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© Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaften beider Basel 14 (2013) 125
Zoropsis spinimana – eine mediterrane Spinne
ist in Basel (NW-Schweiz) heimisch geworden
Ambros Hänggi und isAbelle ZürcHer
Zusammenfassung: Die aus dem Mittelmeerraum stammende Spinne Zoropsis spinimana wurde
1994 erstmals nördlich der Alpen im Raum Basel (NW-Schweiz) festgestellt. Seither wurde sie re-
gelmässig auch weiter nördlich gefunden. Über Medienberichte wurde die Öffentlichkeit im Jahr
2008 aufgefordert, Funde dieser auffälligen, grossen Spinne an den Erstautor zu melden. Bis Anfang
2012 kamen gegen 100 Meldungen zusammen, wovon 68 tatsächlich Zoropsis spinimana betrafen.
Die Art kommt inzwischen im Raum Basel mit grosser Konstanz vor, hat sich also etabliert. Weitere
Funde in der Schweiz stammen vor allem aus Städten (Zürich, Bern, Biel, Lausanne) und aus Orten
entlang der Süd-Nord-Hauptverkehrsachen (Tessin, Kriens). Alle Funde betreffen topographisch
tiefe Lagen in wärmebegünstigten Regionen.
Ein Aufzuchtversuch mit neun Tieren hat gezeigt, dass Weibchen mindestens sechs, vermutlich
normalerweise acht bis neun Häutungen durchlaufen, Männchen aber nur fünf bis sechs. Alle Tiere
haben die Adulthäutung zwischen Mitte August bis Anfang September vollzogen. Hauptkopulations-
zeit dürfte auf Grund der Datenlage (Aufzucht und Fundmeldungen) im Herbst bis Spätherbst liegen.
Gelege werden im Winter bis Frühjahr abgelegt. Die gesamte Entwicklungszeit vom Ei bis zur Adult-
häutung beträgt lediglich acht Monate, die Lebensdauer der Weibchen knapp eineinhalb Jahre.
Abstract:
Zoropsis spinimana – a Mediterranean spider successfully invaded Basel (NW Switzerland).
In 1994 Zoropsis spinimana, a native spider of the Mediterranean region, was recorded for the first
time north of the Alps in Basel (NW Switzerland). Since then the spider was found regularly even
further north up to Belgium. In 2008 by means of public media the community was invited to report
findings of the spider. Till the beginning of 2012 nearly 100 records were registered of which 68
really concerned Zoropsis spinimana, mostly verified by photos. In the region of Basel the species
is meanwhile well established. Further records in Switzerland mainly came from cities (Zürich, Bern,
Biel, Lausanne) and from localities along the south-north-traffic lines (Tessin, Kriens). All findings
come from localities at low altitudes with well tempered climate.
A breeding experiment with nine individuals showed, that females moult at least six times, pro-
bably the normal case is eight to nine times, the only male moulted fife to six times. The moult to
adulthood for all individuals occurred between mid August and beginning of September, even for the
one that originated from a second clutch two month later than the others. According to the data availa-
ble (breeding experiment and records of findings) the mean copulatory season seems to be autumn
to late autumn. Clutches are made in winter to spring. The development from egg to the last moult
only takes about eight month, while the whole lifespan of females is about one and a half year.
Key words: Araneae, invasive species, Switzerland, lifespan
126 Hänggi, ZürcHer Mitt. Naturf. Ges. beider Basel 14
Einleitung
Am 9. Januar 2008 meldete die deutsche Bild-
Zeitung: «Sie beisst blitzschnell zu – Giftspinne
erobert Deutschland». Danach herrschte grosse
Aufregung im deutschen und schweizerischen
Medienwald. Viele Radiostationen und Zei-
tungen nahmen die Meldung auf. Während bei
der Bild-Zeitung noch die Sensationsmeldung
im Vordergrund stand, waren die Meldungen in
der Schweiz recht objektiv, da alle Journalisten
vor der Veröffentlichung ihrer Meldungen Spin-
nenexperten aus den Naturhistorischen Museen
in Basel und Bern beziehungsweise der Univer-
sität Bern kontaktiert hatten. Zwar waren die
Überschriften auch hier zum Teil etwas reisse-
risch formuliert: «Invasion der Mini-Taranteln»
(im Baslerstab vom 15.1.2008) oder «Le péril
jaune arrive» (in der Tribune de Genève vom
31.1.2008) oder deutlich moderater mit «Neue
Spinnen kommen ins Land» (in der NZZ vom
20.1.2008). Die Texte waren jedoch durchweg
neutral gehalten. Dazu beigetragen hatte sicher
auch die Einstein-Sendung des Schweizer Fern-
sehens vom 26.4.2007, in der sich der Autor und
sein Kollege Angelo Bolzern je von einer Zorop-
sis spinimana vor laufender Kamera beissen
liessen, um zu zeigen, dass die Bisse eher harm-
los sind (ähnlich wie ein Mückenstich). In fast
all diesen Berichten konnte auch ein Aufruf zur
Meldung von Funden platziert werden, um da-
mit die Ausbreitung der Spinne in der Schweiz
nachvollziehen zu können. Seither sind 68 Fund-
meldungen eingetroffen. Fünf weitere stammen
aus Deutschland und eine aus Südtirol.
