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Wirtschaft - Wissenschaft - Kommunikation - Politik. Zwischen Objektivierung, Subjektivierung und Kommunizierbarkeit

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Wirtschaft Wissenschaft Kommunikation Politik
Zwischen Objektivierung, Subjektivierung und Kommunizierbarkeit
Rainer Bartel
Relativ wenige Menschen in der Bevölkerung glauben, Kompetenz in den Natur- und Formalwissen-
schaften zu haben. Hingegen glauben merklich mehr Menschen, Expertise im Bereich von Wirtschaft
und Sozialem zu besitzen (Budd 2004). Freilich haben sie Erfahrung mit der Oikonomia als der ratio-
nalen Wirtschaftsführung in Haushalt und Beruf; das ist der Bereich der Mikroökonomik. Diese Ein-
grenzung macht den Hausverstand teils so gefährlich (Engels 1894). Einer meiner Theorielehrer hat
einmal gemeint: „Also, wenn Sie mich fragen, ich komme auch ohne Mikroökonomik aus.“
Immerhin können viele vermeintlich recht gut philosophieren und politisieren. Für eine demokratisch
unterfütterte und qualitativ hochstehende Wirtschafts- und Sozialpolitik erscheinen also die Voraus-
setzungen nahezu ideal. Man wähnt sich gleichsam schon knapp vor dem realen Eintritt in eine Sozia-
lutopie, unerheblich ob à la Adam Smith, Karl Marx oder Schenk- statt Marktwirtschaft (Bartel 2014).
Doch was besitzt die Ökonomik als Wissenschaft und was sollten ihre Vertreter_innen haben, um zu
Recht einen höheren wissenschaftlichen Status für sich beanspruchen zu können als das Volk? Zu-
vorderst wäre ein möglichst produktives Verständnis von Sozialwissenschaft und Sozialwissenschaft-
lichkeit vorauszusetzen; die Ökonomik ist zweifellos eine von deren Teildisziplinen, wenn auch eine
sehr spezielle, und wäre damit eigentlich deren arteigenen Erkenntnisbedingungen unentrinnbar
unterworfen (Bartel 2014a).
Was ist darunter im Einzelnen zu verstehen?
1. Eine neue Bescheidenheit?
Ausgangspunkt muss sein, dass jede Wahrnehmung zum einen subjektiv ist; ich selektiere, lese her-
aus und interpretiere hinein (Russell 1945). Zum anderen ist jede Entscheidung kontingent (Arendt
1974); der einmalige historische Augenblick lenkt meine Gedanken mitunter ab. Das ist der Kom-
plexität des wirtschafts- bzw. sozialwissenschaftlichen Untersuchungsgegenstands geschuldet. Aus
der mangelnden Erfassbarkeit folgen der Zwang zur Vereinfachung (d.h. die Notwendigkeit einer
Abstraktion zwecks Erkenntnisgewinnung) und folglich die Unmöglichkeit objektiver Beweisführung
(wie abstrahiere ich am besten?). Diese Bedingtheit, die sowohl die Subjektivität als auch die Kontin-
genz (Objektivität) betrifft, ist das unvermeidliche Problem der Sozialwissenschaften, muss daher
aber zugleich auch Basis für eine Lösung sein, mit der wir das Bestmögliche herausholen.
Wahrheit ist das, was wir jeweils dafür halten: subjektiv, kontingent und möglichst objektiviert. Sol-
che Auswahlentscheidungen treffen wir nicht nur über die uns interessierenden, uns relevant er-
scheinenden Untersuchungsgrößen, unsere Variablen. Wir wählen, oft unbewusst, auch die Art und
Weise des Nachdenkens über Wirtschaft und Gesellschaft, entscheiden also unweigerlich bei jedwe-
der Modellierung. Wir schätzen die Vor- und Nachteile ab, was Fakten und Ideen, Probleme und Zie-
le, Maßnahmen und Neben-/Wirkungen anlangt. Einmal reagierte ein Student verärgert: „Sie werden
uns doch nicht weismachen wollen, dass wir acht Semester studieren und dann nichts gelernt ha-
ben?“ Nein, aber wir sollten lernen, was wir wissen und was wir sagen können und was nicht.
