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Referenzmodelle für die Unterstützung des Managements von Krankenhausinformationssystemen

Authors:

Abstract

****Zusammenfassung**** Angesichts der zunehmenden Diskussion über Referenzmodelle für Informationssysteme aber auch für Krankenhausinformationssysteme wird in dieser Arbeit untersucht, was Referenzmodelle sind und bei welchen Aufgaben des Managements von Krankenhausinformationssystemen welche Typen von Referenzmodellen hilfreich sind. Hierzu wird eine Typisierung von Referenzmodellen vorgeschlagen. Beispiele einfach strukturierter jedoch für die Praxis relevanter Referenzmodelle für das Management von Krankenhausinformationssystemen werden skizziert. ****Summary***** Considering the increasing discussion about reference models for information systems, and also especially for hospital information systems, we discuss the characteristics of reference models, and what types of reference models may be used for the management of hospital information systems. To this, we propose a classification for reference models. Requirements and functional catalogues are examples for plain structured reference models, which are nevertheless important for the management of hospital information systems in practic
Referenzmodelle für die
Unterstützung des Managements von
Krankenhausinformationssystemen
*
Reference Models to support the Management of
Hospital Information Systems
AL. WINTER
1
, AN. WINTER
2
, K. BECKER
3
, O.J. BOTT
4
, B. BRIGL
1
, S. GRÄBER
5
, W.
HASSELBRING
6
, R. HAUX
7
, C. JOSTES
8
, O.-S. PENGER
9
, H.-U. PROKOSCH
10
, J.
RITTER
11
, R.SCHÜTTE
12
, A. TERSTAPPEN
4
,
Schlüsselwörter
Krankenhausinformationssystem, Management von Krankenhausinformationssystemen,
Informationsmanagement, Referenzmodell
*
Diese Arbeit entstand in der Arbeitsgruppe "Methoden und Werkzeuge für das Management von
Krankenhausinformationssystemen" der GMDS, die gleichzeitig Arbeitskreis im Fachausschuß 4.7
"Medizinische Informatik" der GI ist (http://www.med-rz.uni-sb.de/med_fak/imbei/sg/www.html).
1
Universität Leipzig, Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie
2
Universität Koblenz-Landau, Institut für Softwaretechnik
3
debis Systemhaus GEI, Aachen
4
Technische Universität Braunschweig, Institut für Medizinische Informatik
5
Universitätskliniken des Saarlandes, Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und
Medizinische Informatik
6
Universität Tilburg, INFOLAB Department of Information Management and Computer Science,
Niederlande
7
Universität Heidelberg, Institut für Medizinische Biometrie und Informatik
8
SYSECA, Siegburg
9
SMS Dataplan, Hamburg
10
Universität Münster, Institut für Medizinische Informatik und Biomathematik
11
Oldenburger Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Informatik-Werkzeuge und -Systeme
(OFFIS)
12
Universität Essen, Institut für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Produktion und Industrielles Informa-
tionsmanagement
Winter et al. Referenzmodelle für KISe ... Seite 2
Keywords
hospital information system, management of hospital information systems, information
management, reference model
Zusammenfassung
Angesichts der zunehmenden Diskussion über Referenzmodelle für Informationssyste-
me aber auch für Krankenhausinformationssysteme wird in dieser Arbeit untersucht, was
Referenzmodelle sind und bei welchen Aufgaben des Managements von Krankenhausin-
formationssystemen welche Typen von Referenzmodellen hilfreich sind. Hierzu wird eine
Typisierung von Referenzmodellen vorgeschlagen. Beispiele einfach strukturierter jedoch
für die Praxis relevanter Referenzmodelle für das Management von Krankenhausinformati-
onssystemen werden skizziert.
Summary
Considering the increasing discussion about reference models for information systems,
and also especially for hospital information systems, we discuss the characteristics of refe-
rence models, and what types of reference models may be used for the management of
hospital information systems. To this, we propose a classification for reference models.
Requirements and functional catalogues are examples for plain structured reference
models, which are nevertheless important for the management of hospital information
systems in practice.
1 Problematik und Fragestellung
Krankenhausinformationssysteme sollen Krankenhäuser bei ihren informationsverar-
beitenden Aufgaben in geeigneter Weise unterstützen. Damit ein Krankenhausinforma-
tionssystem diese Aufgaben erfüllen kann, bedarf es eines systematischen Managements.
Angesichts der zunehmenden Diskussion über Referenzmodelle für Informationssyste-
me (BECKER, ROSEMANN et al. 1999) und dem zunehmenden Angebot von
Referenzmodellen für Informationssysteme aber auch für Krankenhausinformationssyste-
me durch einschlägige Firmen stellen sich folgende Fragen, die in dieser Arbeit
beantwortet werden sollen:
Was sind Referenzmodelle und welche Typen von Referenzmodellen gibt es im Zu-
sammenhang mit dem Management von Krankenhausinformationssystemen?
Winter et al. Referenzmodelle für KISe ... Seite 3
Bei welchen Aufgaben des Managements von Krankenhausinformationssystemen
können welche Typen von Referenzmodellen hilfreich sein?
Zur Beantwortung der Fragen wird zunächst eine Einführung in die unterschiedlichen
Ebenen und Phasen des Managements von Krankenhausinformationssystemen gegeben.
Darauf aufbauend wird der Begriff Referenzmodell definiert. Es werden die im Kontext
von Krankenhausinformationssystemen relevanten Referenzmodelle typisiert. und es wird
dargestellt, auf welcher Ebene bzw. in welcher Phase des Managements welcher Referenz-
modelltyp genutzt werden kann. Schließlich werden Beispiele verfügbarer
Referenzmodelle vorgestellt.
2 Management von Krankenhausinformationssystemen
Ein Krankenhausinformationssystem ist das Teilsystem eines Krankenhauses, welches
alle informationsverarbeitenden Prozesse und die an ihnen beteiligten menschlichen und
maschinellen Handlungsträger in ihrer informationsverarbeitenden Rolle umfaßt (WINTER,
ZIMMERLING et al. 1998). Die von den Handlungsträgern für die Zwecke der Informa-
tionsverarbeitung eingesetzten Hilfsmittel (Anwendungssysteme, Rechner, Regalanlagen,
Akten, ...) sollen im folgenden als Werkzeuge des Krankenhausinformationssystems
bezeichnet werden.
Das Management von Krankenhausinformationssystemen ist das Informationsmanage-
ment in Krankenhäusern (WINTER, ZIMMERLING et al. 1998). Es hat die Aufgabe,
Krankenhausinformationssysteme zu planen,
die Weiterentwicklung ihrer
Architektur und ihren Be-
trieb zu steuern und
die Einhaltung der Planvor-
gaben sowie den Betrieb zu
überwachen.
Dieses Management umfaßt
die Gegenstandsebenen des
Managements von Information,
Anwendungssystemen und
rechner- oder nicht-rechnerunter-
stützter Informations- und
Kommunikationstechnik.
Abb. 1: Drei Dimensionen des Managements von
Krankenhausinformationssystemen
Winter et al. Referenzmodelle für KISe ... Seite 4
In Bezug auf den Planungshorizont lassen sich Aufgaben des strategischen und des tak-
tischen Managements (HAUX, LAGEMANN et al. 1998) unterscheiden.
Dadurch ergeben sich drei Dimensionen des Managements von Krankenhausinforma-
tionssystemen, die in Abb. 1 dargestellt sind.
Angesichts der Komplexität von Krankenhausinformationssystemen ist ihr Management
auf Modelle angewiesen, die zur Unterstützung der jeweiligen Managementaufgaben
geeignet sind. Unter einem Modell wird hierbei die Beschreibung eines Sachverhaltes mit
einem für das jeweilige Modellierungsproblem geeigneten Beschreibungsmittel verstanden.
Infolge der Komplexität heutiger Krankenhausinformationssysteme kann ihre Beschrei-
bung, d.h. die Erstellung eines Modells einen erheblichen Aufwand verursachen.