Mit dem vorliegenden Artikel werden drei
Ziele verfolgt: 1) Die inzwischen im Raum
Basel recht häufige Spinne soll vorgestellt wer-
den. 2) Ihre Ausbreitung in der Schweiz soll
nachgezeichnet werden. 3) Auf der Basis von
Aufzuchten soll über die Entwicklung und Le-
bensdauer dieser Spinnen informiert werden.
Zur Biologie von Zoropsis spinimana
(Dufour, 1820)
Zoropsis spinimana – einen eindeutigen deut-
schen Namen hat die Spinne aus der Familie der
Kräuseljagdspinnen (Zoropsidae) nicht – ist
ursprünglich vor allem aus dem Mittelmeer-
raum bekannt (Simon 1914, Thaler und Knoflach
1998). In neuerer Zeit gab es verschiedene Mel-
dungen von Funden nördlich der Alpen. Die
ersten stammten aus den Jahren 1994 und 1995
aus Basel (Hänggi 2003) und aus Innsbruck
(Thaler und Knoflach 1998, Fundjahr 1997).
Der erste Nachweis für Deutschland aus Frei-
burg im Breisgau wurde 2005 erbracht (Hänggi
und Bolzern 2006). Seither hat sich die Spinne
weiter nach Norden ausgebreitet und es liegen
Funde dem Rhein entlang bis Belgien vor
(Staudt 2012, van Helsdingen 2012). Zudem
wird die Art aus den USA (Griswold und Ubick
2001) und Georgien (Marusik und Kovblyuk
2004) gemeldet, jeweils mit dem Hinweis auf
vermutete Verschleppung durch den Menschen.
Im Vergleich mit den einheimischen Spinnen
ist Zoropsis spinimana sehr gross und gehört
mit einer Körperlänge der Weibchen von gut
2 cm zu den eindrücklichsten Vertretern dieser
Tiergruppe bei uns. Die Männchen sind deutlich
kleiner, meist unter 1.5 cm. Der Körperbau ist
robust (Abb. 1) mit vergleichsweise kurzen,
kräftigen Beinen (Spannweite insgesamt
6–8 cm). Die Färbung ist recht variabel von sehr
hellem bis mitteldunklem Braun mit zwei dunk-
len Flecken vorne am Hinterkörper und einem
auffälligen, gezackten, fast sternförmigen hel-
len Mittelband auf dem Vorderkörper. Zu De-
tails der Bestimmung und Biologie sei auf Nent-
wig et al. (2012), Thaler und Knoflach (1998),
Thaler et al. (2006) und Wunderlich (1995)
verwiesen.
Verwechslungen kommen vor allem mit der
Hauswinkelspinne, Tegenaria atrica C. L.
Koch, 1843 vor. Diese ist bei ungefähr gleicher
Körpergrösse jedoch meist deutlich langbei-
niger, filigraner und von meist dunklerer Farbe
(dunkelbraun bis schwarz). Zudem sitzt sie nor-
malerweise in einem Trichternetz, sehr oft in
Kellern in den Ecken der Wände. Dies mit Aus-
nahme von Männchen, welche sich vor allem im
Spätsommer und Herbst auf der Suche nach
Weibchen frei bewegen und dabei oft in Bade-
wannen oder Lavabos gefunden werden, weil
sie mit ihren auf die Fortbewegung im Netz
ausgebildeten Krallen die glatten Wände nicht
hochsteigen können.
2013 Zoropsis spinimana – eine mediterrane Spinne ist in Basel (NW Schweiz) heimisch geworden 127
Zoropsis spinimana gehört zur grossen
Gruppe der Kräuselspinnen, welche für den
Fang von Beute Fäden produzieren, auf denen
ein Gespinst von allerfeinster Spinnwolle, ähn-
lich wie Watte, aufgetragen ist. In dieser Kräu-
selwatte verheddern sich die Beutetiere. Diese
Technik steht im Gegensatz zum grossen Rest
der Spinnen, welche mit «Leimtropfen» be-
setzte Fangfäden anwenden. Zoropsis spini-
mana baut aber keine Netze und benutzt für den
Beutefang nicht diese Technik sondern jagt die
Beute als freilaufender Jäger. Dabei ist kaum
von aktiver Verfolgungsjagd zu sprechen, viel-
mehr wartet die Spinne ruhig, bis irgendwelche
Beutetiere in ihre unmittelbare Nähe kommen.
Erst dann wird mit einer raschen Annäherung
die Beute mit einem Giftbiss erfasst. Die
Beute wird nicht eingesponnen und auch aus-
gesaugte Beutetiere sind nicht nennenswert mit
Spinnseide umhüllt.
