Archived project

Vom kreativen Chaos zum professionellen Management

Goal: Dissertation 2002

Date: 1 January 1996 - 28 February 2002

Updates
0 new
0
Recommendations
0 new
0
Followers
0 new
1
Reads
0 new
0

Project log

Martina Hörmann
added a project goal
Dissertation 2002
 
Martina Hörmann
added 7 research items
In diesem Kapitel werden die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammengefasst und somit wird ein Bogen vom empirischen zum theoretischen Teil geschlagen. Dies umfasst eine Darlegung der Grundproblematiken und Spannungsfelder, die in feministischen Organisationen sichtbar werden. Dieses Fazit greift auch die anfängliche Fragestellung wieder auf, unter welchen Bedingungen feministische Organisationen letztendlich Nischenprojekte mit geringer Außenwirkung bleiben und welche Faktoren dazu beitragen können, die Weiterentwicklung der Ideale aus der Anfangszeit in den heutigen Umbrüchen im sozialen Bereich zu nutzen und daraus abgeleitet die Qualitätselemente feministischer Organisationen als innovativen Ansatz auch auf traditionelle Organisationen im Sozialbereich zu übertragen. Zudem soll an dieser Stelle der Versuch unternommen werden, die untersuchten Organisationen zu typologisieren, um dadurch Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten für feministische Organisationen zu verdeutlichen.
Die Erläuterung des verwendeten Forschungsdesigns erfolgt in Anlehnung an König/Bentler (1997), die zwischen einem Erhebungs- und einem Auswertungsdesign differenzieren und die einzelnen Schritte eines Erhebungsdesigns wie folgt kennzeichnen: ■ Auswahl geeigneter Untersuchungsmethoden ■ Begründung des forschungsmethodischen Vorgehens ■ Festlegung der Grundgesamtheit und der Stichprobe ■ Festlegung des Untersuchungsdesigns, d.h. insbesondere Erläuterung des Interviewziels sowie Auswahl und Begründung der einzelnen Leitfragen ■ Durchführung der Untersuchung: Anzahl der durchgeführten Interviews, Personenzusammensetzung (Alter, Geschlecht etc.).
Bei der Auswertung der Interviews orientiere ich mich an der von Meuser/Nagel vorgeschlagenen interpretativen Auswertungsstrategie für leitfadenorientierte ExpertInneninterviews, die zum Ziel hat, im Vergleich der verschiedenen Expertinnen-Texte „das Überindividuell-Gemeinsame herauszuarbeiten, Aussagen über Repräsentatives, über gemeinsam geteilte Wissensbestände, Relevanzkonturen, Wirklichkeitskonstruktionen, Interpretationen und Deutungsmuster zu treffen“ (Meuser/Nagel 1991, S.452). Demzufolge umfasst das Auswertungsdesign Überlegungen zur Auswahl geeigneter Auswertungsmethoden, zur Begründung des forschungsmethodischen Vorgehens sowie zur Festlegung und Begründung der einzelnen Auswertungskategorien. Voraussetzung für eine fundierte Interviewauswertung sind: ■ die sinngemäße Aufzeichnung des Gesprächstextes ■ eine ganzheitliche Betrachtung der Äußerungen der Befragten, ihrer persönlichen Relevanzen, ihrer Deutungsmuster, ihres Weltbildes ■ eine thematische Analyse, die Äußerungen zu einzelnen Themen/Fragen des Leitfadens zu einzelnen inhaltlichen Kategorien zuordnet, um zwischen verschiedenen Protokollen vergleichen zu können ■ eine Analyse des Sprachgebrauchs, d.h. der Begriffsverwendung, der Redewendungen, der „Schlüsselbegriffe“ und der Äußerungsformen (beschreibend, bewertend, erklärend / deutend).