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Abstract

Hintergrund International hat sich die „Neighborhood Environment Walkability Scale“ (NEWS) als Erhebungsinstrument zur Bewegungsfreundlichkeit von Wohnumgebungen etabliert. Da eine deutsche Version bislang fehlte, wird diese Lücke mit der Vorstellung von NEWS-G(ermany) in diesem Beitrag geschlossen. Material und Methoden NEWS wurde kulturell adaptiert und kognitiv getestet bevor (n=179) junge Erwachsene (M=25,2 Jahre) mit NEWS-G und zur körperlicher Aktivität computerbasiert befragt wurden. Psychometrische Eigenschaften wurden in der Gesamtstichprobe und die Test-Retest-Stabilität [Intraklassenkorrelationen (ICC)] nach erneuter Befragung (n=66) bestimmt. Zur Validität wurden bivariate Korrelationen zwischen NEWS-G und körperlicher Aktivität berechnet. Ergebnisse Die Skalen (und die meisten Items) wiesen zufriedenstellende Eigenschaften und eine akzeptable Stabilität (0,74≤ICC≥0,94) auf. Inkonsistenzen zeigten sich bei 2 Skalen. Auf Item- und Skalenebene wurden signifikante Korrelationen mit der körperlichen Aktivität beobachtet. Schlussfolgerungen Mit NEWS-G kann die Bewegungsfreundlichkeit von Wohnumgebungen auch in Deutschland untersucht und mit den vorliegenden internationalen Daten verglichen werden. Da die hier beobachtete Testgüte aus einer selektiven Stichprobe stammt, sind weitere Studien notwendig.
M. Bödeker1 · J. Bucksch1 · H. Fuhrmann2
1  Fakultät für Gesundheitswissenschaften, WHO Collaborating Centre for Child 
and Adolescent Health Promotion, AG Prävention und Gesundheitsförderung, Universität Bielefeld, Bielefeld
2 Institut für Sportsoziologie, Deutsche Sporthochschule Köln, Köln
Bewegungsfreundlichkeit 
von Wohnumgebungen 
messen
Entwicklung und Einführung  
der deutschsprachigen „Neighborhood 
Environment Walkability Scale“
Hintergrund und Fragestellung
Da es mittlerweile unstrittig ist, dass eine
vermehrte körperliche Aktivität auf Le-
bensqualität und Gesundheit wirkt [2]
und gleichzeitig eine hohe Prävalenz der
Inaktivität zu beobachten ist [17], ist die
Suche nach nachhaltigen Interventio-
nen der Bewegungsförderung dringlich.
Nachdem in den letzten Dekaden ver-
stärkt personenbezogen interveniert wur-
de [14], werden heute sozial-ökologische
Ansätze als aussichtsreich angesehen, da
sie neben personenbezogenen auch so-
ziale Einflussfaktoren sowie die physische
Umwelt und politische Rahmenbedin-
gungen berücksichtigen [13, 21].
Aus dieser Public-Health-Perspektive
wird insbesondere in den USA und Aus-
tralien der Zusammenhang zwischen der
Gestaltung von Wohnumgebungen und
dem Bewegungsverhalten der darin Le-
benden untersucht [25]. Unter dem Stich-
wort „walkability“ werden aber auch für
Europa positive Wirkungen bewegungs-
freundlich gestalteter Wohnumgebun-
gen nachgewiesen [23]. Erste Befunde für
Deutschland stammen aus dem Bevölke-
rungsmonitoring der Eurobarometerstu-
die [11]. Detaillierte Untersuchungen zur
walkability“, wie sie z. B. aus Belgien [10]
vorliegen, stellen in Deutschland noch die
Ausnahme dar [5, 24]. Ein Grund hierfür
könnte der noch geringe Bekanntheits-
grad von Erhebungsverfahren oder auch
das Fehlen deutschsprachiger Fragebö-
gen sein.
Es findet sich jedoch eine Reihe an
Messmethoden, um eine bewegungs-
freundliche Wohnumgebung zu beschrei-
ben. So lassen sich mit Audits, geografi-
schen Informationssystemen (GIS) und
standardisierten Befragungen 3 Erhe-
bungsverfahren identifizieren [4]. Zur Er-
fassung der subjektiven Einschätzung der
„walkability“ sind unterschiedliche Fra-
gebögen verfügbar, die zwischen 7 und
68 Items umfassen [4].
International am häufigsten eingesetzt
wird die amerikanische „Neighborhood
Environment Walkability Scale“ (NEWS
[19]), die gleichzeitig auch die umfas-
sendste Untersuchung erlaubt [4]. In ihr
wurden wissenschaftliche Konstrukte aus
dem Städtebau und Verkehrswesen für ge-
sundheitswissenschaftliche Zwecke ope-
rationalisiert [20]. Im Kern beziehen sich
die enthaltenen Items auf die Vernetzung
der Wege (sog. Konnektivität) und die Er-
reichbarkeit verschiedener „points of in-
terest“, wie z. B. Einkaufsmöglichkeiten
(sog. Proximität). Darüber hinaus wer-
den auch topografische Merkmale, Si-
cherheitsaspekte u. a. erfragt [19].
Für Europa sind landesspezifische Ad-
aptionen der NEWS zugänglich (http://
www.ipenproject.org). Speziell für den
europäischen Raum wurde sie außer-
dem in Form des „ALPHA environmen-
tal questionnaire“ weiterentwickelt [22],
dessen Testgüte mittlerweile auch r
Deutschland geprüft wurde [6]. Aller-
dings gibt es zentrale Unterschiede zwi-
schen NEWS und ALPHA, die eine Ver-
gleichbarkeit über den europäischen
Sprachraum hinaus limitieren [22]. Mit
einer deutschen NEWS könnten zukünf-
tig subjektive Daten zur Wohnumgebung
nach internationalem Standard erfasst
und mit den bereits vorliegenden Stu-
dienergebnissen verglichen werden [4,
25, 27]. Ziel dieses Beitrags ist es deshalb,
die NEWS in die deutsche Public-Health-
Debatte einzuführen und die Entwicklung
der deutschen Fassung „NEWS-Germa-
ny“ (NEWS-G) vorzustellen sowie erste
Aussagen zu ihrer Testgüte zu treffen.
Studiendesign und
Untersuchungsmethoden
Zur Vorbereitung der Datenerhebung
nach dem Test-Retest-Design wurde die
Forschungsmethoden und Evaluation
Zusatzmaterial online
Dieser Beitrag enthält eine zusätzliche  
Tabelle „Skalen & Items zur Neighborhood  
Environment Walkability Scale (NEWS) .  
Dieses SUPPLEMENTAL finden Sie unter: 
dx.doi.org/10.1007/s11553-012-0344-3.
