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TORRO-und Fujita-Skala Beschreibung, angepasst für Mitteleuropa

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Abstract

Die folgende verbale Zuordnung der T-und F-Skalen zu Ihrer Windwirkung (vgl. die Definition der Windgeschwindigkeitsintervalle in Tab. 1) ist an mitteleuropäische Verhältnisse (v a. Bausubstanz) angepasst und deckt sich daher nicht völlig mit den eher für die Gegebenheiten der USA gültigen Beschreibungen der F-Skala (Fujita und Pearson, 1973; Fujita, 1981) oder der T-Skala (Meaden, 1976). Die Skalenbegriffe weak, strong, violent gehen auf Kelly et al. (1978) zurück, ihre deutschen Entsprechungen auf Dotzek et al (2000, 2003). Tab. 1: Definition der Windgeschwindigkeitsintervalle der T-und F-Skalen und der mittleren Schadensätze für Mitteleuropa. Zum Vergleich werden die entsprechenden Stufen der Beaufort-Skala mit angegeben, auch oberhalb des üblichen Höchstwerts von Bft 12. Nach Dotzek et al. (2000, 2003) und Hubrig (2004).
T and F scales, Central Europe 1 / 8 02 May 2005
TORRO- und Fujita-Skala Beschreibung, angepasst für Mitteleuropa
N. Dotzek (TorDACH), M. Hubrig (Skywarn), G. Berz (Münchener Rück)
Die folgende verbale Zuordnung der T- und F-Skalen zu Ihrer Windwirkung (vgl. die Definition der
Windgeschwindigkeitsintervalle in Tab. 1) ist an mitteleuropäische Verhältnisse (v a. Bausubstanz)
angepasst und deckt sich daher nicht völlig mit den eher für die Gegebenheiten der USA gültigen
Beschreibungen der F-Skala (Fujita und Pearson, 1973; Fujita, 1981) oder der T-Skala (Meaden,
1976). Die Skalenbegriffe weak, strong, violent gehen auf Kelly et al. (1978) zurück, ihre deutschen
Entsprechungen auf Dotzek et al (2000, 2003).
Tab. 1: Definition der Windgeschwindigkeitsintervalle der T- und F-Skalen und der mittleren Schadensätze für
Mitteleuropa. Zum Vergleich werden die entsprechenden Stufen der Beaufort-Skala mit angegeben, auch
oberhalb des üblichen Höchstwerts von Bft 12. Nach Dotzek et al. (2000, 2003) und Hubrig (2004).
Unterkritisch Schwach
(Sub-critical) (Weak)
Fujita F-2 F-1 F0 F1
TORRO T-4 T-3 T-2 T-1 T0 T1 T2 T3
Beaufort B0, B1 B2, B3 B4, B5 B6, B7 B8, B9 B10, B11 B12, B13 B14, B15
v in ms-1 0 - 3 3 - 7 7 - 12 12 - 18 18 - 25 25 - 33 33 - 42 42 - 51
v in kmh-1 0 - 11 11 - 25 25 - 43 43 - 65 65 - 90 90 - 119 119 - 151 151 - 184
v in ms-1 3 4 5 6 7 8 9 9
S
-
in % 0.0 0.0 0.0 0.01 0.05 0.10 0.25 0.80
S+ in % 0.0 0.0 0.0 0.0 0.01 0.05 0.10 0.25
Signifikant
(Significant)
Stark Verheerend
(Strong) (Violent)
Fujita F2 F3 F4 F5
TORRO T4 T5 T6 T7 T8 T9 T10 T11
Beaufort B16, B17 B18, B19 B20, B21 B22, B23 B24, B25 B26, B27 B28, B29 B30, B31
v in ms-1 51 - 61 61 - 71 71 - 82 82 - 93 93 - 105 105 - 117 117 - 130 130 - 143
v in kmh-1 184 - 220 220 - 256 256 - 295 295 - 335 335 - 378 378 - 421 421 - 468 468 - 515
v in ms-1 10 10 11 11 12 12 13 13
S
-
in % 3.0 10.0 30.0 90.0 100 100 100 100
S+ in % 0.80 3.0 10.0 30.0 60.0 80.0 90.0 95.0
T and F scales, Central Europe 2 / 8 02 May 2005
Die Zuordnung der Sachschäden zum für Mitteleuropa repräsentativen mittleren Schadensatz (loss
ratio) S für Bauten in Leicht- (S-) oder Massivbauweise (S+) in Tab. 1 und im Text erfolgte in
Zusammenarbeit mit der Münchener Rückversicherung nach Dotzek et al. (2000). Die Zuordnung
charakteristischer Flurschäden beruht auf Arbeiten von Hubrig (1999, 2002, 2004). Gegenüber den
zitierten Arbeiten wurde die verbale Beschreibung hier nochmals durchgesehen und leicht modifiziert.
