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Fundamentals of nutrition for athletes / Grundlagen der Sportlerernährung

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Es ist unstrittig, dass sportliche Leistungen von einer Vielzahl an Einflussgrößen bestimmt werden. Regelmäßiges Training ist sicherlich der wichtigste Faktor. Daneben gewinnt die Optimierung trainingsbegleitender Maßnahmen sowie des sportlichen Umfelds zunehmend an Bedeutung. Im Spektrum der trainingsbegleitenden Faktoren nimmt die bedarfsangepasste Ernährung einen hohen Stellenwert ein. Ernährungsfehler, z. B. zu wenig Kohlenhydrate oder Flüssigkeit, können sich negativ auf die Leistungsfähigkeit auswirken. Auf der anderen Seite gibt es einige Tricks, die das Training erleichtern oder die Leistung im Wettkampf begünstigen. Hierüber sollte im Rahmen einer fundierten Ernährungsberatung auf der Basis wissenschaftlich begründeter Fakten ebenso gesprochen werden wie über den Einsatz von Sportlernahrungen wie Energieriegel, Kohlenhydratgele, Proteinkonzentrate, Isogetränke, Multivitamin-Mineralstoffpräparate u. ä. Der Beitrag fasst die Grundlagen der Sportlerernährung zusammen und gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen. Neben allen Regeln sollten aber der Genusswert der Nahrung und die soziale Rolle des Essens nicht aus dem Blickfeld geraten. (It is indisputable that athletic performance is determined by a multitude of factors. Regular training is certainly the most significant factor. Moreover optimizing the activities associated with training and the athletic environment has become increasingly important. In the spectrum of training-associated factors, need-adjusted nutrition plays a key role. Improper nutrition, e.g., not enough carbohydrates or fluids, can negatively impact performance. On the other hand, there are some tricks that can facilitate training and benefit performance during athletic competition. These topics should be addressed within the scope of well-founded dietary counseling based on scientifically established facts. The use of food products designed for athletes is also discussed, such as energy bars, carbohydrate gels, protein concentrates, isotonic drinks, and multivitamin/mineral preparations, etc. This contribution summarizes the fundamentals of sports nutrition and provides answers to frequently asked questions. Besides all the rules, one should not lose sight of the value of taste enjoyment and the social role of eating.)
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Seit mittlerweile 50 Jahren werden potenziell leistungssteigernde Ernährungsmaßnahmen vor und während physischen Belastungen untersucht und diskutiert, allen voran die Kohlenhydratsupplementation im Ausdauersport. Parallel dazu wurden Ernährungsempfehlungen für Training und Wettkampf formuliert, die weitestgehend die Aufrechterhaltung der Leistung durch bedarfsangepasste Zufuhr von Energie, Flüssigkeit, Haupt- und Mikronährstoffen im Auge haben. Regenerationsfördernde Ernährungsempfehlungen rücken erst seit etwa zehn Jahren verstärkt in den Fokus. Bis zu diesem Zeitpunkt galt quasi auch für die Ernährung: „Nach dem Sport ist vor dem Sport“. Bei diesen neueren Tendenzen geht es, vergleichbar mit den Entwicklungen in der Sportwissenschaft/-medizin, nicht mehr ausschließlich um das klassische „Schneller, höher und weiter“, sondern zunehmend auch um die Vermeidung von (leistungshemmenden) Überbelastungen. Vom aktuellen Stand der Forschung zur Zufuhr von Energie, Kohlenhydraten, Proteinen, Flüssigkeit, Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln vor und während, vor allem aber nach dem Sport berichtet dieser Beitrag.
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Neben (regel)mäßiger Bewegung wirkt eine vernünftige Ernährungsweise protektiv gegen die sogenannten Zivilisationskrankheiten. Darüber hinaus trägt das Einhalten bestimmter Ernährungsrichtlinien zu einer Verbesserung der sportlichen Leistung bei, wohingegen Fast Food diese beeinträchtigt. Bleibt zu definieren, was unter vernünftiger Ernährung zu verstehen ist, und welche spezielle Ernährungsrichtlinien während intensiven Belastungen und bei der Wettkampfvorbereitung (carbohydrate vs. fat loading) zu beachten sind. Der vorliegende Beitrag konzentriert sich auf den Einfluss des Kohlenhydrat- und Fettverzehrs auf die Leistung. Es soll verdeutlicht werden, dass es nicht nur, wie jahrzehntelang diskutiert, um die Frage geht, wie groß der jeweilige Anteil dieser Nährstoffe an der Energiezufuhr sein soll, sondern auch darum, welche Fette bzw. Kohlenhydrate zu bevorzugen sind. Quantität und Qualität, lautet die Devise. In diesem Zusammenhang wird die Rolle der verschiedenen Fettsäurearten ebenso erläutert wie das Konzept von Glykämischem Index bzw. Glykämischer Last. Der Beitrag schließt mit einem "mediterranen Ernährungskreis", der die optimal Lebensmittel-Zusammenstellung für Leistungssportler im Training zeigt, aber auch für Breiten- und Nichtsportler geeignet ist.