Bei Bedrohung, also einer Annäherung eines
grösseren Objektes, reagiert die Spinne vorerst
mit einer Drohgebärde: der Vorderkörper wird
gegen den Angreifer aufgerichtet und die Gift-
klauen (Cheliceren) vorne am Kopf werden
weit aufgespreizt. Nur kleinere Objekte werden
dann angegriffen, bei grösseren, wie einem Fin-
ger, wird eher die Flucht ergriffen. Sollte doch
einmal ein Biss in einen Finger versucht wer-
den, so geschieht weiter nichts, denn mit ihren
Giftklauen kann die Spinne die dicke Finger-
haut nicht durchdringen.
Auch wenn die Fingerhaut nicht durchbissen
werden kann, Zoropsis spinimana ist eine der
wenigen einheimischen Spinnen, welche zumin-
dest an weniger dicken Hautstellen die mensch-
liche Haut durchdringen können. Von den 950
bekannten Arten in der Schweiz sind dazu nur
gut ein Dutzend in der Lage. Der Biss von Zo-
ropsis spinimana ist jedoch weitgehend harmlos
und, wie Selbstversuche gezeigt haben, mit
einem Mückenstich vergleichbar. Auszuschlies-
sen ist jedoch nicht, dass an ganz empfindlichen
Stellen wie zum Beispiel an einem Augenlid
stärkere Bissfolgen auftreten könnten. Ebenso
ist es denkbar, dass Allergiker grössere Pro-
bleme haben könnten. Allerdings sind bis heute
keine medizinisch relevanten Zwischenfälle be-
kannt, welche eindeutig auf Zoropsis spinimana
zurückgeführt werden müssten.
Über den ursprünglich natürlichen Lebens-
raum ist auch aus Italien, wo die Spinne verbrei-
tet ist, wenig bekannt. Die meisten Meldungen
stammen auch hier von Fundorten in Gebäuden
oder in Gebäudenähe. Freilandfunde stammen
meist aus Wäldern, wo sie unter Steinen und
Rinde gefunden wurden (Zusammenstellung
bei Thaler und Knoflach 1998).
Abb. 1: Zoropsis spinimana, Weibchen in einer Kar-
tonschachtel. Man beachte den dunklen Doppelfleck
(hier wenig ausgeprägt) auf dem Hinterkörper und das
helle Sternmuster im hinteren Bereich des Vorderkör-
pers.
Abb. 2: Zoropsis spinimana, Weibchen mit Kokon im
Zuchtgefäss. Der Kokon wird bewacht und gegen
Räuber verteidigt.
128 Hänggi, ZürcHer Mitt. Naturf. Ges. beider Basel 14
Die Funde in der Schweiz gelangen vorzugs-
weise in Gebäudenähe beziehungsweise an und
oft auch in Gebäuden. Zoropsis spinimana
klettert sehr gerne und wurde mehrfach im
3. oder 4. Stock angetroffen. Sie ist nachtaktiv
und verbirgt sich tagsüber in einem kleinen
Wohngespinst. Dieses Versteck findet man meist
irgendwo im Verborgenen in Rollladenkästen,
Fensternischen, unter Balkonvorsprüngen oder
hinter Dachrinnen. In den gleichen Wohnge-
spinsten werden die Eier abgelegt. 20 bis 50 Eier
werden pro Gelege in einem Kokon verpackt.
Hier werden die Eier bewacht (Abb. 2) und ge-
gen potentielle Räuber wie zum Beispiel parasi-
tische Schlupfwespen oder herumstöbernde
menschliche Finger verteidigt. Die Jungtiere
schlüpfen nach circa eineinhalb Monaten, wo-
rauf das Weibchen einen weiteren Kokon mit
Eiern ablegen kann (vgl. unten). Ausgewach-
sene Tiere werden vor allem im Herbst und Win-
ter gefunden, können aber in Einzelfällen das
ganze Jahr über angetroffen werden.
Ausbreitung in der Schweiz
Die ersten bekannten Funde von Zoropsis spini-
mana in der Schweiz wurden in den Jahren 1993
und 1994 in Basel festgestellt (Hänggi 2003).
Auch aus dem Tessin war die Art bis dahin nicht
bekannt (Maurer und Hänggi 1990). Damals
wurden diese Funde noch als Mitbringsel aus
den Ferien interpretiert, denn sie wurden in der
Nähe von Reisegepäck festgestellt (persönliche
Mitteilung der Finderin) und nicht weiter ver-
folgt. Später erfolgten weitere Meldungen zuerst
aus dem Raum Basel, aber auch aus dem Raum
Kriens (LU) und dann aus Süddeutschland. Alle
diese frühen Funde waren jeweils in der Nähe
von stark befahrenen Süd-Nord-Verbindungen,
was darauf schliessen liess, dass die Spinnen als
blinde Passagiere mit Zug, Auto oder Wohnwa-
gen nach Norden verschleppt wurden (Gotthard-
linie). In dieses Bild passt auch sehr gut die erste
Meldung aus Österreich, aus Innsbruck (Bren-
nerlinie, Thaler und Knoflach 1998).
