the dog
was sent home two days after surgery.
*E-Mail: : roswitha.steinbacher@vetmeduni.ac.at
Abkürzungen: CT = Computertomographie; GDV = gastric dilatation and volvulus syndrome; EKG = Elektrokardiogramm; HSA
= Hämangiosarkom; HTA = Haustierarzt
Einleitung
Der vorliegende Fallbericht beschreibt das diagnos-
tische Vorgehen und die Therapie bei einem Hund mit
einem außergewöhnlich großen Myelolipom der Milz,
eine beim Hund nur selten beschriebene Tumorart, die
jedoch differentialdiagnostisch bei Hunden mit Um-
fangsvermehrung des Abdomens in Betracht gezogen
werden sollte.
Myelolipome sind selten auftretende, gutartige
Tumore, die sich aus reifem Fettgewebe und einer vari-
ablen Menge hämatopoetischen Gewebes zusammen-
setzen (BENCHEKROUN et al., 2002; LAMONT et al.,
2002). Berichte über Myelolipome gibt es vor allem beim
Menschen, das Auftreten dieser Tumorart beim Hund
wird in der Literatur wenig beschrieben. Während beim
Menschen Myelolipome vorwiegend in der Nebenniere
auftreten, überwiegen beim Hund die Fallberichte des
Auftretens in der Milz (ZIMMER u. STAIR, 1983; KING,
1993; SPANGLER u. KASS, 1997; PRATER et al., 1998;
BENCHEKROUN et al., 2002; LAMONT et al., 2002;
AL-RUKIBAT u. BANI ISMAIL, 2006; BOVO et al., 2007).
Es gibt jedoch auch vereinzelte Berichte über canine
Myelolipome in der Nebenniere, im Epiduralraum,
intraokulär, sowie in multizentrischer Form (NEWMAN
et al., 2000; TURSI et al., 2005; MORANDI et al., 2007;
UENO et al., 2007; KAMIIE et al., 2009; HOFFMANN
et al., 2013; STORMS u. JANSSENS, 2013).
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Wiener Tierärztliche MonatsschriftVeterinary Medicine Austria 103 (2016)
Fallbericht
Ein zwölfjähriger männlicher
Berger Blanc Suisse wurde
vom Haustierarzt (HTA) mit dem
Verdacht eines neoplastischen
Geschehens der Milz an die Klinik
überwiesen. Vorberichtlich el
den Besitzern eine progressive
Gewichtszunahme des Hundes
in den letzten Monaten auf, die
sie vermehrter Futteraufnahme
zugeschrieben hatten. Beim HTA
vorstellig wurde der Hund aufgrund
seiner birnenförmig veränderten
Abdominalkontur.
Die klinische Untersuchung bei
Vorstellung des Hundes zeigte keine
Abweichungen des Allgemeinben-
dens und der Vitalparameter. Bei
der Palpation des Abdomens konnte
eine kugelige, weiche Umfangsvermehrung, die nahezu
den gesamten Bauchraum ausfüllte, ertastet werden.
Die anschließenden bildgebenden Untersuchungen
(Ultraschall und Röntgen des Abdomens) bestätigten
den Verdacht der intraabdominalen Umfangsvermeh-
rung, wobei durch die Masse sämtliche Bauchorgane
nach cranial, links und dorsal verdrängt wurden. Die
Umfangsvermehrung konnte nicht eindeutig einem
bestimmten Organ zugeordnet werden, die mittels
Feinnadelaspiration gewonnenen Proben der Umfangs-
vermehrung für eine zytologische Untersuchung waren
nicht diagnostisch.
Röntgenaufnahmen des Thorax zeigten keinen Hin-
weis auf Metastasen, die Lungenzeichnung stellte sich
unauffällig dar.
Eine präoperativ durchgeführte Blutuntersuchung
(Hämatologie, Blutchemie und Gerinnungsstatus)
zeigte keine Abweichung vom Referenzbereich. Die
Entfernung der Masse im Rahmen einer Laparotomie
wurde für den folgenden Tag geplant.