3 Referenzmodelle
3.1 Definition
Die Erstellung von Modellen kann dadurch unterstützt werden, daß für eine gewisse
Klasse zu modellierender Sachverhalte Modellmuster bereitgestellt werden. Unter Bezug-
nahme auf diese Muster können durch geeignet erscheinende Modifikationen, Einschrän-
kungen oder Ergänzungen konkrete Modelle abgeleitet werden. Andererseits können vor-
handene Modelle durch Vergleich mit einem solchen Muster z.B. im Hinblick auf Vollstän-
digkeit bewertet werden. Ein solches Modellmuster wird auch als Referenzmodell bezeich-
net. Ein Referenzmodell bezieht sich stets auf eine Klasse von Sachverhalten (z.B. Refe-
renzmodell für Krankenhausinformationssysteme, Kommunikationssysteme oder Herz-
/Kreislaufsysteme von Männern zwischen 30 und 75 Jahren). Wir wollen Referenzmodelle
daher wie folgt definieren:
Definition: Referenzmodell
Sei eine Klasse S von Sachverhalten gegeben. Ein Modell R ist Referenz für eine
Klasse S oder R ist ein Referenzmodell für die Klasse S, genau dann wenn R ein
allgemeines Modell ist, das
als Grundlage für die Konstruktion spezieller Modelle für Sachverhalte der Klasse S
oder
als Vergleichsobjekt für Modelle von Sachverhalten der Klasse S
dienen kann. Die Konstruktion der speziellen Modelle erfolgt z.B. durch Konkretisie-
rung bzw. durch die Festlegung diskriminierender Eigenschaften innerhalb des Referenz-
Winter et al. Referenzmodelle für KISe ... Seite 5
modells R. Gegebenenfalls kann das spezielle Modell wiederum als Referenzmodell die-
nen.
Einem Referenzmodell sollte ein Vorgehensmodell zugeordnet sein, das beschreibt,
in welcher Weise spezielle Modelle auf der Grundlage des Referenzmodells konstru-
iert werden können und/oder
wie das Referenzmodell als Vergleichsobjekt benutzt werden kann.
Durch Vergleichbarkeit der speziellen Modelle jeweils mit dem Referenzmodell ergibt
sich auch die Vergleichbarkeit der Modelle untereinander. Aus dem Vergleich der Modelle
kann auf Gleichheit oder Ähnlichkeit bzw. Unterschiedlichkeit der modellierten Sachver-
halte geschlossen werden.
Diese Definition läßt sich an folgendem Beispiel, einem Referenzmodell für Kranken-
hausinformationssysteme deutscher Universitätsklinika, verdeutlichen:
Beispiel 1: Referenzmodell für Krankenhausinformationssysteme deutscher
Universitätsklinika
Klasse von
Sachverhalten S :
Menge der Krankenhausinformationssysteme der deutschen Universitätsklinika
Referenzmodell: Modell
der informationsverarbeitenden Verfahren und des Informationsaustauschs zwi-
schen den Verfahren sowie
der Geschäftsprozesse, in deren Rahmen die Verfahren eingesetzt werden,
wie sie vom Modellierer für Universitätsklinika als üblich angesehen werden.
Hinzu kommen Modelle
unterschiedlicher, abstrakter Architekturvarianten zur Gestaltung der Struktur aus
Anwendungssystemen, Rechnersystemen und Netzen.
wie sie dem Modellierer für die Realisierung der Verfahren und Prozesse prinzipiell
sinnvoll erscheinen.
Spezielles Modell
für Sachverhalte
der Klasse S :
Modell der informationsverarbeitenden Verfahren und des Informationsaustauschs zwi-
schen den Verfahren sowie der Geschäftsprozesse, in deren Rahmen die Verfahren ein-
gesetzt werden, des Universitätsklinikums A, zusammen mit dem Modell der Struktur der
Anwendungs- und Rechnersysteme und Netze, wie sie im Universitätsklinikum A für die
Realisierung der Verfahren und Prozesse gewählt wurden.
Konstruktion des
Modells durch:
Festlegung der informationsverarbeitenden Verfahren und des Informationsaustauschs
zwischen den Verfahren sowie der Geschäftsprozesse aus dem Referenzmodell, die im
Universitätsklinikum A relevant sind. Entscheidung für eine Architekturvariante und Kon-
kretisierung der einzusetzenden Anwendungs-, Rechner- und Netzsysteme.
Ggf. werden dem zu konstruierenden Modell noch Komponenten hinzugefügt, die in dem
Referenzmodell fehlen.
Vergleich: Existieren spezielle Modelle der Universitätsklinika A und B, die aus demselben Referenz-
modell abgeleitet wurden, können durch Bezugnahme auf dieses Referenzmodell die bei-
den Modelle dadurch verglichen werden, daß in beiden Modellen die Gemeinsamkeiten
bzw. Unterschiede gegenüber dem Referenzmodell ermittelt und dann gegenübergestellt
werden.
Ein intendierter normativer Charakter eines Referenzmodells erhält durch Akzeptanz
und tatsächliche Verwendung im oben beschriebenen Sinne praktische Relevanz
(ROSEMANN und SCHÜTTE 1997). Die Akzeptanz kann sich durch praktische Bewährung
oder durch die Empfehlung einer anerkannten Institution ergeben.
Winter et al. Referenzmodelle für KISe ... Seite 6
3.2 Verwandte, aber abzugrenzende Begriffe
Der Begriff Referenzmodell ist abzugrenzen von Begriffen wie Standard, Norm, Archi-
tektur, Bausteinkatalog und Metamodell (vgl. (WINTER und EBERT 1997)).
Standards legen Begriffe und Eigenschaften von Systemen durch allgemeine Akzeptanz
fest und liefern so eine allgemeine Richtschnur. Standards (oder de-facto Normen) entste-
hen in der Regel ohne vorgegebenen Plan, werden aber in ihrem Anwendungsbereich weit-
gehend akzeptiert. Eine planmäßig durchgeführte Festlegung von Begriffen und Eigen-
schaften durch autorisierte Normungsinstitute (z.B. DIN, ANSI, ISO) wird als Norm (oder
de-jure Norm) bezeichnet. Da Referenzmodelle laut vorangegangener Definition der
Ableitung von Modellen bzw. als Bezugspunkt für den Vergleich von Modellen dienen,
legen auch sie implizit Begriffe und Eigenschaften von Modellen fest. Standards und
Normen können daher ebenfalls als Referenzmodelle aufgefaßt werden, die jedoch
gegenüber Referenzmodellen einen höheren Verbindlichkeitsgrad besitzen.
Der Begriff Architektur wird im Zusammenhang mit der Realisierung eines Systems
verwendet. Eine Architektur beschreibt, aus welchen klar abgrenzbaren Bausteinen das
System besteht, bzw. wie es sich in diese Bausteine zerlegen läßt. Die Art einer solchen
Zerlegung kann z.B. aus einem Referenzmodell für Informations- oder Softwaresysteme
abgeleitet werden (vgl. (ENGEL 1996)). Architekturen, die in Bezug auf gewisse Eigen-
schaften als äquivalent angesehen werden, werden zu einem Architekturstil (ABOWD,
ALLEN et al. 1995) zusammengefaßt.
Im Kontext von Informationssystemen versteht man unter einem Bausteinkatalog eine
Sammlung von Beschreibungen konkreter Softwarerealisierungen (WINTER und
ZIMMERLING 1995), (PENGER 1998) (Bausteine) evtl. unterschiedlicher Hersteller. Die be-
schriebenen Bausteine dienen der softwaretechnischen Realisierung von Informationssy-
stemen. Sie sind, um ein ordnungsgemäßes Zusammenspiel aller Bausteine zu gewährlei-
sten, durch (Software-) Produktmodelle beschrieben, die je Bausteinkatalog aus einem ge-
meinsamen Referenzmodell abgeleitet wurden. Ein Baustein kann in unterschiedlichen
Bausteinkatalogen durch ggf. jeweils andere Modelle vertreten sein.
Durch Metamodelle werden die Rahmenbedingungen von Modellierungen auf einer
schematischen Ebene dargestellt. Sie werden als konzeptionelle Beschreibung der
Modellierung verstanden, durch die sowohl die hierzu verwendeten
Modellierungskonzepte (abstrakte Syntax), deren Repräsentation (konkrete Syntax) als
auch das Modellierungsvorgehen (Aktivitäten) festgelegt wird (vgl. zum
Metamodellbegriff auch (BRINKKEMPER 1990), (STRAHRINGER 1996), (RADING 1993)).
Die Begriffe Referenzmodellund Metamodellsind daher deutlich unterschieden.
Winter et al. Referenzmodelle für KISe ... Seite 7
Referenzmodelle sind - genauso wie Modelle - Instanzen zugrundeliegender Metamodelle.
Spezielle Modelle sind als durch Konkretisierung von Referenzmodellen entstandene
Varianten zu betrachten. Sie sind ihrerseits wieder Instanzen von Metamodellen, die den
Metamodellen der zugrunde liegenden Referenzmodelle entsprechen.