Zoropsis spinimana ist dank ihrer Grösse und
Verhaltensweise recht auffällig, was sich an den
vielen Anfragen heute zeigt. Dies lässt darauf
schliessen, dass sie früher nördlich der Alpen
nicht vorkam. Speziell trifft das für Basel zu, wo
in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts mit
Ehrenfried Schenkel ein sehr aktiver Spinnen-
forscher am Naturhistorischen Museum wirkte.
Ihm hätte die Art auf jeden Fall auffallen müs-
sen. Man konnte somit bei den ersten Mel-
dungen nördlich der Alpen davon ausgehen, dass
eine Einwanderung der Art stattfindet. Ob es
sich dabei mehrheitlich um immer neue Zuzüger
handelte oder ob sich die Art hier etabliert hatte,
sollte mit einer längerfristigen Beobachtung ver-
folgt werden.
Meldung von Funden
Die Bevölkerung wurde mit den oben genannten
Medienberichten aufgefordert, Funde – wenn
möglich mit Fotobeleg – zu melden. Mehr als
100 Meldungen sind so zwischen Mai 2008 und
April 2012 eingetroffen, von denen 68 als gesi-
cherte Zoropsis spinimana-Meldungen bewertet
Verteilung der Fundmeldungen über das Jahr
Verteilung der Fundmeldungen über das Jahr
14
Verteilung der Fundmeldungen über das Jahr
14
12
14
12
14
10
12
10
8
10
6
8
6
8
4
6
4
2
4
0
2
0
Januar
März
Mai
Juli
September
November
0
Januar März Mai Juli September November
0
Januar März Mai Juli September November
Meldungen adulter Tiere
6
Meldungen adulter Tiere
6
Meldungen adulter Tiere
6
5
6
4
5
4
5
3
4
3
2
3
1
2
1
2
1
0
1
Januar
März
Mai
Juli
September
November
0
Januar März Mai Juli September November
0
Januar März Mai Juli September November
Männchen
Weibchen
Januar
März
Mai
Juli
September
November
Männchen Weibchen
Abb. 3: Verteilung der eingegangenen Fundmel-
dungen aus der Schweiz (2008 bis April 2012) von
Zoropsis spinimana über das Jahr (N=68).
Abb. 4: Auftreten ausgewachsener Tiere von Zoropsis
spinimana (N=26, 7 Männchen, 19 Weibchen) im
Jahresverlauf.
2013 Zoropsis spinimana – eine mediterrane Spinne ist in Basel (NW Schweiz) heimisch geworden 129
Abb. 5: Geographische Verteilung der Funde von Zoropsis spinimana in der Schweiz, dargestellt im 5x5 km
Raster des CSCF. Oben: Stand 2008, unten Stand Ende 2011.
130 Hänggi, ZürcHer Mitt. Naturf. Ges. beider Basel 14
werden konnten. Die Verteilung der Meldungen
über die Jahre 2008 bis 2011 war mit 17, 21, 12
und 14 Meldungen pro Jahr recht regelmässig.
2008 waren noch keine Wintermeldungen dabei,
2009 waren die Aufrufe noch relativ aktuell, was
wohl die höchste Anzahl begründet. Auch heute
noch treffen regelmässig Meldungen und Anfra-
gen zur Art beim Erstautor ein. Zusätzlich wur-
den von diversen Kollegen gerade aus dem
Raum Basel vertrauenswürdige Meldungen wie
«ich habe sie immer wieder gesehen» übermit-
telt. Da diese oft nicht präzisiert wurden, konn-
ten sie nicht in die Statistik aufgenommen wer-
den.
Auswertung der Fundmeldungen
Wie die Verteilung der Fundmeldungen aus der
Schweiz über das Jahr zeigt (Abb. 3), kann Zo-
ropsis spinimana das ganze Jahr über gefunden
werden (N = 68, inklusive Meldungen aus 2012).
Ein klares Schwergewicht liegt aber zwischen
November und Mai: die Art ist also auch winter-
aktiv. Selbst im tiefsten Winter sind immer wie-
der Weibchen anzutreffen, welche ihre Brut be-
wachen. Nur für gut ein Drittel der Meldungen
ist sicher, ob es sich um Männchen (N = 7) oder
Weibchen handelt (N = 19). Abb. 4 zeigt die Ver-
teilung dieser geschlechtsbestimmten Funde
über das Jahr. Der relative Anstieg von Männ-
chen und Weibchen im Oktober und November
deutet darauf hin, dass dies die (Haupt-)Paa-
rungszeit ist. Im Frühjahr werden vermehrt
Weibchen festgestellt. Es ist nicht anzunehmen,
dass die vielen übrigen Meldungen aus dem
Frühjahr Jungtiere betreffen, vermutlich handelt
es sich dabei auch mehrheitlich um Weibchen.
