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Sustainability Reporting

Goal: Giving an overview of the ongoing iniatives related to sustainability reporting

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Oliver Scheid
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Die Zukunft der europäischen Nachhaltigkeitsberichterstattung beginnt – aber auf eine Weise, die wenig Grund zum Jubeln bietet. Nach zähem Ringen gelang es am 21.06.2022, die politische Einigung zur vorgeschlagenen Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) zu erzielen. Dafür mussten viele Kompromisse gefunden werden, welche die Praxis noch lange beschäftigen werden. Zudem kommt ein (Folge-)Problem deutlich zum Vorschein.
Josef Baumüller
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Unternehmen mit regelmäßig mehr als 3.000 Arbeitnehmern in Deutschland sind ab dem 1.1.2023 zur Beachtung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) verpflichtet (ab 2024 sinkt der Schwellenwert auf 1.000 Arbeitnehmer). Damit einher geht eine neue Offenlegungspfl icht, die neben dem Lagebericht und einer ggf. geforderten nichtfinanziellen Berichterstattung zu erfüllen ist: Der Sorgfaltspflichtenerfüllungsbericht nach § 10 Abs. 2 LkSG. Dieser neue Bericht dient primär der behördlichen Überwachung, ist aber auch auf der Internetseite des Unternehmens mindestens sieben Jahre lang für eine allgemeine Öffentlichkeit abrufbereit zu halten. Zudem hat die EU-Kommission für die Lieferkettenüberwachung bereits deutlich weiterreichende Reformvorhaben initiiert, welche die Anforderungen in Zukunft noch weiter erhöhen werden. Vor diesem Hintergrund zielt der folgende Beitrag einerseits auf die Darstellung und Analyse der mit dem LkSG neu entstehenden Transparenz- und Überwachungspflichten nicht nur auf der Ebene des verpflichteten Unternehmens, sondern über dessen gesamte Lieferkette hinweg. Andererseits sollen Vorschläge für die konkrete Umsetzung der neuen Berichtspflichten in der Praxis dargelegt werden.
Josef Baumüller
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Wie für die Finanzberichterstattung, so stellt sich auch für die Nachhaltigkeitsberichterstattung das Problem der Erwartungslücke, was zunächst den Informationsnutzen für die Berichtsadressaten beeinträchtigt. Aufgrund teils unbefriedigender gesetzlicher Rahmenbedingungen betrifft dieses Problem nunmehr im besonderen Maße Aufsichtsrat, Abschlussprüfer und auf freiwilliger Basis beauftragte Prüfungsdienstleister und konfrontiert diese mit erheblichen Haftungs- und Strafrisiken. In der Vergangenheit wurde daher oftmals Kritik am Status quo der nichtfinanziellen Berichterstattung i. S. d. der CSR-Richtlinie laut. Nach einer umfassenden Konsultation zur Überarbeitung der CSR-Richtlinie im Jahr 2020 veröffentlichte die EU-Kommission im April 2021 ihren Entwurf einer Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD). Ob die vorgeschlagenen Bestimmungen der CSRD in der Lage sind, die Erwartungslücke bei der Prüfung von Nachhaltigkeitsinformationen zu reduzieren, soll der nachstehende Beitrag anhand ausgewählter Aspekte des Kommissionsvorschlags diskutieren.
Josef Baumüller
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https://www.wienerzeitung.at/meinung/gastkommentare/2161014-Viel-mehr-als-nur-Gewinne-erzielen.html
Oliver Scheid
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Die im Juni 2022 finalisierte Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) soll die Transpa-renz in puncto Nachhaltigkeit europäischer Unternehmen deutlich ausweiten. Zur Konkretisierung der Berichtspflichten werden sog. European Sustainability Reporting Standards (ESRS) entwickelt. Die Entwürfe für diese 13 Standards wurden Ende April 2022 veröffentlicht und zur Konsultation gestellt. Die Hintergründe zu dieser Veröffentlichung sowie die Entwürfe zu den zwei ersten Standards - E-ESRS 1 zu den grundlegenden Prinzipien der Berichterstattung und E-ESRS 2 zu allgemeinen Offenlegungsanforderungen - wurden bereits von Baumüller/Scheid/Müller in der StuB dargestellt. Der vorliegende Beitrag befasst sich hierauf aufbauend mit den elf E-ESRS, welche themenspezifische Angabepflichten zu den Aspekten "Environmental", "Social" und "Governance" umfassen. Darüber hinaus wird mit einer gesamthaften Würdigung der vorgeschlagenen Standards aus KMU-Perspektive geschlossen.
Oliver Scheid
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Die im Juni 2022 finalisierte Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) soll die Transparenz in puncto Nachhaltigkeit europäischer Unternehmen deutlich ausweiten. Zur Konkretisierung der Berichtspflichten werden sog. European Sustainability Reporting Standards (ESRS) entwickelt. 13 Entwürfe für diese Standards wurden Ende April 2022 veröffentlicht und zur Konsultation gestellt. Die Hintergründe zu dieser Veröffentlichung werden im Rahmen dieses Beitrags zunächst kurz dargestellt – unter besonderer Würdigung ihrer Relevanz aus der Perspektive des Mittelstands. Hieran anschließend werden die ersten beiden Entwürfe – E-ESRS 1 zu den grundlegenden Prinzipien der Berichterstattung und E-ESRS 2 zu allgemeinen Offenlegungsanforderungen – näher beleuchtet. Ein weiterer Beitrag in der StuB wird sich dann demnächst mit den elf weiteren E-ESRS (zu den drei Aspekten „Environmental“, „Social“ und „Governance“) auseinandersetzen und schließt mit einer gesamthaften Würdigung ab.
Oliver Scheid
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Am 29.4.2022 veröffentlichte die Project Task Force on European Sustainability Reporting Standards (PTF-ESRS) der European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) insgesamt 13 Entwürfe zu den sog. "European Sustainability Reporting Standards" (E-ESRS). Diese stehen nunmehr bis zum 8.8.2022 zur Konsultation und sollen anschließend in ihrer finalen Fassung in Form delegierter Rechtsakte von der EU-Kommission übernommen werden. Die rechtliche Grundlage dieser Übernahme stellt die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) dar, welche noch in diesem Jahr verabschiedet werden soll. Nachdem in der vorherigen Ausgabe dieser Zeitschrift bereits die fünf umweltbezogenen Entwürfe ESRS E1 bis E5 ("environment") ausführlich dargestellt wurden, befasst sich der nachstehende Beitrag mit den Entwürfen zu den ESRS S1 bis S4 ("social") sowie zu den G1 und G2 ("governance"). Nach einer Darlegung der damit verbundenen Angabepflichten werden diese im Anschluss einer kritischen Würdigung unterzogen.
Josef Baumüller
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In der EU werden gegenwärtig die Weichen gestellt für ein neues System der Transparenzpflichten, mit denen sich Unternehmen im Hinblick auf ihre Nachhaltigkeitsleistung konfrontiert sehen. Die Grundlage hierfür schafft eine neue EU-Richtlinie, die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die unmittelbar vor ihrer Verabschiedung steht. Für die Konkretisierung der Berichtspflichten werden neue Standards erarbeitet – für diese zeichnet die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) verantwortlich. Die EFRAG hat nunmehr am 29. April 2022 Entwürfe für ein erstes Set dieser Standards veröffentlicht. Diese werden im Folgenden umrissen.
Oliver Scheid
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Im Februar 2022 veröffentlichte die EU-Kommission ihren Vorschlag für eine Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD). Dieser Richtlinienentwurf fügt sich nahtlos in die zahlreichen Bestrebungen auf EU-Ebene in puncto Nachhaltigkeit ein. Neben der Definition von neuen Sorgfaltspflichten für die Unternehmen werden auch Verantwortlichkeiten für die Leitungs- und Aufsichtsorgane festgelegt. Hiervon betroffen werden nach Schätzungen der EU-Kommission etwa 13.000 Unternehmen mit Sitz in der EU sowie etwa 4.000 Unternehmen aus Drittstaaten sein. Nach Annahme des Kommissionsvorschlags zur CSDDD ist er innerhalb von zwei Jahren in das nationale Recht der EU-Mitgliedstaaten zu übernehmen. Der vorliegende Beitrag fasst die Inhalte des CSDDD-Entwurfs zusammen und geht dabei insb. auf das Zusammenspiel dieser Regelungen mit den europäischen Initiativen auf dem Gebiet der unternehmerischen Nachhaltigkeitsberichterstattung ein.