Präv Gesundheitsf 2012 
DOI 10.1007/s11553-012-0344-3
© Springer-Verlag 2012
1Prävention und Gesundheitsförderung 2012
|
NEWS kulturell adaptiert und in einem
Pretest mittels kognitiver Verfahren er-
probt. Ausgegangen wurde von der ur-
sprünglichen Version der NEWS 12/2002
(http://sallis.ucsd.edu), die aufgrund zu-
sätzlicher Items zur Zufriedenheit mit der
Wohnumgebung 83 Items umfasst. Der
Fragebogen erfasst die subjektiv wahrge-
nommene „walkability“ bei Responden-
ten bis 65 Jahre [18, 19], fehlte bisher aber
in deutscher Sprache.
Vorstellung und kulturelle 
Adaption der NEWS
Mit der NEWS wird die subjektive Wahr-
nehmung der Verhältnisse in der eigenen
Wohnumgebung erfragt, die das Bewe-
gungsverhalten allgemein und insbeson-
dere das transportbezogene Gehen – al-
so um von A nach B zu gelangen – för-
dern können [19, 20]. Dabei wird die Zu-
stimmung zu mehrheitlich positiv for-
mulierten Aussagen auf 4- und 5-stufigen
Ratingskalen erfasst. Unterteilt werden
die Items in 9 Skalen, die jeweils ein Teil-
konstrukt der „walkability“ abbilden und
in . Tab. 1vorgestellt werden.
Die Testgüte der Originalversion der
NEWS wurde bereits umfassend unter-
sucht und zeigte überwiegend eine mo-
derate bis gute Reliabilität ([16, 18, 19];
. Tab. 2). Zudem erwies sie sich im Ver-
gleich zuvor klassifizierter Wohnumge-
bungen und über die Vorhersage des Be-
wegungsverhaltens als valide [16, 19].
Die kulturelle Adaption der NEWS
erfolgte nach Richtlinie der „Internatio-
nal Society for Pharmacoeconomics and
Tab. 1  Items und Skalen von NEWSa und NEWS-G
Sektion Inhalt Modifikationen in NEWS-G Ratingskala zum An-
kreuzen
Skalenbildung
A Einwohnerdichte 6 Items zum Wohnungsbau Keine 1= „keine“ bis 5= „alle“ Gewichteter, 
additiver Index
B Flächennutzung 
(Heterogenität)
Fußläufige Wegedauer zu 23 
„points of interest“
Kein Äquivalent für „convenience store“. 
Bäckerei, Fleischerei o.ä. in Anlehnung 
an ALPHA ergänzt
5= „1–5 min“ bis 1=“31+ 
min“; 8=„weiß nicht“
Mittelwert aller 
zuvor umgepolten 
Items
C Flächennutzung 
(Zugang)
7 Items zum Zugang zu Dienst-
leistungen innerhalb von 10–15 
Gehminuten
Keine 1= „stimme überhaupt 
nicht zu“ bis 4=„stimme 
vollständig zu“
Mittelwert teils  
umgepolter Items
D Konnektivität 5 Items zu Kreuzungen und 
Sackgassen
Kulturelle Anpassungen von Längen-
maßen: Fußballfeld (90–120 m) anstatt 
American Football-Feld (~110–~130 m)
s. oben Mittelwert aus 4 
Items.
E Möglichkeiten 
zum Gehen und 
Fahrradfahren
5 Items zu Wegen sowie deren 
Trennung vom Kraftverkehr
Keine s. oben Mittelwert
F Ästhetik 6 Items zur Attraktivität von  
Bebauung, Naturräumen u. a.
Keine s. oben Mittelwert
G Verkehrs- 
sicherheit
8 Items zu Belastung und 
Infrastruktur
Kulturelle Anpassungen von  
Geschwindigkeitsangaben: 30 km/h 
anstatt 30 mph (~50 km/h), da  
„langsamer“ Verkehr erfragt
s. oben Mittelwert teils  
umgepolter Items
H Schutz vor  
Kriminalität
6 Items zur Beleuchtung u. a. Keine s. oben Mittelwert teils  
umgepolter Items
I Zufriedenheit Sonstige Eigenschaften der 
Wohnumgebung; 17 unter-
schiedliche Aspekte
Umpolung der Ratingskala in NEWS-G 
1= „sehr zufrieden“  
bis 5= „sehr unzufrieden“
In NEWS 1= „sehr un-
zufrieden“ bis 5=„sehr 
zufrieden“ (eintragen statt 
ankreuzen)
Mittelwert
ahttp://www.drjamessallis.sdsu.edu/Documents/NEWSscoring.pdf (übersetzt).
Tab. 2  Deskription, interne Konsistenz und Stabilität von NEWS-G in einer studentischen 
Stichprobe (n=179)
Skalen der NEWS-G Mini-
muma
Maxi-
muma
Mean (SD) Cronbachs 
Alpha
ICCbReferenz-
ICCc
A: Einwohnerdichte 173 725 285,7 (96,3) d0,82 0,78
B: Flächennutzung 
(Heterogenität)e
1,26 4,83 3,3 (0,7) 0,89 0,94 0,93
C: Flächennutzung 
(Zugang)
1,29 4,00 3,3 (0,5) 0,75 0,88 0,77
D: Konnektivität 1,00 3,80 2,6 (0,4) 0,30 0,78 0,41
E: Möglichkeiten zum  
Gehen und Fahrradfahren
1,20 4,00 3,0 (0,4) 0,47 0,79 0,76
F: Ästhetik 1,17 4,00 2,8 (0,6) 0,76 0,87 0,66
G: Verkehrssicherheit 1,50 4,00 2,8 (0,5) 0,62 0,76 0,69
H: Schutz vor Kriminalität 1,83 4,00 3,1 (0,4) 0,61 0,74 0,64
I: Zufriedenheit 2,00 4,82 3,7 (0,6) 0,84 0,86 n.a.
aA: Gewichteter, additiver Index; B: Skala von 5=“1–5 min“ bis 1=“31+min“; C–H: Skala von 1= „stimme über-
haupt nicht zu“ bis 4= „stimme vollständig zu“; I: Skala von 1= „sehr zufrieden“ bis 5= „sehr unzufrieden.bBasie-
rend auf: 62≤n≥66.cAus US-Stichprobe (n=93; 57% ≥40 Jahre; 71% weiblich; 73% höhere Bildung [3]).dKeine
Berechnung, da Skala A gewichtet.eSkala umgepolt.
SD Standardabweichung, n.a. nicht angegeben.