Es liegen nur wenige präzisierbare Meldungen
von Jungtieren vor: diese sind eher klein und
unauffällig und werden daher meist übersehen.
Die ersten Fundmeldungen aus der Schweiz
betrafen Meldungen aus der Stadt Basel und aus
Kriens (LU). Weitere Meldungen aus dem Jahr
2008 (Abb. 5, oben) kamen nur aus der Umge-
bung von Basel (Muttenz, Magden, Allschwil,
Reinach/BL). 2009 kamen einerseits Meldungen
aus weiteren Städten (Zürich, Uster, Bern) sowie
aus dem Südtessin dazu. Aufgrund der Fundmel-
dungen ist auch im Jahr 2010 eine weitere Ver-
breitung im Raum Basel ins Laufental, in die
Städte Biel und Lausanne, sowie im Tessin ab-
seits der Nord-Süd-Achse in Brissago festzustel-
len. Seither kamen für all diese Regionen wei-
tere Bestätigungen zusammen. Abb. 5, unten
fasst die bekannte Verbreitung von Zoropsis
spinimana in der Schweiz bis Anfang 2012 auf
der Basis des 5x5 km Rasters der Karten des
Centre Suisse de Cartographie de la Faune
(CSCF, Neuchâtel) zusammen. Die Fundpunkte
stehen meistens für mehrere Funde im gleichen
Rasterquadrat.
Aufzuchtversuche
Methode
Zoropsis spinimana ist eine eindrücklich grosse
und massig wirkende Spinne. Dennoch deuteten
alle Beobachtungsergebnisse darauf hin, dass die
Spinne wohl nur eine einjährige Entwicklungs-
zeit hat. Mit einem Aufzuchtversuch sollte unter-
sucht werden, wie lange die Entwicklungszeit
bis zur Adulthäutung dauert und wie viele
Häutungen dazu nötig sind. Als Zuchtgefässe
kamen Kunststoffbehälter zum Einsatz (Abb. 6):
9.0x15.5x10.0 cm (BxLxH). Der Boden wurde
mit Haushaltpapier ausgelegt, das durch regel-
mässiges Besprühen mit Wasser für eine nicht zu
trockene Atmosphäre sorgte. Die relativ grossen
Luftschlitze wurden mit dem gleichen Papier
abgedichtet. Ein kleines, flaches Gefäss mit of-
fenem Wasser wurde eingesetzt. Gefüttert wur-
den die jungen Spinnen mit Fruchtfliegen (Dro-
Abb. 6: Zuchtgefäss für die Aufzucht von Zoropsis
spinimana.
2013 Zoropsis spinimana – eine mediterrane Spinne ist in Basel (NW Schweiz) heimisch geworden 131
sophila melanogaster), mittlere Stadien mit
Ofenfischchen (Thermobia domestica) und grös-
sere Tiere mit Heimchen (Acheta domesticus).
Bei den grösseren Tieren wurden 2 bis 3 Heim-
chen pro Woche verfüttert und von der Spinne
erbeutet. Das Pflegeintervall betrug bei den ganz
kleinen Tieren wöchentlich zwei bis drei Kon-
trollen mit Fütterung und Wassergabe, bei den
grösseren Tieren ein Mal pro Woche. Letzteres
führte dazu, dass die letzten Häutungsdaten eher
als Wochendaten interpretiert werden sollten.
4.2 Beobachtungen
Am 27.11.2009 wurde ein adultes Weibchen,
gefangen in Muttenz durch Edi Stöckli, in einem
Zuchtgefäss eingesetzt. Am 9.1.2010 machte es
in einem Gespinst oben in einer Ecke des Zucht-
gefässes ein erstes Gelege. Daraus schlüpften
am 28.2.2010 20 bis 30 Jungspinnen. Davon
wurden am 12.3.2010 10 Tiere separiert und in
Einzelhaltung aufgezogen. Am 3.3.2010 wurde
ein zweites Gelege gemacht, am 16.5.2010 ein
drittes und am 15.6.2010 ein viertes. Vom zwei-
ten Gelege wurde am 12.5.2010 ein weiteres
Jungtier separiert. Das Weibchen starb am
19.6.2010. Unter der Annahme, dass das Weib-
chen vom Winter / Frühjahr 2009 stammte, kann
mit einer Gesamtlebensdauer von knapp einein-
halb Jahren gerechnet werden.
Von den 11 separierten Tieren haben 9 bis zur
Adulthäutung überlebt, eines ist im Verlauf der
Untersuchungen entkommen und eines ist am
3.5.2010 nach nur einer beobachteten Häutung
verendet. Zumindest unter Zuchtbedingungen
ohne Konkurrenz, ohne Feindeinwirkung und
ohne schädliche Umwelteinflüsse scheint die
Überlebensrate sehr hoch zu sein.
