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Jenseits der Volksabstimmung: Einstellungen zu Stuttgart 21 und zur Demokratie in Baden-Württemberg, 2010-2012

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Abstract

Im Anfang war das Projekt, und das Projekt war„ Stuttgart 21 “, und das Projekt war nicht ganz unumstritten. Und so begab es sich zu jener Zeit, dass ein Gebot von den Landesvätern ausging, dass alle über das Projekt abstimmen sollten.

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Article
This paper analyses how new information shapes public perception of a controversially discussed technology over time. The test case analysed in this paper is solar radiation management (SRM), a potentially risky, environmental engineering technology, which aims to fight climate change by the injection of sulphate aerosols into the stratosphere. Using panel survey data, we show that most respondents initially show strong negative emotions towards SRM and reject the technology. However, public perception is not stable over time as emotions cool off and acceptance increases. The increase in acceptance is greater, the longer the cooling-off period between two surveys. Furthermore, we show that the cooling-off effect is more pronounced for more impulsive respondents.
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Der Autor beschreibt die Akzeptanzprobleme um das Projekt „Stuttgart 21“. Sein Augenmerk richtet er dabei auf die Entstehung des Projektes, die Proteste, das „Schlichtungsverfahren“, die Auswirkungen auf die Baden-Württembergische Landtagswahl und eine Volksabstimmung zu dem Projekt. Er geht auf Ursachen von Protesten gegen Infrastruktur- und Bauprojekte ein und zieht Schlussfolgerungen für Projektkommunikation und Projektmanagement. Dabei wird u. a. auch die Richtlinie 7001 des VDI – Verein Deutscher Ingenieure thematisiert.
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Vor über 20 Jahren eröffnete Richard von Weizsäcker mit seiner Parteienkritik eine Diskussion über die Bindekraft politischer Parteien und deren Verankerung in der Gesellschaft, womit er implizit die Frage aufwarf, wie unsere etablierten politischen Institutionen auf zunehmende Demokratiemüdigkeit reagieren sollten. Der französische Politikwissenschaftler Jean-Marie Guéhenno hat wenig später das „Ende der Demokratie“ aufgrund der Globalisierung angekündigt. Neuen Auftrieb erhielt diese Frage mit der Debatte über das Verhältnis zwischen repräsentativen Entscheidungsverfahren und direkten Beteiligungsformen bei infrastrukturellen Großprojekten, der im Jahr 2010 mit der auch emotional geführten Auseinandersetzung über das Bahnhofsprojekt „Stuttgart 21“ große bundesweite Aufmerksamkeit zuteilwurde.
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In unserem Beitrag analysieren wir, wie die Bürgerinnen und Bürger den Regierungswechsel und die Übernahme der Regierungsgeschäfte durch die neue grün-rote Regierung wahrgenommen, wie sich die Regierungs- und Parteienzufriedenheit (ausgedrückt durch die hypothetische Wahlentscheidung) im Zeitverlauf entwickelt haben und was die Determinanten der Zufriedenheit sind. Unsere Analysen basieren dabei auf insgesamt sechs repräsentativen telefonischen Befragungen im Zeitraum von November 2011 bis Oktober 2015. Wir können zeigen, dass im Laufe der Legislaturperiode die vor der Wahl stattgefundenen Ereignisse mehr und mehr an Bedeutung für die Bewertung der Regierungsleistung verlieren. Die Landesregierung gewinnt indes parteiübergreifend an Zustimmung und Akzeptanz. Der wichtigste Faktor ist hierbei die Zeit. So schafft es die Regierung um Ministerpräsident Kretschmann nach anfänglicher „Normalisierung“ aus einer vorübergehenden polarisierenden und hoch emotionalen Phase als stabilisierender Faktor hervorzutreten und auch mittelfristig Wähler anderer Parteien, insbesondere auch der CDU, für sich zu gewinnen.
Article
The use of spatial ideas to interpret party competition is a universal phenomenon of modern politics. Such ideas are the common coin of political journalists and have extraordinary influence in the thought of political activists. Especially widespread is the conception of a liberal-conservative dimension on which parties maneuver for the support of a public that is itself distributed from left to right. This conception goes back at least to French revolutionary times and has recently gained new interest for an academic audience through its ingenious formalization by Downs and others. However, most spatial interpretations of party competition have a very poor fit with the evidence about how large-scale electorates and political leaders actually respond to politics. Indeed, the findings on this point are clear enough so that spatial ideas about party competition ought to be modified by empirical observation. I will review here evidence that the “space” in which American parties contend for electoral support is very unlike a single ideological dimension, and I will offer some suggestions toward revision of the prevailing spatial model.