Zurückblicken heißt Vorausdenken: Reflexion

Article (PDF Available) · January 2009with 20 Reads
Abstract
Diese w.e.b.Square-Ausgabe gibt einen Einblick in die Reflexionen von Studierenden über die Projektarbeit im Rahmen des Begleitstudiums. Es handelt sich um besonders gelungene Reflexionen von Studierenden mit Beispielcharakter. Sie zeigen anschaulich, was durch die Mitarbeit in selbstorganisierten Projekten von Studierenden gelernt werden kann. Zudem sollen sie verdeutlichen, dass extra-curriculare Projekte im Umfeld von Hochschulen lebendige Lernorte darstellen, in denen Studierende wichtige Kompetenzen für das Leben nach ihrem Studium erwerben.
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E-Journal "w.e.b.Square: Wissensmanagement und E-Learning unter
Bildungsperspektive"
Ausgabe: 2009 04
Sporer, T. (2009). Zurückblicken heißt Vorausdenken: Reflexion. Editorial. w.e.b.Square, 04/2009. URL:
http://websquare.imb-uni-augsburg.de/2009-04/1.
Zurückblicken heißt Vorausdenken: Reflexion
Editorial
Von: Thomas Sporer
Ecke: Reflexion | Tags: Begleitstudium, Lernen, Projektarbeit, Reflexion, Selbstorganisation
„Erkenne dich selbst" empfahl einst nicht nur das Orakel von Delphi seinen Besuchern. Auch heute halten
prominente Managementautoren das Bewusstsein über das eigene Wissen sowie die persönlichen
Fertigkeiten und Einstellungen für einen zentralen Erfolgsfaktor in allen Lebensbereichen. Peter Drucker
etwa weist in seinen Werken immer wieder auf die Bedeutung dieses Selbstwissens hin und hält die
Fähigkeit, aus den eigenen Erfahrungen zu lernen, für eine wichtige Schlüsselkompetenz von
Führungskräften.
Aber nicht nur in der antiken Philosophie und der modernen Managementlehre kommt dem Begriff der
Reflexion eine zentrale Rolle zu. Auch im Bereich der Bildung wird die Rolle der Reflexion von
Erfahrungen für das Lernen immer wieder betont. Denn Erlebnisse werden erst durch eine bewusste
Auseinandersetzung mit den eigenen Handlungen und dem Feedback der Umwelt zu Erfahrungen mit
bildendem Charakter. Besonders in der Literatur zum projektorientierten Lernen findet sich daher neben
dem viel zitierten Plädoyer für ein „Learning by Doing" auch die Forderung nach einer Reflexion der
Erfahrungen in Projekten.
Dieser Weg von der Erfahrung zum Wissen über die eigenen Stärken und Schwächen ist jedoch häufig
mühevoll für Studierende. Am Ende eines Projekts eine Reflexion über ihre Erfahrungen zu schreiben,
scheint Studierenden schwerer zu fallen, als eine Hausarbeit über ein Fachthema zu verfassen, aus dem
die eigene Person herausgehalten werden kann. Einen Text zu schreiben, der in der ersten Person die
Beziehung zum Gegenstand des Projekts, das eigene Verhalten in der Projektgruppen und die Bedeutung
der Erfahrungen im Projekt für die eigene Identitätsbildung reflektiert, wird selten an Schulen und
Hochschulen gelehrt.
Im Rahmen des Studienangebots „Begleitstudium Problemlösekompetenz" fördern wir daher die
Reflexion der Erfahrungen von Studierenden in studienfachnahen Projekten. Studierende machen in einer
Projektgruppe ihres persönlichen Interesses mit und reflektieren über ihre Mitarbeit in dem Projekt. In
einem Tagebuch halten sie im Verlauf des Projekts ihre Gedanken zu den wichtigsten Ereignissen fest,
und in einem abschließenden Bericht blicken sie am Ende eines Semesters noch einmal auf ihre
persönliche Lerngeschichte in dem Projekt zurück.
06.09.14 07:29Zurückblicken heißt Vorausdenken: Reflexion
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Diese w.e.b.Square-Ausgabe soll einen Einblick in die Reflexionen von Studierenden über die
Projektarbeit im Rahmen des Begleitstudiums geben. Es handelt sich um besonders gelungene
Reflexionen von Studierenden mit Beispielcharakter. Sie zeigen anschaulich, was durch die Mitarbeit in
selbstorganisierten Projekten von Studierenden gelernt werden kann. Zudem sollen sie verdeutlichen, dass
extra-curriculare Projekte im Umfeld von Hochschulen lebendige Lernorte darstellen, in denen
Studierende wichtige Kompetenzen für das Leben nach ihrem Studium erwerben.
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    Das Studienprogramm «Begleitstudium Problemlösekompetenz» an der Universität Augsburg ermöglicht eine Einbindung der extra-curricularen Lern- und Arbeitsleistungen von Studierenden in das formale Hochschulstudium durch den Einsatz von E-Portfolios. In diesem Beitrag stellen wir zunächst den Kontext des Studienprogramms vor und erörtern den didaktischen Grundgedanken zur Förderung von Schlüsselkompetenzen. Danach zeigen wir, wie die Reflexion der Erfahrungen in den selbstorganisierten Projekten des Begleitstudiums unterstützt und mit lernförderlichem Assessment kombiniert wird. Vor diesem Hintergrund erklären wir den Zweck des Portfolioeinsatzes im Rahmen des Begleitstudiums und führen die Software «e3-Portfolio» ein. Das darauffolgende Nutzerszenario veranschaulicht, auf welche Weise die Portfolio-Software in der Praxis genutzt wird und ein Überblick der bisherigen Evaluationsergebnisse zeigt den Weiterentwicklungsbedarf des Studienangebots und der Softwarelösung auf. In diesem Zusammenhang diskutieren wir den aktuellen Stand der Implementierung und zeigen auf, welche Assessment-Kriterien und Feedback-Prozesse aktuell eine Rolle spielen und künftig realisiert werden sollten.
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