Eine Aussage über die Anzahl Häutungen bis
hin zur Geschlechtsreife ist auf Grund der durch-
geführten Untersuchungen nicht möglich. Einer-
seits war es nicht möglich zu entscheiden, ob
und wie oft allenfalls sich die Jungtiere nach
dem Schlüpfen aus dem Ei bereits im Kokon
gehäutet haben. Ebenfalls ist nicht in jedem Fall
gesichert, ob in der Zeit bis zur Separierung der
Jungtiere schon die eine oder andere Häutung
stattgefunden hatte. Daher beziehen sich die ge-
Tab. 2: Dauer zwischen zwei Häutungen in Tagen, rückgerechnet von der Adulthäutung (AH). Die Werte des
einzelnen Männchens (M) sind nicht im Durchschnitt eingerechnet.
Versuchstier (Tier 20 stammt aus dem 2. Gelege)
23568911 20 7 (M)
beobachtete
Häutungen 7 8 7 6 7 7 6 6 5
Tage bis
Adulthäutung 234 243 226 221 226 226 234 163 226
Datum Adulthäutung 31.08. 09.09. 23.8. 18.08. 23.08. 23.08. 31.08. 13.08. 23.08.
Tab. 1: Anzahl beobachtete Häutungen und Gesamtzeit bis zur Adulthäutung sowie Datum der Adulthäutung.
M = einziges Männchen. Die Gesamtzahl der Häutungen ist vermutlich höher als angegeben (vgl. Text).
Versuchstier (Tier 20 stammt aus dem 2. Gelege)
Häutungs-
periode 2 3 5 6 8 9 11 20
Durchschnitt pro
Häutungsperiode
Weibchen (N=8) 7 (M)
frühere 129 119 108 108 132 124 108 71 108
AH-4 21 10 11 29 18 22 13 16 17.7
AH-3 14 43 10 27 22 18 19 17 21.9 29
AH-2 18 15 21 15 14 18 24 15 17.9 35
AH-1 11 21 37 13 10 14 22 14 18.3 20
Adulthäutung 41 35 39 29 30 30 48 30 36.0 34
132 Hänggi, ZürcHer Mitt. Naturf. Ges. beider Basel 14
nannten Zeiträume zwischen den einzelnen Häu-
tungen erst auf spätere Stadien ab dem 26.4.2010,
von wo an intensiver auf Anzeichen einer Häu-
tung (Färbung, Rückstände von Häuten usw.)
geachtet wurde. Tab. 1 gibt eine Übersicht über
die festgestellte Anzahl Häutungen pro Tier, die
Gesamtdauer von Eiablage bis zur Adulthäutung
und das Datum der Adulthäutung. Es ist ersicht-
lich, dass die Anzahl der Häutungen nach dem
26.4.2010 nicht konstant ist. Während beim ein-
zigen Männchen nur 5 weitere Häutungen festge-
stellt werden konnten, schwankte bei den Weib-
chen die Anzahl zwischen 6 und 8 Häutungen.
Besonders auffallend ist, dass alle Tiere die Rei-
fehäutung zwischen Mitte August und Anfang
September vollzogen haben, insbesondere auch
Tier 20, das aus dem zweiten Gelege stammt und
damit bei nur 163 Tagen eine wesentlich kürzere
Entwicklungszeit gezeigt hat.
Während bei der Gesamthäutungszahl eine
grosse Unsicherheit vorliegt, können über die
letzten Häutungen vor der Adulthäutung gesi-
cherte Aussagen gemacht werden. In Tab. 2 ist
dementsprechend die Bezeichnung der Häu-
tungsperioden von der Adulthäutung rückwärts
gewählt (Adulthäutung minus 1 → AH-1, AH-2,
usw.). Angegeben sind die Anzahl Tage, welche
jeweils zwischen zwei Häutungen lagen. Für die
8 Weibchen wurde der Durchschnitt pro Häu-
tungsperiode berechnet, wobei zu beachten ist,
dass die Abweichungen zum Teil recht hoch
sind. Da das Tier 20 aus dem zweiten Gelege
eine extrem kürzere Entwicklungszeit der ersten
Stadien zeigt, wurde für diese Phase kein Durch-
schnitt berechnet. Es fällt auf, dass das letzte
Stadium mit der Adulthäutung in fast allen Fäl-
len länger dauerte als die übrigen registrierten
Stadien. Dies dürfte damit zusammenhängen,
dass in diesem Stadium die sehr komplexen se-
kundären Geschlechtsmerkmale (männlicher
Taster, weibliche Epigyne) vollständig ausgebil-
det werden müssen.