3.3 Typen von Referenzmodellen im Umfeld von Informationssystemen
In Abhängigkeit von der Klasse der Sachverhalte, für die Referenzmodelle erstellt wer-
den, lassen sich auch die Referenzmodelle typisieren. So können im Umfeld von Informati-
onssystemen z.B. die folgenden Typen von Referenzmodellen unterschieden werden (vgl.
u.a. (REITER 1999, SCHEER 1999)):
Aus Organisations-Referenzmodellen (z.B. Branchen-Referenzmodellen) (MARENT
1995) lassen sich Modelle der (Produktions-) Abläufe, Daten- und Organisati-
onsstrukturen einer Klasse von Organisationen (z.B. Branche) ableiten. Wenn man
die Modelle jeweils als Modell der zugehörigen Organisation auffaßt, ist die Klasse
der Sachverhalte im Sinne der obigen Definition eine Menge von Organisationen
bzw. Unternehmen einer gewissen Branche.
Spezielle Organisations-Referenzmodelle sind Informationssystem-Referenzmodelle,
bei denen die Informationsverarbeitung einer Klasse von Organisationen im Vorder-
grund steht. Wenn in den betrachteten Organisationen Software für die
Informationsverarbeitung eingesetzt wird bzw. z.B. als Sollvorgabe im
Referenzmodell berücksichtigt ist, können die Informationssystem-Referenzmodelle
auch die bei Software-Referenzmodellen (s.u.) genannten unterschiedlichen Sichten
integrieren. Hinzu kommen Sichten z.B. auf die Handlungsträger. Es ist denkbar,
daß ein solches Referenzmodell bereits Modell eines möglicherweise fiktiven
Informationssystems ist, das als idealtypisch angesehen wird. In diesem Fall könnte
das Referenzmodell unmittelbar als Bewertungsmaßstab für Informationssysteme der
zugehörigen Klasse der Sachverhalte dienen.
Software-Referenzmodelle dienen der Ableitung von Modellen für verschiedene,
durch Parametrierung erzeugbare Varianten eines (Standard-) Softwareprodukts.
Ein abgeleitetes Modell kann z.B. beschreiben, in welcher Form das Produkt für
einen speziellen Einsatzort parametriert werden soll, damit es dort eingesetzt werden
kann. Solche Modelle integrieren in der Regel mehrere Sichten auf das zu
parametrierende Softwareprodukt, wie z.B. Daten-, Funktions- oder Ablaufsichten.
Die entsprechende Klasse der Sachverhalte ist dann eine Menge von durch Parame-
trierung aus einem Softwareprodukt ableitbaren Varianten.
Winter et al. Referenzmodelle für KISe ... Seite 8
Aus Software-Referenzmodellen lassen sich daher Modelle von (installierten) Soft-
wareprodukten aber keine Modelle von Informationssystemen im Sinne unserer
Definition ableiten.
Vorgehens-Referenzmodelle: Die zugeordnete Klasse S ist eine Klasse von Projekten
z.B. für die Einführung von Informationssystemkomponenten. Aus dem Referenz-
modell kann zusammen mit weiteren Informationen z.B. ein Projektplan, d.h. ein
spezielles Modell eines konkreten Projektes abgeleitet werden.
4 Bedarf für Referenzmodelle bei dem Management von
Krankenhausinformationssystemen
Erfolgreiches Management von Krankenhausinformationssystemen benötigt je nach
Ausprägung von Planungshorizont, Aufgabe und Gegenstandsebene (vgl. Abb. 1) unter-
schiedliche Modelle. Zur Realisierung dieser Modelle werden möglicherweise unterschied-
liche Referenzmodelle benötigt, die im folgenden beispielhaft identifiziert werden.
4.1 Strategisches Management
Bei dem strategischen Management steht das Krankenhausinformationssystem als Gan-
zes oder in wesentlichen Teilen und seine grundsätzliche zukünftige Entwicklung im Vor-
dergrund.
4.1.1 Planung
Die strategische Planung erfolgt in der Regel durch die Erstellung bzw. Fortschreibung
eines Rahmenkonzepts. Die Planungen dieses Rahmenkonzepts beziehen sich sowohl auf
das Management von Information als auch auf das der Anwendungssysteme bzw. der In-
formations- und Kommunikationstechnik.
Management von Information
Auf der Ebene des Managements von Information beschäftigt sich die strategische Pla-
nung u.a. mit der Prioritätensetzung z.B. bei der Realisierung von Rechnerunterstützung
für informationsverarbeitende Verfahren und der Gestaltung großer, umfassender Ge-
schäftsprozesse.
Hier wäre ein Informationssystem-Referenzmodell hilfreich, das Vorschläge für verbes-
serte Geschäftsprozesse aber auch für die hierzu erforderlichen informationsverarbeitenden
Verfahren und den notwendigen Informationsaustausch mit anderen Verfahren des Kran-
kenhausinformationssystems enthält.
Winter et al. Referenzmodelle für KISe ... Seite 9
Beispielsweise könnte das Referenzmodell sinnvolle Abläufe der rechnerunterstützten
Stationskommunikation mit Leistungs- bzw. Terminanforderung und Befundrückmeldung
sowie die dazu erforderlichen Teilverfahren und deren Informationsaustausch
untereinander und mit anderen Verfahren beschreiben. Für ein Rahmenkonzept könnte aus
diesem Referenzmodell beispielsweise ein Planungsmodell abgeleitet werden, in dem die
für das jeweilige Krankenhaus erforderliche Form des Informationsaustauschs mit der
Patientenverwaltung, der Labordiagnostik und schließlich der klinischen Dokumentation
(Patientenakte) sowie ggf. mit anderen Verfahren dargestellt werden könnte.
Das Referenzmodell würde also in diesem Fall Vorschläge für eine geeignete
Architektur der Informationsverarbeitung und des Informationsflusses zu liefern haben.
Management von Anwendungssystemen und von Informations- und
Kommunikationstechnik
Auf den Ebenen des Managements von Anwendungssystemen und des Managements
von Informations- und Kommunikationstechnik beschäftigt sich die strategische Planung
mit dem Entwurf einer Architektur der Werkzeugunterstützung. Die Architektur der Werk-
zeugunterstützung ist so zu wählen, daß die geplante Architektur der Informationsverar-
beitung und des Informationsflusses auf dieser Basis ermöglicht werden kann. Informati-
onssystem-Referenzmodelle könnten auf dieser Ebene Architekturstile als Planungsgrund-
lage bereitstellen; sie müßten allerdings auch aufzeigen, in welcher Form diese Stile mit
den gewünschten Architekturen der Informationsverarbeitung und des Informationsflusses
zusammenpassen und verträglich sind. Entsprechende Informationssystem-
Referenzmodelle können auch als Referenzarchitekturen bezeichnet werden.
Referenzarchitekturen für die Werkzeugunterstützung werden in der Literatur z.B.
durch die RICHE-Architektur (FRANDJI 1997, FRANDJI, SCHOT et al. 1994), HERMES
(VAN MULLIGEN, TIMMERS et al. 1994), IAIMS (SENGUPTA, CLAYTON et al. 1994),
kommunikationsserverbasierte Architekturen (GRÄBER 1996, WINTER 1996), HISA-
Architektur (FERRARA 1997) (vgl. auch (WINTER, EMSER et al. 1986)) sowie durch
Architekturen auf der Basis föderierter Datenbanksysteme (HASSELBRING 1997) oder zen-
traler Patientendatenbanken (REICHERTZ 1984) repräsentiert. Die Architekturstile können
aber auch den nicht-rechnerunterstützten Teil des Informationssystems umfassen und dann
z.B. auch Stile für die technische Ausstattung und die Organisation des Formularwesens
oder die konventionelle Archivierung von Krankenblattunterlagen in einem arbeitsteiligen
System dezentraler und zentraler Archiveinheiten beschreiben.
Winter et al. Referenzmodelle für KISe ... Seite 10
4.1.2 Steuerung
Steuerung im Rahmen des strategischen Managements bedeutet schrittweises Umsetzen
der Planungsvorgaben des Rahmenkonzepts durch die Initiierung von Projekten. Die
Durchführung der Projekte erfolgt im Rahmen des taktischen Managements (s.u.).
4.1.3 Überwachung
Im strategischen Management bezieht sich die Überwachung auf das Krankenhausin-
formationssystem als Ganzes oder in wesentlichen Teilen.