Als weitere Methode, bei Gebäuden aus den vorliegenden Schäden und dem Gebäudetyp auf die
Windgeschwindigkeit nach der F-Skala zu schließen, ist die f-Skala Matrix verwendbar (Fujita, 1992).
Tab. 2 fasst dieses Verfahren zusammen. Der beobachtete Schaden wird in der oberen Zeile einem
Wert fn der f-Skala zugeordnet. Dieser Wert wird im unteren Teil der Tab. 2 in der Zeile des
zutreffenden Gebäudetyps aufgesucht. In der gleichen Spalte oberhalb liest man den zugehörigen Wert
der F-Skala ab. Der Zahlenwert hinter dem Gebäudetyp gibt die Verschiebung von f- zu F-Skala an.
Beispiel: Ein solides Stallgebäude (strong outbuilding) ist zusammen gebrochen (f4 Schaden). Für
diesen Gebäudetyp findet man f4 in der Spalte unter F2 wieder. Es liegt also eine Skalenverschiebung
von -2 vor (f4 - 2 = F2). Dieser Wert findet sich in Tab. 2 direkt nach der Angabe strong outbuilding.
Beim Gebäudetyp "solides Holzhaus" (strong framehouse) sind die f- und F-Skalen deckungsgleich.
Tab. 2: Die f-Skala Matrix (Fujita, 1992). Aus Gebäudetyp und vorliegendem Gebäudeschaden fn folgt der
wahrscheinlichste Wert auf der F-Skala. Outbuilding = Neben- oder Wirtschaftsgebäude, also z. B. Schuppen
oder Stallungen. Framehouse = Holzhaus. Brick structure = Ziegelbau. Concrete building = (Stahl-)Betonbau.
Es folgt die verbale Beschreibung für Mitteleuropa typischer Sach- und Flurschäden von T-4 bis T12.
T and F scales, Central Europe 3 / 8 02 May 2005
T-4 / F-2, unterkritisch (sub-critical)
a) Sachschäden: Schadensätze S- = 0.00 %, S+ = 0.00 %
Keine.
b) Flurschäden:
Eventuell ab gewehte Blätter, grüne Zweige oder kleinere Totäste lassen sich nicht von zufälligen
Trockenheits- oder durch starken Niederschlag bedingten Blattabfällen, Zweigabsprüngen oder
Totastabbrüchen unterscheiden.
T-3 / F-2, unterkritisch (sub-critical)
a) Sachschäden: Schadensätze S- = 0.00 %, S+ = 0.00 %
Keine.
b) Flurschäden:
Eventuell ab gewehte Blätter, grüne Zweige oder kleinere Totäste lassen sich nicht von zufälligen
Trockenheits- oder durch starken Niederschlag bedingten Blattabfällen, Zweigabsprüngen oder
Totastabbrüchen unterscheiden.
T-2 / F-1, unterkritisch (sub-critical)
a) Sachschäden: Schadensätze S- = 0.00 %, S+ = 0.00 %
Keine.
b) Flurschäden:
Eventuell ab gewehte Blätter, grüne Zweige oder Totäste lassen sich nicht einwandfrei von zufälligen
Trockenheits- oder durch starken Niederschlag bedingten Blattabfällen, Zweigabsprüngen oder
Totastabbrüchen unterscheiden.