Diskussion
Ausbreitung in der Schweiz
Innerhalb weniger Jahre hat sich Zoropsis spini-
mana zumindest in der Region Basel eindeutig
etabliert. Die Spinne wird regelmässig festge-
stellt und neue Fundmeldungen treffen weiter-
hin ein, wenn auch spärlicher als noch kurz nach
dem grossen medialen Auftritt 2008. Es scheint
sich zu bestätigen, dass inzwischen auch andere
Gegenden, vor allem Städte, von der Spinne
besiedelt wurden. Das genaue Nachzeichnen
der Ausbreitung dieser Art ist jedoch auf Grund
der vorliegenden Datenlage nur bedingt mög-
lich. Beinahe alle Meldungen wurden von Laien
gemacht, wobei es sich immer um Zufallsfunde
handelte. Es wurde nicht gezielt nach der Spinne
gesucht. Das erklärt, warum alle Funde in Ge-
bäuden oder in der unmittelbaren Nähe von
Gebäuden getätigt wurden. Der Rückschluss,
dass die Art nur eusynanthrop, also ausschliess-
lich in winterwarmen Gebäuden überleben
kann, wäre aber auf jeden Fall falsch. Darauf
deutet auch hin, dass im Grossraum Basel die
Art inzwischen auch in die mehr ländlichen Be-
reiche ausstrahlt (Aesch, Pfeffingen, Grel-
lingen, Magden). Dass sie in so wenigen Jahren
in all den verschiedenen Fundplätzen durch den
Menschen eingeschleppt wurde, ist nicht anzu-
nehmen. Vielmehr ist anzunehmen, dass sich
die Art inzwischen von einer Kernpopulation in
Basel aus auf natürlichen Wegen ausbreitet. Es
ist allerdings nicht bekannt, ob junge Zoropsis
spinimana sich mit Fadenflug ausbreiten kön-
nen oder ob die Ausbreitung ausschliesslich am
Boden stattfindet. Sollte die Theorie stimmen,
dass alle Tiere von einer oder wenigen Ur-
sprungspopulationen abstammen, könnte das
ein interessantes Studienobjekt für genetische
Analysen sein.
Auf die verschiedenen Hinweise in den Me-
dien wurden im Laufe der vier Jahre gegen hun-
dert Meldungen zu vermeintlichen Zoropsis-
Funden abgegeben. Rund ein Drittel der Mel-
dungen betrafen aber andere Arten vor allem
Hauswinkelspinnen (Tegenaria atrica) oder
auch Finsterspinnen (Amaurobius-Arten). Eine
Aussage darüber, mit welchen Häufigkeiten die
Spinnen bei uns vorkommen, ist mit der vorhan-
denen Datenlage nicht möglich. Da es sich um
eine sehr auffällige Spinne handelt, wird sie si-
cher überdurchschnittlich häufig festgestellt.
Immerhin: 65 Meldungen einer Art, die vor
knapp 20 Jahren erstmals in der Schweiz festge-
2013 Zoropsis spinimana – eine mediterrane Spinne ist in Basel (NW Schweiz) heimisch geworden 133
stellt wurde, ist erstaunlich, selbst wenn sie in
Gebäudenähe lebt und wegen ihrer Grösse be-
sonders auffällig ist.
Aufzuchtversuche
Bereits vor nahezu einem Jahrhundert wurden
durch Berland (1927) Aufzuchten der Art mit 3
Weibchen aus Südfrankreich gemacht. Einige
seiner Beobachtungen decken sich nur bedingt
mit den aktuellen Ergebnissen: Berland (1927)
schreibt von acht bis neun Häutungen. Wenn
man berücksichtigt, dass einige der ganz frühen
Häutungen wohl nicht dokumentiert wurden,
entspricht das den vorliegenden Beobachtungen.
Dagegen spricht er von Gelegen mit 100 bis 125
Eiern, was deutlich höher als die hier beobach-
tete Zahl ist. Hauptsächlicher Unterschied schei-
nen aber die unterschiedlichen Entwicklungszy-
klen zu sein. Die Daten aus den Fundmeldungen
weisen im Gegensatz zu den Beobachtungen
von Berland (1927) folgende Zeiten aus: Haupt-
kopulationszeit von Oktober und November
(Berland 1927: September bis Oktober), erste
Eiablage am 9. Januar (Berland 1927: 3. April)
und Tod des Weibchens am 19. Juni (Berland
1927: letztes Gelege noch am 12. August). Von
besonderem Interesse scheint in diesem Zusam-
menhang zu sein, dass hier, also der kälteren
Klimazone, die Phase zwischen Hauptkopulati-
onszeit und Ableben des Muttertieres verkürzt
scheint, dagegen die Entwicklungszeit von Ei
bis Adulttier verlängert ist. Aber es gilt, die Re-
sultate nicht über zu bewerten: die Basis ist je-
weils ein Weibchen, zu unterschiedlichen Zeit-
punkten gefangen (Berland 1927: März) und die
Jungtiere wurden unter unterschiedlichen La-
borbedingungen aufgezogen (zu Berlands Zeiten
dürften die Labors im Frühjahr wesentlich weni-
ger geheizt gewesen sein).
Giftigkeit
Wie die Bissversuche des Erstautors und von
Angelo Bolzern gezeigt haben, kann Zoropis
spinmana mit ihren Giftklauen die menschliche
Haut an empfindlichen Stellen durchdringen.