Oliver Scheid
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Am 29.4.2022 veröffentlichte die Project Task Force on European Sustainability Reporting Standard (PTF-ESRS) der European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) insgesamt 13 Entwürfe zu den sog. "European Sustainability Reporting Standards" (E-ESRS). Diese stehen nunmehr bis zum 8.8.2022 zur Konsultation und sollen anschließend in ihrer finalen Fassung in Form von delegierten Rechtsakten von der EU-Kommission übernommen werden. Die rechtliche Grundlage dieser Übernahme stellt die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) dar, mit deren Verabschiedung noch in diesem Jahr zu rechnen ist. Da die nunmehr laufende Konsultation die letzte Möglichkeit für Stakeholder darstellt, auf einer breiten Basis Beiträge zur Entwicklung dieser Standards zu leisten, sollten sie die Gelegenheit nutzen, in großer Zahl Position zu beziehen. Der vorliegende Beitrag widmet sich den Entwürfen zu den ESRS E2 bis E5, welche dem Themenkomplex "environment" zugeordnet werden. Nach einer Darstellung der insgesamt vier Entwürfe werden diese im Kontext aktueller europäischer wie auch globaler Entwicklungen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung gewürdigt.
Josef Baumüller
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Weltweit lässt sich derzeit eine Vielzahl an Initiativen beobachten, die auf eine Erweiterung der Transparenzpflichten von Unternehmen in puncto Nachhaltigkeit zielen. In der EU kommt dabei der Initiative der EU-Kommission, über die kurz vor ihrem Abschluss stehende Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) neue Standards für eine europäische Nachhaltigkeitsberichterstattung einzuführen, zentrale Bedeutung zu. Von faktisch ähnlich großer Relevanz ist für viele Unternehmen allerdings die Initiative der IFRS-Stiftung, ein Set an globalen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung im Sinne einer „global baseline“ zu entwickeln. Doch auch andere Regulatoren, wie die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC, verfolgen im globalen Kontext ähnliche Vorhaben. Im besonderen Fokus stehen dabei zumeist Angaben zum Umgang von Unternehmen mit dem Klimawandel, wie es den gegenwärtigen politischen Nachhaltigkeitsprioritäten entspricht. Der vorliegende Beitrag widmet sich dieser Entwicklung und vergleicht drei jüngst veröffentlichte Vorschläge für eine erweiterte Klimaberichterstattung durch Unternehmen. Für diese Unternehmen sollen weiterhin Empfehlungen abgeleitet werden, um sich auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten.
Am 23.02.2022 wurde von der EU-Kommission ein Vorschlag zur Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) bzw. eine Richtlinie über die Sorgfaltspflichten von Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit veröffentlicht. In inhaltlicher Hinsicht werden zunächst Sorgfaltspflichten für bestimmte Unternehmen in ihren Geschäftsbeziehungen festgelegt. Zur Umsetzung der Sorgfaltspflichten stehen verschiedene menschenrechts- und umweltbezogene Maßnahmen (hier als „Due-Diligence-Mechanismen“ bezeichnet) im Fokus, die eingerichtet werden müssen und sich mit den (tatsächlichen wie möglichen) negativen Auswirkungen aus der unternehmerischen Geschäftstätigkeit befassen. Die Verantwortung zur Sicherstellung der Umsetzung dieser Maßnahmen wird das vertretungsberichtigte Unternehmensführungsorgan tragen. Nach Annahme des Kommissionsvorschlags zur CSDDD ist die finale CSDDD innerhalb von zwei Jahren in das nationale Recht der EU-Mitgliedstaaten zu übernehmen. Der vorliegende Beitrag stellt zunächst die Regelungen zur Due Diligence im CSDDD-E mit ausgewählten Schwerpunkten kompakt dar. Im Anschluss werden die geplanten Bestimmungen kritisch gewürdigt und es wird aufgezeigt, welche Fragen aufgeworfen wer- den bzw. welche konkreten Umsetzungsmaßnahmen zur Erfüllung der unternehmerischen Sorgfaltspflichten zu empfehlen sind.
Oliver Scheid
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Am 21.4.2021 veröffentlichte die EU-Kommission ihren Vorschlag für eine Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), die anstelle der Non-Financial Reporting Directive (NFRD, auch: CSR-Richtlinie) treten und eine neue Basis für nachhaltigkeitsbezogene Transparenzpflichten für Unternehmen in der EU schaffen soll. Die weitreichenden inhaltlichen Neuerungen und der ambitionierte Zeitplan, der dem Reformvorhaben zugrunde gelegt wurde, haben den Kommissionsvorschlag ins Zentrum kontroverser Debatten gerückt. Mit Ende März dieses Jahres liegen nunmehr die Standpunkte des EU-Rats und des EU-Parlaments vor, die erkennen lassen, dass die endgültig verabschiedete Version der CSRD bedeutsame Unterschiede zum Vorschlag vom April 2021 aufweisen wird – und dass die Diskussion über die zweckmäßige Ausgestaltung der europäischen Nachhaltigkeitsberichterstattung weiterhin in vollem Gange ist. Im Folgenden wird ein Überblick über den aktuellen Stand dieser Diskussionen gegeben – und es werden die Schlussfolgerungen aufgezeigt, die Unternehmen sowie ihre Berater und Prüfer bereits heute hieraus ziehen können.
Josef Baumüller
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Die Transformation der europäischen Finanz- und Wirtschaftsordnung ist eine erklärte Zielsetzung der EU-Kommission und im Zentrum zahlreicher Reformprojekte, die in den letzten Jahren gestartet wurden. Während anfangs ein Schwerpunkt auf der Steigerung von Nachhaltigkeitstransparenz lag, rückt nunmehr die Ausgestaltung der Steuerungs- und Governance-Mechanismen in Unternehmen in den Fokus. Dabei soll allerdings erneut die Unternehmensberichterstattung eine treibende Rolle spielen. Die sich dadurch zeigenden Zusammenhänge und die Handlungsbedarfe, die sich für europäische Unternehmen bereits heute abzeichnen, skizziert der vorliegende Beitrag.
Oliver Scheid
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Am 23.2.2022 veröffentlichte die EU-Kommission den Vorschlag für eine neue Richtlinie: die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD). Hierbei handelt es sich um einen nächsten Meilenstein in ihren langjährigen Nachhaltigkeitsbestrebungen – und um das Resultat jener Stoßrichtung dabei, die in den vergangenen Jahren unter dem Titel der „Sustainable Corporate Governance“ diskutiert wurde. Besondere Aufmerksamkeit hat in der ersten Rezeption jener Teilbereich dieses Kommissionsvorschlags erfahren, der sich mit der Schaffung eines europäischen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes beschäftigt. Die Inhalte, die nunmehr zur Diskussion gestellt werden, gehen jedoch weit darüber hinaus. Der vorliegende Beitrag umreißt die Eckpunkte des CSDDD-Entwurfs und stellt wesentliche Inhalte zur Diskussion.
Oliver Scheid
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Mitte Oktober vergangenen Jahres hat die Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) drei Verlautbarungen veröffentlicht: An erster Stelle ein Dokument mit dem Titel „Implementing the Recommendations of the Task Force on Climate-related Financial Disclosures“, welches die im Juni 2017 veröffentlichten Leitlinien zur Implementierung der – weiterhin inhaltlich unveränderten – Empfehlungen der TCFD aktualisieren soll. Ein weiteres Dokument soll den Unternehmen zur Unterstützung hinsichtlich der Angabe entscheidungsnützlicher Informationen und der Verknüpfung dieser Angaben mit Schätzungen zu finanziellen Auswirkungen dienen („Guidance on Metrics, Targets, and Transition Plans“). Als drittes Dokument veröffentlichte die TCFD ihren mittlerweile vierten Statusbericht („2021 Status Report“), mit dem ein Überblick darüber gegeben wird, inwiefern Unternehmen in ihrer Berichterstattung über das Geschäftsjahr 2020 den Berichtsadressaten Informationen zur Verfügung gestellt haben, die mit den im Juni 2017 veröffentlichen TCFD-Empfehlungen übereinstimmen. Diese drei Verlautbarungen werden aufgrund ihrer immer größeren praktischen Bedeutung im Folgenden zusammenfassend dargestellt und hinsichtlich ihrer Implikationen diskutiert.
Oliver Scheid
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Giving an overview of the ongoing iniatives related to sustainability reporting
 
Josef Baumüller
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Die Standardisierung der nichtfinanziellen Berichterstattung bzw. der Nachhaltigkeitsberichterstattung erfährt mit dem Richtlinienentwurf zur Überarbeitung der Bilanz-Richtlinie (2013/34/EU) vom April 2021 einen erheblichen Bedeutungszuwachs (nicht nur) im europäischen Kontext. Damit einhergehend ist eine fast zeitgleiche Einleitung zahlreicher internationaler Initiativen zur (Weiter-)Entwicklung von Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung zu beobachten. Darunter fällt auch die Initiative zur Schaffung europäischer Standards für die nichtfinanzielle Berichterstattung, die in der EU fortan verbindlich zu beachten sein sollen. Die Verwendung europäischer Standards läuft – zumindest bezogen auf kapitalmarktorientierte Unternehmen – der bisherigen Anknüpfung an die IFRS entgegen und lässt erstmals einen stärkeren Verbindlichkeitsgrad beim Rückgriff auf spezifische Standards erwarten. Der vorliegende Beitrag fasst den Status quo zur Einbindung von Standards im bisherigen Normenrahmen der nichtfinanziellen Berichterstattung zusammen und analysiert die Neuerungen, die mit der Überarbeitung der Bilanz-Richtlinie zu erwarten sind.