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Dieses Wissen, redlich gehandhabt, beugt schon einer unkontrollierten Expertenherrschaft vor. Denn
es ist auch festzustellen, dass der politische Souverän zur Hingabe an eine Expertenherrschaft neigt.
Eine solche Herrschaft ist zu wenig kontrolliert und wandelt sich schließlich in eine traditionale Herr-
schaft, mit einem quasi transzendentalen Nimbus, der vor Hinterfragung schützt (Weber 1920). Eine
neue Bescheidenheit in der Wissenschaft hält auch die Gefahr hintan, dass die Wissenschaft gemein-
hin überschätzt und gelegentlich, zuweilen auch ungerecht, mit Häme überschüttet wird. Etwa sind
Wirtschafts- und Sozialprognosen einfach wesentlich schwieriger und daher unzuverlässiger als Wet-
terprognosen. Ein natürliches System ist nämlich, selbst wenn es chaotisch reagieren kann, in seinem
Charakter deterministischer als ein soziales System, das durch objektive Unvorhersehbarkeit der
Rahmenbedingungen, durch die Erwartungen der Individuen über die Erwartungen der jeweils ande-
ren, durch Zufall und Stimmungen, Sozial- und Massenpsychologismen sowie durch historische Singu-
larität und wesentliche Unsicherheit bestimmt ist (Bartel 2013).
Eine neue Bescheidenheit der Ökonom_inn_en und Praktiker_inn_en zeigt sich allerdings (noch)
nicht (Wray 2011).
2. Ein verdienter Stolz?
Trotz aller Unzulänglichkeit der Analyse von Sozialsystemen ist das Mögliche besser als das Nichts,
aber freilich schlechter als das Ideale, aber Unmögliche (Theorie des Zweitbesten). Selbst wenn der
Hausverstand, also der Sachverstand der Haushalts- und Berufsführung, als Wissen nicht nichts ist, so
ist der wissenschaftliche Verstand das Wissen um das wissenschaftliche Verstehen dem Hausver-
stand seiner Art gemäß überlegen. Methodenkenntnis von der Wahrung logischer Konsistenz in der
qualitativen Analyse über die Datenverarbeitung bis hin zur Interpretation formalanalytischer Ergeb-
nisse macht schon einen Quantensprung aus (Zaman 2012, Syll 2013).
Des Weiteren stellt der Übergang von einem methodischen Individualismus, der durch Egozentrismus
und Haushaltsverstand geprägt ist, zum Systemdenken einer Gesamtwirtschafts- und Gesellschafts-
disziplin einen essenziellen Unterschied dar (Syll 2014). Die Rationalität des Individuums in Form mik-
roökonomischen Sachverstands kann zur Irrationalität des Systemzustands führen und sie verfesti-
gen. Umgekehrt kann methodischer Kollektivismus etwas nahelegen, was aus individueller Sicht eben
nicht nahe liegt und somit der Realisierung fern bleibt (Bartel 2013a).
Der noch verbliebene Bereich der wissenschaftlichen Qualifikation und Qualität besteht im Umgang
mit der Unvollkommenheit der Welt und selbst ihrer besten Köpfe. Die Bedingtheit des Wissens soll
uns lehren, dass keine Theorie inhaltlich falsch oder überhaupt unbrauchbar wäre, bloß einseitig,
bruchstückhaft und simpel ist, und all das sogar notwendigerweise (Bartel 2014a).
