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Säkularisierter Glaube. Fallrekonstruktionen zur fortgeschrittenen Säkularisierung des Subjekts

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Goal: Was entsteht, wenn Religion vergeht? Wie sehen jene säkularisierten Glaubensvorstellungen aus, die laut der umstrittenen, in der Soziologie von Max Weber geprägten „Säkularisierungsthese“ an Gewicht gewinnen? Welche Logik und Dynamik entfaltet die subjektive Ausdeutung der individuellen Lebenspraxis in ihnen? Diese in der Religionssoziologie und generell in den Sozialwissenschaften bisher zu wenig erforschten Fragen sind Gegenstand des Projekts, das einen fallanalytischen Beitrag zur Überwindung der immer noch dominierenden Verfallsperspektive im Hinblick auf den Säkularisierungsprozess leisten möchte. Die Studie folgt dem Diktum Adornos, dass substanzielle begriffliche Erkenntnis vor allem der Versenkung in den Einzelfall entspringt.

Methods: Objective Hermeneutics

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Von säkularisierter Transzendenz zu sprechen, ist absolut keine Selbstverständlichkeit und daher begründungsbedürftig. Der Transzendenzbegriff wird üblicherweise auf religiöse Glaubensinhalte bezogen. Nicht wenige Religionssoziologen oder Religionswissenschaftler definieren sogar mit dessen Hilfe den Religionsbegriff (vgl. z. B. Knoblauch 1999, S. 32; Luckmann 1996, S. 164f.; Pollack 2009, S. 65, 2012, S. 114ff.). Was also rechtfertigt es, von dieser sprachlichen Praxis abzuweichen und den Transzendenzbegriff auf eine Weise zu gebrauchen, die auch noch säkularisierte Vorstellungsgebilde einbegreift? Eine kurze, thesenhafte und insoweit vorläufige Antwort lautet: Die konventionelle Sprachpraxis leitet sich nicht aus einer tiefer gehenden analytischen Begriffsklärung ab, sondern bleibt ihrer partikularistischen Entstehungsgeschichte verhaftet. Darin war eine inhaltlich-religiöse Perspektive die selbstverständliche Grundlage.
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Was entsteht, wenn Religion vergeht? Wie sehen jene säkularisierten Glaubensvorstellungen aus, die laut der umstrittenen, in der Soziologie von Max Weber geprägten „Säkularisierungsthese“ an Gewicht gewinnen? Welche Logik und Dynamik entfaltet die subjektive Ausdeutung der individuellen Lebenspraxis in ihnen? Diese in der Religionssoziologie und generell in den Sozialwissenschaften bisher zu wenig erforschten Fragen sind Gegenstand des Projekts, das einen fallanalytischen Beitrag zur Überwindung der immer noch dominierenden Verfallsperspektive im Hinblick auf den Säkularisierungsprozess leisten möchte. Die Studie folgt dem Diktum Adornos, dass substanzielle begriffliche Erkenntnis vor allem der Versenkung in den Einzelfall entspringt.