Josef Baumüller
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Eine qualitätvolle Nachhaltigkeitsberichterstattung wird für immer mehr Unternehmen zu einem entscheidenden Faktor – als Wettbewerbsvorteil bzw zunehmend schon als notwendiger „Hygienefaktor“ auf den Kapitalmärkten. Die hohe Dynamik, mit der sich der Normenrahmen gegenwärtig verändert, erschwert es vielen Unternehmen , Handlungsbedarfe zu erkennen und frühzeitig die erforderlichen Schritte zu setzen. Standardsetter setzen deshalb Maßnahmen, um die Rahmenwerke zu konsolidieren. Fundamentale Auffassungsunterschiede der Reformvorhaben der IFRS Foundation und der EU-Kommission bedingen jedoch die Gefahr einer Doppelbelastung für Unternehmen. Der vorgeschlagene Baukastenansatz könnte Abhilfe schaffen. Insgesamt ist gerade der Faktor Zeit ein besonders Entscheidender, steht nicht nur die (externe) Unternehmensberichterstattung und die CFO-Organisation selbst, sondern die Steuerungslogiken der betroffenen Unternehmen vor einer gravierenden Transformation.
Josef Baumüller
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Der im Sommer letzten Jahres vollzogene Zusammenschluss des International Integrated Reporting Council (IIRC) und des Sustainability Accounting Standards Board (SASB) zur Value Reporting Foundation (VRF) sorgte für viel Aufsehen auf dem Gebiet der internationalen Rechnungslegung. Neben der Fortentwicklung des IIRC-Rahmenwerks und der SASB-Standards ist es das Ziel dieser Organisation, das integrierte Denken (integrated thinking) in der Unternehmensführung zu verankern und auch in der Unternehmensberichterstattung weiter zu festigen. Mit den im Dezember 2021 veröffentlichten „Integrated Thinking Principles“ stellt die VRF den Unternehmen nunmehr einen Leitfaden zur Verfügung, wie eine stärkere Berücksichtigung einer integrierten Denkweise erfolgen kann. Hierfür schlägt die VRF drei aufeinander aufbauende Ebenen („Level“) vor, die im nachstehenden Beitrag zunächst dargestellt und anschließend einer Würdigung unterzogen werden sollen.
Oliver Scheid
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Die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) hat im August letzten Jahres ein Diskussionspapier veröffentlicht, das mögliche Ansätze für eine verbesserte Berichterstattung über immaterielle Werte behandelt. In diesem Diskussionspapier, das noch bis zum 30.6.2022 kommentiert werden kann, wird primär die Perspektive der Finanzberichterstattung, aber auch die der Nachhaltigkeitsberichterstattung eingenommen und versucht, diese besser zu verbinden. Welche Implikationen sich diesbezüglich für die weitere Entwicklung der Unternehmensberichterstattung über immaterielle Werte ergeben, zeigt der nachstehende Beitrag auf.
Josef Baumüller
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Die Berichtssaison zum Geschäftsjahr 2021 steht für viele kapitalmarktorientierte Unternehmen im Zeichen der erweiterten Nachhaltigkeitstransparenz: Nicht nur steigt der Druck vonseiten der Stakeholder hinsichtlich einer erweiterten nichtfinanziellen Berichterstattung, sondern es sind erstmalig auch die Berichtspflichten gem. Art. 8 der Taxonomie-VO umzusetzen. Diese erfordert eine Offenlegung des Ausmaßes, in welchem die Wirtschaftsaktivitäten eines Unternehmens als ökologisch nachhaltig im Sinne des vorliegenden europäischen Nachhaltigkeitsverständnisses klassifiziert werden können. Die Unternehmenspraxis betritt hiermit Neuland – und selbst Wirtschaftsprüfer sind in einem größeren Ausmaß von diesen neuen Berichtspflichten betroffen, als es auf den ersten Blick den Anschein erwecken mag.
Josef Baumüller
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Die Nachhaltigkeitsberichterstattung steht auch in puncto Standardsetzung vor einem großen Umbruch: Als Reaktion auf entsprechende Stakeholder-Forderungen lässt sich gegenwärtig eine Harmonisierung bestehender Standards und Rahmenwerke beobachten – und zudem eine darüber hinausgehende organisatorische Konsolidierung. Im Zentrum dieser Entwicklungen steht die Idee eines „Baukasten-Ansatzes“, die in der jüngeren Vergangenheit entwickelt wurde und gegenwärtig als wichtigste Perspektive dafür erscheint, wie eine globale Ordnung in den Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung umgesetzt werden könnte – und welche Rolle dabei die Verlautbarungen der IFRS Foundation und der EU-Kommission beziehungsweise der European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) spielen könnten. Der folgende Beitrag zeichnet diese Entwicklungen nach und leitet Implikationen für die Unternehmenspraxis ab, um sich frühzeitig zu positionieren und damit den Übergang in eine veränderte globale Reporting-Landschaft vorzubereiten.
Josef Baumüller
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Non-financial reporting as established through the NFRD (2014/95/EU) has become a core element of the EU Commission's ambitions to transform the European economy towards more sustainability. To address the increased criticism which meets the current reporting requirements, the EU Commission initiated the development of a new set of European Sustainability Reporting Standards, followed by issuing the proposal for a new directive to supersede the NFRD. This paper analyzed these proposals in the light of previous findings from academia and corporate practice, contributing to an ex-ante impact assessment. As a result, it shows that improving completeness, comparability and reliability are the two main goals of the EU Commission. However, many of the new proposed requirements are excessive and raise fundamental questions concerning acceptable levels of administrative burden for companies as well as necessary conceptual fundaments for a reporting framework.
Oliver Scheid
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Angesichts der geringen Zahl an Unternehmen, die verpflichtend nach dem gegenwärtigen Rechtsrahmen der CSR-RL zu berichten haben, kam insb. die Forderung nach einer Ausweitung der Berichtspflicht zum Tragen. Gegenwärtig wird für die EU von einer Zahl von rund 11.700 Unternehmen ausgegangen, die der Berichtspflicht i.S.d. CSR-RL unterliegen. Diese Zahl berücksichtigt auch Unternehmen, die durch die z.T. den Anwendungsbereich ausweitenden Umsetzungsbestimmungen in das Recht der einzelnen Mitgliedstaaten betroffen sind. Im Vergleich zur Gesamtzahl der Unternehmen in der EU wirkt diese Zahl verschwindend gering. Dabei ist zu berücksichtigen, dass aufgrund des im Text der CSR-RL enthaltenen Kriteriums „Unternehmen von öffentlichem Interesse“ (PIE) zahlreiche Unternehmen, die größer als eine Vielzahl an gelisteten Unternehmen sind, keiner Berichtspflicht unterliegen. Bereits in konzeptioneller Hinsicht erscheint dies für ein Rechnungslegungssystem, dessen Zweck in der Abbildung der relevanten Auswirkungen wirtschaftlicher Aktivitäten liegt, als wenig tragbarer Umstand.
Josef Baumüller
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Im Rahmen der UN-Klimakonferenz in Glasgow 2021verlautbarte die IFRS Foundation offiziell die Gründung eines neuen International Sustainability Standards Board (ISSB). Als Ausblick wurden weiterhin die Entwürfe für zwei Standards vorgelegt, die von einer Technical Readiness Working Group (TRWG) ausgearbeitet wurden. In den kommenden Monaten wird auf dieser Grundlage an den ersten Standards des ISSB gearbeitet – die nicht zuletzt durch die Unterstützung der International Organization of Securities Commissions (IOSCO) und wichtiger politischer Akteure voraussichtlich binnen kürzester Zeit auf den globalen Kapitalmärkten Verbindlichkeit erlangen werden. Der nachfolgende Beitrag skizziert die aktuellen Entwicklungen sowie ihre Hintergründe und gibt einen Überblick über die vorgelegten Empfehlungen der TRWG. Hieran knüpft eine Diskussion, die auch einen Vergleich zu den Initiativen der European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) aus der jüngsten Vergangenheit zieht.
Josef Baumüller
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Der Normenrahmen für die Unternehmensberichterstattung steht gegenwärtig auf globaler Ebene vor einem Umbruch – getrieben von den Forderungen nach einer erweiterten Transparenz über Nachhaltigkeitsbelange und deren systematischen Verknüpfung mit den Informationen aus der Finanzberichterstattung. In der EU manifestiert sich dies in Form des bevorstehenden Wandels von der nichtfinanziellen Berichterstattung hinzu einer umfangreicheren europäischen Nachhaltigkeitsberichterstattung. Basierend auf dem Entwurf zu einer Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), der im April 2021vorgelegt wurde, sollen die neuen Berichtspflichten für Geschäftsjahre ab dem 1.1.2023 zur Anwendung gelangen. Wie diese ausgestaltet sein können und welche Vorbereitungsarbeiten vonseiten der zukünftig unter die Berichtspflichten fallenden Unternehmen schon heute gesetzt werden sollen, das lässt ein orgelegtes erstes Arbeitspapier der EFRAG vom September 2021 nun erstmals konkreter abschätzen.