2
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Prävention und Gesundheitsförderung 2012
Forschungsmethoden und Evaluation
Outcomes Research“ [26]. Gemäß die-
ser Empfehlung (. Abb. 1) wurden zwei
Adaptionen durch extern und unabhän-
gig voneinander arbeitende Übersetzen-
de aus den Sprach- und Kulturwissen-
schaften angefertigt. In der anschließen-
den Synthese wurden außerdem eine eige-
ne Übersetzung sowie Auszüge aus dem
deutschen ALPHA integriert. Die synthe-
tisierte Fassung wurde daraufhin 2-fach
zurück übersetzt, um die Äquivalenz mit
dem Original zu prüfen. Nach erneu-
ter Modifikation erfolgte eine kognitive
Untersuchung der vorläufigen NEWS-G
(. Abb. 1: #VII). Um das korrekte Ver-
ständnis der Adaption zu überprüfen,
wurden hierzu die Informationsverarbei-
tung und die Antwortfindung von (n=6
gem. [26]) Respondenten in mündlichen
Befragungen mittels „information retrie-
val probing“ [12] dokumentiert.
Im Pretest wurden 57% der vorläufigen
Items von allen 6 Probanden in Überein-
stimmung mit den „information retrie-
val probings“ beantwortet. Diskrepan-
zen wurden bei 16 und Antwortverwei-
gerungen bei 7 Items protokolliert. Nach
den Angaben der Probanden konnte ein
Teil dieser Irritationen auf die Ratingska-
la in der Sektion zur Zufriedenheit mit
der Wohnumgebung zurückgeführt wer-
den. So zeigte sich, dass die Respondenten
zwar in der Lage waren, diesen Fragen-
block in ihren eigenen Worten adäquat zu
beantworten, die logische Auswahl einer
Antwortkategorie z. T. jedoch scheiterte,
wenn etwa das Eintragen von 1 (stark un-
zufrieden) auf die mündliche Umschrei-
bung hoher Zufriedenheit folgte. Für die
endgültige Fassung der NEWS-G wurde
daher eine inverse Ratingskala gewählt.
Weitere Modifikationen in NEWS-G im
Vergleich zu NEWS sind in . Tab. 1 ver-
merkt. Eine ausführliche Darstellung der
kulturellen Anpassungen ist zu finden
unter: http://www.ipenproject.org/met-
hods_surveys.html.
Stichprobe und Design  
zur Überprüfung  
der Testgüte der NEWS-G
NEWS-G wurde im Test-Retest-Design
zwischen Januar 2010 und Januar 2011
auf der Web-Oberfläche Globalpark ein-
gesetzt. Zusätzlich wurde bei der Erstbe-
Zusammenfassung · Abstract
fragung die körperliche Aktivität mit der
Kurzfassung des „International Physical
Activity Questionnaire“ (IPAQ-SF) erho-
ben, mit der die Häufigkeit (Tage/Woche)
und Dauer (Stunden und Minuten/Tag)
des Gehens und moderat- sowie hochin-
tensiver Aktivität erfragt wird. Die Anga-
ben zu diesen Intensitätsgraden und einem
zusammenfassenden Aktivitätswert wur-
den nach Vorgabe des Scoringprotokolls
Präv Gesundheitsf 2012 · [jvn]:[afp]–[alp]   DOI 10.1007/s11553-012-0344-3
© Springer-Verlag 2012
M. Bödeker · J. Bucksch · H. Fuhrmann
Bewegungsfreundlichkeit von Wohnumgebungen messen.
Entwicklung und Einführung der deutschsprachigen
„Neighborhood Environment Walkability Scale“
Zusammenfassung
Hintergrund.  International hat sich die 
„Neighborhood Environment Walkability Sca-
le“ (NEWS) als Erhebungsinstrument zur Be-
wegungsfreundlichkeit von Wohnumgebun-
gen etabliert. Da eine deutsche Version bis-
lang fehlte, wird diese Lücke mit der Vorstel-
lung von NEWS-G(ermany) in diesem Beitrag 
geschlossen.
Material und Methoden.  NEWS wurde 
kulturell adaptiert und kognitiv getestet 
bevor (n=179) junge Erwachsene 
(M=25,2 Jahre) mit NEWS-G und zur 
körperlicher Aktivität computerbasiert 
befragt wurden. Psychometrische 
Eigenschaften wurden in der 
Gesamtstichprobe und die Test-Retest-
Stabilität [Intraklassenkorrelationen (ICC)] 
nach erneuter Befragung (n=66) bestimmt. 
Zur Validität wurden bivariate Korrelationen 
zwischen NEWS-G und körperlicher Aktivität 
berechnet.
Ergebnisse.  Die Skalen (und die meisten 
Items) wiesen zufriedenstellende Eigen-
schaften und eine akzeptable Stabilität 
(0,74≤ICC≥0,94) auf. Inkonsistenzen zeigten 
sich bei 2 Skalen. Auf Item- und Skalenebe-
ne wurden signifikante Korrelationen mit der 
körperlichen Aktivität beobachtet.
Schlussfolgerungen.  Mit NEWS-G kann die 
Bewegungsfreundlichkeit von Wohnumge-
bungen auch in Deutschland untersucht und 
mit den vorliegenden internationalen Daten 
verglichen werden. Da die hier beobachte-
te Testgüte aus einer selektiven Stichprobe 
stammt, sind weitere Studien notwendig.
Schlüsselwörter
Körperliche Aktivität · Physische Umwelt · 
„Neighborhood Environment Walkability 
Scale“ · Deutschland
Measuring residential environments for friendliness towards
physical activity. Adaptation and Introduction of the German
version of the Neighborhood Environment Walkability Scale
Abstract
Background.  Internationally most studies 
analyzing residential environments for friend-
liness toward physical activity have used the 
“Neighborhood Environment Walkability 
Scale” (NEWS). As a German version was miss-
ing the objective of this study was to estab-
lish NEWS-Germany (NEWS-G).
Methods.  The NEWS was culturally adapt-
ed and tested by cognitive debriefings (n=6) 
before (n=179) young adults (mean age 25.2 
years) completed a computer-assisted ver-
sion of NEWS-G and of a physical activi-
ty measure. Psychometric characteristics for 
the whole sample and intraclass correlations 
(ICC) based on a test-retest inquiry on NEWS-
G (n=66) were calculated. Bivariate correla-
tions of NEWS-G and physical activity were 
used to evaluate validity.
Results.  All subscales (and most items) of 
NEWS-G showed acceptable psychometric 
characteristics and good stability 
(0.74≤ICC≥0.94) but internal consistency was 
low for two subscales. Some scales and items 
of NEWS-G showed significant correlation 
with physical activity.
Conclusions.  The NEWS-G will be used to 
analyze residential environments for friendli-
ness toward physical activity in Germany and 
to compare future data with available inter-
national findings. All in all more representa-
tive studies are essential to finally evaluate 
the reliability and validity of NEWS-G.
Keywords
Physical activity · Environmental correlates · 
Neighborhood Environment Walkability 
Scale · Germany
3
Prävention und Gesundheitsförderung 2012
|
(http://www.ipaq.ki.se/scoring.htm) in
Minuten pro Woche umgerechnet. Relia-
bilität und Validität des IPAQ-SF sind ge-
geben [8].