T-1 / F-1, unterkritisch (sub-critical)
a) Sachschäden: Schadensätze S- = 0.01 %, S+ = 0.00 %
Leichte Gegenstände werden vom Boden abgehoben.
b) Flurschäden:
In Wiesen oder Getreidefeldern ist der Zugweg erkennbar. Einzelne Grünzweige und kleinere
Grünäste, sowie vermehrt kleinere, aber auch mittlere und vereinzelt auch größere Totäste beginnen
abzubrechen. Die Astabbrüche sind - aufgrund der geringen Häufigkeit - noch nicht immer
einwandfrei von zufälligen Trockenheits- oder durch starken Niederschlag bedingten Blattabfällen,
Zweigabsprüngen oder Totastabbrüchen zu unterscheiden.
T and F scales, Central Europe 4 / 8 02 May 2005
T0 / F0, schwach (weak)
a) Sachschäden: Schadensätze S- = 0.05 %, S+ = 0.01 %
Leichte Gegenstände werden vom Boden abgehoben. Baugerüste können umstürzen, leichte Schäden
an Markisen und Zelten auftreten. Dachziegel an exponierten Stellen können sich lockern. Keine
Schäden an Gebäude-Tragwerken.
b) Flurschäden:
Einzelne Äste beginnen abzubrechen, in Wiesen oder Getreidefeldern ist der Zugweg erkennbar.
Kranke (z. B. Holzfäulen) oder besonders labile Bäume (lange dünne Stämme; hoch angesetzte Krone;
geringes, flaches Wurzelwerk) können brechen oder entwurzelt werden (bei Wurzelfäulen oder auf
labilen, durchnässten Standorten).
T1 / F0, schwach (weak)
a) Sachschäden: Schadensätze S- = 0.10 %, S+ = 0.05 %
Gartenmöbel und leichtere Gegenstände werden umgeworfen und können durch die Luft gewirbelt,
Holzzäune umgeworfen werden. Leichte Schäden an Dächern (Ziegeln und Verblechungen können
sich lösen und herab geweht werden). Geringe Schäden an Leichtbauten; keine strukturellen Schäden.
b) Flurschäden:
Auch starke und gesunde Äste brechen vermehrt, insbesondere während der Vegetationszeit
(Laubbäume belaubt). Kranke (z. B. Holzfäulen) oder besonders labile Bäume (lange, dünne Stämme,
hoch angesetzte Krone, geringes, flaches Wurzelwerk) brechen häufig oder werden entwurzelt. Bäume
mit Wurzelschäden oder -fäulen bzw. auf labilen, durchnässten Standorten werden häufig geworfen.
T2 / F1, schwach (weak)
a) Sachschäden: Schadensätze S- = 0.25 %, S+ = 0.10 %
Auch schwerere Gegenstände werden vom Boden aufgehoben und können zu gefährlichen
Geschossen werden. Wohnwagen und Anhänger können umgeworfen werden. Ziegel- und
ungesicherte Flachdächer werden teilweise abgedeckt. Geringe bis mittelschwere Schäden an
Leichtbauten; erste Schäden an strukturellen Elementen von Massivbauten möglich.
b) Flurschäden:
Zahlreiche auch starke und gesunde Äste brechen, insbesondere während der Vegetationszeit
(Laubbäume belaubt). Bäume mit Holzfäulen oder sonstigen statisch relevanten Schäden, labile
Bäume (ungünstige H/D-Werte1, geringes oder flaches Wurzelwerk) oder Bäume auf labilen Böden
(Stauwasser beeinflusst oder grundwassernah) werden nahezu immer gebrochen oder entwurzelt.
1 H/D-Wert: Verhältnis Baumhöhe zu Brusthöhendurchmesser, d. h. dem Durchmesser des Stammes in 1.30 m
Höhe über dem Erdboden. H/D-Werte von 60 oder weniger gelten als stabil, über 80 als instabil.
T and F scales, Central Europe 5 / 8 02 May 2005
Auch gesunde Bäume können im Falle ungünstiger Stoßrichtungen oder Zeitpunkte der Böen bereits
gebrochen oder auf durchweichten Böden geworfen werden. Während der Zeit des Saftstromes treten
an Bäumen mit stabiler Verwurzelung, aber labileren Stämmen häufiger Druckschäden auf.