Um Druck der Umfangsvermehrung auf Aorta ab-
dominalis und Vena cava caudalis durch Rückenlage
des Hundes zeitlich zu minimieren, wurde das ventrale
Abdomen bereits im wachen Zustand nach Sedierung
mit Azepromazin (0,01 mg/kg, i.v., Vanastress
®
, Vana
GmbH, Wien, Österreich) und Methadon (0,2 mg/kg,
i.v., Methadon Streuli®, Streuli Pharma AG, Uznach,
Schweiz) im Stehen und in Seitenlage rasiert. Nach
der Einleitung der Anästhesie mit Propofol (3 mg/kg,
Propofol „Fresenius“ 1 % mit MCT®, Fresenius Kabi
Austria GmbH, Graz, Österreich) wurde die präoperative
Zeit, in der sich der Hund in Rückenlage befand, so kurz
wie möglich gehalten. Die Erhaltung der Anästhesie
erfolgte mittels Isouran (Veturan®, Virbac Österreich
GmbH, Wien, Österreich) in Sauerstoff und Fentanyl
Dauertropf (20 µg/kg/h; Fentanyl-Janssen®, Janssen-
Cilag Pharma GmbH, Wien, Österreich)
Das Abdomen wurde mittels Zöliotomie vom
Xyphoid bis zum Beckenboden eröffnet. Es stellte sich
eine vom caudalen Milzpol ausgehende, das gesamte
Abb. 1 a und b: Grundbilderpaar Abdomen-Röntgen eines 38 kg
schweren Rüden mit Myelolipom der Milz: Ausdehnung der Um-
fangsvermehrung im gesamten Abdomen mit Verdrängung der Ab-
dominalorgane nach cranial, dorsal und links / X-ray of the abdo-
men of a male Berger Blanc Swiss with myelolipoma of the spleen,
laterolateral and ventrodorsal view: extent of the abdominal mass
with cranial, dorsal and left displacement of abdominal organs
© Abteilung für bildgebende Diagnostik, Vetmeduni Vienna
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Abdomen ausfüllende Umfangsvermehrung dar. Die
Umfangsvermehrung war cranial stark gefässinjiziert,
teilweise stellten sich diese Gefäße zystisch verändert
dar. Es konnten weder palpatorisch noch makrosko-
pisch Adhäsionen oder ein invasives Wachstum der
Neoplasie in andere Organe oder abdominale Struktu-
ren festgestellt werden. Nach Vorverlagerung der Milz
inklusive der Neoplasie wurde eine Splenektomie und
somit auch Entfernung der Masse mittels eines Gefäß-
versiegelungsinstruments (LigaSure AtlasTM, 10 mm,
37 cm, Covidien®, USA) durch-
geführt. Das Gesamtgewicht der
Masse und der Milz betrug 6,3 Kg.
Aufgrund der tiefbrüstigen Konfor-
mation des Hundes und den durch
die Entfernung der Masse temporär
entstandenen erweiterten Abdo-
minalraum wurde prophylaktisch
eine inzisionale Gastropexie an der
rechten Bauchwand durchgeführt.
Es erfolgte ein kliniküblicher Abdo-
minalverschluss.
Das intraoperative Monitoring
umfasste das klinikübliche Routine-
monitoring (Pulsoximetrie, Elektro-
kardiogramm (EKG), nichtinvasive,
oszillometrische Blutdruckmes-
sung, Kapnographie und Messung
der inneren Körpertemperatur). Die
Operation verlief ohne Komplika-
tionen. Häug bei Milzentfernung
auftretende Arrhythmien in Form
von ventrikulären Extrasystolen
traten weder intraoperativ noch in
der postoperativen Phase auf, wo
im Intervall von vier Stunden ein
EKG durchgeführt wurde. Der Hund
erholte sich gut von der Operation
und wurde zwei Tage nach dem Ein-
griff in häusliche Pege entlassen.
Die pathohistologische Unter-
suchung der Umfangsvermehrung
ergab ein Myelolipom der Milz.
Ein Jahr nach chirurgischer Ent-
fernung des Myelolipoms und der
Milz zeigt der Hund ein sehr gutes
Allgemeinbenden.
Diskussion
Der Großteil der diagnostizierten
Myelolipome des Hundes wurden,
wie beim hier vorgestellten Pati-
enten, in der Milz nachgewiesen
(ZIMMER u. STAIR, 1983; KING,
1993; SPANGLER et al., 1994;
PRATER et al., 1998; AL-RUKIBAT
u. BANI ISMAIL, 2006). Selten
ndet man beim Hund diese Tumorart in der Neben-
niere, im Epiduralraum, intraokulär oder multizentrisch
(NEWMAN et al., 2000; TURSI et al., 2005; MORANDI
et al., 2007; UENO et al., 2007; KAMIIE et al., 2009;
HOFFMANN et al., 2013; STORMS u. JANSSENS, 2013).