Josef Baumüller
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Bereits im Juli 2020 – und dem Vorbild der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) folgend – wurden die Vorbereitungen für eine Task Force on Nature-related Financial Disclosures (TNFD) gestartet. Diese Initiative verfolgt das Ziel, den Stellenwert naturbedingter Risiken, welche über den Klimawandel hinaus gehen, in der Finanzberichterstattung zu verfestigen – und stellt damit eine weitere Stoßrichtung dar, Nachhaltigkeitsaspekten in der Unternehmensberichterstattung besser Rechnung zu tragen. Der nachstehende Beitrag beleuchtet zunächst die Hintergründe und Zielsetzung der TNFD und würdigt diese anschließend im Lichte der zunehmend wichtiger werdenden Verknüpfung von Nachhaltigkeits- und Finanzberichterstattung – insbes. im europäischen Kontext.
Josef Baumüller
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Der am 21.04.2021 veröffentlichte Kommissionsvorschlag für eine Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) lässt eine grundlegende Neuausrichtung und vor allem Erweiterung der nachhaltigkeitsbezogenen Transparenzpflichten europäischer Unternehmen erwarten. Neu ist insb. auch eine im Lagebericht verortete Berichterstattung über immaterielle Ressourcen von Unternehmen, die sich am Konzept der Wertschaffung orientiert und zugleich an das Konzept des Natural Capital Accounting knüpft. Der vorliegende Beitrag widmet sich einer kritischen Diskussion dieser neuen Angabepflicht und unterbreitet Vorschläge für eine Präzisierung der damit verbundenen Anforderungen an die berichtspflichtigen Unternehmen.
Oliver Scheid
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Für Unternehmen, welche eine nichtfinanzielle (Konzern-)Erklärung bzw. einen nichtfinanziellen (Konzern-)Bericht erstellen müssen, kommen zukünftig gem. Art. 8 der Taxonomie-Verordnung (Taxonomie-VO) weitere Berichtsvorgaben hinzu. Bereits für das kommende Geschäftsjahr muss von ihnen über den ökologisch nachhaltigen Anteil ihrer Umsatzerlöse, ihrer Investitionsausgaben ("CapEx") sowie ihrer Betriebsausgaben ("OpEx") berichtet werden. Die Europäische Kommission hat hierzu am 6.7.2021 die finale Fassung ihres delegierten Rechtsakts veröffentlicht, mit wel-chem die Angabepflichten zu diesen sog. "Taxonomie-Quoten" präzisiert werden. Angesichts der hohen Komplexität der Vorgaben werden die berichtspflichtigen Unternehmen hierdurch jedoch vor große praktische Umsetzungsherausforderungen gestellt. Hinzu kommt, dass der im April 2021 veröffentlichte Entwurf einer Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) die Anzahl der gem. der Taxonomie-VO berichtspflichtigen Unternehmen ab dem Jahr 2023 nochmals erheblich ausweiten wird. Der nachstehende Beitrag gibt einen Überblick über die Berichtspflichten zu Art. 8 der Taxonomie-VO und die Konkretisierungen durch den delegierten Rechtsakt und zeigt auf, worauf Unternehmen besonders zu achten haben.
Josef Baumüller
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Die Corona-Pandemie überstrahlt seit dem Frühjahr 2020 das politische und gesellschaftliche Geschehen rund um den Globus. Seitdem verging kaum ein Tag ohne neue Rückschläge oder Erfolge bei der Bekämpfung dieser globalen Herausforderung. Schnell zeichnete sich bereits zu Beginn der Pandemie ab, dass mit den gesetzten Maßnahmen drastische wirtschaftliche Folgen verbunden sein werden. Und selbst anderthalb Jahre später, zur Jahresmitte 2021, hat sich die Situation für viele Unternehmen nur in eingeschränktem Maße verbessert. So kämpfen nach wie vor ganze Branchen und Berufszweige um ihre Existenz; der Mittelstand scheint hiervon im Besonderen betroffen zu sein. Insbesondere große Unternehmen mussten sich zudem auch sorgfältig damit befassen, wie sie die Folgen der Corona-Pandemie in ihrer Rechnungslegung berücksichtigen: Während im Berichtsjahr 2020 noch die Finanzberichterstattung mit der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in den Vordergrund gerückt und im Schrifttum prioritär thematisiert wurde, ergeben sich ebenso für die nichtfinanzielle Berichterstattung – mindestens im gleichen Maße – Konsequenzen, die allerdings erst langsam erkannt wurden. Der nachstehende Beitrag befasst sich mit Letzteren und gibt Beispiele aus der Berichterstattungspraxis.
Josef Baumüller
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Ende April 2021 hat die EU-Kommission ihren Entwurf für eine Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) veröffentlicht. Dieser Vorschlag fügt sich nahtlos in weitere regulatorische Vorgaben zur Sustainable Finance ein, mit der insgesamt ein nachhaltiges Finanz- und Wirtschaftssystem etabliert werden soll. Ein wesentlicher Bestandteil dieses regulatorischen Gerüsts sind erweiterte Offenlegungspflichten mit Bezug auf die Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen, auf deren Grundlage die Mittelflüsse auf den Kapitalmärkten neu ausgerichtet werden sollen. Der vorliegende Beitrag stellt diese Zusammenhänge dar, hebt dabei den zentralen Stellenwert des europäischen Finanzsektors für die angestrebte Nachhaltigkeitstransformation hervor und zeigt auf, was Unternehmen zukünftig zu beachten haben.
Oliver Scheid
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Seit Inkrafttreten der CSR-Richtlinie (2014/95/EU) im Jahr 2014 hat die nichtfinanzielle Berichterstattung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Der damit geschaffene Normenrahmen ist seitdem allerdings ebenso Gegenstand weitreichender Kritik gewesen. Insbesondere im Rahmen der im letzten Jahr von der EU-Kommission durchgeführten Konsultation zur Überarbeitung der CSR-Richtlinie wurden zahlreiche Handlungsbedarfe ersichtlich. Der im April 2021 veröffentlichte Vorschlag zur Neufassung einer Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ist vor diesem Hintergrund als Versuch anzusehen, die wichtigsten Probleme des gegenwärtigen europäischen Normenrahmens zu adressieren und dabei den weiterreichenden Ambitionen der EU-Kommission in puncto Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen. Der nachstehende Beitrag stellt ausgewählte Vorschläge der CSRD vor und würdigt diese aus der Perspektive deutscher Unternehmen kritisch.
Josef Baumüller
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Am 21.4.2021 veröffentlichte die EU-Kommission ihre Entwurfsfassung zur Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), mit der die Rahmenbedingungen für die nichtfinanzielle Berichterstattung (bzw. zukünftig für die Nachhaltigkeitsberichterstattung) in der EU grundlegend überarbeitet werden sollen. Neben einer erheblichen Ausweitung des Anwendungsbereichs und inhaltlichen Erweiterungen zur Ausgestaltung der Berichtspflichten stehen im Besonderen die geplanten Änderungen hinsichtlich der Prüfung der Nachhaltigkeitsberichterstattung im Fokus. War die inhaltliche Prüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung i. S. der CSR-Richtlinie bislang nur für den Aufsichtsrat verpflichtend, soll zukünftig eine externe inhaltliche Prüfung durch den Abschlussprüfer implementiert werden. Langfristig soll dabei das Prüfungsniveau einer hinreichenden Sicherheit angestrebt werden, womit die Nachhaltigkeitsberichterstattung – zumindest diesbezüglich – „auf Augenhöhe“ mit der Finanzberichterstattung stehen würde. Auch im Hinblick auf das Enforcement sind zahlreiche Verschärfungen vorgesehen. Der nachstehende Beitrag fasst die geplanten Änderungen zur externen Prüfung der Nachhaltigkeitsberichterstattung im CSRD-Entwurf zusammen und würdigt anschließend die damit einhergehenden Implikationen für den Berufsstand der Wirtschaftsprüfer.
Oliver Scheid
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Die Bundesregierung hat Anfang Mai 2021 die erste deutsche Sustainable-Finance-Strategie beschlossen. Hiermit wird das Ziel verfolgt, Deutschland zu einem führenden Sustainable-Finance-Standort auszubauen – um somit auch notwendige Investitionen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu mobilisieren. Neben der Umschichtung von Anlagen des Bundes in nachhaltige Anlageformen oder Nachhaltigkeitskennzeichnungen für Verbraucher („Nachhaltigkeitsampel“) ist auch eine Stärkung der Nachhaltigkeitsberichterstattung von deutschen Unternehmen vorgesehen.