Zur Befragung wurden Studieren-
de der Deutschen Sporthochschule Köln
und der gesundheitswissenschaftlichen
Fakultät der Universität Bielefeld einge-
laden. Informationen zur Befragung und
die für die Zuordnung von Test und Retest
erforderliche Zugangskodierung wurden
über fakultätsweite E-Mail Verteiler sowie
in Seminaren ausgehändigt. Auf Wunsch
wurden die Teilnehmenden, die sich auch
für den Retest zur Verfügung stellten, 7 Ta-
ge nach der Erstbefragung per E-Mail er-
innert. Insgesamt beteiligten sich 216 Re-
spondenten am Test sowie 73 am Retest.
Nach der Datenbereinigung, in der alle
Fälle mit ≥25% fehlenden Angaben aus-
geschlossen wurden, konnten 179 Fälle in
der Test- und 66 Fälle in der Reteststich-
probe analysiert werden. Die Teilnehmen-
den im Durchschnittsalter von 25,2 Jah-
ren (SD=8,7) waren mehrheitlich Frauen
(73%) mit Abitur als höchstem Schulab-
schluss (96%).
Analyse der Testgüte von NEWS-G
Zur Deskription wurden fehlende Werte,
Spannweite, Mittelwert, Standardabwei-
chung und Median der Items und Ska-
len der NEWS-G berechnet. Die Analy-
se der Reliabilität erfolgte zum einen an-
hand der internen Konsistenz der NEWS-
Skalen mit Cronbachs Alpha und zugehö-
rigen Klassifikationsbereichen (nach Dar-
ren u. Mallery [9]: α>0,8 „gut“; >0,7 „ak-
zeptabel“; >0,5 „schlecht“). Zum anderen
wurden Intraklassenkorrelationen [(ICC)
„one-way random, single measure“] für
die Stabilität der Skalen und Einzelratings
zwischen den zwei Testzeitpunkten be-
stimmt. Interpretiert wurden die ICC im
Vergleich zu den von Brownson et al. [3]
ermittelten Referenzwerten und verwen-
deten Klassifikationsbereichen (ICC≥0,6
„gut“; ≥0,4 „moderat“; ≥0,2 „ausrei-
chend“; <0,2 „schwach“). Um Hinweise
zur konkurrenten Validität der NEWS-G
zu gewinnen, wurden bivariate Korrela-
tionen nach Spearman (da Normalver-
teilungsannahme verletzt) zwischen den
untersuchten Skalen und Items einerseits
und den Wochenminuten körperlicher
Aktivität (Gesamtaktivität, moderat-in-
tensive, hochintensive Aktivität, Gehen)
andererseits berechnet. Alle Analysen er-
folgten mit SPSS 19.
Ergebnisse
Deskriptiv zeigte sich, dass die in
NEWS-G verwendeten Skalenbreiten mit
Ausnahme eines Einzelratings vollstän-
dig ausgeschöpft wurden. Die Antworten
lagen in der zentralen Tendenz bei den
meisten Items über dem jeweiligen Ska-
lenmittelpunkt (.Tab. 2). Die Häufig-
keit fehlender Werte war durchschnittlich
<1%. Ergänzende Informationen werden
als Supplemental zu diesem Artikel zur
Verfügung gestellt.
Tab. 3  Konkurrente Validität der NEWS-G
Skalen und Items (Auswahl) der NEWS-G Körperliche Aktivitätc
Gesamt Gehend Moderat Intensiv
Skala A: Einwohnerdichte 0,16   0,16
A2: Wie verbreitet sind Reihenhäuser 
mit 1–3 Stockwerken in Ihrer unmittelbaren 
Wohnumgebung?
0,21  
Skala B: Flächennutzung (Heterogenität)
Wie lange dauert es ungefähr zu Fuß, um von Ihrem Zuhause zu den nächstgelegenen  
Geschäften oder öffentlichen Einrichtungen zu gehen?
B16: Videothek     0,19
B22: Freizeitzentrum 0,18 0,15  
Skala C: Flächennutzung (Zugang)      
C6: Die Straßen in meiner Wohnumgebung sind 
hügelig, was das Gehen erschwerta
−0,17  
Skala D: Konnektivität      
D2: Es gibt Fußwege in meiner Wohnumgebung, 
die Sackgassen mit Straßen, Pfaden oder  
anderen Sackgassen verbindenb
0,16  
D4: Es gibt viele mehrspurige Kreuzungen  
in meiner Wohnumgebung
    0,20
Skala G: Verkehrssicherheit      
G1: Der Verkehr in der Straße, in der ich lebe, ist 
so stark, dass es dort schwierig/unangenehm ist, 
zu Fuß zu gehena
    −0,17
G2: Der Verkehr in umliegenden Straßen ist so 
stark, dass es dort schwierig/unangenehm ist, zu 
Fuß zu gehena
    −0,17
G7: Die Zebrastreifen in meiner Wohnumgebung 
helfen Fußgängern sich sicher zu fühlen, wenn 
sie viel befahrene Straßen überqueren
0,18 0,19  
Skala H: Schutz vor Kriminalität      
H2: Fußgänger und Fahrradfahrer können in 
meiner Wohnumgebung von den Häusern aus 
gesehen werden
−0,15  
H3: Ich sehe und spreche mit anderen, wenn ich 
durch meine Wohnumgebung laufe
0,15   0,18  
Skala I: Zufriedenheit
Wie zufrieden sind Sie mit…
   
Ib: mit der Erreichbarkeit des öffentlichen 
Nahverkehrs in Ihrer Wohnumgebung?
0,17  
Ic: der Zeit, die Sie brauchen, um zur Arbeit/zur 
Schule zu kommen?
      0,26
Ie: der Anzahl von Freunden in Ihrer 
Wohnumgebung?
      0,16
aItems umgepolt (nach Scoringprotokoll).bBei der Berechnung der Skala ausgeschlossen (nach Scoringproto-
koll).cSpearmans r mit p<0,05.
4
|
Prävention und Gesundheitsförderung 2012
Forschungsmethoden und Evaluation
Reliabilität
Die Skalen der NEWS-G wiesen α von
0,30–0,89 auf. Nur die Skalen zur Kon-
nektivität sowie zu den Möglichkei-
ten zum Gehen und Fahrradfahren la-
gen unterhalb des akzeptablen α-Niveaus.
Anhand der ICC zeigte sich zudem eine
gute Stabilität der NEWS-G. So lagen die
ICC der 9 Skalen mit 0,74–0,94 höher als
in der Referenzstichprobe [3]. Dieses traf
auch mehrheitlich auf die Einzelratings
(79 Items) der NEWS-G zu. Für ein Item
zur Erreichbarkeit von Bussen und Bah-
nen zeigte sich eine nur schwache Stabi-
lität (ICC=0,11; Referenz-ICC=0,78 [3]).
