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Selbstsorge, Selbsterkenntnis und Selbstsuche, Identität und Ambivalenz

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Hans Rudi Fischer
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Schlüsselwörter: Langeweile, therapeutische Beziehung Wie jede Medaille, so hat auch die Langeweile in Beziehungen zwei Seiten. Wenn wir über die Langeweile der Therapeutin/Beraters geschrieben haben (Langeweile I), wollen wir nun auch über die Langeweile der Klientinnen und Klienten schreiben. Langeweile hatten wir als ein Gefühl bestimmt, dass die Zeit nicht vergeht, dass sie leer ist, dass nichts Neues in Sicht ist …, weil sie nicht durch Erlebnisse angereichert ist und die Zeit als sinnlos vergehend erlebt wird. Jedem Therapeuten ist dieses Gefühl vertraut, meist lässt sich die Ursache dafür auf die Klienten attribuieren: sie langweilen uns. Je-der von uns kennt therapieerfahrene Klienten, die zu uns kommen und erzählen, dass sie bei einem Kollegen 20 Sitzungen hatten, bei denen sie sich in den letzten 15 Sitzungen gelangweilt haben, weil sich nichts mehr getan hat. Selbstverständlich sind immer die Therapien der Kolle-gen irgendwann langweilig! Wie aber sieht es bei uns aus? Haben wir Sensoren, die die Langeweile unserer Klienten wahrnehmen? Versuchen wir, Langeweile aus dem Klienten-Blickwinkel zu betrachten....
Hans Rudi Fischer
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Schlüsselwörter: Langeweile in Therapie, Fokusverschiebung, Unterbrechen, Metakommunikation Wahrscheinlich ist es politisch nicht korrekt, über Langeweile im The-rapiezimmer zu schreiben. Angeblich hat man sie nicht, man liebt ja schließlich seinen Beruf, hat ständig gute Ideen und damit Erfolg bei den Klienten; nur aus Karikaturen von Analytikern, die hinter dem Kopfende der Couch einnicken, ist das Problem bekannt.-Wirklich? Wenn wir über Langeweile schreiben, müssen wir differenzieren, auf wessen Seite Langeweile erlebt und empfunden wird. Auf der Seite des Therapeuten oder auf der der Klienten? Ist Langeweile ein Gefühl oder ein besonderer Geisteszustand? In der Philosophie wird das Thema seit langem reflektiert. Ohne die philosophische Reflexion hier einbeziehen zu können, ist für uns alle Langeweile im Allgemeinen negativ konno-tiert. Ein Gefühl, dass die Zeit nicht vergeht, dass sie leer ist, dass keine Ablenkung, nichts Neues in Sicht ist … eine Weile, die ganz langsam vergeht, weil sie nicht durch Erlebnisse gefüllt ist, weil Zeit als sinnlos vergehend erlebt wird. Dieses Charakteristikum kommt in fast allen Definitionen zum Ausdruck, so ist beispielsweise für Immanuel Kant Langeweile ein Zustand, in dem uns die eigene Existenz anekelt. Kant führt dies zurück auf die »(…) Leerheit des Gemüts an Empfindungen, zu denen es unaufhörlich strebt.« Während die Langeweile auf unser Zeiterleben dehnend wirkt-die Zeit scheint nicht zu vergehen-, wirkt die Kurzweil verdichtend, die Zeit vergeht »im Fluge«. Das Gemüt (womit Kant das Vermögen meint, bewusst Gefühle zu haben bzw. zu bemerken) strebt nach Empfindungen, nach Erlebnissen, nach Neuem, es hungert-kybernetisch gesprochen-nach Information, nach Unter-schieden, die einen Unterschied machen (Bateson). Gehen wir nun der Frage nach, wie es zu diesem Bewusstseinszustand oder zu dieser Ge-mütsverfassung der Langeweile kommt. Betrachten wir zunächst den Therapeuten-Blickwinkel. Wer kennt sie nicht: das ewig streitende Paar, den konstant klagenden Patienten, die monoton sprechende depressive Frau, den Jugendlichen mit den hochfliegenden Plänen und dem exzessiven Alkoholkonsum?
Hans Rudi Fischer
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Systemic Coaching – Philosophical, Methodological, and Practical Foundation Coaching is a professional form of personal counselling and support for executives. Systemic coaching operates in the force field between person, function and organisation (system) with a view to (a) dovetailing individual skills and needs with the aims of the enterprise or (b) creating alternative solutions for clients. The article relates the central principles of systemic coaching to philosophy, indicating on this basis how self-recognition can be encouraged and thought and behaviour changes triggered via methodically applied forms of reflection, self-reflection and metareflection. The methodical reflection method is illustrated with reference to practical examples.