Mit Ausnahme der Lokalisation im Epiduralraum ist
sowohl in der Veterinär- als auch in der Humanmedizin
das Vorhandensein von Myelolipomen kaum mit dem
Auftreten von klinischen Symptomen verbunden. Ge-
legentlich werden unspezische klinische Symptome
Abb. 2: Milz und Myelolipom nach operativer Entfernung / spleen and myelolipoma after
surgical removal
Abb. 3: Histologischer Schnitt des Überganges von Milzgewebe und Tumorgewebe: a:
Milzgewebe, b: Myelolipom (Fettzellen und myeloide Zellen) / histological pattern of the
intersection of splenic tissue and neoplastic tissue: a: splenic tissue, b: myelolipoma (adi-
pocytes and myeloid cells)
©
Institut für Pathologie und Gerichtliche Veterinärmedizin,
Vetmeduni Vienna
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wie abdominaler Schmerz, Übelkeit und Erbrechen be-
schrieben (AL-RUKIBAT u. BANI ISMAIL, 2006; KAMIIE
et al., 2009). Meist handelt es sich bei der Diagnose
um einen Neben- oder Zufallsbefund.
Myelolipome der Milz stellen sich im Ultraschallbild
typischerweise als hyperechogene Areale im Ausmaß
von bis zu einigen Zentimetern dar (SCHWARZ et al.,
2001). Beim vorgestellten Hund stellte sich die Umfangs-
vermehrung als inhomogen hyperechogene Masse
dar, die aufgrund ihrer Größe sämtliche Bauchorgane
verlagerte. Da die Masse nicht der Milz zugeordnet
werden konnte, bestand zum Zeitpunkt der sonogra-
phischen Abdomenuntersuchung weniger der Verdacht
eines Myelolipoms als eher der eines Lipoms ohne
feststellbare Organzugehörigkeit.
Neoplastische Veränderungen an der Milz treten beim
älteren Hund relativ häug auf. Neben Hämangiom und
Lipom zählt das Myelolipom zu den benignen Milzver-
änderungen beim Hund. Myelolipome der Milz machen
weniger als 4 % der Milztumoren aus (SPANGLER
u. CULBERTSON, 1992; SPANGLER et al., 1994;
SPANGLER u. KASS, 1997). Die mit Abstand häugste
Neoplasie der caninen Milz ist das Hämangiosarkom
(HSA), die Prozentangaben variieren je nach Studie
zwischen 45 und 92 % (JOHNSON et al., 1989;
SREBERNIK u. APPLEBY, 1991; SPANGLER u.
CULBERTSON, 1992; DAY et al., 1995; SPANGLER
u. KASS, 1997; FIFE et al., 2004; HAMMOND u.
PESILLO-CROSBY, 2008; MALLINCKRODT u.
GOTTFRIED, 2011; EBERLE et al., 2012; VNUK et al.,
2014; WENDELBURG et al., 2014).
Der Großteil der Berichte über canine Myelolipome
beschreibt Größenausmaße des Tumors von wenigen
Millimetern bis einigen Zentimetern. Während bei
kleinen Myelolipomen keine klinischen Symptome
auftraten, wurden diese, wenn auch unspezisch,
bei Dimensionen im Zentimeterbereich gelegentlich
beschrieben (KAMIIE et al., 2009; ZIMMER u. STAIR,
1983; AL-RUKIBAT u. BANI ISMAIL, 2006). Am wahr-
scheinlichsten erklären sich klinische Symptome bei
größeren Myelolipomen durch den Druck des Tumors
auf andere Organsysteme (=Masseneffekt).