Noch ausreichende Stabilität wurde für
drei weitere Items beobachtet (. Tab. 2).
Konkurrente Validität
Mit der körperlichen Aktivität waren 15
Aspekte der Wohnumgebung statistisch
signifikant assoziiert. Diese durchgehend
schwach ausgeprägten (0,15≤|r|≥0,26)
Korrelationen werden in . Tab. 3 darge-
stellt. Auf Skalenebene korrelierte nur die
Einwohnerdichte mit dem zusammenfas-
senden Aktivitätswert. Aus den übrigen
Teilkonstrukten hingen mit der Erreich-
barkeit von Freizeitzentren, dem Sicher-
heitsempfinden durch Zebrastreifen und
sozialen Kontakten 3 Einzelaspekte posi-
tiv mit der Gesamtaktivität zusammen.
Darüber hinaus waren der Anschluss von
Sackgassen an das Wegenetz und die Er-
reichbarkeit des ÖPNV positiv mit dem
Gehen assoziiert. Weitere 11 Korrelationen
wurden zu moderater und intensiver Ak-
tivität identifiziert, wovon 4 aber nicht in
die erwartete Richtung zeigten (. Tab. 3).
Diskussion
Mit NEWS-G ist es zukünftig möglich,
Zusammenhänge zwischen der Wahrneh-
mung von Wohnumgebungen und kör-
perlicher Aktivität umfassend zu unter-
suchen und mit vorliegenden interna-
tionalen Daten zu vergleichen. Die hier-
für notwendige konzeptionelle Äquiva-
lenz mit dem amerikanischen Original
wurde durch eine wechselseitige Überset-
zung überprüft und die ebenso erforder-
liche kognitive Äquivalenz durch gering-
fügige Modifikationen am Instrument ge-
sichert. Insgesamt unterstützen die Ergeb-
nisse zur Testgüte die Verwendbarkeit der
NEWS-G. Allerdings kann ihre Eignung
für bevölkerungsweite Untersuchungen
auf Grund der Zusammensetzung der
eigenen Stichprobe nicht abschließend
beurteilt werden.
Reliabilität
Hinsichtlich der Stabilität zeigten sich
moderate bis gute Testwerte der Adap-
tion. Als Referenz zum Originalfragebo-
gen stützen wir uns auf die von Browns-
on et al. [3] ermittelten ICC, da diese in
einer amerikanischen Stichrobe mit ähn-
licher Charakteristik erhoben wurden.
Es ist hervorzuheben, dass der ICC für
die Skalen der NEWS-G jeweils höher
ausfiel, so dass die Stabilität der Adap-
tion als gegeben gelten kann. Auf Iteme-
bene wichen unsere Ergebnisse punktu-
ell von der Vergleichsstudie ab. Im Unter-
schied zu Brownson et al. [3] wurde eine
gute Test-Retest-Reliabilität für die Frage
zur Anbindung von Sackgassen ermittelt,
so dass ein Einschluss dieses Items in die
Skala zur Konnektivität – entgegen dem
amerikanischen Scoringprotokoll – dis-
kutiert werden kann. Die Stabilität der in
NEWS-G leicht modifizierten Items war
hingegen vergleichbar mit den US-Wer-
ten (. Tab. 1; [3, 18]).
Sieben der neun Skalen der NEWS-G
hatten eine mindestens akzeptable interne
Konsistenz. Die Skalen zur Konnektivität
sowie zu den Möglichkeiten für Fahrrad-
fahrer und Fußgänger wiesen hingegen
Inkonsistenzen auf. Unerwartet war dies
jedoch nicht, da u. a. diese Skalen auf
I
II
III
IV
V
VI
VII
α
α
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Vorbereitung
Vorwärts-
übersetzung
Synthese
Rück-
übersetzung
Review
Harmoni-
sierung
kognitive
Untersuchung
Review &
Finalisierung
Korrektur
Bericht
Information-Retrieval-Probing
Think-Aloud
Category-Selection-Probing
IIX IX
Legende:
englische Fassung deutsche Fassung vorläuge Versionen
I - IX
ALPHA
environmental
questionnaire
NEWS-G(ermany)NEWS 12/2002
Abb. 18 Entwicklung der deutschsprachigen Fassung der NEWS (gemäß [26])
5
Prävention und Gesundheitsförderung 2012
|
theoretischen Annahmen aus Städtebau
und Verkehrswesen fußen [20] und bei
genauerer Betrachtung unterschiedliche
Teilaspekte (z. B. Kreuzungen und Sack-
gassen) zusammenfassen. Die amerika-
nische NEWS wurde deshalb bereits über
konfirmatorische Faktorenanalysen neu
strukturiert [7]. Da hierbei aber 14 Va-
riablen eliminiert wurden [7], die relevant
für Untersuchungen in Deutschland sein
können, wurde hier die NEWS mit ihren
a priori definierten Skalen adaptiert. Mit
deren in der eigenen Studie beobachteten
Inkonsistenz kann umgegangen werden,
wenn die Angaben zu parkenden Autos
zwischen Gehwegen und Verkehr bei der
Zusammenfassung der Skala zum Gehen
und Fahrradfahren unberücksichtigt blei-
ben, da dies ein akzeptables α-Niveau er-
möglicht. Für die Skala zur Konnektivität
ist eine solche α-Maximierung hingegen
nicht möglich. In der Konsequenz sollten
die enthaltenen Aspekte nur als Einzeli-
tems verwendet werden.
Konkurrente Validität
Zur Validität der NEWS liegen aussage-
kräftige Studien außerhalb Deutschlands
vor. So konnten z. B. Adams et al. [1] die
Gültigkeit am Kriterium objektiver GIS-
Daten verifizieren. Weitere Studien konn-
ten belegen, dass Einwohner bewegungs-
freundlicher Wohnumgebungen körper-
lich aktiver (objektive Messung) sind als
solche aus weniger förderlichen Gebie-
ten [19]. Anknüpfend an die letztgenann-
te Studie konnten in der hier untersuchten
studentischen Stichprobe einige validi-
tätsunterstützende Assoziationen zu kör-
perlicher Aktivität bestimmt werden. So
erwies sich mit der Korrelation zwischen
wahrgenommener Einwohnerdichte und
dem Gesamtausmaß körperlicher Aktivi-
tät ein Zusammenhang, der in vorausge-
gangenen Studien bereits für das Gehen
[15], nicht aber für die körperliche Akti-
vität insgesamt [10] belegt werden konn-
te. Andere, bereits in systematischen Re-
views [27] hervorgehobene Zusammen-
hänge, wie z. B. zur Erreichbarkeit von
Geschäften, konnten hingegen nicht be-
stätigt werden. Dies ist möglicherwei-
se mit der fehlenden Differenzierung des
Zwecks körperlicher Aktivität im IPAQ-
SF zu begründen. So hätten insbesonde-
re zur transportbezogenen Bewegung aus-
sagekräftigere Zusammenhänge erwartet
werden können, da die NEWS in diesem
Kontext entwickelt wurde [19, 20]. Darü-
ber hinaus ist belegt, dass jeweils unter-
schiedliche Eigenschaften der Wohnum-
gebung mit freizeit- und transportbezoge-
ner Bewegung korrelieren [27]. Beispiels-
weise sind hügelige Straßen positiv mit
dem Gehen in der Freizeit, aber negativ
mit dem Gehen zum Transport assoziiert
[15]. Die hier identifizierte Assoziation
zwischen der Wahrnehmung weniger hü-
geliger Straßen mit geringerer moderat-
intensiver Aktivität überrascht deshalb
nur wenig. Schwieriger zu erörtern sind
z. T. die Bezüge zu intensiverer körperli-
cher Aktivität, die evtl. durch das bewe-
gungsaffine Studienkollektiv entstanden.
