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Entwicklung einer Plattform zur Integration informeller Projektaktivitäten in das formale Hochschulcurriculum.

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Abstract

Mit dem co-curricularen Begleitstudium Problemlösekompetenz wurde an der Universität Augsburg ein Studienangebot geschaffen, dass die Integration von informellen Projektaktivitäten in studentischen Praxisgemeinschaften in das Curriculum von BA-/MA-Studiengängen ermöglicht. Dieser Beitrag zeigt, wie das didaktische Konzept des Begleitstudiums in einer technischen Plattform, die verschiedene Tools wie E-Portfolios, Social Networking und E-Assessment integriert, umgesetzt wird. Bei der Entwicklung werden die Forschungs- philosophie des Design-Based Research, der Modellierungsansatz des Usage- Centered Designs und Methoden der agilen Softwareentwicklung kombiniert.
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... Während des Semesters führt dafür jeder Teilnehmer am Begleitstudium ein reflektierendes Tagebuch, das die eigene Mitarbeit und den Lernfortschritt im Projekt kontinuierlich dokumentiert. Dieses Tagebuch reicht er am Ende des Semesters zusammen mit einem abschließenden Bericht und den entstandenen Arbeitsergebnissen beim zuständigen Dozenten 5 ein (Sporer, Jenert, Meyer & Metscher, 2008). ...
... Auch die Einreichung findet mittlerweile nur noch über den dort eingerichteten Assessment-Bereich statt ). Grund für die Einführung der Internetplattform war einerseits das Ziel, den Projektgruppen einen Ort zur Kollaboration, Vernetzung und Präsentation zu bieten, andererseits den Studenten einen Überblick über ihre bisherigen Portfolio-Einträge und Leistungen zu verschaffen sowie das Assessment und die Einreichung der Tagebücher, Berichte und Ergebnisse zu erleichtern (Sporer et al., 2008). ...
... Das Engagement ist freiwillig und das Projekt wird selbstständig organisiert. Ein zentraler Punkt ist zudem die Authentizität des Projektkontexts, denn es werden im Begleitstudium Lösungen für reale Problemstellungen entwickelt, die in der Praxis Anwendung finden (siehe auch: Sporer et al., 2008). Wenger, McDermott & Snyder (2002) bezeichnen solche Projektgruppen, wie man sie auch im Begleitstudium findet, als sogenannte "Praxisgemeinschaften". ...
... They create their - journals and project reports via the portfolio area. Further it structures the assessment process of the student's learning achievements and their accreditation in the assessment area [4]. ...
... The platform was designed to support a didactical concept which focuses on the integration of informal learning activities into the formal university curriculum [4]. The three main areas described above therefore differ in the degree of formalisation of the learning setting (see Fig. 4). ...
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e3-portfolio is a software tool which supports learning and working in student project groups. Besides features for collaboration via social media, the software offers an electronic portfolio system. The e-portfolio helps to integrate informal project-based learning into the formal curriculum of higher education. This paper gives an overview of how the software tool is designed and relates the design to the underlying didactic concept.
... In der Design-und Redesignphase sind dabei didaktische Anforderungen in das Softwaredesign zu übertragen (vgl. [SJMM08] ...
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Die vorliegende Forschungsarbeit siedelt sich im Dreieck der Erziehungswissenschaften, der Informatik und der Schulpraxis an und besitzt somit einen starken interdisziplinären Charakter. Aus Sicht der Erziehungswissenschaften handelt es sich um ein Forschungsprojekt aus den Bereichen E-Learning und Multimedia Learning und der Fragestellung nach geeigneten Informatiksystemen für die Herstellung und den Austausch von digitalen, multimedialen und interaktiven Lernbausteinen. Dazu wurden zunächst methodisch-didaktische Vorteile digitaler Lerninhalte gegenüber klassischen Medien wie Buch und Papier zusammengetragen und mögliche Potentiale im Zusammenhang mit neuen Web 2.0-Technologien aufgezeigt. Darauf aufbauend wurde für existierende Autorenwerkzeuge zur Herstellung digitaler Lernbausteine und bestehende Austauschplattformen analysiert, inwieweit diese bereits Web 2.0-Technologien unterstützen und nutzen. Aus Sicht der Informatik ergab sich aus der Analyse bestehender Systeme ein Anforderungsprofil für ein neues Autorenwerkzeug und eine neue Austauschplattform für digitale Lernbausteine. Das neue System wurde nach dem Ansatz des Design Science Research in einem iterativen Entwicklungsprozess in Form der Webapplikation LearningApps.org realisiert und stetig mit Lehrpersonen aus der Schulpraxis evaluiert. Bei der Entwicklung kamen aktuelle Web-Technologien zur Anwendung. Das Ergebnis der Forschungsarbeit ist ein produktives Informatiksystem, welches bereits von tausenden Nutzern in verschiedenen Ländern sowohl in Schulen als auch in der Wirtschaft eingesetzt wird. In einer empirischen Studie konnte das mit der Systementwicklung angestrebte Ziel, die Herstellung und den Austausch von digitalen Lernbausteinen zu vereinfachen, bestätigt werden. Aus Sicht der Schulpraxis liefert LearningApps.org einen Beitrag zur Methodenvielfalt und zur Nutzung von ICT im Unterricht. Die Ausrichtung des Werkzeugs auf mobile Endgeräte und 1:1-Computing entspricht dem allgemeinen Trend im Bildungswesen. Durch die Verknüpfung des Werkzeugs mit aktuellen Software-Entwicklungen zur Herstellung von digitalen Schulbüchern werden auch Lehrmittelverlage als Zielgruppe angesprochen.
