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Microblogging als Baustein im IT-gestützten Wissensmanagement von Siemens BT

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Abstract

Das Web 2.0 hat über die klassischen Anwendungen Wikis, Weblogs und soziale Netzwerke hinaus mit Twitter eine weitere nützliche Anwendungsklasse hervorgebracht, jene der Microblogging-Dienste. Doch schon längst zeigen sich nicht mehr nur die Anwender im Web von Microblogging begeistert. Durch aktuelle Trends wie Enterprise 2.0 werden auch Unternehmen nach und nach von diesem neuen Kommunikationskanal überzeugt. Im Zuge dieser Entwicklung stellt die Siemens-Division Building Technologies seit März 2009 einen eigenen Microblogging-Dienst im konzernweiten Intranet bereit. Dieser wurde als weiterer Baustein in die bestehende Wissensmanagement-Plattform References@BT integriert. Der vorliegende Beitrag will Motivation, Einführung, Nutzung und Mehrwert von unternehmensinternem Microblogging anhand einer Fallstudie aufzeigen und vor allem für Praktiker transparent machen. Umfangreiche Analysen, Nutzerbefragungen und Interviews, verbunden mit der intensiven Praxiserfahrung des Zweitautors, legen den Grundstein für diese deskriptive Fallanalyse.
... Neue Beiträge, die mit einem bestimmten Schlagwort versehen wurden, können über einen speziellen RSS-Feed abonniert werden. Diese Schlagworte dienen auch zur geeigneten Filterung beim Content-Export thematisch passender Microblogging-Beiträge zur Darstellung auf bestimmten Intranet-Seiten [6] [7]. ...
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References+ ist eine Web-2.0-Anwendung und Community-Plattform zum weltweiten Austausch von Wissen, Erfahrungen und Best Practices innerhalb des Siemens-Intranets. Im Sinne von Social Networking möchte References+ Siemens- Mitarbeitende über organisationale, hierarchische und geographische Grenzen hinweg miteinander vernetzen und diese zur direkten Kommunikation untereinander animieren. Die Plattform entstand 2005 und ist seit über einem Jahrzehnt im produktiven Einsatz. Kontinuierlich wurden und werden Funktionen und Inhalte von References+ erweitert und in agiler Manier den sich über die Jahre ändernden Nutzerbedürfnissen angepasst. Die Ergebnisse mehrerer Nutzerumfragen quantifizieren den dadurch erzielten Mehrwert für die Teilnehmer und das Unternehmen. Mittlerweile umfasst die References+-Community mehr als 18.000 registrierte Mitglieder, die in über 80 Ländern beheimatet und in allen Siemens-Divisionen tätig sind.
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References+ ist eine Web-2.0-Anwendung und Community -Plattform zum weltweiten Austausch von Wissen, Erfahrun-gen und Best Practices innerhalb des Siemens-Intranets. Im Sinne von Social Networking möchte References+ Siemens-Mitarbeitende über organisationale, hierarchische und geographische Grenzen hinweg miteinander vernetzen und diese zur direkten Kommunikation untereinander animieren. Die Plattform entstand 2005 – also bereits vor zehn Jahren. Kontinuierlich wurden die Funktionen und Inhalte von References+ erweitert und in agiler Manier den sich ändern-den Nutzerbedürfnissen angepasst. Mittlerweile umfasst die References+-Community etwa 14.000 registrierte Mitglieder, die in über 80 Ländern beheimatet und in allen Siemens-Divisionen tätig sind.
Conference Paper
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Tiefgreifende Veränderungen beschäftigen den Vertrieb: fortschreitende Digitalisierung verändert unser Verhalten, wachsende Kundenansprüche und gestiegener Wettbewerbsdruck zwingen zur Optimierung der Vertriebsproduktivität. Im Rahmen der vorliegenden Studie wurden theoretische Annahmen zu den Determinanten der Vertriebsproduktivität empirisch auf Basis realer Vertriebszahlen in der betrieblichen Praxis überprüft und der Einfluss der Nutzung eines Social CRM auf die Vertriebsproduktivität untersucht. Die Ergebnisse bestätigen sowohl die Bedeutung der externen Kundeninteraktion, der internen Zusammenarbeit, der mobilen Nutzung als auch der Partizipation der Führungskräfte als Erfolgsfaktor der Vertriebsproduktivität.