Hervorzuheben ist zudem, dass die
Anbindung von Sackgassen in der vorge-
stellten Untersuchung mit den wöchent-
lichen Gehminuten korrelierte, was den
obigen Vorschlag bestätigt, dieses Item als
Einzelitem weiter zu verwenden. Zu beto-
nen sind abschließend die positiven Kor-
relationen in der Sektion der NEWS-G
zur Zufriedenheit und körperlicher Ak-
tivität. Wichtig erscheint dies für die zu-
künftige Anwendung des Instruments, da
die zugehörige Antwortskala im Rahmen
der kulturellen Adaption umgepolt wurde
und diese Beobachtung die vorgenomme-
ne Modifikation verifiziert.
Limitationen
Dass es sich bei NEWS-G um ein zuver-
lässiges Instrument zur Untersuchung
der bewegungsbezogenen Umweltwahr-
nehmung handelt, wurde innerhalb einer
hochselektiven Stichprobe (Alter, Ge-
schlecht, Bildung) belegt. Deshalb sind
weitere Studien mit unterschiedlichen
Populationen notwendig, bevor NEWS-G
nachdrücklich empfohlen werden kann.
Darüber hinaus kann im Vergleich zu an-
deren Untersuchungen [19] von eher kör-
perlich aktiven Befragten mit ähnlich
strukturierten Wohnumgebungen ausge-
gangen werden, so dass evtl. Zusammen-
hänge überlagert wurden. Es bleibt aber
zu betonen, dass sich trotz dieser gerin-
gen Variation Zusammenhänge zeigen.
Des Weiteren war die Differenzierung der
körperlichen Aktivität mit dem IPAQ-SF
nur ansatzweise möglich. Wie oben be-
reits problematisiert, sollte zukünftig
(z. B. mit der Langfassung des IPAQ) zwi-
schen Freizeit und Transport unterschie-
den werden und/oder eine akzelerometri-
sche Messung zur Untersuchung der Vali-
dität erfolgen.
Fazit für die Praxis
Sozialökologische Ansätze gewinnen in-
nerhalb der Bewegungsförderung an Be-
deutung; d. h. körperliche Aktivität lässt 
sich nachhaltig nur in Kombination von 
verhaltens- und verhältnispräventiven 
Maßnahmen fördern [13, 21]. Um auch in 
Deutschland subjektive Daten zur Wohn-
umgebung nach internationalem Stan-
dard zu erheben, wurde die NEWS [19] 
kulturell adaptiert und getestet. Inner-
halb einer studentischen Stichprobe er-
wies sich NEWS-G dabei als ein stabiles 
Instrument. Aufgrund der beobachteten 
Inkonsistenzen bei der Zusammenfas-
sung der Items wird jedoch empfohlen, 
die Items zur Konnektivität sowie zum 
Gehen und Fahrradfahren einzeln und 
nicht als Skala zu nutzen, bis weitere psy-
chometrische Analysen vorliegen. Hier-
für steht NEWS-G zur freien Verfügung:
F http://www.ipenproject.org/met-
hods_surveys.html,
F http://www.lzg.gc.nrw.de/themen/
Gesundheit_schuetzen/praevention/
qualitaetsinitiative/evaluationstools/
methodenkoffer/instrumente-im-set-
ting/stadtteil/neighborhood-environ-
ment-walkability-survey-news/index.
html.
Korrespondenzadresse
M. Bödeker
Fakultät für Gesundheitswis-
senschaften, WHO Collabora-
ting Centre for Child and 
Adolescent Health Promotion,  
AG Prävention und Gesund-
heitsförderung, 
Universität Bielefeld100131,
33501 Bielefeld
malte.boedeker@ 
uni-bielefeld.de
6
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Prävention und Gesundheitsförderung 2012
Forschungsmethoden und Evaluation
Danksagung.  Ohne das ehrenamtliche Engagement 
der Übersetzenden Anne Adam, Sibylle Moritz, Emily 
Johnston, Ina Schulze-Rajabali und William Smou-
se wäre eine Adaption der NEWS nicht möglich gewe-
sen. Unser Dank gilt ebenso den Mitarbeitenden des 
International Physical Activity and the Environment 
Network Jacqueline Kerr, Nicole Bracy und Terry Con-
way für ihre methodischen Hinweise. Beate Zoch dan-
ken wir für die Unterstützung bei der Erstellung des 
Manuskripts.
Interessenkonflikt.  Der korrespondierende Autor 
gibt für sich und seine Koautoren an, dass kein Interes-
senkonflikt besteht.
Literatur
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26.  Wild D, Grove A, Martin M et al (2005) Principles 
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rach Synthesis Report No. 11, http://www.rwjf.org/
files/research/20112.builtenvironment.report.pdf
7
Prävention und Gesundheitsförderung 2012
|

Supplementary resource (1)

... For the assessment of the perceived study environment, the German version of the Neighborhood Environment Walkability Scale (NEWS-G) [44] was contextualized to the university setting. Thus, it can be applied to everyday study life and it records the PA friendliness of the study environment. ...
... The bundling of the 14 initial items for the perceived study environment resulted in a differentiation of seven factors. A comparison of the finally derived factors and their content fit with the categories of the NEWS-G [44] and were adapted for the study environment as reported in Appendix A (Table A1). In this bundling process, we considered the subsequent categories of the NEWS-G: (C) "Land use mix-access", (D) "Street connectivity", (E) "Walking/Cycling facilities", (F) "Aesthetics", (G) "Pedestrian/automobile traffic safety", (H) "Crime safety". ...
... Appendix A Table A1. Comparison of the finally selected items and their category bundled by the factor analysis and content fit in this article with the adapted categories of the NEWS-G 1 [44] for the study environment asked in the survey. ...