Oliver Scheid
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Mit der vorgesehenen Ausweitung der Berichtspflichtenauf rund 15.000 deutsche Unternehmen gibt der im April 2021 veröffentlichte EU-Richtlinienentwurf zur Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) Nachhaltigkeitsaspekten eine ganz neue Bedeutung im Rahmen der Unternehmensberichterstattung. Zentrale Vorschläge sind die ausschließliche Verortung der Nachhaltigkeitsinformationen im Lagebericht sowie die Möglichkeit, auf europäischer Ebene detaillierte Berichtsstandards zu Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekten verbindlich zu regeln. Zur Sicherung der Zuverlässigkeit der Nachhaltigkeitsdaten sollen neben unternehmensinternen Vorgaben insb. die externe Prü- fungspflicht und ein Enforcement durch die nationalen Finanzmarktaufsichten eingeführt werden. Der nachstehende Beitrag gibt einen Überblick über die wesentlichen durch die CSRD vorgeschlagenen Neuerungen und den indikativen Zeitplan für deren Verabschiedung und Umsetzung, der eine erstmalige Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2023 vorsieht.
Josef Baumüller
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Unternehmen sehen sich in jüngster Zeit zunehmend mit dem Druck von Regulatoren und Investoren konfrontiert, sich mit dem Thema des Klimawandels im Rahmen ihrer Rechnungslegung zu befassen. Dies gilt sowohl im globalen als auch im europäischen Umfeld, wo sich derzeit einheitlichere Berichterstattungsvorgaben herauskristallisieren, die in einem stärker regulierten Umfeld auch von Enforcement-Institutionen durchgesetzt werden sollen. Diese Entwicklung sowie ihre Implikationen für die Praxis der Unternehmensberichterstattung behandelt der nachfolgende Beitrag.
Josef Baumüller
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Seit Inkrafttreten der Corporate-Social-Responsibility-(CSR-)Richtlinie (2014/95/EU) im Jahr 2014 ist die nichtfinanzielle Berichterstattung Gegenstand kontroverser Diskussionen. Die im letzten Jahr von der Europäischen Kommission initiierte Konsultation zur Überarbeitung dieser Richtlinie unterstrich den vonseiten vieler Stakeholder wahrgenommenen Handlungsbedarf weiter. Dies führte im April 2021 zum Vorschlag einer Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), mit der die Passagen zur nichtfinanziellen Berichterstattung in der Bilanz-Richtlinie (2013/34/EU) geändert werden sollen. Die erstmalige Anwendung der Berichtspflichten der CSRD durch die Unternehmen ist bereits für das Geschäftsjahr 2023 geplant. Der nachstehende Beitrag fasst die wesentlichen rechnungslegungsbezogenen Vorschläge der CSRD zusammen und würdigt sie kritisch. (https://epub.wu.ac.at/id/eprint/8144)
Josef Baumüller
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Josef Baumüller
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Die Prüfung nichtfinanzieller Informationen erhält seit jeher sowohl vonseiten der Gesetzgebung als auch im Schrifttum eine hohe Aufmerksamkeit. Aufgrund der schwierigen Erfassbarkeit nichtfinanzieller Informationen kommt ihrer Prüfung eine besondere Rolle zu, insbesondere hinsichtlich Prüfungsumfang, Prüfungsintensität oder infrage kommender Prüfungsstandards. Eine inhaltliche (externe) Prüfung nichtfinanzieller Informationen – die derzeit (noch) nicht gesetzlich vorgeschrieben ist – erfolgt bei großen kapitalmarktorientierten Unternehmen schon seit einigen Jahren auf freiwilliger Basis: Sollte eine solche Prüfung zukünftig tatsächlich auf unionsrechtlicher Basis eingeführt werden, würde dies auch eine steigende Verantwortung für den Abschlussprüfer bedeuten. Immerhin bedeutet die Einführung der inhaltlichen Prüfpflicht für nichtfinanzielle Informationen eine Annäherung an die finanziellen Informationen und kommt somit einer Aufwertung gleich. In diesem aktuell zu beobachtenden Annäherungsprozess zeigen sich Uneinigkeiten im Besonderen bei der erforderlichen Prüfungstiefe – also ob die Prüfung mit begrenzter oder hinreichender Sicherheit zu erfolgen hat. Der vorliegende Beitrag beleuchtet den diesbezüglichen Status quo und zeigt mögliche Entwicklungstendenzen für die Zukunft der Prüfung nichtfinanzieller Informationen auf.
Josef Baumüller
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Die IFRS Foundation sorgte im September 2020 mit der Veröffentlichung eines Diskussionspapiers zur zukünftigen Standardsetzung im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung für viel Aufsehen. Dessen Herzstück stellte der Vorschlag dar, ein Sustainability Reporting Standards Board (SSB) zu gründen, das fortan gleichrangig zum International Accounting Standards Board (IASB) tätig werden soll. Nachdem die dazugehörige Konsultation am 31.12.2020 endete, setzte die IFRS Foundation im noch jungen Jahr 2021 bereits nächste Schritte für die Entwicklung neuer globaler Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Weitere Relevanz erhalten die Bemühungen durch den Entwurf der überarbeiteten CSR-Richtlinie, bei welchem sich weitreichende Änderungen hinsichtlich der Standardisierung nichtfinanzieller Information erwarten lassen. Der nachstehende Beitrag soll als „Update“ zum Beitrag von Baumüller/Scheid aus der Ausgabe 12/2020 den momentanen Status quo der Bemühungen der IFRS Foundation darstellen und mögliche Entwicklungstendenzen aufzeigen.
Josef Baumüller
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Nach ihrer gemeinsamen Absichtserklärung vom September 2020, in der fünf international führende Standardsetzer auf dem Gebiet der Nachhaltigkeitsberichterstattung – namentlich das Carbon Disclosure Project (CDP), der Climate Disclosure Standards Board (CDSB), die Global Reporting Initiative (GRI), der International Integrated Reporting Council (IIRC) sowie der Sustainability Accounting Standards Board (SASB) – erklärten, sich zukünftig für ein umfassendes System der Unternehmensberichterstattung einsetzen zu wollen, hat diese Initiative bereits im Dezember 2020 einen Prototyp eines Standards für klimabezogene finanzielle Angaben vorgelegt. In dem 53-seitigen Konzeptpapier, das hierzu veröffentlicht wurde, wird von den Organisationen veranschaulicht, wie ihre jeweiligen Rahmenkonzepte (IIRC) bzw. Standards (CDP, CDSB, GRI, SASB) mit den von der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) dargestellten Elementen verbunden und genutzt werden können. Der nachstehende Beitrag fasst die Kerninhalte dieses Konzeptpapiers zusammen und würdigt sie anschließend im Lichte der sich gegenwärtig verändernden Anforderungen an die Unternehmensberichterstattung.
Josef Baumüller
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Der International Integrated Reporting Council (IIRC) hat sein Rahmenwerk für die integrierte Berichterstattung von Unternehmen überarbeitet-zum ersten Mal seit der Erstveröffentlichung dieses Rahmenwerks Ende 2013. Nach einem ausführlichen Überarbeitungsprozess, der im Februar 2020 angestoßen wurde und bei dem drei Schlüsselthemen zur Überarbeitung identifiziert wurden, veröffentlichte der IIRC die überarbeitete Fassung im Januar 2021. Die dabei erzielten zentralen Ergebnisse stellen v. a. die Vereinfachung der sog. "Verantwortlichkeitserklärung" (statement of responsibility), ein verbesserter Einblick in den zugrunde liegenden Berichterstattungsprozess, eine klarere Unterscheidung zwischen Arbeitsergebnissen (outputs) einerseits und internen oder externen Auswirkungen der Geschäftstätigkeit (outcomes) andererseits sowie eine stärkere Betonung der Berichterfordernisse hinsichtlich Werterhaltungs- und Wertbeeinträchtigungsszenarien dar. Der folgende Beitrag fasst diese Entwicklungen sowie die damit einhergehen-den Neuerungen für die Berichterstattungspraxis zusammen. Er schließt mit einer gesamthaften kritischen Würdigung der Neufassung des Rahmenwerks des IIRC sowie der gegenwärtig im Umfeld des integrated reporting allgemein zu beobachtenden Entwicklungen ab.