Conference Paper
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References+ ist eine Web-2.0-Anwendung und Community-Plattform zum unternehmensweiten Austausch von Wissen, Erfahrungen und Best Practices innerhalb des Siemens-Intranets. Ganz im Sinne von Social Networking möchte References+ alle Siemens-Mitarbeitende über organisatorische, hierarchische und geographische Grenzen hinweg miteinander vernetzen und diese zur direkten Kommunikation untereinander animieren. Die Plattform ist seit 2005 im Einsatz. Inzwischen sind etwa 13.000 Mitarbeitende aus über 80 Ländern und von allen Siemens-Divisionen in References+ registriert. References+ beinhaltet mehrere, für alle Teilnehmer offene Communities, welche in diesem Beitrag detailliert beschrieben werden. Der zugrunde liegende Web-2.0-Ansatz ist nicht auf bestimmte Domänen oder Berufsgruppen beschränkt und kann daher ebenso im Kontext von Smart Manufacturing, Smart Factories und Industrie 4.0 zum Einsatz kommen.
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IT-gestützte Lern- und Wissensmanagementsysteme wachsen zunehmend zusammen bzw. bewegen sich vonseiten der Anwendungskonzepte und der eingesetzten Informations- und Kommunikationsanwendungen aufeinander zu. Wissensbzw. Lerneinheiten werden zunehmend in Gruppen genutzt bzw. kollaborativ erstellt; die Einheiten werden immer mehr entlang der konkreten Arbeitsprozesse konzipiert und bereitge-stellt und damit auch granularisiert. Hierzu trägt auch der verbreitete Einsatz bzw. die Integration von Web-2.0-Anwendungen, insbesondere Wiki-Technologien und eCollaboration-Technologien, bei. Sie unterstützen die wesentlichen Anforderungen, denen sich diese Anwendungen heute stellen müssen: die Aktivierung der Nutzer im Sinne eigener Beiträge, die eingestellt werden; die arbeitsprozessnahe Darbietung des Stoffes in granularer Form und die explizite Unterstützung der Vernetzung von Lernern bzw. Wissensträgern.
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References+ ist eine Web-2.0-Anwendung zum weltweiten Austausch von Wissen, Erfahrungen und Best-Practices innerhalb des Siemens-Intranets. Nicht die IT-Anwendung, sondern die derzeit ca. 8.200 Mitglieder umfassende Nutzer-Community bildet den Hauptfokus zum effizienten Wissensaustausch. References+ will Siemens-Mitarbeitende über organisatorische, hierarchische und geographische Grenzen hinweg vernetzen und zur direkten Kommunikation untereinander animieren.
Conference Paper
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This case study presents References@SBT, a web-based application for sharing knowledge, experiences and best-practices globally within Siemens Building Technologies. The application architecture, the content structure and actions on how to improve and increase the content are described. The user community with currently about 3,000 members is highlighted as the critical success factor. As a social networking tool, References@SBT intends to connect people by supporting the communication with each other. The result of a user survey shows the benefits of deploying and using this application from a qualitative and quantitative perspective: It is helpful for 84.6% of the users and implicates an average time saving of 0.6 working days per user.
Article
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Microblogging is a new form of communication in which users can describe their current status in short posts distributed by instant messages, mobile phones, email or the Web. Twitter, a popular microblogging tool has seen a lot of growth since it launched in October, 2006. In this paper, we present our observations of the microblogging phenomena by studying the topological and geographical properties of Twitter's social network. We find that people use microblogging to talk about their daily activities and to seek or share information. Finally, we analyze the user intentions associated at a community level and show how users with similar intentions connect with each other.
Conference Paper
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This paper presents the case of Arinia, a custom-made piece of social software with strong similarities to today's microblogging applications. Arinia has been in use in a medium-sized technology company for more than 10 years; therefore, it is considered that the software is a valuable source of insights into the underlying principles of microblogging in an enterprise context. Due to the unique nature of the case we used an interpretive approach to learn about Arinia, its users and their contexts, involving semi-structured interviews, a survey, quantitative usage data and an excerpt from the posting base in order to achieve a comprehensive view on the case. The results suggest that there is reasonable potential in sharing micro-level information inside organizations. In particular, the findings provide evidence of enabling factors and allow us to introduce the concept of the 'information food chain'. Together, these findings present a foundation for further research on current microblogging applications.