Article
Full-text available
University students are particularly at risk to suffer from physical and psychological complaints and for not fulfilling health-oriented physical activity (PA) recommendations. Since PA is linked with various benefits for health and educational outcomes, the group of students is of particular interest for PA promotion. Although active commuting has been identified as a relevant domain of PA in order to gain the various benefits of PA, little knowledge is available with respect to university students. This study tested conditions in the study environment, as well as personal motivators and barriers, as determinants for the active transportation of university students. Using a cross-sectional convenience sample of a university in the southwest of Germany (n = 997), we applied factor analyses to bundle relevant information on environmental and psychological determinants (adapted NEWS-G; adapted transport-related items from an Australian university survey) and blockwise hierarchical regressions. The objective was to analyze associations between the bundled determinants and self-reports on PA for transport-related walking and cycling (measured by the EHIS-PAQ). Results revealed associations between transport-related cycling and the perceived study environment (e.g., high automobile traffic) as well as certain personal motivators and barriers (e.g., time effort or weather conditions). The study contributes to the knowledge about determinants that are important for the development and improvement of public health interventions for students in a university setting.
... auszuwählen, um die bislang spärliche Evidenzlage zu verbessern.In der Kategorie Fragebögen wurde die psychometrische Qualität von NEWS und ALPHA für ältere Personen nachgewiesen und Fragebögen speziell für ältere Menschen, wie NEWS-S, liegen vor[1,2,4,10,22,25,26]. Nur wenige Audits, wie WRATS und SWEAT, wurden speziell zur Erfassung der Bewegungsverhältnisse älterer Menschen entwickelt oder bauen ggf. ...
... . Als geeignete Instrumente lassen sich insbesondere die Kurzversionen der Fragebögen NEWS und ALPHA nennen, auch wenn durch diese aus Sicht der Forschung weniger detaillierte Aussagen über die untersuchten Sachverhalte getroffen werden können. Für die Kommune kann die schnellere Ausfüllzeit und Auswertung aufgrund einer geringeren Itemanzahl jedoch sinnvoll sein[1,2,4,10,22,25,26]. Audits sind v. a. dann praktikabel für Kommunen, wenn ein Handbuch zur Durchführung und Auswertung bereitgestellt wird. ...
Article
Full-text available
Zusammenfassung Hintergrund und Ziel der Arbeit Eine Analyse bewegungsförderlicher Verhältnisse in der Wohnumwelt ist für die Planung der kommunalen Bewegungsförderung für ältere Menschen unerlässlich. Der vorliegende Beitrag untersucht, welche Instrumente zur Messung baulicher und natürlicher Umweltdeterminanten, wie der Nutzung von Bewegungsmöglichkeiten (z. B. Grünflächen), zur Verfügung stehen und inwiefern sie auf die Zielgruppe Älterer durch kommunale Praktikerinnen und Praktiker der Prävention und Gesundheitsförderung anwendbar sind. Material und Methoden Im Rahmen einer selektiven Übersichtsarbeit wurden mittels systematischer Literaturrecherche in einschlägigen Datenbanken und Webseiten Instrumente zur Erfassung der kommunalen Bewegungsverhältnisse älterer Menschen anhand von vorab definierten Ein- und Ausschusskriterien identifiziert (z. B. Zielgruppe, Erfassung der Umwelt). Diese Tools wurden in einem nächsten Schritt anhand weiterer Kriterien, wie z. B. der Verfügbarkeit im deutschen Sprachraum, der Praktikabilität für die Kommune und der Testgüte, weiter unterteilt. Ergebnisse Insgesamt konnten 118 Tools identifiziert werden, welche sich den Kategorien Fragebögen, Audits und Bürgerbeteiligungsverfahren zuordnen lassen. Von diesen wurden 12 Instrumente als „vielversprechend“ eingestuft, die den Kriterien in besonderem Maße entsprachen. Schlussfolgerung Erhebungsinstrumente zur Messung zielgruppenspezifischer Aspekte der Bewegungsumwelt sind weitestgehend unbekannt und liegen nur in der Ausnahme für den deutschsprachigen Raum getestet vor. Zukünftige Studien sollten methodisch reliable und valide Messinstrumente einsetzen und diese für kommunale Praktikerinnen und Praktiker der Prävention und Gesundheitsförderung praktikabel gestalten.
... kriteriumsbezogene Validität gegenüber Pedometern geprüft. Beide Instrumente stehen für weitere Untersuchungen im deutschsprachigen Raum zur Verfügung(Bödeker et al., 2012;Bödeker, Bucksch & Wallmann-Sperlich, 2018). Eine besondere Stärke des zweiten Moduls ist darüber hinaus, dass die räumlichen Vorstellungen der Befragten nicht nur in der Erfassung der wahrgenommenen, sondern auch der objektiven Fußgänger*innenfreundlichkeit berücksichtigt wurden und beide daher auf derselben räumlichen Grundlage miteinander verglichen werden konnten(Barnett et al., 2017;Chandrabose et al., 2019;Lovasi et al., 2012;Spittaels et al., 2009).Eine wesentliche Limitation des kumulativen Promotionsprojekts ist, dass in beiden ProjektmodulenQuerschnittsdaten analysiert wurden, die keine Rückschlüsse zur Kausalität erlauben und durch eine mögliche Selbstselektion der Befragten verzerrt sein können(Boone-Heinonen, Guilkey, Evenson & Gordon-Larsen, 2010;Lovasi & Goldsmith, 2014). ...
... Eine Frage zum Stellenwert von Bewegung in unserer Kultur wurde in Anlehnung an das Österreichische Jugendportal Bewegung und Sport gestellt [14]. Fragen zur bewegungsförderlichen Infrastruktur wurden aus dem Eurobarometer der Europäischen Kommis sion [15] sowie aus einem Fragebogen des Projektes "Neighborhood Environment Walkability Scale" entnommen [16]. ...