Management von Information
Überwachung hat sich auf der Ebene des Managements von Information primär darauf
zu beziehen, ob das Krankenhausinformationssystem seine oben beschriebenen Aufgaben
erfüllt bzw. überhaupt erfüllen kann. Eine solche Überwachung kann durch eine Analyse
des Krankenhausinformationssystems im Hinblick auf die von ihm realisierten Prozesse der
Informationsverarbeitung d.h. der Analyse seiner prozessualen Qualität oder aber im Hin-
blick auf die zur Realisierung der Prozesse vorgesehenen Strukturen der Informations-
verarbeitung erfolgen. Diese Analyse kann schließlich zur Bewertung des Krankenhausin-
formationssystems führen. Hierzu ist ein Maßstab erforderlich, den ein Informationssy-
stem-Referenzmodell für Krankenhausinformationssysteme liefern kann. Im Vergleich mit
dem Referenzmodell könnte beispielsweise ermittelt werden, ob wesentliche informations-
verarbeitende Verfahren nicht oder nur auf der Basis veralteter und insuffizient arbeitender
Techniken realisiert sind, und ob erforderliche Informationsflüsse z.B. zwischen der Be-
funderstellung und der klinischen Dokumentation nicht unterstützt werden. Die Analyse
erfolgt also als Differenzbildung zwischen dem Modell des realen Krankenhausinformati-
onssystems und dem Referenzmodell und kann dann Informationen für die oben diskutierte
strategische Planung liefern.
Management von Anwendungssystemen und von Informations- und
Kommunikationstechnik
Auf den Ebenen des Managements von Anwendungssystemen und des Managements
von Informations- und Kommunikationstechnik ist bei der strategischen Überwachung u.a.
die Wirtschaftlichkeit des Werkzeugeinsatzes von Interesse. Die Wirtschaftlichkeit des ei-
genen, zu überwachenden Krankenhausinformationssystems kann z.B. durch den Ver-
gleich der Aufwendungen mit einem anderen Krankenhausinformationssystem gleicher
prozessualer Qualität erfolgen. Bei diesem Vergleich bildet das Referenzmodell den ge-
meinsamen Bezugspunkt und schafft damit erst die Vergleichbarkeit. Im unangenehmen
Fall könnte so beispielsweise ermittelt werden, daß das Informationssystem eines konkur-
Winter et al. Referenzmodelle für KISe ... Seite 11
rierenden Krankenhauses bei gleichen oder geringeren Kosten eine bessere Integration der
Stationskommunikation mit der klinischen Dokumentation, der Warenwirtschaft und dem
Controlling ermöglicht als das eigeneoder die gleichen Verfahren durch preisgünstigere
Werkzeuge realisiert.
4.2 Taktisches Management
Im Vordergrund des taktischen Managements steht in der Regel ein bestimmtes
informationsverarbeitendes Verfahren oder ein abgegrenzter Geschäftsprozeß, wie z.B. die
Auswahl, Adaptation und Anwendung eines geeigneten Chemotherapieschemas für einen
Tumorpatienten in Abhängigkeit von seiner Diagnose.
4.2.1 Planung
Management von Information
Auf der Ebene des Managements von Information geht es um die Gestaltung der oben
genannten Verfahren bzw. Prozesse. Hierbei muß bei der klinischen Informationsverar-
beitung in erheblichem Umfang spezifisches medizinisches Wissen, beispielsweise über die
Therapie von Tumorpatienten, eingebracht werden. Bei der administrativen Informations-
verarbeitung im Krankenhaus ist betriebswirtschaftliches und Management-Wissen erfor-
derlich. Das Wissen liegt in mehr oder weniger differenzierter Form vor. So findet sich
medizinisches Wissen über Therapien z.B. in Lehrbüchern, in Studienprotokollen, als The-
rapiestandards, standard operating proceduresoder ähnlichem. Ein Referenzmodell
könnte nun unter Bezugnahme auf das medizinische Wissen und genauer auf eine ausge-
wählte Therapieform Muster für die Gestaltung der zugehörigen Verfahren bzw. Prozesse
bereitstellen. An dieser Stelle wird deutlich, daß Referenzmodelle Speicher des Wissens
einer Branche, hier von Krankenhäusern sind.
Für die Realisierung des informationsverarbeitenden Verfahrens wäre aus dem Refe-
renzmodell ein Modell abzuleiten, das beschreibt, wie das Verfahren in dem betroffenen
Krankenhausinformationssystem gestaltet werden soll und wie es mit den anderen Verfah-
ren dieses Krankenhausinformationssystems zu integrieren ist. Dieses Modell könnte dann
als Spezifikation für ein auszuwählendes Anwendungssoftwareprodukt dienen.
Management von Anwendungssystemen und von Informations- und
Kommunikationstechnik
Beim Management des rechnergestützten Teils eines Krankenhausinformationssystems
entsteht ein erheblicher Aufwand, wenn Anwendungssoftwareprodukte ausgewählt
werden sollen. Von einem Referenzmodell wäre hier zu erwarten, daß es eine
Winter et al. Referenzmodelle für KISe ... Seite 12
systematische, strukturierte und ggf. standardisierte Spezifikation von
Anwendungssoftwareprodukten unterstützt.
Diese Spezifikation könnte zum einen durch ein wie zuvor beschriebenes Modell des zu
realisierenden Verfahrens erfolgen. Eine erheblich weitergehende Unterstützung des
Managements wäre jedoch dann möglich, wenn ein Referenzmodell neben den
informationsverarbeitenden Verfahren auf einer Werkzeugebene auch
Anwendungssoftware-Bausteine beschreiben würde, die diese Verfahren realisieren
könnten. Je nach gewähltem Architekturstil für die Werkzeugunterstützung könnten
sowohl Funktionsumfang, Granularität als auch die Art der Interoperation der Bausteine
verschieden sein.
Baut man sein eigenesKrankenhausinformationssystem auf der Basis eines Modells
auf, das aus einem solchen Referenzmodell abgeleitet wurde, so könnte das zur Realisie-
rung eines Verfahrens erforderliche Anwendungssoftwareprodukt durch Verweis auf die
entsprechende Bausteinbeschreibung im Referenzmodell exakt spezifiziert werden. Her-
steller von Anwendungssoftware könnten ihre Produkte ebenfalls durch Verweis auf
solche Bausteinbeschreibung in einem (hoffentlich) gemeinsam genutzten Referenzmodell
beschreiben. Durch so entstehende Bausteinkataloge (WINTER und ZIMMERLING 1995)
könnten erhebliche Qualitäts- und Kostenvorteile für Krankenhausinformationssysteme
erreicht werden.
Die Kostenvorteile ergeben sich dabei nicht nur durch geringeren Aufwand bei der Spe-
zifikation bzw. Ausschreibung von Anwendungssoftware und geringeren Aufwand bei der
Analyse von Spezifikationen bzw. Ausschreibungen durch die Softwarehersteller sondern
auch durch eine erheblich verbesserte Markttransparenz aufgrund besserer
Vergleichbarkeit von Produkten. Solche Kostenvorteile lassen sich aber bereits dann
erzielen, wenn Pflichtenhefte aus Referenz-Pflichtenheften abgeleitet werden können.
Voraussetzung ist, daß die Referenz-Pflichtenhefte sowohl unter den Anwendern als auch
unter den Anbietern der Produkte Akzeptanz finden. Referenz-Pflichtenhefte sind spezielle
Software-Referenzmodelle. Die ableitbaren Pflichtenhefte können als Software-Modelle
aufgefasst werden, dem auszuwählende Produkte entsprechen sollen.
Bei der Einführung eines ausgewählten Anwendungssoftwareprodukts (Customizing)
haben dagegen Software-Referenzmodelle eine große Bedeutung (SCHEER 1999).
Gesteuert durch entsprechende Vorgehensmodelle kann aus dem Referenzmodell des
Produkts ein Modell einer Konfigurationsvariante des Produkts abgeleitet werden, das
beschreibt, wie es tatsächlich eingesetzt werden soll. Dieses Modell liefert dann die
Vorgaben für die erforderliche Parametrierung des Produkts.
Winter et al. Referenzmodelle für KISe ... Seite 13
4.2.2 Steuerung
Im Rahmen des taktischen Managements erfolgt der steuernde Eingriff in das jeweilige
Krankenhausinformationssystem durch die Durchführung der geplanten Projekte. Diese
Projekte umfassen in der Regel gleichermaßen die Gegenstandsebenen der Information,
der Anwendungssysteme und der Informations- und Kommunikationstechnik. Hilfreich für
eine systematische Vorgehensweise ist hierbei eine adäquate Methode der Durchführung
von Projekten des taktischen Managements von Krankenhausinformationssystemen. Wie
in (MAICHER 1999) läßt sich eine solche Methode als ein Vorgehens-Referenzmodell
auffassen.