T3 / F1, schwach (weak)
a) Sachschäden: Schadensätze S- = 0.80 %, S+ = 0.25 %
Zahlreiche Wohnwagen und Anhänger werden umgeworfen. Ziegel- und ungesicherte Flachdächer
erleiden größere Schäden. Mittelschwere Schäden an Leichtbauten; einzelne Schäden an strukturellen
Elementen von Massivbauten. Fahrende Autos werden von der Straße gedrückt.
b) Flurschäden:
Zahlreiche Äste, auch starke und gesunde brechen; auch außerhalb der Vegetationszeit, in der
Laubbäume unbelaubt sind. Auch stabile und gesunde Bäume werden vermehrt geworfen oder bereits
gebrochen. Während der Zeit des Saftstromes sind Druckschäden relativ häufig. Bereits erhebliche
Schäden in stabilen Waldbeständen, wobei die stabilsten Individuen, aber auch Zwischen- und
Unterständige, die nur wenig Windwiderstand bieten, überwiegend noch stehen bleiben.
T4 / F2, stark (strong)
a) Sachschäden: Schadensätze S- = 3.0 %, S+ = 0.80 %
Große Schäden an Fahrzeugen und Anhängern. Hohe Gefährdung und Schäden durch herum fliegende
Teile. Ganze Dächer werden abgedeckt. Schwere Schäden an Leichtbauten; zunehmend Schäden an
strukturellen Elementen von Massivbauten, Einsturz von Giebelwänden möglich.
b) Flurschäden:
Auch stabile Bäume oder Waldbestände werden fast immer bzw. vollständig geworfen oder
gebrochen. Großkronige Bäume werden, sofern besonders stabil verwurzelt, meistens gebrochen.
Sofern Bäume noch stehen bleiben, wird die überwiegende Anzahl der Äste, auch die in unbelaubtem
Zustand, abgerissen. Der Anteil an Druckschäden geht zugunsten gebrochener Bäume stark zurück.
T5 / F2, stark (strong)
a) Sachschäden: Schadensätze S- = 10.0 %, S+ = 3.0 %
Schwere Schäden an Dächern und Anbauten sowie an Leichtbauten. Weiter zunehmende Schäden an
strukturellen Elementen von Massivbauten. Vollständiger Einsturz einzelner Gebäude, vor allem
landwirtschaftlich genutzter Konstruktionen und Lagerhallen. Kraftfahrzeuge werden hochgehoben.
b) Flurschäden:
Auch stabilste Gehölze, wie Randbäume, Wind erprobte Hecken, Büsche und Feldgehölze werden
stark geschädigt oder bereits zerstört; entweder durch Entwurzeln (Herausreißen), Stamm- oder
Kronenbruch oder durch Abreißen der überwiegenden Zahl der Äste, insbesondere fast allen
Feinreisigs.
T and F scales, Central Europe 6 / 8 02 May 2005
T6 / F3, stark (strong)
a) Sachschäden: Schadensätze S- = 30.0 %, S+ = 10.0 %
Leichtbauten werden in größerem Umfang zerstört. Schwere Schäden an strukturellen Elementen von
Massivbauten. Einsturz einzelner Gebäude. Schwere Kraftfahrzeuge werden hochgehoben und
umgeworfen.
b) Flurschäden:
Kein heimisches Holzgewächs übersteht - falls der Stamm stehen bleibt - solch einen Sturm ohne
schwerste Schäden. Stehen bleibende Bäume werden weitgehend entastet.
T7 / F3, stark (strong)
a) Sachschäden: Schadensätze: S- = 90.0 %, S+ = 30.0 %
Verbreitet völlige Zerstörung von Leichtbauten und schwere Schäden an Massivbauten. Einsturz
zahlreicher Gebäude.
b) Flurschäden:
Kein heimisches Holzgewächs übersteht - falls der Stamm stehen bleibt - solch einen Sturm ohne
schwerste Schäden. Stehen bleibende Bäume oder Baumteile werden weitgehend entastet, und
stellenweise beginnt Entrindung durch umher fliegende Kleintrümmer sowie Sand etc.
