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Die Kalenderbriefe des Georg Albrecht Hamberger im Kontext der Kalenderreform von 1700

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Abstract

Mit der päpstlichen Bulle „Inter Gravissimas“ wurde 1582 der nach Papst Gregor XIII. benannte Gregorianische Kalender eingeführt. In Deutschland wurde dieser Kalender anfangs nur von katholisch regierten Ländern übernommen. Die protestantischen lehnten ihn grundsätzlich - weil vom Papst angeordnet - ab. Das führte zum Paradoxon einer doppelten Kalenderführung in Deutschland während des gesamten 17. Jahrhunderts. Nachdem die Spaltung der Zeitrechnung und des Kalenderwesens in Deutschland über ein Jahrhundert angedauert hatte, wurde von den evangelischen Reichständen auf dem Immerwährenden Reichstag in Regensburg im September 1699 eine Kalenderreform beschlossen und im Jahr 1700 umgesetzt. Die in dieser Edition anlässlich seines 350. Geburtstages veröffentlichten Briefe und Manuskripte des Mathematikers Georg Albrecht Hamberger stammen aus den Jahren 1699 und 1700 und stehen im Zusammenhang mit seinen Aktivitäten im Zuge der Kalenderreform von 1700.
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Am 12. Dezember 2000 fand in Jena ein Kolloquium zum Thema „Erhard Weigel und die Philosophie“ statt. Der Band enthält die während dieser Tagung gehaltenen Vorträge sowie ein bisher unediertes Manuskript von Weigel. Anknüpfend an die Tradition der Weigelrezeption in Jena sollen damit weitere Impulse gegeben werden, Leben und Werk Erhard Weigels zu untersuchen. Die traditionell auf Leibniz fokussierte Forschung zur deutschen Geistesgeschichte um 1700 erhält durch solche speziellen Erkenntnisse zu Personen, die bisher in der Forschung eher marginale Bedeutung hatten, zusätzliche Konturen. (Quelle: http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?id=2776185&prov=M&dok_var=1&dok_ext=htm)
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Weigel war als Mathematiker, Physiker, Astronom, Astrologe, Philosoph, Theologe, Wissenschaftsorganisator, Pädagoge, Erfinder und als Kalenderreformer tätig. Ein Aspekt seines umfangreichen Werkes war die Entwicklung von Himmelsgloben als astronomische Anschauungsmittel. Einer der gegenwärtig bekannten 14 Weigelschen Himmelsgloben befindet sich im Stadtmuseum Jena. Er wird in diesem Beitrag ausführlich beschrieben. (Quelle: http://www.technikgeschichte-jena.de/bd-52003/)
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Dieser Band beinhaltet die schriftlichen Fassungen von Vorträgen, die im Rahmen der Tagung “Kommunikation in der Frühen Neuzeit”, veranstaltet von der Erhard-Weigel-Gesellschaft e. V. mit Unterstützung des Instituts für Volkskunde/ Kulturgeschichte der FSU Jena am 15. und 16. Dezember 2006, gehalten wurden. (Quelle: http://gottfried-kirch-edition.dieunikate.com/?page_id=111)
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siehe http://gottfried-kirch-edition.dieunikate.com/wp-content/uploads/2014/03/00-S.-01-10-Titelei.pdf
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Der Aufsatz beruht auf dem Vortrag, der am 28. Februar 2009 im Rahmen eines von der Leibniz-Sozietät durchgeführten wissenschaftlichen Kolloquiums an der Archenhold-Sternwarte Berlin-Treptow gehalten wurde. (Quelle: http://gottfried-kirch-edition.dieunikate.com/?page_id=111)