Die Vielfalt der Ideen und Aspekte, Vereinfachungen bzw. Modellierungen, historischen oder künfti-
gen Anwendungsmöglichkeiten sowie auch der Werthaltungen ist uns zugleich Fluch und Segen. Wir
können nämlich das Unvermeidbare entweder zu Spaltungen, Anfeindungen und Richtungskämpfen
um einer Überlegenheit willen nützen. Oder wir können die Vielfalt als Reichtum, als Inspirations-
quelle (kraft Zustimmung oder Ablehnung, jedenfalls als Anknüpfungspunkt) nehmen und letztlich
auch als die Ratio und Motivation dafür zu verwenden, im Sinn des Wissenschafts- und Berufsethos
persönlich und selbstverantwortlich bestmögliche Auswahlentscheidungen zu treffen.
Dem widerspricht allerdings die Entwicklung in der Praxis, und zwar in Gestalt einer Hegemonie des
ökonomischen Mainstream. Er oktroyiert seine Haupteigenschaft, seine Axiomatik (“we would be
spared the embarrassment of unfounded dogma“: Dorman 2008: 166), indem der Mainstream, etwa
im Sinn von Alexis de Tocqueville oder Michel Foucault, das allgemeine Denken kanalisiert und mani-
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puliert (Heuermann 2013, Fisch 2011). Er führt einen Eroberungsfeldzug in den Universitätsinstitu-
ten, Denkfabriken und Bürokratien, ja sogar in die Nachbardisziplinen hinein. Er exerziert einen Ver-
drängungswettbewerb gegen die Heterodoxie in der wirtschaftswissenschaftlichen Zunft. Es dürfte
um den Alleinvertretungsanspruch in der wissenschaftlichen Professionalität und politischen Rele-
vanz gehen.
Das läuft damit der Wissenschaft von der Wissenschaft zuwider (Rothschild 2005).
3. Eine demokratische Wissenschaft?
Eine solche Diagnose verlangt doch so unzweifelhaft wie erfolgversprechend eine Korrektur durch
die Allgemeinheit, die quasi als betroffene Dritte offenbar unter der Ökonomik und Politik leidet oder
zumindest mit den wirtschaftlichen, sozialen und politischen Verhältnissen unzufrieden ist. Zu be-
gegnen ist diesen negativen Externalitäten ganz allgemein mit demokratischer Emanzipation und
speziell mit Demokratisierung der Wirtschaftswissenschaft. Wir sind das Volk, und wer außer uns
kann und soll wichtige Festlegungen in Bereichen treffen, in denen offensichtlich nicht einmal Ex-
pert_inn_en das Wahre und Gute zu finden vermögen (Innerarity 2013).
Das stimmt schon; Subjektivismus muss selbst in so mancher Wissenschaft akzeptiert, aber auch
sinnvoll gestaltet werden. Doch dabei verbleibt noch der, meines Erachtens durchaus signifikante,
qualitative Unterschied zwischen Laiensicht (Dilettantismus im wertneutralen Sinn) und Profisicht
(Expertise im affirmativen Sinn) als Hindernis für Emanzipation quasi in Form einer Volkserhebung. So
gesehen wäre eine entscheidende Unterscheidung zu treffen. Der politische Souverän und seine
Mandatsträger_innen können und sollen nicht definieren, was Wissenschaft ist, und auch nicht Wis-
senschaftlichkeit a priori und absolut für sich in Anspruch nehmen (Bartel 2013b). Objektivierung so
viel wie möglich, Subjektivierung so viel wie nötig! Das gilt aber primär für diejenigen, die den Grund-
satz auch bestmöglich anzuwenden imstande sind: die Wissenschafter_innen.
Vielmehr sollen das Volk und seine Repräsentant_inn_en über die Bedingungen entscheiden, unter
denen Wissenschaft ausgeübt werden kann. In dieser Hinsicht dürfte der Souverän in seiner staats-
männischen Position weder unterschätzt noch unterfordert werden. Er kann sich der Bedeutung des
wissenschaftlichen Fortschritts, seiner Verbreitung und Anwendung angesichts der gestreiften
Kommunikations- und Politikprobleme nicht zuletzt in den Sozialwissenschaften bewusst werden.