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Die Medien haben sich in den vergangenen Jahren wiederholt mit Fällen von Magersucht im Leistungssport beschäftigt. Berichtet wurde z. B. über Christy Henrich (ehemalige Kunstturnerin, 27 kg, 1,45 m, BMI 12,8 kg/m², verstorben) und den tragischen Tod des Ruderers Bahne Rabe. Das zunehmende Interesse an der Problematik anorektischen Verhaltens im Leistungssport widerspiegelt sich auch in der zunehmenden Zahl an wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu diesem Thema. Eine zentrale Fragestellung ist, ob der Sport Individuen anzieht, die an Essstörungen leiden, ob die Teilnahme am Sport Essstörungen verursachen oder ob sportliche Aktivität die Entwicklung von Essstörungen bei prädisponierten Personen begünstigen kann. Unstrittig ist, dass Essstörungen unter Athleten häufiger auftreten als in der Allgemeinbevölkerung, dass Essgestörte überdurchschnittlich oft in Sportarten anzutreffen sind, in denen Schlankheit die Leistung beeinflusst, dass die Häufigkeit des Auftretens von Essstörungen in den letzten 30 Jahren zugenommen hat und dass die Tendenz der Entwicklung von Essstörungen bei Männern steigend ist. Der folgende Beitrag legt dar, dass psychosomatische Essstörungen wie Anorexia und Bulimia nervosa nur bei hierfür prädisponierten Leistungssportlern auftreten, während sich ein gestörtes Essverhalten im Sinne einer "Anorexia athletica" auf der Basis einer leistungssportbezogenen Überbewertung von Schlankheit entwickeln kann. Darüber hinaus werden Hinweise zur Erkennung und Behandlung von Ess(verhaltens)störungen bei Sportlern gegeben und gesundheitliche Folgen langfristigen Untergewichts diskutiert.
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Meeting the energy demands of ultraendurance cycling requires careful planning and monitoring of food and fluid intake. This case study presents the nutrient intake of a cyclist while training for and competing in the Race Across AMerica (RAAM). Carbohydrate accounted for 65% of the calories consumed during training (4,743 kcal), 75% during 24-hr races (10,343 kcal), and 78% during RAAM (8,429 kcal). Gastrointestinal complaints during RAAM included nausea, feeling of fullness, and abdominal distension. Although probably exacerbated by sleep deprivation, these problems were all diet related. Based on this experience, it appears that by controlling the carbohydrate concentration of beverages, limiting dietary fiber, and relying on carbohydrate as the primary energy source, one could both control gastrointestinal symptoms and promote optimal performance in training and in ultramarathon cycling.
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Background and aim: High fat diets are not widely recommended because of the potentially adverse effects on plasma lipids and lipoproteins and because a high carbohydrate intake is considered necessary in optimising endurance performance. Methods and Results: We have compared the effects of diets high in carbohydrate, HC, (60% total energy from carboliydrate, 20% from fat), or relatively high in fat, HF, (40% energy from carbohydrate, 45% from fat), predominantly saturated fat, on performance and plasma lipids in endurance cyclists (n=34) during a 3-month training period. There were no significant differences in blood lipid and lipoprotein levels between the two diet groups throughout the study. However, plasma total cholesterol (TC) (p=0.011), low density lipoprotein cholesterol (LDL-C) (p=0.013), and apolipoprotein B (apo B) (p=0.024) significantly decreased and apolipoprotein A1 (apo A1) (p=0.015) increased significantly in both groups from baseline to week 12. The HDL-C/LDL-C (p=0.0003), and HDL-C/TC (p=0.001), ratios increased significantly in both groups over the same period. Physical performance was similar on the two diets. Conclusions: The findings suggest that exercise produces favourable effects on plasma lipids and lipoproteins, and this effect persists over a wide range of dietary intakes in endurance athletes involved in severe routines of endurance training.
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To determine the use of pathogenic weight-control methods and prevalence of self-reported eating disorders (ED) among female elite athletes and non-athletic controls, the Eating Disorder Inventory (EDI) and a self-developed questionnaire were administered to the total population of Norwegian female elite athletes (n=603) and age- and home community-matched controls (n=522). The response rate in both athletes and controls was 86%; 97% of the athletes and 90% of the controls had body mass index (BMI) values within or below the optimal level (20–25). Athletes had a significantly lower mean BMI 20.8 (95% confidence interval (CI), 20.7–20.9) than controls 21.5 (95% CI 21.3–21.7). A similar fraction of the athletes (31%) and controls (27%) were dieting. Most athletes dieted to enhance performance (73%); most controls dieted to improve appearance (83%). Significantly more athletes (11%) than controls (7%) used pathogenic weight-control methods. Athletes competing in aesthetic and endurance sports were the leanest groups, and athletes competing in aesthetics, endurance- and weight-dependent sports most frequently reported the use of the more severe pathogenic weight-control methods. A similar fraction of athletes (22%) and controls (26%) were classified as being at risk of developing ED based on the subscale scores of the EDI. However, a higher fraction of athletes in aesthetics-, endurance-, and weight-dependent sports than athletes in technical sports, ballgames, power sports and non-athletic controls were classified as being at risk of developing ED. In contrast to previous reports, our results demonstrated that a number of athletes also competing in sports where the participants are considered less weight-conscious were using pathogenic weight-control methods (technical 10% and ballgames 8%). A similar percentage of athletes (12%) and controls (11%) actually reported having an ED.