Article
Full-text available
Zusammenfassung Ziel der Studie Ziel dieser Analyse war es, Zusammenhänge zu untersuchen zwischen Personen, die die ausdauerorientierten Bewegungsempfehlungen erfüllen und dem Wissen um die Bewegungsempfehlungen, die wahrgenommene bewegungsförderliche Kultur und Umgebung sowie den Gesundheitszustand getrennt nach Bundesländern. Methodik Für die Analyse wurden Daten aus dem österreichischen Bewegungsmonitoring 2017, der österreichischen Gesundheitsbefragung 2014, der Mortalitätsstatistik 2015, der Fit-Sport-Austria Datenbank, der Wirtschaftskammer, dem Verkehrsministerium und einer Online-Lauf-Plattform herangezogen. Korrelationskoeffizienten (Pearson) verschiedener Parameter mit den Bevölkerungsanteilen, die die ausdauerorientierten Bewegungsempfehlungen erfüllten, wurden errechnet. Ergebnisse Ausdauerorientierte Bewegung korrelierte signifikant mit dem Wissen zum empfohlenen Bewegungsumfang (0,91), Angeboten in (0,87) und subjektiver Erreichbarkeit von Sportvereinen (0,85), Erreichbarkeit von Grünräumen (0,84), Anzahl an Sportvereinen mit zertifizierten gesundheitsförderlichen Angeboten (0,76), und den Möglichkeiten Laufen zu gehen (0,72). Außerdem korrelierte ausdauerorientierte Bewegung negativ mit der altersstandardisierten kardiovaskulären Mortalität (−0,96), der Gesamtmortalität (−0,95), der Prävalenz von Adipositas (−0,83), der Mortalität an ischämischen Herzerkrankungen (−0,76), der Prävalenz chronischer Krankheiten (−0,68), sowie positiv mit der subjektiv wahrgenommenen Gesundheit (0,79). Schlussfolgerung Zum einen zeigten sich positive signifikante Zusammenhänge zwischen Wissen um die Bewegungsempfehlungen, der Infrastruktur und der bewegungsförderlichen Kultur mit dem Bewegungsverhalten. Zum anderen korrelierte das Bewegungsverhalten mit dem Gesundheitszustand in den jeweiligen Bundesländern. Zusätzlich lassen sich spezifische Empfehlungen, zugeschnitten auf die einzelnen Bundesländer, ableiten.
... Seit 2012 gibt es auch eine deutsche Fassung der NEWS (www.lzg.gc.nrw.de/_media/pdf/evaluationstools/news-g.pdf) [2]. Im praktischen Alltag ist eine Recherche der Fußgängerfreundlichkeit einer Gegend auch mit dem validierten Online-Tool www.walkscore.com ...
Article
The design of the built environment in communities influences active transport and physical activity levels of citizens. Existing instruments for quantitatively assessing built environments were developed for use in urban areas and mainly by experts. Participative assessment of built environment modifications (PABEM) is a needs assessment tool that involves citizens and community decision-makers within a structured process for identifying needed changes to promote walking and cycling in rural areas. This article describes the development of the PABEM process and evaluates its initial use in three rural towns in Austria. PABEM consists of the following seven steps: (i) qualitative interviews; (ii) expert assessment of the built environment; (iii) citizen assessment of the built environment; (iv) social media interaction; (v) household questionnaire; (vi) participatory workshop; and (vii) evaluation and scoring workshop. The main modifications identified as necessary in rural towns were the revitalization of existing walking and cycling facilities and the construction of new barrier-free and safe sidewalks. In addition cycling routes to schools, to public transport facilities and to central public places as well as cleaner and inviting seating, a car-free school environment, speed reduction in town centres, more crosswalks and improved cleanliness in public places were also deemed necessary modifications. PABEM’s provisions to ensure collaborative participation of citizens and local decision-makers fostered a continuous dialogue about the requirements of the built environment, user needs and opportunities for realization throughout the whole process.
Article
Objective: 'Walkability' is mainly assessed by the NEWS questionnaire (Neighbourhood Environment Walkability Scale); in Germany this questionnaire is widely unknown. We now try to fill this gap by providing a systematic overview of empirical studies based on the NEWS. Methods: A systematic review was conducted concerning original papers including empirical analyses based on the NEWS. The results are summarised and presented in tables. Results: Altogether 31 publications could be identified. Most of them focus on associations with the variable 'physical activity', and they often report significant associations with at least some of the scales included in the NEWS. Due to methodological differences between the studies it is difficult to compare the results. Conclusion: The concept of 'walkability' should also be established in the German public health discussion. A number of methodological challenges remain to be solved, such as the identification of those scales and items in the NEWS that show the strongest associations with individual health behaviours.
Article
Research in transportation, urban design, and planning has examined associations between physical environment variables and individuals' walking and cycling for transport. Constructs, methods, and findings from these fields can be applied by physical activity and health researchers to improve understanding of environmental influences on physical activity. In this review, neighborhood environment characteristics proposed to be relevant to walking/cycling for transport are defined, including population density, connectivity, and land use mix. Neighborhood comparison and correlational studies with nonmotorized transport outcomes are considered, with evidence suggesting that residents from communities with higher density, greater connectivity, and more land use mix report higher rates of walking/cycling for utilitarian purposes than low-density, poorly connected, and single land use neighborhoods. Environmental variables appear to add to variance accounted for beyond sociodemographic predictors of walking/cycling for transport. Implications of the transportation literature for physical activity and related research are outlined. Future research directions are detailed for physical activity research to further examine the impact of neighborhood and other physical environment factors on physical activity and the potential interactive effects of psychosocial and environmental variables. The transportation, urban design, and planning literatures provide a valuable starting point for multidisciplinary research on environmental contributions to physical activity levels in the population.
Article
Background: Walking is a popular recreational activity and a feasible travel mode. Associations exist between walking and the built environment, but knowledge is lacking about specific environmental conditions associated with different purposes of walking. Methods: This cross-sectional study used a survey of 438 adults and objective environmental measures. Multinomial logit models estimated the odds of walking for recreation or transportation purposes. Results: Utilitarian destinations were positively associated with transportation walking, but recreational destinations were not associated with any walking. Residential density was correlated with both purposes of walking, and sidewalks with recreation walking only. Hills were positively associated with recreation walking and negatively with transportation walking. Conclusions: Physical environment contributed significantly to explain the probability of walking. However, different attributes of environment were related to transportation versus recreation walking, suggesting the need for multiple and targeted interventions to effectively support walking.
Article
Aim The objective of this study was to test whether the recently developed ALPHA (Instruments for Assessing Levels of Physical Activity and Fitness) environmental questionnaire for Europe is a reliable and valid instrument to assess perceptions of the physical environment in a German population. Subject and methods We conducted a survey at the University of Stuttgart. One hundred five participants (mean age 27.5 years, SD = 9.7; 68.1% men) were contacted by e-mail and filled in a computer-assisted self-administered version of the ALPHA environmental questionnaire and of the International Physical Activity Questionnaire long version. We calculated bivariate Pearson correlations between environmental sum scores and domain—as well as intensity-specific PA. After 1 week, we contacted all participants a second time by e-mail. All in all, 42 participants answered the German version of the ALPHA environmental questionnaire twice. We calculated intra-class correlations to assess test-retest stability. Results Most of the scales and items of the ALPHA environmental questionnaire showed a moderate to good test-retest reliability. Domain- and intensity-specific PA correlated with different attributes of the physical environment. The correlations were low, but pointed in the expected direction. Conclusion The computer-assisted self-administered German version of the ALPHA environmental questionnaire appears to be a recommendable instrument to assess the perceived environment of a neighborhood for young adults. More representative studies across Europe are essential to finally determine the validity and reliability of this questionnaire.
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This commentary highlights the importance of regular physical activity to the nation’s health and discusses some of the major challenges and opportunities currently facing the field.