Technik ist doch nicht alles; nicht weniger als die Gesellschaft als Ganzes ist eben alles.
Zur Qualitätssicherung kann der politische Souverän kann den Wissenschafter_inne_n faktische Un-
abhängigkeit in der Sache einräumen und dazu das Wichtigste geben, was zu geben möglich ist: die
Absicherung der Freiheit des Geistes, d.h. materielle Ressourcen und somit Zeit zum Nachdenken
(Liessmann 2006), zum Debattieren und Kommunizieren sowie das Recht auf ehrliches Scheitern.
Das wirkt dem Drang entgegen, Scheinfortschritt zu suggerieren.
Anspruch auf echten Fortschritt braucht freilich Kontrolle.
4. Eine gute Übersetzung?
Das Komplexe, nicht Triviale, um das es in der Wissenschaft im Allgemeinen geht, zu vermitteln und
die konkreten Forschungsergebnisse und Bildungsinhalte zu transportieren, verlangt nahezu nach
einer Quadratur des Kreises. Zugleich die Komplexität und Bedingtheit, Leistungsfähigkeit und Un-
vollkommenheit der Wirtschaftswissenschaft „be-greifbar“ zu machen, erscheint heutzutage als die
vordinglichste Agenda auf lange Sicht. Auf gut übersetzt kommt es grundlegend an; davon profitiert
auch die Wissenschaft selbst (Bojowald 2009): als eine Art Zwang zur Selbstreflexion und „Selbstre-
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gierung“. Insbesondere ist auch die inhaltliche Neutralität der Übersetzung im Sinn von Meinungs-
manipulation mit entscheidend (Galbraith 1973).
Die Pflicht des Staates, seine Bürger_innen in komplexen Verwaltungsangelegenheiten an der Hand
zu nehmen (Manuduktion), wäre als Prinzip auch auf die Wissenschaft anzuwenden, und zwar we-
sentlich deutlicher als bislang. Gerade in den Zeiten in oder nach der zweiten Weltwirtschaftskrise
muss so rasch wie möglich, aber so seriös wie nötig gehandelt werden (Colander 2010, Wray 2011).
Umgehend wäre es institutionell auf Schiene zu bringen, dass optimale Übersetzungen die Mündig-
keit der Staatsbürger_innen unterstützen (Galbraith 2005), und zwar durch tatsächliche und effektive
Reformen im Wissenschafts-, Bildungs- und Politiksystem (Bartel 2014).
Ein Mehr von Mainstream Economics bedeutet ein Mehr an einseitig verzerrtem Markteuphorismus
und Politikskeptizismus (Rothschild 2005), an kartesischer Geometrie in der Ökonomik (Eichner
1979), ein Mehr an Axiomatik (Fullbrook 2012), welche quasi die positivistische Ideenwelt eher wei-
ter abseits des realen Weltzustands positioniert, sie dort normiert und dann die Anpassungsfähigkeit
an diese Norm höher hält als die ehrliche Hinterfragung dieser Norm. Es sei gewagt, zur Diskussion zu
stellen, dass die Welt deshalb relativ gut funktioniert, weil sie weit genug von der Ideenwelt weg ist.
Ein Mehr an Wissenschaft und Bildung wie bislang, ein Mehr an politischen Bemühungen wie üblich
(Filzmaier 2010) ein solches Mehr nützt uns vermutlich nicht mehr. Das bedeutet keineswegs, dass
der Zweck einer Reform in ihr selbst zu suchen und zu finden ist.