... The portfolio tool we employ in our study programme integrates three different realms which are intertwined with each other via the previously outlined assessment strategy -hence the name "e³-portfolio" (cf. Sporer, Jenert, Meyer & Metscher, 2008). The software was customised to fit the programme's didactic concept as well as its organisational structure: a) it makes use of various features for online collaboration and allows users to organise themselves in groups, b) it helps students to create their project journals, c) it structures the assessment process of the student's learning achievements and their accreditation in the curriculum. ...
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This paper describes how the extra-curricular project activities of students in informal communities of practice can be embedded into the formal curriculum of higher education via e-portfolios. First we introduce the context of our case study and outline the didactic concept of a study programme that aims at fostering key competencies. We then go on to explain the purpose of the portfolio approach within this study programme. We present the software tool "e³-portfolio" and illustrate its application by a brief user scenario. Afterwards we argue how our portfolio approach combines reflection on experience and the assessment of learning. We show how we scaffold the student’s reflection process, how we assess the extra-curricular activities in the project groups and explain the assessment criteria and feedback processes that are employed.
... And it structures the assessment process of the student's learning achievements and their accreditation in the curriculum (cf. Sporer, Jenert, Meyer & Metscher, 2008). The community area gives an overview of the project groups with information about the goals and purpose of the community, the activities and responsibilities students can take on when participating as well as the competencies that can be acquired when engaging in the project. ...
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At the University of Augsburg the study programme "Problem-Solving Competencies" helps to embed extracurricular learning and working activities of students into the curriculum of higher education. In this paper we introduce the software "e³-Portfolio" which was tailored specifically for this study programme. The software combines elements from E-Portfolios, E-Collaboration and E-Assessment into one software solution.
... Der Assessment-Bereich dient zur Anrechnung der Lern-und Arbeitsleistungen im Fachstudium sowie dem Überblick über die bereits erbrachten Leistungen im Begleitstudium (vgl. Sporer, Jenert, Meyer & Metscher, 2008). In Abbildung 2 findet sich ein Screenshot der auf Basis des Content Management Systems "Drupal" 5 speziell für die Anforderungen des Begleitstudiums entwickelten Software "e³-Portfolio". ...
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Dieser Beitrag stellt ein Modell zur Einbettung informellen Lernens in das Universitätsstudium vor. Es handelt sich dabei nicht um informelles Lernen im Sinne der Nutzung des Internets durch die Studierenden, sondern um Lernen in selbstorganisierten Projekten, das außerhalb des normalen Fachstudiums stattfindet. Es wird gezeigt, wie die Mitarbeit der Studierenden in extra-curricularen Projektgruppen in das Studienangebot "Begleitstudium Problemlöse- kompetenz" (kurz: Begleitstudium) eingebunden wird. Im Fokus des Beitrags steht dabei die Erläuterung technischer und organisatorischer Aspekte des Begleitstudiums. Nach einer kurzen Beschreibung des Studienangebots werden die Organisation, die IT-Unterstützung bei der Projekt- und Portfolioarbeit sowie die curriculare Einbettung des Begleitstudiums in den Studiengang "Medien und Kommunikation" (MuK) der Universität Augsburg erläutert.
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Das Studienprogramm «Begleitstudium Problemlösekompetenz» an der Universität Augsburg ermöglicht eine Einbindung der extra-curricularen Lern- und Arbeitsleistungen von Studierenden in das formale Hochschulstudium durch den Einsatz von E-Portfolios. In diesem Beitrag stellen wir zunächst den Kontext des Studienprogramms vor und erörtern den didaktischen Grundgedanken zur Förderung von Schlüsselkompetenzen. Danach zeigen wir, wie die Reflexion der Erfahrungen in den selbstorganisierten Projekten des Begleitstudiums unterstützt und mit lernförderlichem Assessment kombiniert wird. Vor diesem Hintergrund erklären wir den Zweck des Portfolioeinsatzes im Rahmen des Begleitstudiums und führen die Software «e3-Portfolio» ein. Das darauffolgende Nutzerszenario veranschaulicht, auf welche Weise die Portfolio-Software in der Praxis genutzt wird und ein Überblick der bisherigen Evaluationsergebnisse zeigt den Weiterentwicklungsbedarf des Studienangebots und der Softwarelösung auf. In diesem Zusammenhang diskutieren wir den aktuellen Stand der Implementierung und zeigen auf, welche Assessment-Kriterien und Feedback-Prozesse aktuell eine Rolle spielen und künftig realisiert werden sollten.