Abdominale Tumoren, die progressiv an Größe zuneh-
men, können unabhängig von ihrer Malignität aufgrund
ihrer Größe und Masse zu Beeinträchtigung des Patien-
ten führen. Zum einen können Organsysteme, wie zum
Beispiel der Magen-Darm-Trakt, verdrängt und in ihrer
Funktionalität gehindert werden, zum anderen kann es
zu Minderversorgung von Organen durch Kompression
von Gefäßen kommen. Vor allem Venen, welche nur eine
dünne Muskelschicht besitzen, können beeinträchtigt
werden. In der Humanmedizin gibt es diesbezüglich
Berichte, die als „Vena-cava-Kompressionssyndrom“
beschrieben werden, bei welchem es bei Rückenlage
des Patienten durch die intraabdominale Masse zu einer
Kompression der Vena cava inferior kommt. Dies führt in
weitere Folge zu einer reduzierten Vorlast des Herzens
mit konsekutiver verminderter Herzauswureistung und
Hypotension (KIM et al., 1976; KIEFER et al., 2003).
Zusätzlicher Druck der Tumormasse auf Arterien bzw.
die Aorta (Aorto-cavale Kompression) erhöhen die kar-
diale Nachlast, was wiederum eine Beeinträchtigung
der Herzauswureistung versursacht (KIEFER et al.,
2003). Ähnliche Berichte aus der Veterinärmedizin
konnten von den Autoren nicht gefunden werden. Dies
lässt sich am ehesten dadurch erklären, dass Haus-
tiere aufgrund ihrer Anatomie und Körperhaltung sich
selten in Rückenlage begeben. Zu beachten ist jedoch,
dass der Druck der Tumormasse auf große Gefäße
wie Aorta abdominalis oder Vena cava caudalis vor
allem bei Operationen, bei denen sich der Patient in
Rückenlage bendet, mit potentiellen kardiovaskulären
Beeinträchtigungen verbunden ist (KIM et al., 1976).
Aus ebendiesem Grund wurde beim präsentierten
Patienten die dorsale Lagerung so kurz wie möglich
gehalten. Präoperative Vorbereitungen sollten wenn
möglich in sternaler oder lateraler Position des Hundes
durchgeführt werden.
Bei rascher Evakuierung sehr großer Massen aus dem
Abdominalraum besteht die Gefahr des splanchnischen
Schocks (EINENKEL et al., 2006). Dies geschieht, wenn
es durch ein zu schnelles Entfernen des die Gefäße im
Splanchnikusgebiet komprimierenden Tumors plötzlich
zu einem raschen Einießen von Blut kommt. Hier be-
steht die Gefahr, dass das Blut im Splanchnikusgebiet
versackt und es zu einer relativen Hypovolämie mit
Blutdruckabfall kommt.
In einer Studie von MALLINCKRODT und GOTTFRIED
(2011) wurde unter anderem untersucht, ob der pro-
zentuelle Anteil des Gewichts der tumorös veränderten
Milz am Körpergewicht des Hundes einen Aufschluss
darüber gibt, ob es sich um einen malignen oder
benignen Tumor handelt. Es konnte gezeigt werden,
dass benigne Tumoren der Milz einen höheren prozen-
tuellen Gewichtsanteil hatten: 2,92 % bei HSA, 4,4 %
bei malignen Tumoren exklusive HSA und 6,26 %
bei benignen Tumoren. Sehr ähnliche Ergebnisse
konnten auch VNUK et al. (2014) feststellen. In der
letztgenannten Studie wurde von einem 9,5 Kilogramm
schweren Myelolipom der Milz berichtet, welches 30 %
des Gesamtgewichtes des Hundes betrug. In der vor-
liegenden Studie lag der prozentuelle Anteil der Milz
inklusive Myelolipom bei 16,5 %.
Die in der Literatur am häugsten beschriebene
Komplikation nach der Entfernung der Milz sind Blu-
tungen von inadäquat ligierten Gefäßen (RICHTER,
2012). Des Weiteren sind auch Schädigungen des
linken Pankreasschenkels möglich, da dieser durch
einen aus der Milzarterie entspringenden Ast versorgt
wird und bei Ligatur der Milzarterie unbedingt geschont
werden muss. Ventrikuläre Arrhythmien, vor allem ven-
trikuläre Extrasystolen und ventrikuläre Tachykardie,
können nach einer partiellen oder totalen Entfernung
der Milz auftreten (MARINO et al., 1994; RICHTER,
2012; WENDELBURG et al., 2014). In der Literatur sind
neben diesen Komplikationen auch Fälle beschrieben,
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in denen Hunde innerhalb der ersten fünf Tage nach Ent-
fernung der Milz eine Magendrehung (gastric dilatation
and volvulus syndrome: GDV) entwickelt haben (MILLIS
et al., 1995; MARCONATO, 2006). Dies kann dadurch
bedingt sein, dass es durch den Zug einer expandie-
renden Masse der Milz zur Dehnung des Magenbandes
kommt und dies prädisponierend für die Drehung des
Magens um seine Längsachse sein kann. Bezüglich
der erhöhten Gefahr eines GDVs nach einer Milzentfer-
nung gibt es in der Literatur unterschiedliche Angaben.