T8 / F4, verheerend (violent)
a) Sachschäden: Schadensätze: S- = 100 %, S+ = 60.0 %
Schwere Schäden an Massivbauten. Verbreiteter Einsturz von Gebäuden, deren Einrichtung weit
verstreut wird. Kraftfahrzeuge werden über große Strecken geschleudert.
b) Flurschäden:
Deutliche Entrindung stehen bleibender Baumstämme oder Baumteile durch umher fliegende
Kleintrümmer sowie Sand etc.
T9 / F4, verheerend (violent)
a) Sachschäden: Schadensätze S- = 100 %, S+ = 80.0 %
Überwiegend Totalschäden an Massivbauten. Züge werden von den Schienen gerissen.
b) Flurschäden:
Totale Entrindung stehen bleibender Baumstämme oder Baumteile durch umher fliegende
Kleintrümmer sowie Sand etc.
T and F scales, Central Europe 7 / 8 02 May 2005
T10 / F5, verheerend (violent)
a) Sachschäden: Schadensätze S- = 100 %, S+ = 90.0 %
Überwiegend Totalschäden an Massivbauten.
b) Flurschäden:
Totale Entrindung stehen bleibender Baumstämme oder Baumteile durch umher fliegende
Kleintrümmer sowie Sand etc. Ungewöhnliche Schäden wie das Herausreißen und weites Verdriften
von starken, aber bereits morschen Wurzelstöcken abgesägter Bäume entstehen.
T11 / F5, verheerend (violent)
a) Sachschäden: Schadensätze S- = 100 %, S+ = 95.0 %
Fast ausschließlich Totalschäden an Massivbauten. Unvorstellbare Schäden entstehen.
b) Flurschäden:
Totale Entrindung stehen bleibender Baumstämme oder Baumteile durch umher fliegende
Kleintrümmer sowie Sand etc. Ungewöhnliche Schäden wie das Herausreißen und weites Verdriften
auch weniger morscher, starker und tief in die Erde reichender Wurzelstöcke abgesägter Bäume
entstehen.
T12 / F6, überverheerend (super-violent)
a) Sachschäden: Schadensätze S- = 100 %, S+ = 99.0 %
Ausschließlich Totalschäden an Massivbauten. Unvorstellbare Schäden entstehen.
b) Flurschäden:
Totale Entrindung stehen bleibender Baumstümpfe durch umher fliegende Kleintrümmer sowie Sand
etc. Ungewöhnliche Schäden wie das Herausreißen und weite Verdriften auch kaum morscher, starker
und tief in die Erde reichenden Wurzelstöcken abgesägter Bäume entstehen.
Windgeschwindigkeiten von T13 / F6 sind aus physikalischen Gründen ausgeschlossen!
Die ursprüngliche Version dieses Dokuments datiert vom April 2004.
T and F scales, Central Europe 8 / 8 02 May 2005
Literatur
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"Richtlinien zur Erforschung von Tromben, Tornados, Wasserhosen und Kleintromben" für die
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Meaden 1976: G. T., 1976: Tornadoes in Britain: Their intensities and distribution in space and time.
