Chapter

Wittgenstein und Schlick. Zur Geschichte eines Diktats

Authors:
If you want to read the PDF, try requesting it from the authors.

Abstract

Vorbemerkung. In dem von Georg Henrik von Wright Ende der sechziger Jahre zusammengestellten und zu Beginn der achtziger Jahre überarbeiteten Inventarverzeichnis zum Nachlass von Ludwig Wittgenstein findet sich am Ende eine Reihe von sogenannten Diktaten, darunter auch sieben Diktate für Schlick.1 Zu dieser Gruppe von Typoskripten hieß es damals:

No full-text available

Request Full-text Paper PDF

To read the full-text of this research,
you can request a copy directly from the author.

Chapter
Bevor ich mich auf Schlick konzentriere, ein paar Worte zu der dialektischen Situation, in deren Rahmen seine Bemerkungen zu den sog. Konstatierungen hier verstanden werden sollen. Spätestens seit 1929 wurde unter Mitgliedern des Wiener Kreises die Frage diskutiert, wie denn die empirische Grundlage der Wissenschaft zu verstehen sei. Auch wenn man, wie sie, davon absah, sich auf psychologische Zustände bzw. besondere Bewusstseinsinhalte zu berufen und statt dessen davon sprach, welcher Art die grundlegendsten Aussagen seien, die die empirische Grundlage der Wissenschaft darstellen, standen immer noch verschiedene Möglichkeiten offen.
Article
Full-text available
Using techniques from computational stylometry we will examine some of the dictated writings of Ludwig Wittgenstein which have been made available by the Wittgenstein Archives at the University of Bergen. Our purpose is to give an example of how computational stylometry can be used to help answer concrete questions of Wittgenstein research, and thus to explore how computational stylometry can be applied to issues of philosophical authorship more generally. In particular we use computational stylometry to help examine the question of whether the so-called "Diktat für Schlick" was in fact dictated by Wittgenstein, and if yes, whether to Schlick or Waismann. To this end we compare documents known to be written by Wittgenstein in person; the "Diktat für Schlick"; and samples of some of Schlick's and Waismann's (the potential amanuenses) own writings. Using the "Stylometry with R" package of Eder and Rybicki, the degree of similarity and dissimilarity between documents is calculated by Burrows' delta measure, and the results are displayed using Cluster Analysis, Multidimensional Scaling and Bootstrap Consensus Trees. The documents are each characterised by the frequencies of the 300 most frequent words in the entire corpus, normalised by document length. Our main findings are that the "Diktat für Schlick" is far more similar to Wittgenstein's writings than those of either Schlick or Waismann, and that the writings of Wittgenstein and Schlick or Waismann are stylometrically quite distinct.
The Voices of Wittgenstein. The Vienna Circle
  • Baker
Bergen: Working Papers from the Wittgenstein Archives at the University of Bergen (Nr.8)
  • Untersuchungen Pichler
  • Zu Wittgensteins
  • Nachlass
  • Pichler
Juli 1909 in Zürich, gestorben 19
  • Friedrieb Albert
  • Moritz Schlick
Auch wenn der Brief eigentlich das Datum vom 12. trägt, so weist doch sein Inhalt eindeutig darauf hin
  • Moritz Schlick An
  • Blanche Schlick
10 km südlich von Mattuglie gelegen, verfügte über keine eigene Bahnstation
  • Ca Laurana
an seinem Buch (vgl. Moritz Schlick an Rudolf Carnap, 12 sowie Moritz Schlick an Rudolf Carnap, 10. Mai 1934) Gegenüber Schlick klagte er im Sommer: „Allein es zeigte sich
  • Waismann Arbeitete Gemeinsam Mit Wittgenstein Im März
Moritz Schlick an Ludwig Wittgenstein, 25 Dezember
  • Vgl
das erste persönliche Zusammentreffen erst 1927 stattfand, kann frühestens zu diesem Zeitpunkt ein erstes Diktat entstanden sein (vgl
  • Da
Blanche Schlick (geboren 30, Juni 1914 in Rostock
  • Barbara Franziska
den „Vorzug“ gab (ebd., S. 83) In einer neueren Studie schreibt er-seine früheren Untersuchungen aufgreifend-, dass das Diktat „wahrscheinlich zwischen 1933 und 1934 entstanden’’ sei (Reicher, „Aspekte musikalischer Komposition bei Ludwig Wittgenstein
  • Wobei Er Zum Damaligen Zeitpunkt Aber Doch
auch das Nachwort in der oben genannten deutschen Ausgabe (Anm.55), S. 647-662; s. außerdem den Briefwechsel zwischen dem Verlag
  • Vgl
67, doit Anm. 43. Unabhängig von Waismanns Eingriffen enthält die zweisprachige Ausgabe (vgl. Anm. 45) leider zahlreiche
  • S Ebd
Pichler vermutet für die Diktate D 303, D 305 sowie D306 eine Entstehungszeit von „frühestens 1930“ (Pichler, Untersuchungen zu Wittgensteins Nachlass
  • Nachlass Schlick
  • Inv
  • Nr
S. 2-83 (es handelt sich dabei um eine dt./engl. Parallelausgabe; eine gesonderte franz. Fassung erschien in dem Band Dictées de Wittgenstein à Friedrich Waismann et pour Moritz Schlick
  • Vgl
Moritz Schlick an Schlick, 9
  • Vgl
Dictées de Wittgenstein
  • Vgl