Während GRANGE et al. (2012) sowie GOLDHAMMER
et al. (2010) kein erhöhtes Auftreten von GDV nach
Splenektomie feststellten, war die Prävalenz von GDV
bei SARTOR et al. (2013) nach erfolgter Milzentfernung
mehr als fünfmal höher als in der Kontrollgruppe.
Wie im vorliegenden Bericht beschrieben, besteht
nach Entfernung von größeren abdominalen Massen
ein temporär erweiterter Abdominalraum, wodurch es
zur abnormalen Bewegung und Position des Magens
kommen kann und dadurch wiederum zum GDV
(RICHTER, 2012). Aus eben diesen Gründen wurde im
beschriebenen Fall eine prophylaktische Gastropexie,
welche in der Literatur bei stabilen Patienten empfohlen
wird, durchgeführt (MILLIS et al., 1995; NEATH et al.,
1997; RICHTER, 2012; SARTOR et al., 2013).
Danksagung
Die Autoren möchten sich an dieser Stelle bei der
Abteilung für bildgebende Diagnostik der Vetmeduni
Vienna, speziell bei Frau Dr. A. Böhler, für die Mithilfe
bei der Diagnostik, sowie für die Bereitstellung der
Röntgenbilder bedanken. Des Weiteren möchten wir
Frau Prof. A. Fuchs-Baumgartinger für die Bereitstel-
lung der pathohistologischen Bilder danken.
Fazit für die Praxis:
Myelolipome sind selten beschriebene benigne Ver-
änderungen der Milz, welche aus Fettgewebe und
hämatopoetischem Gewebe bestehen. Meist werden
sie zufällig diagnostiziert, da sie in der Regel keine
klinischen Symptome verursachen. Das Größenaus-
maß dieses Tumors von einigen Zentimetern wird
kaum überschritten, weshalb in den meisten Fällen
keine chirurgische Entfernung von Nöten ist. In ei-
nigen wenigen Fällen nimmt der Tumor jedoch ein
größeres Ausmaß an, wodurch es zur Beeinträchti-
gung umliegender Organsysteme kommen kann. In
diesen Fällen ist eine chirurgische Entfernung indiziert.
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Article
Different kinds of splenic neoplasia can lead to significant changes in preoperative, intraoperative and postoperative clinical findings in dogs. This retrospective study addressed whether clinical findings can be used as an indicator for a specific type of splenic neoplasia. The medical records of dogs that had been splenectomized for focal splenic enlargement were reviewed. Dogs with incomplete medical records, generalized splenomegaly or splenic lymphoma were excluded. Data collected included signalment, history, clinical signs at presentation, pre- and postoperative laboratory data and intraoperative findings including splenic weight, histopathological diagnosis and survival time. Forty-three dogs met the inclusion criteria. Preoperative and intraoperative data were similar to those of previous studies. Splenic neoplasia is more likely in larger breeds and primarily affects older animals. Haematological and biochemical results did not allow differentiation between different types of splenic masses. Dogs with benign splenic masses had a significantly higher mean splenic weight as percentage of body weight than dogs with haemangiosarcoma. Laboratory findings failed to distinguish any specific splenic diagnosis in dogs. Splenic weight as a percentage of body weight can be a good intraoperative indicator to distinguish between benign and malignant splenic neoplasia.