4.2.3 Überwachung
Überwachung bedeutet im Rahmen des taktischen Managements von Krankenhausin-
formationssystemen die laufende Überprüfung des fehlerfreien Betriebs sowie die Bewer-
tung einzelner informationsverarbeitender Verfahren nach ihrer Einführung. Dies umfaßt
wiederum alle Gegenstandsebenen. Unterstützen könnte hierbei das Informationssystem-
Referenzmodell, das bei der Planung Grundlage der Konstruktion des Verfahrens und sei-
ner Werkzeugunterstützung gewesen ist, wenn es für jedes Verfahren und ggf. auch für
die einzusetzenden Werkzeuge Qualitätsmaße bereitstellen könnte, mit denen eine
Bewertung erfolgen kann.
4.3 Typen von Referenzmodellen für das Management von
Krankenhausinformationssystemen
Zusammenfassend bedeutet dies, daß alle o.g. Typen von Referenzmodellen (vgl. auch
Tabelle 1) für die unterschiedlichen Aufgaben des Managements von Krankenhausinforma-
tionssystemen einsetzbar sind:
Informationssystem-Referenzmodelle können bei der Planung und Überwachung von
Krankenhausinformationssystemen eingesetzt werden. Sie dienen bei der Planung
zur Unterstützung der Konstruktion und bei der Überwachung als Vergleichsobjekt
zur Bewertung eines Krankenhausinformationssystems. Beides gilt sowohl beim
strategischen als auch beim taktischen Management. Diese breite Verwendbarkeit
legt es nahe, bei Informationssystem-Referenzmodellen, die in der dargestellten
Weise beim Management von Krankenhausinformationssystemen einsetzbar sind,
von Krankenhausinformationssystem-Referenzmodellen zu sprechen.
Vorgehens-Referenzmodelle können naturgemäß beim taktischen Management zum
Einsatz kommen. Sie ermöglichen eine systematische Projektabwicklung.
Winter et al. Referenzmodelle für KISe ... Seite 14
Software-Referenzmodelle sind ausschließlich beim taktischen Management relevant
und unterstützen dort die Planung von Anwendungssystemen im Wesentlichen bei
der Vorbereitung des Parametrierens oder des Customizing von Anwendungssoft-
wareprodukten.
Referenz-Pflichtenhefte unterstützen ebenfalls beim taktischen Management die Er-
stellung von Anforderungen an Anwendungssoftwareprodukte z.B. in Form von
Pflichtenheften oder Anforderungskatalogen.
1. Strategisches Management
Gegenstandsebene 1.1 Planung 1.2 Steuerung 1.3 Überwachung
Information
1.1.1
Festlegung der Architektur
der Informationsverarbei-
tung und des Informations-
flusses (Rahmenkonzept)
RM-Nutzung: K
RM-Typ: IS
1.2.1
siehe taktisches
Management
1.3.1
Bewertung und Kontrolle
der Informationsverarbei-
tung und des Informations-
flusses durch Soll-Ist-Ver-
gleiche (RM als Maßstab)
RM-Nutzung: V
RM-Typ: IS
Anwendungs-
systeme,
Informations- und
Kommunikations-
technik
1.1.2
Festlegung der Architektur
der Werkzeugunterstützung
(Architekturstil,
Rahmenkonzept)
RM-Nutzung: K
RM-Typ: IS
1.2.2
siehe taktisches
Management
1.3.2
Bewertung und Kontrolle
der Werkzeugunterstützung
durch Soll-Ist-Vergleiche
(RM als Maßstab)
RM-Nutzung: V
RM-Typ: IS
2. Taktisches Management
Gegenstandsebene 2.1 Planung 2.2 Steuerung 2.3 Überwachung
Information
2.1.1
Gestaltung der Verfahren
und Prozesse
RM-Nutzung: K
RM-Typ: IS
2.2
Durchführung der Projekte
zur Realisierung von
Verfahren und Prozessen
sowie zur Einführung von
Werkzeugen
2.3
Bewertung, Kontrolle durch
Soll-Ist-Vergleiche (RM als
Maßstab)
RM-Nutzung: V
RM-Typ: IS
Anwendungs-
systeme, Infor-
mations- und
Kommunikations-
technik
2.1.2
Auswahl von Anwendungs-
software (Pflichtenheft),
Customizing
RM-Nutzung: K
RM-Typ: SW, IS, RP
RM-Nutzung: K
RM-Typ: VOR
Legende:
RM-Nutzung: Nutzung von Referenzmodellen; K=Konstruktion spezieller Modelle; V=Vergleich von Modellen;
RM-Typ: Typ des genutzten Referenzmodells;
VOR=Vorgehens-Referenzmodell, ORG=Organisations-Referenzmodell, SW=Software-Referenzmodell,
IS=Informationssystem-Referenzmodell, RP =Referenz-Pflichtenhefte
Tabelle 1: Nutzung von Referenzmodellen bei dem Management von Krankenhausinformationssystemen
Winter et al. Referenzmodelle für KISe ... Seite 15
5 Beispiele verfügbarer Referenzmodelle für das Management
von Krankenhausinformationssystemen
5.1 Krankenhausinformationssystem-Referenzmodelle
Die Kommission für Rechenanlagen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat
einen Funktionenkatalog erstellt (HAUX und MICHAELIS 1997), der die wesentlichen Funk-
tionen von Krankenhausinformationssystemen aufführt und damit als Krankenhausinfor-
mationssystem-Referenzmodell für Kategorie 1.1.1 (vgl. Tabelle 1) des strategischen Ma-
nagements von Krankenhausinformationssystemen gelten kann; Tabelle 2 zeigt die Gliede-
rung dieses Kataloges.
Wie bereits oben erwähnt
können Informationssystem-Re-
ferenzmodelle auch Architek-
turstile für die Werkzeugunter-
stützung beschreiben. Beispiele
für solche, dann aber im Sinne
von Referenzmodellen eher vage
gehaltene Modelle bzw. be-
schriebene Stile finden sich in
den angegebenen Arbeiten
((FERRARA 1997, FRANDJI
1997, FRANDJI, SCHOT et al.
1994, GRÄBER 1996,
HASSELBRING 1997, REICHERTZ
1984, SENGUPTA, CLAYTON et
al. 1994, VAN MULLIGEN,
TIMMERS et al. 1994, WINTER
1996, WINTER, EMSER et al.
1986)).
Kommerziell werden Kran-
kenhausinformationssystem-Re-
ferenzmodelle im Gegensatz zu -
Informationssystem-Referenz-
modellen anderer Branchen
((SCHEER 1998), (BECKER
1999)) z.Zt. noch nicht ange-
Funktionen für ...
F Forschung (allgemein, außer in 3)
allgemein zur Infrastruktur (WAP-Pools)
L Lehre (allgemein, außer in 3)
Rechnerpools für die Lehre (CIP-Pools, CBT)
PV Patientenversorgung (incl. klinische Forschung und
Unterstützung der Lehre)
allgemein zur Patientenversorgung
Patientendatenaufnahme und -verwaltung
Krankenaktenverwaltung, el. Krankenaktenarchiv
Klinische Basisdokumentation
stationärer Bereich
Stationsmanagement, Intensivdok., -überwachung
ambulanter Bereich
Ambulanzmanagement
diagnostische Funktionsbereiche
Klinische Chemie, Radiologie (PACS),
Immunologie, Mikrobiologie, Virologie, Pathologie
therapeutische Funktionsbereiche
Anästhesie, OP, Strahlentherapie
weitere Funktionsbereiche
Apotheke, Blutbank
sonstige für die Patientenversorgung
Dienstplanung, Telemedizin
U Unterstützung von F, L, PV
Verwaltung
Abrechnung, Leistungsdokumentation,
Finanzbuchhaltung, Anlagenbuchhaltung,
Instandhaltung, Kosten- und Leistungsrechnung,
Controlling, Materialwirtschaft, Personalwirtschaft
Kommunikation
Bürokommun., Kommun.-, Netzwerkmanagement
sonstige
Zugriff auf Wissen (z.B. MEDLINE, Standards)
Tabelle 2: DFG-Funktionenkatalog für Krankenhausinforma-
tionssysteme (aus (HAUX und MICHAELIS 1997),
verkürzt)
Winter et al. Referenzmodelle für KISe ... Seite 16
boten (vgl. (REITER 1999) S.49).
Krankenhausinformationssystem-Referenzmodelle werden von Beratungsunternehmen
jedoch kundenspezifisch erstellt. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn ein Träger mehrerer
Krankenhäuser die Geschäftsprozesse und Informationsflüsse, und damit auch die Kran-
kenhausinformationssysteme einschließlich ihres rechnergestützten Teils, auf eine einheitli-
che Grundlage stellen möchte (z.B. (IMHOFF, JOSTES et al. 1996)). Nach der Ist-Analyse in
den einzelnen Häusern ist auf der Basis der erhobenen Forderungen ein hausübergreifen-
des, abstraktes Modell des geplanten Soll-Zustandes zu erarbeiten, das als gemeinsame
Grundlage für die Planung in den einzelnen Häusern dienen soll und aus deren Sicht ein
(Träger-individuelles) Referenzmodell ist. Auch dieses ist später in der Anwendung durch
eines oder mehrere spezielle Modelle zu konkretisieren.