Josef Baumüller
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Unternehmen sehen sich mit stetig wachsenden Anforderungen an ihre Nachhaltigkeitsleistung - im Sinne der Corporate Social Responsibility (CSR) - konfrontiert. Die Pflichten und Inhalte der Berichterstattung über die Nachhaltigkeits-leistung von Unternehmen regelt in Deutschland insbesondere das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG). Dazu kommen zahlreiche Empfehlungen, die insbesondere auf EU-Ebene verlautbart werden. Neben bestimmten Unternehmen von öffentlichem Interesse sind davon mittelbar auch zahlreiche kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) betroffen, die sich - unter anderem als Bestandteil der Lieferkette von großen Konzernen - mit zunehmend erweiterten Nachweispflichten konfrontiert sehen. In der Praxis ergeben sich bei der Umsetzung des CSR-RUG zahlreiche Probleme. Neben offenen Grundsatzfragen bei der Identifikation der Berichtsinhalte sind viele Fragen im Bereich der verpflichtenden bzw. freiwilligen Prüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung unklar. Weitere Herausforderungen zeigen sich bei den Berichtspflichten zur Lieferkette, bei der Auswahl und dem Einsatz aussagekräftiger nichtfinanzieller Leistungsindikatoren und bei einer fehlenden Sensibilisierung für die nichtfinanzielle Berichterstattung in Entscheidungs- und Aufsichtsgremien von Unternehmen, etwa beim Aufsichtsrat. Vor dem Hintergrund der immer komplexeren Anforderungen und stetig neuer regulatorischen Entwicklungen geben die Autor*innen einen aktuellen Gesamtüberblick zum CSR-RUG und zu weiteren Regelungen zur nichtfinanziellen Berichterstattung. Dazu werden die wichtigsten Gestaltungsoptionen, Problemfelder sowie konkrete Lösungsansätze aufgezeigt und anhand aktueller Praxisbeispiele, Checklisten und Schaubilder veranschaulicht. Entsprechende Verlinkungen und QR-Codes führen die Leser*innen dabei sowohl online als auch offline direkt zu den genannten nichtfinanziellen Berichten.
Oliver Scheid
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Die Möglichkeiten und Grenzen des Enforcements im gegenwärtigen Rechtsrahmen der nichtfinanziellen Berichterstattung haben zuletzt in der deutschsprachigen Literatur eine hohe Aufmerksamkeit erfahren. Den Ausgangspunkt hierzu stellt der Befund dar, dass seitens des (noch) zuständigen deutschen Enforcers – der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung e.V. (DPR) – augenscheinlich nur geringes Augenmerk auf die nichtfinanzielle Berichterstattung gelegt wird, womit sich die DPR im Kontrast zu den Entwicklungen in anderen EU-Mitgliedstaaten positioniert. Als größter Streitpunkt erweist sich im Hinblick auf die unterschiedliche Umsetzung der Prüfungsschwerpunkte auf nationaler Ebene v.a. das in Kap. II dargestellte Verständnis vom zulässigen Prüfungsgegenstand des Enforcements. Für die deutsche Rechtslage wird dieses im darauf folgenden Kap. III diskutiert. Dabei werden insb. die Ursprünge des gegenwärtig vorherrschenden Rechtsverständnisses kritisch gewürdigt und Handlungsbedarfe aufseiten der DPR hervorgestrichen, die sich in Abhängigkeit vom erzielten Auslegungsergebnis ergeben. Im Ergebnis wird v.a. die DPR selbst in die Pflicht genommen, um bereits unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen den nichtfinanziellen Berichtspflichten mehr Nachdruck zu verleihen.
Angesichts des für Mitte April 2021 erwarteten EU-Gesetzgebungsvorschlags zur Überarbeitung der EU-CSR-Richtlinie wird sich die deutsche Bundesregierung in den kommenden Wochen zu möglichen Brüsseler Vorschlägen positionieren müssen. Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) hatte daher bereits im Frühjahr 2020 das Deutsche Rechnungslegungs Standards Committee e .V. (DRSC) damit beauftragt, eingehend die bisherige Umsetzung der im Jahr 2017 im Handelsgesetzbuch verankerten Unternehmensberichtspflichten zu ökologischen, sozialen und gesellschaftlichen Aspekten zu untersuchen. Die am 11.2.2021 vorgelegte DRSC-Studie befasst sich mit der Erhebung und Auswertung der nichtfinanziellen Berichterstattung für die Geschäftsjahre 2017 bis 2019, den Ergebnissen einer Reihe von outreach-Veranstaltungen mit sämtlichen relevanten Stakeholdern sowie darauf basierenden Handlungsempfehlungen für die Stärkung der nichtfinanziellen Berichtspflichten auf europäischer Ebene.
Oliver Scheid
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Die IFRS Foundation hat am 20.11.2020 Lehrmaterialien veröffentlicht, die aufzeigen sollen, wie die bestehenden IFRS-/IAS-Standards Unternehmen u.U. dazu verpflichten (können), klimabezogene Aspekte in ihrer Berichterstattung zu berücksichtigen, wenn deren Auswirkungen für den Jahresabschluss wesentlich sind. Ob nun bei Vorräten, latenten Steuern, Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten oder Rückstel- lungen und Eventualverbindlichkeiten – klimabezogene Aspekte können an verschiedensten Stellen Einfluss auf den Ansatz und die Bewertung im Rahmen des IFRS-Jahresabschlusses haben.
Oliver Scheid
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Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat im Oktober 2020 den Prüfungshinweis IDW PH 9.350.2 verabschiedet sowie ein Positionspapier zur nichtfinanziellen Berichterstattung veröffentlicht. Ersterer beschreibt die gesetzlichen Pflichten zur Aufstellung und Publizität der nichtfinanziellen Berichterstattung nach §§ 289b bis 289e, § 315b und § 315c HGB durch bestimmte Unternehmen und legt in Abhängigkeit von Form, Zeitpunkt und Art der Prüfung durch den Abschlussprüfer dar, welche Anforderungen und Auswirkungen sich auf den Bestätigungsvermerk nach den vom IDW festgestellten Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung im Einzelfall ergeben. Das IDW Positionspapier geht neben der Prüfung nichtfinanzieller Informationen auch auf deren Sichtweise zur weitergehenden Standardisierung der nichtfinanziellen Berichterstattung sowie zur Fortentwicklung der integrierten Unternehmensberichterstattung ein.
Josef Baumüller
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Die Corona-Pandemie überstrahlt mittlerweile schon rund ein Jahr das politische und gesellschaftliche Geschehen rund um den Globus. Seitdem verging kaum ein Tag ohne neue Rückschläge oder Erfolge bei der Bekämpfung dieser globalen Herausforderung. Schnell zeichnete sich bereits Anfang letzten Jahres ab, dass mit den gesetzten Maßnahmen drastische wirtschaftliche Folgen verbunden sein werden. So kämpfen nach wie vor ganze Branchen und Berufszweige um ihre Existenz; der Mittelstand scheint hiervon im Besonderen betroffen zu sein. Große Unternehmen müssen sich zudem auch sorgfältig damit befassen, wie sie die Folgen der Corona-Pandemie in ihrer Rechnungslegung berücksichtigen: Während hierbei bisher die Finanzberichterstattung mit der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in den Vordergrund gerückt und im Schrifttum prioritär thematisiert worden ist, ergeben sich ebenso für die nichtfinanzielle Berichterstattung - mindestens im gleichen Maße- Konsequenzen. Der nachstehende Beitrag befasst sich mit Letzteren und gibt Umsetzungshinweise für die bevorstehende Berichtssaison.
Oliver Scheid
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Das IDW hat im Herbst 2020 ein Positionspapier zur Zukunft der nichtfinanziellen Berichterstattung und deren Prüfung veröffentlicht. In diesem spricht sich das IDW für eine stärkere Standardisierung der nichtfinanziellen Berichterstattung sowie für eine integrierte Berichterstattung aus. Mit seinem Positionspapier folgt das IDW grds. der Linie europäischer und nationaler Gesetzgeber und schreibt die Anforderungen konsequent fort.
Oliver Scheid
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Zur Behandlung der nichtfinanziellen Berichterstattung durch den Abschlussprüfer hat das IDW im Herbst 2020 den Prüfungshinweis PH 9.350.2 verabschiedet und veröffentlicht. Darin wird erläutert, wie – in Abhängigkeit von Form und Zeitpunkt der Erfüllung der gesetzlichen Verpflichtung zur nichtfinanziellen Berichterstattung der Unternehmen – die Anforderungen zur Berichterstattung des Abschlussprüfers im Bestätigungsvermerk konkret umgesetzt werden können.
Josef Baumüller
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Europäische Unternehmen sehen sich mit der Herausforderung konfrontiert, zunehmend über Nachhaltigkeitsbelange Rechenschaft ablegen zu müssen. Um die dafür erforderlichen Berichtsinhalte zu generieren und eine positive Außendarstellung zu erreichen, die sich nicht die Kritik des bloßen „Greenwashing“ gefallen lassen muss, ist die Implementierung neuer Berichts- und Managementprozesse erforderlich. Insbesondere für das unternehmensweite Risikomanagement wird damit Weiterentwicklungsbedarf impliziert, der nicht nur die Identifikation der relevanten nichtfinanziellen Risiken verlangt, sondern auch den Einsatz von Methoden für die Bewertung dieser Risiken. Den Anforderungen und Möglichkeiten iVm diesem letztgenannten Aspekt, der in der Praxis häufig noch einen geringen Umsetzungsgrad aufweist, widmet sich der vorliegende Beitrag.