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Objective: To determine the perioperative mortality rate, causes of death, and risk factors for perioperative death in dogs undergoing splenectomy for splenic mass lesions. Design: Retrospective case series. Animals: 539 dogs. Procedures: Medical records of dogs that underwent splenectomy for known splenic masses were reviewed. Perioperative mortality rate and causes of death were determined. Associations between potential prognostic factors and perioperative death were evaluated by multivariable logistic regression analysis. Results: 41 of 539 (7.6%) dogs died during the perioperative period. Thrombotic and coagulopathic syndromes and uncontrolled bleeding from metastatic lesions were the most common causes of death. Of the variables selected for multivariable analysis, platelet count at admission, whether PCV at admission was < 30%, and development of ventricular arrhythmias during surgery were significantly associated with outcome. For each decrease in platelet count of 10,000 platelets/μL, odds of death increased by approximately 6%. For dogs with PCV < 30%, odds of death were approximately twice those for dogs with PCV ≥ 30%, and for dogs that developed intraoperative arrhythmias, odds of death were approximately twice those for dogs that did not. Conclusions and clinical relevance: Marked preoperative thrombocytopenia or anemia and development of intraoperative ventricular arrhythmias were identified as risk factors for perioperative death in dogs with splenic masses. The risk of death may be limited by efforts to prevent thrombotic and coagulopathic syndromes and to control all sources of intra-abdominal hemorrhage.
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An 8-year-old Scottish terrier was presented with a red and painful right eye. Slitlamp biomicroscopy and ocular ultrasound demonstrated the presence of a large mass in the anterior chamber. Enucleation was performed one week after initial presentation. Histological examination of the eye revealed a relatively well-delineated mass distorting the dorsal iris and occupying most of the anterior chamber. The tumor was composed of fully differentiated adipose tissue and normal hematopoietic cells of the three major blood-forming elements. These findings were most consistent with the diagnosis of an anterior chamber myelolipoma distorting the iris. To the author's knowledge, this is the first report of an intraocular myelolipoma in any species.
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To evaluate whether dogs undergoing splenectomy had an increased risk of gastric dilatation-volvulus (GDV), compared with a control group of dogs undergoing enterotomy. Retrospective case-control study. 219 dogs that underwent splenectomy for reasons other than splenic torsion (splenectomy group; n = 172) or enterotomy (control group; 47) without concurrent gastropexy. Medical records were reviewed for information on signalment, date of surgery, durations of surgery and anesthesia, reason for splenectomy, histopathologic findings (if applicable), whether gastropexy was performed, duration of follow-up, and date of death (if applicable). Follow-up information, including occurrence of GDV, was obtained via medical records review and a written client questionnaire. Reasons for splenectomy included splenic neoplasia, nonneoplastic masses, infarction, traumatic injury, and adhesions to a gossypiboma. Incidence of GDV following surgery was not significantly different between dogs of the splenectomy (14/172 [8.1 %]) and control (3/47 [6.4%]) groups. Median time to GDV for the 17 affected dogs was 352 days (range, 12 to 2,368 days) after surgery. Among dogs that underwent splenectomy, sexually intact males had a significantly higher incidence of GDV (4/16) than did castrated males and sexually intact or spayed females (10/156). Incidence of GDV among sexually intact male dogs did not differ between groups. Results did not support a recommendation for routine use of prophylactic gastropexy in dogs at the time of splenectomy. Other patient-specific risk factors should be assessed prior to recommending this procedure.
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The apparently high prevalence of splenomegaly in dogs, along with the surgical accessibility of the spleen, results in a relatively large number of splenectomies in dogs in clinical veterinary practice. Splenic nodular lesions are widely considered to be indicative of hemangiosarcoma and thus a disease that is ultimately fatal. This study correlates the results of complete pathologic evaluation and classification of 500 spleens obtained by splenectomy with survival information for each dog. Among the spleens examined, 257 of 500 (51.4%) were classified nonneoplastic and 241 (48.2%) were neoplastic; 2 (0.4%) were unclassified. Miscellaneous non-nodular splenomegaly accounted for 46 of 257 (18%) of the nonneoplastic lesions; nodular splenomegaly accounted for 206 of 257 (79%) of nonneoplastic splenic lesions and was composed of lymphoid hyperplastic nodules and associated hematomas, hyperplastic lymphoid nodules alone, or hematomas with no apparent underlying cause. Nodular neoplastic diseases of the spleen were divided among benign tumors (11.5%) and a variety of primary sarcomas. Hemangiosarcoma made up 51% of splenic malignancies but accounted for less than 25% of the spleens evaluated. Survival of dogs with hematomas associated with nonneoplastic conditions of the spleen was markedly different from that in dogs with hemangiosarcoma-associated hematomas, even though most could not be effectively differentiated on gross inspection. Two month postoperative survival was 83% for dogs with nonneoplastic-related hematomas, whereas only 31% of dogs with hemangiosarcoma, with or without associated hematomas, were alive after 2 months. Twelve-month survival times were 64% and 7%, respectively. An overall postsplenectomy survival rate of 52% was based on the number of dogs surviving for a minimum of 6 months postoperatively.