5.2 Software-Referenzmodelle
Hersteller von Anwendungssoftware stellen zur Unterstützung der Anpassung bzw. Pa-
rametrierung der Software an die Nutzerbedürfnisse bei der Einführung Dokumentationen
ihrer Software zur Verfügung. Diese Dokumentationen beschreiben mehr oder weniger
detailliert die Funktionen, das zugrundeliegende Datenbankschema, die einstellbaren Para-
meter und die Vorgehensweise bei der Festlegung der Parameter. Die Dokumentation
stellt damit ein Modell der angebotenen Software dar, das im Sinne der Definition 1 als
kombiniertes Software- oder Vorgehens-Referenzmodell für die Kategorie 2.1.2 des
Managements genutzt werden kann.
Referenzmodelle, die über die klassische Dokumentation hinausgehen und durch ange-
koppelte Vorgehensmodelle und Werkzeuge bei der Konstruktion installationsspezifischer
Modelle effektiv unterstützen, finden sich z.Zt. für das Management von Krankenhausin-
formationssystemen nur bei Softwareprodukten für die administrative Informationsverar-
beitung. Beispiele hierfür sind Software-Referenzmodelle für Produkte der Firmen SAP,
BAAN und ORACLE (SCHERUHN 1999).
Problematisch ist in diesem Zusammenhang, daß zuweilen der falsche Eindruck erweckt
wird, es handle sich bei diesen Modellen um Informationssystem- bzw. Krankenhausinfor-
mationssystem-Referenzmodelle (z.B. (BIHR und SEELOS 1997)).
5.3 Referenz-Pflichtenhefte
Referenz-Pflichtenhefte existieren z.B. in Form von Checklisten. Solche Checklisten be-
schreiben Funktionen von (Sub-) Informationssystemen, die von Anwendungssoftwarepro-
dukten unterstützt werden sollen. Sie werden bei der Marktanalyse oder der Konstruktion
Winter et al. Referenzmodelle für KISe ... Seite 17
von Pflichtenheften - die wiederum als Modelle von Informationssystemen aufgefaßt
werden können - verwendet. Beispiele sind die Checklisten für Anwendungssoftware zur
Unterstützung der Operationsdokumentation (STAUSBERG, HERRMANN et al. 1998) und
zur Unterstützung der Arbeiten an anderen Klinischen Arbeitsplätzen (BESS und
HERRMANN 1998).
5.4 Vorgehens-Referenzmodelle
Wie in (MAICHER 1999) kann man Vorgehens-Referenzmodelle auch als Methoden auf-
fassen. Von besonderem Interesse im Rahmen des Managements von Krankenhausinfor-
mationssystemen sind Methoden für die Durchführung von Projekten. Solche Projekte
können im Rahmen des taktischen und des strategischen Managements stattfinden.
Eine Methodik für die Durchführung von Projekten des taktischen Managements und
damit ein Vorgehens-Referenzmodell für solche Projekte findet sich z.B. in (HAUX,
LAGEMANN et al. 1998). In (MAICHER 1999) werden Vorgehens-Referenzmodelle vorge-
stellt, die von einer Unternehmensberatungsfirma für Projekte entwickelt wurden, die sich
auch auf das strategische Management von Informationssystemen beziehen. Allerdings
sind keine Erfahrungsberichte über ihre Anwendung im Bereich der
Krankenhausinformationssysteme zugänglich.
6 Beantwortung der Fragen
Die eingangs gestellten Fragen zu Referenzmodellen für das Management von Kranken-
hausinformationssystemen können zusammenfassend wie folgt beantwortet werden:
Was sind Referenzmodelle und welche Typen von Referenzmodellen gibt es im Zu-
sammenhang mit dem Management von Krankenhausinformationssystemen?
Ein Referenzmodell für eine Klasse von Sachverhalten ist ein allgemeines Modell,
das als Grundlage für die Konstruktion spezieller Modelle für diese Sachverhalte
oder als Vergleichsobjekt für Modelle solcher Sachverhalte dienen kann.
Im Zusammenhang mit dem Management von Krankenhausinformationssystemen
sind folgende Referenzmodelle relevant:
Organisations-Referenzmodelle (z.B. Branchen-Referenzmodelle): Die Klasse
der Sachverhalte ist eine Menge von Organisationen bzw. Unternehmen einer
gewissen Branche. Bei der Branche der Krankenhäuser sind dies Krankenhaus-
Referenzmodelle.
Winter et al. Referenzmodelle für KISe ... Seite 18
Software-Referenzmodelle: Die Klasse der Sachverhalte ist eine Menge von
durch Parametrierung aus einem Softwareprodukt ableitbaren Varianten.
Informationssystem-Referenzmodelle sind Organisations-Referenzmodelle, bei
denen die Informationsverarbeitung einer Klasse von Organisationen im Vorder-
grund steht. Für die Branche der Krankenhäuser sind dies Krankenhausinformati-
onssystem-Referenzmodelle.
Vorgehens-Referenzmodelle: Die Klasse der Sachverhalte enthält Projekte z.B.
für die Einführung von Informationssystemkomponenten.
Referenz-Pflichtenhefte: Die Klasse der Sachverhalte sind Anforderungskataloge
oder Pflichtenhefte.
Bei welchen Aufgaben des Managements von Krankenhausinformationssystemen
können welche Typen von Referenzmodellen hilfreich sein?
Informationssystem-Referenzmodelle bzw. Krankenhausinformationssystem-Re-
ferenzmodelle können bei der Planung und Überwachung von Krankenhausin-
formationssystemen sowohl beim strategischen als auch beim taktischen Manage-
ment eingesetzt werden. Sie haben eine überragende Bedeutung für das Manage-
ment von Krankenhausinformationssystemen.
Vorgehens-Referenzmodelle, Software-Referenzmodelle und Referenz-Pflichten-
hefte unterstützen beim taktischen Management.
7 Danksagung
Die Arbeit ist im Rahmen einer breiten Diskussion in der Arbeitsgruppe „Methoden und
Werkzeuge für das Management von Krankenhausinformationssystemenentstanden. Für
wertvolle Anregungen, Hinweise und kritische Diskussion möchten wir uns besonders bei
Elske Ammenwerth (Heidelberg), Dr. Anke Buchauer (Heidelberg), Prof. Dr. Peter Haas
(Dortmund) und Jörg Wünnemann (Aachen) bedanken.
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Supplementary resource (1)

... Das taktische Informationsmanagement beschäftigt sich mit einzelnen Komponenten des Informationssystems, die im Rahmen von Projekten eingeführt, weiterentwickelt oder ausgetauscht werden. Das operative Informationsmanagement hat den Betrieb des KIS zum Gegenstand und stellt seinen Kunden Dienstleistungen in zugesicherter Qualität bereit [5]. Während es für die Planung und Steuerung von KIS eine umfassende methodische Unterstützung u.a. ...
Article
Full-text available
The increasing complexity of information systems requires a systematic monitoring of the information system’s architecture, components, and operation within the strategic, tactical, and operational information management. While there exists a broad methodical assistance for information system’s planning and directing, the monitoring aspect suffers from lacking awareness of the problem on the part of the information manager and missing knowledge about appropriate methods. The paper emphasizes the need for systematic monitoring and gives an overview of the most important methods and tools to support systematic monitoring of the HIS and its components. The overview is presented according to the levels of information management. Basis were best practice approaches like ITIL and COBIT, economic science’s approaches like the Balanced Scorecard as well as appropriate information management’s literature.
... Obwohl bereits zahlreiche Methoden und Konzepte zur Referenzmodellierung entwickelt und publiziert wurden bleiben die Ergebnisse ihrer Anwendung, gerade in wissensintensiveren Bereichen wie dem Gesundheitswesen häufig unbefriedigend [Wi99]. So wird von [Si98] ...
... Daher empfiehlt sich für die Planung der EDV eine strukturierte Vorgehensweise mit der frühzeitigen Klärung der einzelnen Rahmenbedingungen. Bei synaix Beratung für das Gesundheitswesen wurde ein Modell für EDV-Einführungen in Krankenhäusern entwickelt, welches sich an üblichen Informatikstandards orientiert [ 4]. Mit diesem Modell lassen sich komplexe EDV-Projekte strukturiert und übersichtlich planen und durchführen (vgl. ...