J. Meteor., 1, 242-251.
Article
en Internationally different classification schemes are available for the assessment of structural damage due to the different natural hazards. Due to their heterogeneity, these classification schemes are insufficiently suited for the consideration of damage in the sense of a multi hazard approach. A unified system is necessary for the evaluation of the building vulnerability and the damage prognosis due the different natural hazards. The unified system transfers repeatedly observed damage patterns into a scheme of damage grades. With this instrument, the structural damage can be uniformly evaluated and the relationship to the input parameters can be established. Following the concept of the European Macroseismic Scale 1998 (EMS‐98) for earthquake damage, it is distinguished between structural and non‐structural damage to which characteristic damage patterns can be assigned in the form of damage grades. A general classification scheme for building damage is presented, which enables a comparison of the damage due to the individual natural hazards. On the basis of real observed damage cases, the typical damage patterns for the natural hazards flood, tsunami and wind are highlighted and converted into harmonized classification schemes for damage grades. For the first time, a harmonized set of instruments is available for evaluation of damage cases on a building stock as a result of different natural hazards according to criteria standardized in engineering terms. The outlook refers to the damage prognosis due to the different natural hazards and their possible sequences. Abstract de International liegen verschiedene Klassifikationsschemen für die Bewertung von Bauwerksschäden infolge der unterschiedlichen Naturgefahren vor. Diese sind aufgrund ihrer Heterogenität nur unzureichend für die Betrachtung von Schäden im Sinne eines Multi‐Hazard‐Ansatzes geeignet. Für die Bewertung der Verletzbarkeit von Bauwerken gegenüber verschiedenen Naturgefahren und die Prognose von Schäden ist eine vereinheitlichte Systematik erforderlich, mit der wiederholt beobachtete Schadensbilder in ein Schema von Schadensgraden überführt werden können. Mit diesem Instrumentarium kann der Schaden einheitlich ausgewertet und der Zusammenhang zu den Einwirkungskenngrößen hergestellt werden. Dabei wird dem Vorgehen der European Macroseismic Scale 1998 (EMS‐98) für Erdbebenschäden gefolgt, indem zwischen strukturellen und nicht strukturellen Schäden unterschieden wird, denen in Form von Schadensgraden charakteristische Schadensbilder zuordenbar sind. Es wird ein allgemeines Klassifikationsschema für Bauwerksschäden vorgestellt, mit dem eine Vergleichbarkeit der Schäden infolge der einzelnen Naturgefahren hergestellt werden kann. Auf Grundlage real beobachteter Schadensfälle werden die typischen Schadensmuster für die Naturgefahren Hochwasser, Tsunami und Wind herausgearbeitet und in aufeinander abgestimmte Schadensgrade klassifiziert. Mit den eingeführten Schadensskalen steht erstmals ein Instrumentarium zur Verfügung, um Schadensfälle an einem Gebäudebestand infolge unterschiedlicher Naturgefahren nach ingenieurmäßig vereinheitlichten Kriterien bewerten zu können. Im Ausblick steht die Prognose der Schäden infolge der unterschiedlichen Naturgefahren und ihrer möglichen Abfolgen.
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Am Abend des 5. Mai 2015 entwickelten sich in Mecklenburg-Vorpommern mehrere Tornados. Durch einen dieser Tornados, der die Intensität F3 auf der Fujita-Skala bzw. T6 auf der TORRO-Skala erreicht hat, wurde fast jedes Gebäude in der historischen Altstadt von Bützow geschädigt. Der Beitrag stellt die komplexe Einwirkungscharakteristik von Tornados auf Bauwerke sowie die gebräuchlichen Tornadoskalen vor und gibt einen Überblick über die vorgefundenen Bauwerksschäden im betroffenen Gebiet. Die gewonnenen Erfahrungen lassen aus Ingenieursicht einen Forschungsbedarf hinsichtlich eines Bewertungssystems für die Schäden und die Verletzbarkeit der lokalen Bebauung gegenüber einer Tornadoeinwirkung erkennen. The tornado of Bützow in Mecklenburg-Vorpommern – engineering analysis of the building damage Several tornadoes developed in Mecklenburg-Vorpommern during the evening time of May 05, 2015. One of these tornadoes reached the intensity F3 on the Fujita-scale or T6 on the TORRO-scale and damaged nearly all buildings in the historic center of the town Bützow. The paper presents the complex load characteristics of tornadoes to buildings as well as the common tornado scales and gives an overview of the structural damage in the affected area. From an engineering point of view the gained experience shows a need for further research into an evaluation system for the damage and the vulnerability of the local building stock due to a tornado action.