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To determine whether mass-to-splenic volume ratio or splenic weight as a percentage of body weight was significantly different between dogs with benign versus malignant splenic masses. Retrospective case series. 65 dogs that underwent splenectomy. Medical records of dogs examined between October 2007 and June 2008 because of a splenic mass were reviewed. Information obtained included dog age, breed, and weight; whether hemoperitoneum was present; splenic weight and dimensions (length, width, and height) at the time of splenectomy; dimensions (length, width, and height) of the splenic mass; and histologic diagnosis. Information on survival time was recorded when available. 30 (46%) dogs had hemangiosarcoma, 10 (15%) had other types of malignant masses, and 25 (39%) had benign masses. Dogs with benign splenic masses had a significantly higher mean mass-to-splenic volume ratio and higher mean splenic weight as a percentage of body weight than did dogs with hemangiosarcoma. Results suggested that mass-to-splenic volume ratio and splenic weight as a percentage of body weight may be useful in differentiating between hemangiosarcoma and benign lesions in dogs with splenic masses.
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To establish if splenectomy increases the incidence of gastric dilatation and volvulus (GDV) in dogs. Two case-series studies of cases and controls were performed. Records of dogs that had undergone splenectomy (37 cases) were compared with records of dogs that had undergone other abdominal surgery (43 cases). Records of dogs that presented for non-elective gastropexy (33 cases) were compared with records of dogs presented to the hospital for unrelated reasons (39 cases). Survival following splenectomy and development of GDV in the first 12 months following surgery were retrieved from the clinical records and by questionnaire-based canvassing of the referring clinician. The incidence of GDV following splenectomy was established and the association between a current episode of GDV and previous splenectomy was assessed. There was no evidence that splenectomy was associated with an increased incidence of subsequent GDV (P=0.469). No association between a current episode of GDV and previous splenectomy was found. Splenectomy is not associated with an increase in the incidence of GDV.
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We report herein a case of multicentric myelolipoma in an 11-year-old beagle dog that presented with vomiting. Laparotomy demonstrated the presence of a large mass adherent to the greater omentum and multiple small white maculae in the spleen. Cytological and histological examinations revealed that the mass and maculae comprised mature adipocytes and hematopoietic elements including granulocytic, erythrocytic and megakaryocytic series in several phases of maturation and macrophages containing hemosiderin deposits, resembling bone marrow. Multicentric myelolipoma was diagnosed. This is first report of multicentric myelolipoma in a dog.
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An obese woman who presented with 3 separate intra-abdominal masses developed a supine hypotensive syndrome following induction of general anesthesia. The hypotension was corrected by positioning the patient in a left lateral tilt and by releasing intra-abdominal pressure. Following decompression of the vena cava, arterial and central venous pressure rose and remained at a high level. Urine output was poor until IV furosemide was administered.
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The prevalence data of splenic diseases from 3 sources were studied. Group 1 consisted of a general diagnostic survey of accessions submitted from private veterinary hospitals in California during a period of approximately 4 years and included 1,372 submissions of canine splenic tissue. Group 2 consisted of surgical splenectomy specimens from 92 dogs; the specimens were submitted to the laboratory for gross and histologic evaluation prior to fixation, and a questionnaire was subsequently sent to determine the outcome of the disease. Group 3 was made up of specimens of 105 splenic lesions derived from a large colony of Beagles with complete medical records and records of pathologic findings. In this study, splenic hematoma and hyperplastic nodule, not hemangiosarcoma, made up the bulk of splenic lesions. Hemangiosarcoma was the most frequent neoplasm of the canine spleen, but the combined prevalence of all other splenic neoplasms was similar to that of hemangiosarcoma alone. Splenic hematoma and hemangiosarcoma were grossly indistinguishable in most cases. Hyperplastic lymphoid nodules and hematomas of the spleen appeared to represent a continuum. If that finding was correlated with microscopic splenic blood flow, specific causal relationship could be suggested. Prognostically, the live/dead ratio and mean survival of dogs with various splenic lesions differed significantly.