Conference Paper
Full-text available
Zusammenfassung. Neben der Homogenisierung der IT-Systemlandschaft durch ein integrierendes Krankenhausinformationssystem ist es auch notwendig, eine entsprechende Organisationsstruktur für den Betrieb der EDV des Kranken- hauses zu erreichen. Dieses hat zum einen das Ziel, verfügbare Ressourcen effi- zient einzusetzen. Zum anderen müssen kostentransparente Schnit tstellen zu ex- ternen Anbietern spezifischer IT-Dienstleistungen geschaffen werden, da hoch- spezialisiertes Wissen von der EDV-Abteilung eines Krankenhauses in der Regel nicht kostengünstig vorgehalten werden kann. Hierfür bietet sich eine Organisati- on entsprechend dem ITIL-Modell an, welche EDV auf die Erbringung von IT- Dienstleistungen ausrichtet. Während die Organisation der EDV-Abteilung nach ITIL weniger Schwierigkeiten bereitet, zeigt es sich, dass vielfach IT- Dienstleister nicht oder nur unzureichend auf die Bereitstellungen von IT- Dienstleistungen auf der Basis von vereinbarten Service-Leveln vorbereitet sind. Eine Aufteilung von Verantwortlichkeiten auf der Grundlage von Leistungs- scheinen erfordert noch Klärungsbedarf. Die Anbieter sind an der Übernahme von IT-Dienstleistungen interessiert, so dass sich diese Form der Organisation auch in kleineren EDV-Abteilungen vermehrt durchsetzen wird. 1. Einführung Die Krankenhäuser in Deutschland stehen vor der Einführung eines vollständigen Fallpauschalensystems für die Abrechnung der Patientenbehandlung. Dies erfordert sehr kurzfristig die Schaffung effizienter Dokumentations- und Kommunikations- strukturen in und zwischen den verschiedenen Arbeitsbereichen des Krankenhauses. Um zukünftig wettbewerbsfähig medizinische Leistungen zu e rbringen und dafür auch leistungsgerechte Erlöse zu erzielen, ist es von besonderer Wichtigkeit, die abrechnungsrelevanten Behandlungsdaten direkt in den Behandlungsprozessen zu erfassen. Mittelfristig wird die EDV auch steuernde ("anleitende") Aufgaben in den Behandlungsprozessen übernehmen und damit zu mehr Effizienz und Wirtschaft- lichkeit in den Behandlungsprozessen führen. Zentrale Bedeutung kommt dabei einem integrierenden Krankenhausinformationssystem (KIS) zu, welches allen relevanten Bereichen des Krankenhauses Zugang zu den für die Aufgabenerfüllung notwendigen Informationen bietet. Dabei übernimmt das KIS die Funktion einer vereinheitlichenden Plattform, welche die heterogene IT-Systemlandschaft des
... Eine "Referenz" ist nach [Schütte R 1998] eine Empfehlung, Auskunftsperson, Bezugnahme oder ein Bezugspunkt. Ein Referenzmodell ist nach ], [Winter A et al. 1999 [Sinz EJ 1997]). ...
Article
Full-text available
Die Informationsverarbeitung in einem Krankenhaus stellt einen wichtigen Qualitätsfaktor dar, aber auch einen erheblichen Kostenfaktor. Ein systematisches Management der Informationsverarbeitung ist daher notwendig. Ein wichtiges Werkzeug hierzu stellen Anforderungsmodelle dar. Obwohl zahlreiche spezielle Methoden und Ansätze zur Anforderungsmodellierung bekannt sind, bleiben die Ergebnisse ihrer Anwendung häufig unbefriedigend. In dieser Arbeit wird daher ein allgemeines Anforderungsmodell vorgestellt, welches eine einheitliche Anforderungsmodellierung ermöglicht, in allen Bereichen des Managements von Informationssystemen eingesetzt werden kann. Das Anforderungsmodell wird dabei als polyhierarchischer Wurzelgraph definiert. Um eine formale Überprüfung konkreter Anforderungsmodelle zu ermöglichen, werden acht strukturelle und 11 inhaltliche Gütekriterien formuliert. Zur Unterstützung der Erstellung und Anwendung polyhierarchischer Anforderungsmodelle wird außerdem eine 10-Schritt-Methode zur Anforderungsmodellierung vorgestellt. Sie beschreibt, wie man ausgehend von den Systemzielen die Anforderungen ableitet, wie Gewichtungen und Verrechnungen innerhalb des Anforderungsmodells vorgegeben werden können, wie das Modell konkret zur Überprüfung eines Informationssystems bzw. einer Komponente angewandt und wie letztlich die Ergebnisse verrechnet und präsentiert werden können. Die Anwendbarkeit des Modells und der 10-Schritt-Methode wird anhand von zwei Beispielen aufgezeigt. Die beispielhaften Anwendungen des polyhierarchischen Anforderungsmodells und der 10-Schritt-Methode zeigen, daß der vorgestellte Ansatz der Anforderungsmodellierung praktikabel ist. Die entstehenden Anforderungsmodelle können in den verschiedenen Bereichen des Managements von Informationssystemen eingesetzt werden, sie sind gleichzeitig verständlich und auf strukturelle und inhaltliche Güte überprüfbar.
Technical Report
Full-text available
The introduction of the diagnosis-related groups/Swiss DRG causes amongst other things a greater demand for transparency, including in non-medical support services [FM] in hospitals. In order to meet this, it is necessary to have a systematic way of measuring and comparing services in order to come up with specific controlling measures when required. So that the key performance indicators can be collected in a correct and comparable manner, it is first necessary to have a common definition of the underlying processes and second, a clarification where and which key performance indicator parameter is generated/stored. To reduce the complexity of the variety of non-medical support services and processes, and to make the connections easily apparent, the goal was to develop a suitable and adaptive reference model. In collaboration with four hospitals and three business partners, the present reference model for non-medical support services in hospitals [RemoS] was developed using the consortium research approach during numerous expert meetings on the basis of the entity relationship method. The model shows the connections between the result-oriented performance taken from the Service Catalogue for Non-medical Support Services in Hospitals [LekaS], the underlying processes, the associated key performance indicators (parameters) and the corresponding software applications. All the corresponding subareas and their detailed documentation are referenced to: the key performance catalogue KenkaS, the process model PromoS and the application catalogue ApplikaS as well as the Guideline for the Application of SAP for Facility Management in Healthcare LesapS and the Assessment, Simulation and Benchmarking Tool for Facility Management in Healthcare. All topics mentioned were separately documented in detail, are linked with each other and can be downloaded and thus applied under www.zhaw.ch/ifm/fm-healthcare/remos.
Book
Full-text available
Die Einführung der Fallpauschale/SwissDRG bewirkt in den Schweizer Spitälern u.a. einen erhöhten Bedarf an Transparenz, auch im nicht-medizinischen Supportbereich [FM]. Um diesem nachkommen zu können, braucht es systematische Möglichkeiten, wie Leistungen gemessen und verglichen werden können, um anschliessend allfällig nötige, spezifische Steuerungsmassnahmen vornehmen zu können. Um die Kennzahlen korrekt und vergleichbar erheben zu können, braucht es einerseits eine einheitliche Definition der dahinterliegenden Prozesse und andererseits eine Klärung, wo welche Kennzahlen-Parameter generiert/gespeichert werden. Um die Komplexität der Vielzahl von nicht-medizinischen Supportleistungen und -prozesse zu reduzieren und Zusammenhänge möglichst einfach sichtbar zu machen war das Ziel daher, ein geeignetes, adaptives Referenzmodell zu entwickeln. In Kooperation mit vier Spital- und drei Businesspartnern wurde im Konsortialforschungsansatz in zahlreichen Experten-Runden das vorliegende Referenzmodell für nicht-medizinische Supportleistungen in Spitälern [RemoS] auf Basis der Entity Relationship Methode entwickelt. Das Modell zeigt die Zusammenhänge zwischen den ergebnisorientierten Leistungen aus dem Leistungskatalog für nicht-medizinische Supportleistungen in Spitälern [LekaS], den dahinterliegenden Prozessen, den damit im Zusammenhang stehenden Kennzahlen(parametern) und den entsprechenden Softwareapplikationen. Dabei wird für alle Teilbereiche auf die entsprechenden Detaildokumentationen Kennzahlenkatalog KenkaS, Prozessmodell PromoS und Applikationenkatalog ApplikaS wie auch auf den Leitfaden zum Einsatz von SAP für das Facility Management in Healthcare LesapS und das Assessment-, Simulations- und Benchmarking-Tool für das Facility Management im Gesundheitswesen. Alle erwähnten Themen werden separat im Detail dokumentiert und sind mit Verweis auf die anderen Dokumente unter www.zhaw.ch/ifm/fm-healthcare/remos abruf- und herunterlad- und somit einsetzbar.