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Aufgrund des gestiegenen Interesses an unwetterrelevanten, verlässlichen klimatologischen Informationen ist das Ziel dieser Arbeit die Erstellung einer möglichst homogenen Datenbank kleinräumiger, konvektiv verursachter Stürme und Wirbelstürme in Österreich. Im Rahmen des Projektes werden die Daten einer schon bestehenden Tornadoklimatographie der Initiative TorDACH (Holzer, 2001) mit den Aufzeichnungen aus den Unwetterchroniken der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG, 1951-2003) zusammengeführt, qualitätsgeprüft und um zusätzliche Fälle und Informationen aus anderen verfügbaren Quellen erweitert. Es sollen Fälle ab 1951 bis inklusive 2003 berücksichtigt werden.
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Careful screening of the National Severe Storms Forecast Center's tornado log eliminated almost 20% of the reports as doubtful, leaving 17 659 tornadoes during 27 years, 1950–76 (654 annually). Newspaper accounts and other local information provided intensifies (Fujita wale) for all but 2346 tornadoes and path lengths for all but 2011 tornadoes. There were 14 409 tornadoes for which both intensity and path length estimates were made. Of these, 61.7% were weak (<112 mph), 36% strong (113–206 mph), and only 2.3% violent (207–318 mph). However, the 340 violent tornadoes caused 68% of the 3070 fatalities attributed to tornadoes for which force estimates could he made (113.7 annually). Most violent tornadoes came in swarms except in southeastern United States, where no day had mart than one. Some 61% of the violent tornadoes had intermediate paths (3.2–31 mi), while 73% of weak and strong tornadoes had short paths. Violent tornadoes occurred at all times of day and night, while weak and strong tornado...
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Johannes Letzmann's recently rediscovered guidelines for observation and climatological recording of tornadoes written in German in 1937 are evaluated within the context of contemporary tornado research. The results indicate that combined with today's tornado intensity scales and an interchangeable data record format it is possible to obtain a full statistical overview of tornado risk for Central Europe. This also allows for a regionalization of the tornado risk in these countries and would be most desirable from an economical standpoint.
Conference Paper
We address the issue to determine an appropriate general functional shape of observed tornado intensity distributions. Recently, it was suggested that in the limit of long and large tornado records, exponential distributions over all positive Fujita or TORRO scale classes would result. Yet, our analysis shows that even for large databases observations contradict the validity of exponential distributions for weak (F0) and violent (F5) tornadoes. We show that observed tornado intensities can be much better described by Weibull distributions, for which an exponential remains a special case. Weibull fits in either v or F scale reproduce the observations significantly better than exponentials. In addition, we suggest to apply the original definition of negative intensity scales down to F-2 and T-4 (corresponding to v=0ms � 1) at least for climatological analyses. Weibull distributions allow for an improved risk assessment of violent tornadoes up to F6, and better estimates of total tornado occurrence, degree of underreporting and existence of subcritical tornadic circulations below damaging intensity. Therefore, our results are relevant for climatologists and risk assessment managers alike. D 2003 Elsevier B.V. All rights reserved.
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In order to cover a wide range of horizontal dimensions of airflow, the paper proposes a series of five scales, maso, meso, miso (to be read as my-so), moso and muso arranged in the order of the vowels, A, E, I, O, U. The dimensions decrease by two orders of magnitude per scale, beginning with the planet's equator length chosen to be the maximum dimension of masoscale for each planet. Mesoscale highs and lows were described on the basis of mesoanalyses, while sub-mesoscale disturbances were depicted by cataloging over 20,000 photographs of wind effects taken from low-flying aircraft during the past 15 years. Various motion thus classified into these scales led to a conclusion that extreme winds induced by thunderstorms are associated with misoscale and mososcale airflow spawned by the parent, mesoscale disturbances.
Mystery of Severe Storms
  • T T Fujita
Fujita, T. T., 1992: Mystery of Severe Storms. Chicago University Press, Chicago, 298 S.
  • N Dotzek
  • G Berz
  • E Rauch
  • R E Peterson
Dotzek, N., G. Berz, E. Rauch, R. E. Peterson, 2000: Die Bedeutung von Johannes P. Letzmanns "Richtlinien zur Erforschung von Tromben, Tornados, Wasserhosen und Kleintromben" für die heutige Tornadoforschung. Meteor. Zeitschr., 9, 165-174.