Josef Baumüller
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Obwohl er sich weder dem Text der CSR-Richtlinie (2014/95/EU) noch den Transformationen dieser Richtlinie in das deutsche bzw. österreichische Bilanzrecht explizit entnehmen lässt, gilt der Wesentlichkeitsgrundsatz doch – zutreffend – als das „Herzstück“ der nichtfinanziellen Berichterstattung. Dem Einklang, der in diesem Punkt herrscht, steht eine große Vielfalt an Auffassungen gegenüber, wie dieser Grundsatz auszulegen und in der Praxis anzuwenden ist. Klarstellungen, aber auch neue Konfliktpunkte verspricht nunmehr die bevorstehende Neufassung der CSR-Richtlinie. Die Kernfragen des Status quo sowie die sich abzeichnenden Entwicklungsperspektiven darzustellen, dies ist das Ziel des vorliegenden Beitrages. Er leitet hieraus Handlungsempfehlungen ab, um bereits heute die Rechtssicherheit in der Anwendung für berichtspflichtige Unternehmen zu erhöhen und für absehbare Reformen gerüstet zu sein.
Oliver Scheid
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Mit ungebrochenem Eifer wird in der EU derzeit das Fundament für eine weitreichende Änderung des Finanzsystems gelegt. Die Entwicklung steht dabei ganz im Zeichen einer verbesserten Nachhaltigkeit und verpflichtet Unternehmen, auf unmittelbarem und mittelbarem Wege ihre Wertschöpfung nachhaltig(er) auszurichten und diese transparent offenzulegen, was u.a. auch mit Auswirkungen auf die Unternehmensberichterstattung einhergeht. Der vorliegende Beitrag stellt den aktuellen Status quo der Sustainable-Finance-Initiative der EU dar und beleuchtet dabei auch die damit einhergehenden Folgen für die Unternehmensberichterstattung.
Josef Baumüller
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Die nichtfinanziellen Berichtspflichten, die mit der CSR-Richtlinie (RL 2014/95/EU) in das europäische Bilanzrecht eingeführt wurden, stehen nunmehr vor einer grundlegenden Überarbeitung. Die anstehende Neufassung der CSR-Richtlinie lässt eine Ausweitung sowohl im Anwendungsbereich als auch hinsichtlich der inhaltlichen Berichtspflichten erwarten. Bei Letzterem wird die sogenannte "Standardisierung" eine Rolle spielen - im Konkreten insbesondere die verpflichtende (und bestenfalls einheitliche) Anwendung von Rahmenwerken für die nichtfinanzielle Berichterstattung. Der folgende Beitrag fasst den diesbezüglichen Status quo und aktuelle Entwicklungen auf diesem Gebiet zusammen. Dabei wird eine politische Dimension der angesprochenen Gestaltungsfragen hervorgehoben, die immer mehr an Gewicht zu gewinnen scheint.
Oliver Scheid
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Die IFRS Foundation hat am 30.09.2020 ein Diskussionspapier zur zukünftigen Standardsetzung im Bereich der Nachhaltigkeitsberichterstattung veröffentlicht. Mit neuen, globalen Standards soll dem gestiegenen Informationsbedürfnis aufseiten der Kapitalmarktakteure in puncto Nachhaltigkeit Rechnung getragen werden. Doch auch die EFRAG widmet sich im Auftrag der EU-Kommission gerade derselben Thematik. Kann das gut gehen?
Josef Baumüller
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Die nichtfinanzielle Berichterstattung in der EU steht vor einem grundlegenden Wandel. Neben dem Aktionsplan zur nachhaltigen Finanzierung, welchen die EU-Kommission mit ungebrochenem Eifer vorantreibt und dabei auch erweiterte nachhaltigkeitsbezogene Transparenzpflichten vorsieht, liegt dies v. a. in der bevorstehenden Überarbeitung der CSR-Richtlinie begründet. Hierzu veröffentlichte die EU-Kommission bereits im Februar dieses Jahres eine Konsultation. Diese um-fasste so weitgehende Vorschläge wie jenen, dass zukünftig kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) direkt vom Anwendungsbereich der überarbeiteten CSR-Richtlinie erfasst sein könnten. Da KMU bisher primär nur indirekt von den Berichtspflichten der CSR-Richtlinie betroffen sind, würde sich der Verwaltungsaufwand für diese Unternehmen deutlich erhöhen. Der Beitrag stellt - unter Einbezug der einschlägigen Konsultationsergebnisse zur Überarbeitung der CSR-Richtlinie - diese Entwicklungsperspektiven kommentierend vor.
Oliver Scheid
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Im Rahmen der Sustainable-Finance-Initiative der EU sind gegenwärtig zahlreiche Regulierungsmaßnahmen festzustellen, welche das Fundament für ein nachhaltiges, EU-weites Finanzsystem legen sollen. Weitreichende Auswirkungen sind hierbei v. a. auf die Unternehmensfinanzierung sowie auf dafür erforderliche nachhaltigkeitsrelevante Transparenzpflichten zu erwarten – was sowohl unmittelbar für kapitalmarktorientierte Großunternehmen als auch mittelbar für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) gilt. Gerade für Letztere implizieren die neuen Regulierungen einen Bedeutungsgewinn der nichtfinanziellen Berichterstattung: Obwohl KMU sich schon seit vielen Jahren bewusst mit Nachhaltigkeit befassen, fehlen i. d. R. etablierte nichtfinanzielle Berichtssysteme – welche zudem mit einem erheblichen finanziellen Mehraufwand verbunden sind. Aufgrund dessen wurden KMU vom europäischen Richtliniengeber bei der 2014 veröffentlichten CSR-Richtlinie nicht unmittelbar in den Anwendungsbereich der damals neu geschaffenen nichtfinanziellen Berichtspflicht einbezogen. Vor diesem Hintergrund zeigt der nachstehende Beitrag den derzeitigen Status quo der Regulierungsmaßnahmen der EU zur Sustainable Finance auf und beleuchtet die mittelbare Rolle von KMU in der nichtfinanziellen Berichterstattung näher.
Oliver Scheid
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Nachdem Teil 1 dieses Beitrags die regulatorischen Hintergründe zu den beiden Konsultationen der EU-Kommission anlässlich der anstehenden Überarbeitung der CSR-Richtlinie dargestellt und die Ergebnisse zum „Inception Impact Assessment“ zusammengefasst hat, widmet sich Teil 2 den zentralen Themen der Hauptkonsultation. Diese wurde am 20.02.2020 veröffentlicht und konnte bis zum 11.06.2020 kommentiert werden. Zunächst werden die Ergebnisse dieser Konsultation ausführlich dargestellt, um anschließend eine gesamthafte Würdigung des über beide Konsultationen hinweg aufgezeigten Handlungsbedarfs sowie der bisherigen Reaktionen vonseiten der EU-Kommission vorzunehmen. Bereits die Stellungnahmen zum Inception Impact Assessment anlässlich der Überarbeitung der CSR-Richtlinie verdeutlichen, dass ihre derzeit geltenden Bestimmungen als besonders reformbedürftig wahrgenommen werden. Dieses Meinungsbild bestätigen die Stellungnahmen zur Hauptkonsultation bzw. verschärfen es sogar noch: Es zeigt sich vor allem, dass grundlegende Aspekte – wie etwa der zugrunde liegende Wesentlichkeitsbegriff, die Verwendung von Rahmenwerken, die externe Prüfung nichtfinanzieller Informationen oder der Anwendungsbereich der Berichtspflichten – einer Weiterentwicklung bedürfen, um Relevanz, Entscheidungsnützlichkeit und Vergleichbarkeit der nichtfinanziellen Berichterstattung in der EU zu erhöhen. Neben diesen Problemstellungen sollen im Folgenden aber auch mögliche Lösungsansätze dargelegt werden, die im Zuge der Konsultation aufgezeigt wurden. Mit Gewissheit lässt sich jedenfalls schon sagen, dass die Überarbeitung der CSR-Richtlinie durch die EU-Kommission auch in den folgenden Monaten und Jahren von zahlreichen kontroversen Debatten begleitet sein wird.