Chapter
Die zunehmende Forderung nach Steigerung der Effizienz und Wirtschaftlichkeit der Patientenversorgung im öffentlichen Gesundheitswesen macht den Einsatz rechnergestützter Medizinischer Informationssysteme1, nachfolgend MIS abgekürzt, in nahezu allen klinischen Fachgebieten unabdingbar. Motivation für die Einführung eines klinischen Arbeitsplatzsystems ist somit häufig der Grund, „effizient Leistungsrechnung und Controlling durchführen zu können“. Tatsächlich sollten rechnergestützte Medizinische Imformationssysteme mehr leisten, als aufgrund zuvor erfaßter Daten statistische Analysen durchzuführen (Haas und Pietrzyk 1996). Es gilt Systeme einzusetzen, die den Behandlungsprozeß unterstützen, aus einer Analyse dieses Behandlungsprozesses standardisierte Behandlungsprotokolle ableiten und die Umsetzung dieser Behandlungsprotokolle kontrollieren. Dies setzt jedoch voraus, daß bereits Organisationsstrukturen einer relativ stabilen Konsistenz innerhalb einer Abteilung und innerhalb des Krankenhauses existieren und diese auch weitgehend bekannt sind. Die Einführung eines rechnergestützten medizinischen Informationssystems ist somit fast zwangsläufig mit einer Neuordnung der organisatorischen Abläufe (Re-engineering2 oder plakativer „defreeze-change-freeze“) verbunden. Nicht selten ist dies der Hauptnutzen der Einführung eines MIS, ebenso häufig jedoch auch der Grund mangelnder Akzeptanz einer solchen Lösung beim Anwender.
Conference Paper
Full-text available
Das systematische Management des Informationssystems des Universi-tätsklinikums Leipzig AöR ist – wie auch für Unternehmen ähnlicher Größenord-nung in anderen Branchen – eine große Herausforderung. Erforderlich hierfür ist ein Bauplan, der zeigt, aus welchen möglicherweise heterogenen Bausteinen sich das Krankenhausinformationssystem (KIS) zusammensetzt und wie diese Bau-steine zusammenwirken. Dieser Bauplan ist Grundlage für die Weiterentwicklung des KIS und damit für alle strategischen und taktischen Projekte des Informati-onsmanagements. Diese Arbeit zeigt, wie mit Hilfe des Drei-Ebenen-Metamodells (3LGM 2) das Krankenhausinformationssystem des Universitätsklinikums Leipzig AöR modelliert wurde und wie das daraus entstandene Modell für die Aufgaben des Informationsmanagements genutzt werden konnte.
Conference Paper
Questions on RIS/PACS cost-effectiveness should not only be answered by comparing operating costs over a defined period of time and setting them in relation to the investment costs (statically or dynamically). Only a process-oriented approach offers the ability to quantify the alteration of processes resp. workflows while performing a step-by-step implementation of RIS/PACS and to put them into the financial model for calculating the cost-effectiveness [J. Digit. Imaging 15 (Suppl. 1) 2002, pp. 124–126; Knorr, K., Calzo, P., Röhrig, S., Teufel, S., 1999. Prozessmodellierung im Krankenhaus. In: Scheer, A.-W., Nüttgens, M. (Eds.) Electronic Business Engineering, 1999, pp. 487–504]. The paper presents such a process-oriented methodology which has been successfully applied within two projects.
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Formalisation of information systems modelling Doctoral dissertation of Sjaak Brinkkemper Defended at Radboud University Nijmegen on 18 June 1990 Cite as: Brinkkemper, Sjaak (1990). Formalisation of information systems modelling. Doctoral dissertation, Amsterdam: Thesis Publishers. Abstract This research addresses the various types of modelling as they are applied during the development of information systems. The many notational conventions in which modelling can be expressed, are hardly ever accompanied by stepwise guide-lines for constructing a model. The combination of a notation and a procedure in a modelling technique is one of the starting points of this dissertation. First, we position modelling of information systems in the framework of the systems development cycle. Then the roles of the several persons involved in modelling are discussed. Incorporation in methods and techniques, and the support of modelling by tools are defined. The model triangle offers a philosophical perspective for some types of modelling that occur in the development of information systems. By superpositioning of the model triangle, we obtain a basis for metamodelling in a simple way. Meta-modelling is defined as the modelling of a modelling technique. Although mostly not mentioned explicitly, is metamodelling often applied in various research at the moment. Some examples thereof as well as the techniques for meta-modelling are discussed. The stepwise guide-lines for modelling are called modelling procedures. The requirements of such procedures and their formulation is elaborated in general terms. Underlying is the need for formalisation, i.e. the description in a mathematical systems. We use predicate logic for this purpose because this is a simple and adequate formalism. In the chapters 3, 4 and 5 the modelling procedures for events, activities, data and tasks are given. We start in chapter 3 with a classification of events in and around an information systems, which gives rise to concrete starting points for modelling in complex organisations. External events are used to model the context diagram, which denotes the interaction of the system with its environment. The processes within this system are modelled as activities, provided their level of abstraction is sufficient. We give a procedure that starts with descriptions of activities in natural language and results in a hierarchy of activity models. Some consequences of the formalisation of activity modelling are presented. Chapter 4 gives a short formalisation of the Entity-Relationship technique and its modelling procedure. The synthesis of the use of this technique and the NIAM technique in one systems development project is discussed. The concept of task, a type of process, plays a central role in the presentation of a new technique for task modelling in chapter 5, which we have called Conceptual Task Modelling (CTM). This technique is based on three existing techniques: NIAM, RIDL en Predicate-Transition nets. An extensive formalisation of the technique and of the relationship of task models with activity models and data models is given. The use of the CTM is illustrated with a modelling procedure and a CASE-tool for the technique. This chapter ends with a discussion of further research of this topic. The support of modelling by means of tools is addressed in chapter 6. In addition to the determination of some terminology, we discuss the incorporation of supported techniques in systems development methods. The support of the transfer of the one technique to the other in a CASE-tool is called modelling transparency. We introduce also a notion for the relation between a method and a tool: method-companionship. Finally, we formulate and formalise the idea of layered modelling in the case of complex techniques.
Chapter
In diesem Beitrag wird zum einen ein Überblick über die zur Zeit von der IDS Prof. Scheer GmbH angebotenen Referenzmodelle — Branchen-Referenzmodelle, Software-Referenzmodelle und Vorgehensmodelle — gegeben. Zum anderen werden Tendenzen in der Referenzmodellierung aufgezeigt, indem ein Ausblick über die zukünftigen Entwicklungen von Branchen-Referenz-, Software- und Vorgehensmodellen gegeben wird.
Chapter
Die gestiegenen Anforderungen an das Management Consulting erfordern u. a. den verstärkten Einsatz modellbasierter Methoden zum Zwecke des Wissensmanagement. Am Beispiel von (Referenz-)Vorgehensmodellen der KPMG Unternehmensberatung wird aufgezeigt, wie derartige Ansätze ausgestaltet sein können. Dabei wird auf die KPMG-BPI-Methodology, KPMG-PROMET©-BPR sowie den KPMG-SAP-Manager eingegangen. Anschließend werden Einsatzpotentiale für Branchen-Referenzmodelle — hier für die Bereiche Versicherungen und insbesondere Versorgungswirtschaft — erörtert.
Chapter
Die effiziente Gestaltung, Einführung und Realisierung von kundenorientierten Informationssystemen ist mittlerweile in nahezu allen Branchen zu einem wichtigen Erfolgsfaktor geworden. Mit der Architektur „ARIS — House of Business Engineering “ wird ein prozeßorientiertes Rahmenkonzept zur Modellierung und Umsetzung von Referenzmodellen vorgestellt. Es umfaßt auf den vier Ebenen „Prozeßoptimierung“, „Prozeßmanagement“, „Workflow“ und „Bearbeitung“ Methoden und Werkzeuge für ein referenzmodellbasiertes Softwarekonzept. Gleichzeitig wird durch die Rückkopplung zwischen den Ebenen eine kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse erreicht.
Book
From the Publisher: Written by the leading expertise in the area of business process modeling, this book describes modem methods for developing enterprise-wide information systems using the proven "Architecture of Integrated Information Systems (ARIS)" framework for the development of business process models for industrial companies. Examples from the standard software systems (SAP R/3) demonstrate the book's down-to-earth practicality. 554 illus.
Conference Paper
Ein Krankenhausinformationssystem läßt sich in Anlehnung an [1], als das gesamte informationsverarbeitende und informationsspeichernde Teilsystem eines Krankenhauses definieren [2].