Vielmehr muss alles ergebnisoffen sein, dazu alles zutreffender kommuniziert und mit neuen, mög-
lichst unvoreingenommenen Augen gesehen werden wohl wissend, dass mühsames Streben nach
sozialwissenschaftlicher Redlichkeit zielführender ist (Colander 2010) als die unangreifbare Exzellenz
einer formal sehr ästhetischen, aber sehr realitätsfernen und interessengruppenbezogenen Optimal-
lösung (Schulmeister 2006, Spread 2012). Die Politik täte sich angesichts einer solchen Selbstregulie-
rung ungemein schwieriger damit, wissenschaftliche Studien zu machtstrategischen und wahltatkti-
schen Zwecken missbräuchlich d.h. in täuscherischer Absicht einzusetzen (Bartel 2013a).
Wer oder was kann eine solche Entwicklung auf den Weg bringen und auf Kurs halten?
5. Gute Aussichten für gute Kommunikation?
Die Antwort ist unbefriedigend: Jede und jeder, der oder dem das Ethos und damit die Transparenz
und Kommunikationsfähigkeit Anliegen sind. Die beiden Speerspitzen dürften die wissenschaftlichen
„Dissident_inn_en“ und die Zivilgesellschaft sein, die politische Opposition (noch) eher nicht. Der
Lichtblick ist, dass die technischen Kommunikationsmöglichkeiten helfen nnen, das Problem der
ineffektiven Organisierbarkeit kollektiver Interessen zu minimieren (Vötsch 2013) und mittels Ge-
genmacht “countervailing power“ (Galbraith 1952) den prägenden Einfluss der Partikularinteressen
zu mildern und seine Dominanz zu überwinden (Galbraith 1973). Das ist zwar nicht unmöglich, ver-
langt aber nicht nur Organisation i.S.v. kollektiver Aktion, sondern auch Intellekt, Intelligenz und Kre-
ativität; dagegen zu sein, ist zu wenig (Mouffe 2013).
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Here, the economic mainstream (orthodoxy) and its alternatives (heterodoxy) are crudely broken down into Neoclassics and Keynesianism and contrasted. We start from the cognitive dissonance between mainstream theory and the economic system reality. There are broadly used textbooks that are deemed to be progressive in that they have been founded on Keynesianism. I consider such a model: the one by Blanchard et al. (2010) which I term the Blanchard Model. After a characterisation, I compare the neoclassical labour market model and its implications for the real sector with Keynes’s model of the goods market and its consequences for the labour market. The pretence of the Blanchard Model of being progressive is evaluated and assessed. The Blanchard Model turns out to be formulated in a way substantially similar with the neoclassical model of equilibrium and can be seen as compatible with the Neoclassical Synthesis. After drawing some conclusions, an outlook is given on prospective developments of macroeconomics.
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Econometric Methodology is based on logical positivist principles. Since logical positivism has collapsed, it is necessary to re-think these foundations. We show that positivist methodology has led econometricians to a meaningless search for patterns in the data. An alternative methodology which relates observed patterns to real causal structures is proposed.
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Sciences are loosely characterized by an agenda to describe the mechanisms by which observable outcomes are brought about and the privileging of propositions that have been demonstrated to have negligible risk of Type I error. Economics, despite its pretensions, does neither of these and should not be regarded as scientific in its current form. Its subject matter, however, is no more recalcitrant to scientific procedures than that of many other fields, like geology and biology. The benefit of bringing economics into greater conformity with other sciences in its content and method would be twofold: we would be spared the embarrassment of unfounded dogma, and over time economics could assemble an ever larger body of knowledge capable of being accepted at a high level of confidence. A scientific economics would take Type I error far more seriously, would study mechanisms rather than a succession of states, would be more experimental and would attach greater value to primary data collection. This is a trick question, of course. Loaded into it are many assumptions: that we know what "science" is, that the economics we see today is not scientific in this way, that it could be, and that it would be beneficial if it were (or at least interesting to speculate on). After you think you know all of this, the title question does not add so much. But if it has captured your attention, it has done its job. So now I will briefly flesh out these assumptions and conclude with a vision of the type of economic practice that comports with my idea of science.