Conference Paper
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Microblogging has recently generated a lot of research interest. Yet very little is known about how corporate employees use microblogging tools. This study examined microblogging in the workplace by conducting a content analysis comparing posts from individuals who were using an internal proprietary tool and Twitter simultaneously. In both settings, posts that provided information or were directed to others were more common than posts on status. Within these categories, it was more frequent to provide information externally than internally but more common to ask questions either through broadcast or directed posts internally than externally. Qualitative interviews explored users' motivations regarding microblogging behavior. The paper concludes with a discussion of the implications of microblogging for business use.
Conference Paper
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In this work we examine the characteristics of social activity and patterns of communication on Twitter, a prominent example of the emerging class of communication systems we call "social awareness streams." We use system data and message content from over 350 Twitter users, applying human coding and quantitative analysis to provide a deeper understanding of the activity of individuals on the Twitter network. In particular, we develop a content-based categorization of the type of messages posted by Twitter users, based on which we examine users' activity. Our analysis shows two common types of user behavior in terms of the content of the posted messages, and exposes differences between users in respect to these activities. Author Keywords Social media, Twitter, communication systems.
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Angeregt durch den enormen Erfolg von Social Networking Services (SNS) wie Xing oder facebook im WWW setzen sich aktuell vor allem Grosunternehmen mit dem Nutzenpotential solcher Losungen in ihren Intranets zur Verbesserung des unternehmensweiten Innovations- und Wissensmanagements auseinander. Das Ziel der vorliegenden Studie ist es, Herausforderungen des Einsatzes von SNS in Unternehmen zu identifizieren und so Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Dazu betrachten wir zwei konkrete Fallstudien, die zeigen, dass SNS die asynchrone, innerbetriebliche Zusammenarbeit hervorragend unterstutzen konnen. Die Ergebnisse aus 18 semistrukturierten Interviews werden strukturiert, reflektiert und in den Kontext einer weiteren Erforschung dieser Dienstklasse eingeordnet. 1. Einleitung Neben den bekannten, millionenfach genutzten Plattformen wie Xing oder facebook, die im World Wide Web uberwiegend dem organisationsunabhangigen und -ubergreifenden Wissensaustausch dienen, entdecken vor allem mittlere und grose Unternehmen die Vorteile der so genannten Social Networking Services (SNS) auch zunehmend fur ihren internen Gebrauch. Eingebettet in das firmenweite Intranet behalten diese Anwendungen die Vorteile von webbasierten Plattformen bei und lassen sich gleichzeitig auf die spezifischen Bedurfnisse der Unternehmen anpassen. Bedingt durch die enorme Geschwindigkeit, mit der sich diese Form von Social Software entwickelt und mit der diese in den Unternehmen eingefuhrt wird, gibt es bisher keine wissenschaftlich fundierten Versuche, Erfahrungswerte bzgl. der Einfuhrung und Nutzung von unternehmensinternen SNS zu erfassen. Hier setzt der vorliegende Beitrag an. In zwei Unternehmen, die zu den Vorreitern des unternehmensinternen Einsatzes von SNS gehoren, IBM und SAP, wurden insgesamt 18 semistrukturierte Interviews gefuhrt. Diese hatten das Ziel Herausforderungen des unternehmensweiten Einsatzes von SNS zu identifizieren und so Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Der Beitrag umfasst sieben Kapitel. Zunachst wird das Thema anhand einiger organisatorischer Entwicklungen motiviert und es werden bisherige Entwicklungen rund um SNS zusammengefasst (Kapitel 2). Kapitel 3 gibt einen Uberblick uber den Forschungsansatz und das methodische Vorgehen. In den Kapiteln 4 und 5 werden die SNS der betrachteten Unternehmen vorgestellt. Kapitel 6 stellt im Sinne eines induktiven Vorgehens eine Zusammenfassung der Ergebnisse dar. Ein Ausblick auf zukunftige Forschungsaktivitaten schliest den Beitrag ab (Kapitel 7).
Conference Paper
This is a case study about the early adoption and use of micro-blogging in a Fortune 500 company. The study used several independent data sources: five months of empirical micro-blogging data, user demographic information from corporate HR records, a web based survey, and targeted interviews. The results revealed that users vary in their posting activities, reading behaviors, and perceived benefits. The analysis also identified barriers to adoption, such as the noise-to-value ratio paradoxes. The findings can help both practitioners and scholars build an initial understanding of how knowledge workers are likely to use micro-blogging in the enterprise.