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The authors argue that design-based research, which blends empirical educational research with the theory-driven design of learning environments, is an important methodology for understanding how, when, and why educational innovations work in practice. Designbased researchers’ innovations embody specific theoretical claims about teaching and learning, and help us understand the relationships among educational theory, designed artifact, and practice. Design is central in efforts to foster learning, create usable knowledge, and advance theories of learning and teaching in complex settings. Designbased research also may contribute to the growth of human capacity for subsequent educational reform.
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Die europaweiten Bemühungen um Vergleichbarkeit von Studiengängen einerseits und technologische Entwicklungen mit neuen Bildungsmöglichkeiten andererseits sind zwei Trends, die den Hochschulalltag beeinflussen und dabei Anforderungen an Lehrende und Lernende stellen, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. Der Beitrag bündelt die zentralen Schlagworte dieses Trends begrifflich und zeigt auf, dass hier ein Gestaltungsspielraum entsteht, der so genutzt werden kann, dass die Reformen von Bologna im Sinne der Web 2.0-Philsophie umgesetzt werden.
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Extra-curriculares Engagement von Studierenden wird in Zeiten der eng organisier- ten Bachelor- und Master-Studiengänge, der Einführung von Studiengebühren und der Notwendigkeit, im Studium bereits Praxiserfahrungen gesammelt zu haben, immer schwieriger. Um Studierenden unter diesen Rahmenbedingungen weiterhin die Möglichkeit zu bieten, sich außerhalb des Fachstudiums zu engagieren, wurde an der Universität Augsburg das Begleitstudium „Problemlösekompetenz“ konzi- piert. Der vorliegende Beitrag stellt diesen co-curricularen Lern- und Arbeitsraum für Studierende vor und fundiert dieses Studienkonzept theoretisch. Am Beispiel des Begleitstudiums wird eine Infrastruktur für das Lehren und Lernen an der Hochschule vorgeschlagen, welche Theorie und Praxis eng miteinander verknüpft.
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Dieser Beitrag zeigt, wie E-Portfolios im Hochschulstudium eingesetzt werden können, um das Lernen in studentischen Praxisgemeinschaften zu fördern. Mit Hilfe einer Portfolioplattform auf der Basis von Social Software haben Studierende die Möglichkeit ihre Lernerfahrungen im Rahmen der Mitarbeit in Projektgruppen zu dokumentieren und reflektieren. Die Portfolios haben dabei eine Doppelfunktion: Sie dienen einerseits zur persönlichen Reflexion der Studierenden und zur Bewertung informeller Lernprozesse im Regelstudium, andererseits zum Wissensmanagement innerhalb der Projektgruppen. Dieser Beitrag fokussiert die Funktion der Leistungserfassung und gibt einen Einblick in die Erfahrungen mit dem Portfolioeinsatz in einem Studienangebot der Universität Augsburg.
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Agile requirements: discovering what your users really want. With this book, you will learn to: Flexible, quick and practical requirements that work Save time and develop better software that meets users' needs Gathering user stories -- even when you can't talk to users How user stories work, and how they differ from use cases, scenarios, and traditional requirements Leveraging user stories as part of planning, scheduling, estimating, and testing Ideal for Extreme Programming, Scrum, or any other agile methodology ----------------------------------------------------------------------------------------------------------Thoroughly reviewed and eagerly anticipated by the agile community, User Stories Applied offers a requirements process that saves time, eliminates rework, and leads directly to better software.The best way to build software that meets users' needs is to begin with "user stories": simple, clear, brief descriptions of functionality that will be valuable to real users. In User Stories Applied, Mike Cohn provides you with a front-to-back blueprint for writing these user stories and weaving them into your development lifecycle.You'll learn what makes a great user story, and what makes a bad one. You'll discover practical ways to gather user stories, even when you can't speak with your users. Then, once you've compiled your user stories, Cohn shows how to organize them, prioritize them, and use them for planning, management, and testing. User role modeling: understanding what users have in common, and where they differ Gathering stories: user interviewing, questionnaires, observation, and workshops Working with managers, trainers, salespeople and other "proxies" Writing user stories for acceptance testing Using stories to prioritize, set schedules, and estimate release costs Includes end-of-chapter practice questions and exercisesUser Stories Applied will be invaluable to every software developer, tester, analyst, and manager working with any agile method: XP, Scrum... or even your own home-grown approach.ADDISON-WESLEY PROFESSIONALBoston, MA 02116www.awprofessional.comISBN: 0-321-20568-5