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In der Geschichte der Globenherstellung und in der Globenliteratur nehmen die Arbeiten von Erhard Weigel einen geachteten, jedoch keinen erstrangigen Platz ein. Er steht im Schatten solch bedeutender Globenhersteller wie Willem Janszon Blaeu, Vincenzo Coronelli und Johann Gabriel Doppelmayer. Dennoch vermitteln die noch vorhandenen, handwerklich exzellenten Globen von Weigel einen Eindruck vom Einfallsreichtum ihres Erfinders, und sie sind aus der Geschichte der Himmelsgloben nicht wegzudenken. Im Beitrag wird einleitend auf die Eigenart von Himmelsgloben in ihrem Unterschied zu den Erdgloben eingegangen, um daran anschließend die Spezifik der Weigelschen Globen darzustellen. Dabei werden die Schriften von Weigel über Globen herangezogen. (Quelle: http://www.technikgeschichte-jena.de/bd-6200441-54_kratochwil/)
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siehe http://gottfried-kirch-edition.dieunikate.com/wp-content/uploads/2014/03/00-Titelei.pdf
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Der Aufsatz beruht auf dem Vortrag, der am 16. Dezember 2006 im Rahmen der Tagung der Erhard-Weigel-Gesellschaft e. V. vom 15. bis 16. Dezember 2006 in Jena gehalten wurde. (Quelle: http://gottfried-kirch-edition.dieunikate.com/?page_id=111)
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Die den zeitlichen Rahmen von 1665 bis 1709 umspannende Korrespondenz von Gottfried Kirch bietet Möglichkeiten, die Welt eines Gelehrten im 17. Jahrhundert nicht nur wissenschaftshistorisch zu erfassen, sondern auch kultur-, literatur- und religionsgeschichtlich. Mit ihrer Veröffentlichung wird den in der Literatur erhobenen Forderungen nach Edition der brieflichen Quellen des Barockzeitalters und nach Auswertung der Briefe unter interdisziplinärem Aspekt Rechnung getragen. Die Briefe liefern Details über das Entstehen und Nutzen von astronomischem und instrumentellem Wissen in der Phase der Frühaufklärung (Kirch entdeckte 1680 den Kometen C/1680 V1, 1681 und 1702 die Sternhaufen M11 und M5 sowie 1686 den Veränderlichen Chi Cygni; er erfand 1679 ein Schraubenmikrometer und baute selbst Fernrohre). Dabei erscheint Kirch von etwa 1680 an als Knotenpunkt des astronomischen Informationsflusses in den deutschen Ländern mit Verbindungen zum Ausland (Polen, Frankreich, England, Dänemark, Niederlande, Schweiz). Auch die Berufung zum ersten Astronomen der Brandenburgischen Societät nach Berlin spiegelt sich in den Briefen wider. Ferner findet man Einzelheiten über das familiäre Leben des Gelehrten und Alltagsprobleme sowie über die politische Situation in verschiedenen deutschen Städten (z. B. Lobenstein, Coburg, Leipzig, Guben und Berlin, den Wohnorten von Kirch) und Ländern der Zeit. Für die Literaturgeschichte ist er als Kalenderautor (seit 1666 mit zeitweise bis zu 14 Kalenderreihen pro Jahrgang) sowie durch die in seinen Schriften eingebundenen Lehrgespräche von Interesse. Die Briefe geben bisher unbekannte Details über Drucker, Verleger und andere Kalendermacher preis. Die um 1690 in Leipzig aufgetretenen Auseinandersetzungen um den Pietismus, dessen Anhänger Kirch war, finden ebenso ihren Niederschlag in den Briefen wie die 1699 beschlossene Kalenderreform in den protestantischen Ländern. Die Briefpartner entstammen sozial völlig unterschiedlichen Schichten, z. B. dem Bauernstand, dem Bürgertum und dem Adel sowie dessen Bediensteten. Auch hinsichtlich Bildung und Konfession der Briefpartner gibt es keine Grenzen, sie reichen von dem Bauern Christoph Arnold bis zu den Gelehrten Jean-Dominique Cassini, John Flamsteed und Gottfried Wilhelm Leibniz, von dem Pietisten August Hermann Francke bis zu dem Jesuiten Adam Adamandus Kochanski. (Quelle: http://gottfried-kirch-edition.dieunikate.com/?page_id=87)