Oliver Scheid
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Die Klimaberichterstattung umfasst nach h.M. mittlerweile nicht nur die bloße Offenlegung klimarelevanter Unternehmensdaten, wie etwa CO2-Emissionen. Vielmehr soll die Klimaberichterstattung von Unternehmen aussagekräftige Informationen zur Verfügung stellen, wie der Klimawandel sowie die damit einhergehenden Maßnahmen zu seiner Begrenzung und zur Vermeidung von Treibhausgasemission sowohl die finanzielle als auch die nichtfinanzielle Performance, die Unternehmensstrategie und somit auch den unternehmerischen Erfolg in der Zukunft beeinflussen (werden). Dieser weitreichende Anspruch an die Unternehmensberichterstattung hat sich in den vergangenen Jahren als ein Teil der Initiativen zur Bekämpfung der Erderwärmung, die hierfür Unternehmen als wesentliche Mitverursacher in die Pflicht nehmen, herausgebildet. Vor diesem Hintergrund und den daraus abgeleiteten Implikationen – und insb. dem erwartbaren weiteren Bedeutungsgewinn der Rechnungslegung über Klimabelange durch Unternehmen in der EU – widmet sich der vorliegende Beitrag dem aktuellen Stand der Klimaberichterstattung als eigenständige Rechnungslegungskonzeption, die sich zunehmend von der nichtfinanziellen bzw. Nachhaltigkeitsberichterstattung loszulösen und sich zu einem Berichtskonzept sui generis zu entwickeln scheint. Dazu werden zunächst aktuelle Entwicklungsfelder der klimarelevanten Berichterstattung im EU-Raum kurz vorgestellt. Im Anschluss daran werden grundlegende Leitlinien, welche für die Klimaberichterstattung infrage kommen, näher beleuchtet. Abschließend soll die Klimaberichterstattung in der EU als zunehmend isoliert anzusehendes Berichtsformat kritisch gewürdigt werden.
Oliver Scheid
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In der ersten Jahreshälfte 2020 widmeten sich gleich zwei Konsultationen der EU-Kommission der Weiterentwicklung der nichtfinanziellen Berichtspflichten. Die hohe Resonanz, auf welche diese Konsultationen stießen, unterstreicht den wahrgenommenen Handlungsbedarf im europäischen relevanten Rechtsrahmen und bietet eine breite Datenbasis zu den wesentlichen Problemfeldern sowie der inhaltlichen Stoßrichtung für die Neufassung der CSR-Richtlinie. Der vorliegende Beitrag fasst die zentralen Erkenntnisse aus beiden Konsultationen zusammen und diskutiert sie hinsichtlich der dabei zum Ausdruck gekommenen Stakeholder-Interessen und ihrer Implikationen kritisch. Teil 1 widmet sich zunächst der Darstellung der Hintergründe und den Ergebnissen zur ersten Konsultation („Inception Impact Assessment“) aus dem Januar und Februar 2020.
Oliver Scheid
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Im Hinblick auf die nichtfinanzielle Berichterstattung steht das Jahr 2020 im Zeichen der Überarbeitung der CSR - Richtlinie: Von Februar bis Juni dieses Jahres hatten verschiedene Interessengruppen Gelegenheit, hierzu im Rahmen einer Konsultation ausführlich Stellung zu nehmen. Thematisiert wurden etwa die Schärfung des Wesentlichkeitsbegriffs oder eine mögliche Ausweitung des Anwenderkreises. Aber auch die externe Prüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung wurde mit acht Fragen adressiert, die vor allem mögliche Verschärfungen des gegenwärtigen Normenrahmens zum Inhalt haben. Aufbauend auf den von den Autoren vorangestellten Überlegungen in WP Praxis 6/2020 werden im nachstehenden Beitrag die Konsultationsergebnisse zu diesen Fragen zusammenfassend dargestellt und im Anschluss kurz kritisch gewürdigt.
Josef Baumüller
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Die sog. „Coronakrise“ hat sich in den vergangenen Monaten zum weltweit die Debatten bestimmenden Thema entwickelt. Neben den vielschichtigen gesellschaftlichen Folgen im Allgemeinen sind es dabei v.a. die verheerenden wirtschaftlichen Auswirkungen, welche die kommenden Jahre prägen werden. Für viele Unternehmen haben diese ein existenzbedrohendes Ausmaß angenommen. Zu den Fragen, mit denen sich diese nun konfrontiert sehen, gehören auch solche zur ordnungsgemäßen Abbildung der Coronakrise in der Unternehmensberichterstattung; die Überlegungen dazu dürfen sich nicht nur auf die Finanzberichterstattung beschränken, sondern sind gleichermaßen für die nichtfinanzielle Berichterstattung bedeutsam. Diesen letztgenannten Aspekt, der bisher noch (zu) wenig Aufmerksamkeit erhalten hat, stellt der folgende Beitrag in den Fokus. Er streicht neben allen diesbezüglichen Herausforderungen weiterhin Chancenaspekte heraus, die damit für die berichtspflichtigen Unternehmen verbunden sind.
Oliver Scheid
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Am 20.2.2020 hat die EU - Kommission ihr – lang erwartetes – Konsultationspapier zur beabsichtigten Überarbeitung der CSR - Richtlinie vorgelegt. Bis Mitte Juni dieses Jahres können nun Stakeholder, wie (berichtspflichtige) Unternehmen, Wirtschaftsprüfer, Standardsetzer oder sonstige Interessengruppen, Vorschläge hinsichtlich der Weiterentwicklung des Normenrahmens für die nichtfinanzielle Berichterstattung machen. Überraschend kommt dieser Schritt der EU - Kommission nicht, standen doch sowohl die CSR -Richtlinie als auch dazugehörige Ergänzungen, wie etwa die Leitlinien der EU - Kommission zur nichtfinanziellen bzw. zur klimabezogenen Berichterstattung, im Schrifttum deutlich in der Kritik. Deswegen und vor dem Hintergrund der in der praktischen Anwendung gesammelten Erfahrungen ist eine Überarbeitung der CSR - Richtlinie – sechs Jahre nach deren Veröffentlichung – als folgerichtig anzusehen. Die Ausführungen im Konsultationspapier lassen nunmehr auf eine anstehende Neuregelung schließen, die Handlungsbedarf für den deutschen Gesetzgeber impliziert: Für die nichtfinanzielle (Konzern-) Erklärung scheint sich eine verpflichtende externe (inhaltliche) Prüfung abzuzeichnen. Wird hierfür der Berufsstand der Wirtschaftsprüfer in die Pflicht genommen, so hat dieser seine nichtfinanzielle Fachexpertise weiter zu erweitern. Der nachstehende Beitrag fasst die diesbezüglichen Eckpunkte des Konsultationspapiers der EU - Kommission zusammen und würdigt die daraus ableitbaren Kernfragen für die Weiterentwicklung der externen Prüfung (und damit: der Governance im Kontext) der nichtfinanziellen Berichterstattung.
Josef Baumüller
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Mit dem Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) wurde im Dezember 2016 die EU-Richtlinie zur nichtfinanziellen Berichterstattung in Österreich umgesetzt. Betroffen sind in erster Linie Unternehmen von öffentlichem Interesse, die zugleich große Kapitalgesellschaften iSd UGB sind und darüber hinaus mehr als 500 MitarbeiterInnen beschäftigen. Inzwischen hat das Gesetz auch für eine Vielzahl an weiteren Unternehmen, vor allem KMU, große Bedeutung erlangt. Die "nichtfinanzielle Berichterstattung" stellt eine besondere Form der Nachhaltigkeitsberichterstattung dar, die eine integrierte Betrachtung von ökonomischer, ökologischer und sozialer Leistung eines Unternehmens fordert. Sie soll Angaben zu Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelangen, zur Achtung der Menschenrechte und zur Korruptionsbekämpfung beinhalten. Damit stehen die berichtspflichtigen Unternehmen seit einigen Jahren vor erheblichen Herausforderungen. Dieses Werk zeigt anhand des Normenrahmens, wie eine zweckmäßige Berichterstattung in allen relevanten Aspekten erfolgen kann. Problembereiche und offene Fragen des Gesetzes werden aufgearbeitet, Lösungsvorschläge aufgezeigt. Zahlreiche Beispiele aus der Unternehmenspraxis geben Leitlinien für die Umsetzung. Darüber hinaus werden konzeptionelle Grundlagen, zB zur Abgrenzung von Nachhaltigkeitsberichterstattung und nichtfinanzieller Berichterstattung, Detailfragen zur (Abschluss-)Prüfung und zum Enforcement sowie Nutzen und Limitationen einschlägiger Verlautbarungen von Standardsetzern wie dem AFRAC oder der KSW behandelt.
Josef Baumüller
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Zum Jahreswechsel 2019/20 rückte die nichtfinanzielle Berichterstattung wieder in den Fokus des europäischen Gesetzgebers. In der Folge wurden in den ersten beiden Monaten des Jahres 2020 bereits Konsultationen gestartet, die sich mit Grundfragen der gegenwärtigen Berichtspflichten in der EU befassen und darauf hindeuten, dass noch im Laufe dieses Jahres mit weitreichenden Änderungen hierbei zu rechnen ist. Die Eckpunkte des wichtigsten Konsultationspapiers werden von Josef Baumüller umrissen und erste Schlussfolgerungen gezogen. Damit soll auch die Aufforderung an eine breite Öffentlichkeit Verstärkung finden, hieran zu partizipieren und zu den anstehenden Weichenstellungen beizutragen.