Die Folgen können als harmlos, vergleichbar mit
einem Mückenstich, bezeichnet werden. Unter
den vielen Fundmeldungen waren lediglich
zwei, welche von Bissverletzungen mit etwas
schlimmeren Folgen berichtet haben. Im ersten
Fall wurde von einer entzündlichen Wunde mit
Schwellung an der Lippe berichtet, im anderen
von einem Biss mit anhaltender Schwellung im
Brustbereich. Bei beiden ist aber keineswegs
sicher, ob wirklich die Spinne der Verursacher
war, denn die Bisse wurden nicht direkt beo-
bachtet, sondern passierten im Schlaf. Auch
wenn dann später eine Zoropsis spinimana im
Zimmer gefunden wird, muss sie damit keines-
wegs die wirkliche Verursacherin sein, auch
wenn die betroffenen Personen davon überzeugt
sind. Es ist bekannt, dass gerade Spinnen immer
wieder für Verletzungen verantwortlich gemacht
werden – auch wenn sich nach Überprüfung der
Sachlage kein gesicherter Hinweis auf den Täter
ergibt. Als Beispiel hierfür sei das Phänomen der
Hobo-spider in Nordamerika erwähnt: Diese
Spinne (Tegenaria agrestis, eine verwandte der
bei uns häufigen Hauswinkelspinne, Tegenaria
atrica) wurde von Europa nach Nordamerika
eingeschleppt. Während in Europa keinerlei
Verletzungen bekannt sind, wurde sie in Nord-
amerika wegen angeblicher Bisse zu einem
grossen medizinischen Problem. Nachforschun-
gen von Vetter und Isbister (2004) konnten zei-
gen, dass kein einziger Fall von Bissen der
Hobo-spider mit Läsionsfolgen einer kritischen
Prüfung standhielt – auch wenn sich die Gefähr-
lichkeit dieser Art dank hunderter Websites wei-
terhin zu Unrecht hält. Schwerwiegende Biss-
verletzungen der Hobo-spider werden auch aus
Gegenden gemeldet, in denen die Art gar nicht
vorkommt.
Zoropis spinimana schafft es als eine der we-
nigen einheimischen Spinnen, in Bedrängnis zur
Verteidigung die menschliche Haut zumindest
an wenig dicken Stellen zu durchbeissen. Den-
noch kann sie für den Menschen als grundsätz-
lich ungefährlich und im Normalfall nicht ein-
mal schmerzhaft bezeichnet werden.
Ökologischer Einfluss
Bleibt noch die Frage, welchen Einfluss die
Ausbreitung dieser eindrücklichen, rasch
wachsenden Spinnen mit ihrem grossen Bio-
134 Hänggi, ZürcHer Mitt. Naturf. Ges. beider Basel 14
masseumsatz auf andere Tiere hat. Werden hier
in ihrem neuen Lebensraum andere Arten ver-
drängt? Diese Frage zu beantworten ist zurzeit
nicht möglich und wird wohl kaum je möglich
sein. Wir wissen noch viel zu wenig über die
Häufigkeiten der verschiedenen Arten in einem
Lebensraum, ja oft nicht einmal, welche Arten
wo und wie genau in ihrem Lebensraum leben:
Das Mikrohabitat ist für die meisten Arten un-
bekannt. Im Falle von Zoropsis spinimana
könnte man wohl am ehesten davon ausgehen,
dass sie aufgrund der vergleichbaren Lebens-
weise – nachtaktive Jäger ohne Netze, ähnliche
Grösse – irgendwelche Amaurobius-Arten
(Finsterspinnen) oder Gnaphosidae (Platt-
bauchspinnen) konkurrenzieren könnte. Und
wie es auf der Beutetierseite aussieht, ist völlig
unklar.
Dank
Allen Personen, welche Fundmeldungen ge-
schickt und zur Verfügung gestellt haben, möch-
ten wir an dieser Stelle ganz herzlich danken.
Wenn sie hier nicht namentlich aufgeführt wer-
den, so hat das damit zu tun, das viele von ihnen
wünschten, den genauen Standort nicht öffent-
lich zu machen. Weiter möchten wir vielen Kol-
legen danken, welche Fundmeldungen von Drit-
ten weitergeleitet und bei der Beschaffung von
Hinweisen zur Art beigetragen haben: Peter Jä-
ger, Christian Kropf, Wolfgang Nentwig, Bar-
bara Thaler-Knoflach, Gordon Ackermann,
Claudia Gack. Ein spezieller Dank geht an Edi
Stöckli für die Beschaffung des Muttertieres der
Versuchsreihe und für die kritische Durchsicht
des Manuskriptes.
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Dr. Ambros Hänggi
Naturhistorisches Museum Basel
Augustinergasse 2, CH – 4001 Basel
ambros.haenggi@bs.ch
Dipl. Biol. Isabelle Zürcher
Naturhistorisches Museum Basel
Augustinergasse 2, CH – 4001 Basel
isabelle.zuercher@bs.ch

















