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Phänomenologische Vignetten- und Anekdotenforschung

Goal: The ''vignette research'' and '''anecdotal research'' are methodological procedures for researching school experiences on the learning side (Michael Schratz 2012) of teaching, which a research team at the Institute for Teacher Training and School Research at the University of Innsbruck developed with the support of the Fund for the Promotion of Scientific Research. The method was also carried out in South Tyrol/Italy with a follow-up project (Siegfried Baur/Hans Karl Peterlini 2016, Agostini 2016) and has since been extended to several research locations, including Klagenfurt, Vienna and Zurich. It is now also being tested for research in social spaces and communal living environments.
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Die '''Vignettenforschung''' und die '''Anekdotenforschung''' sind methodische Verfahren zur Erforschung schulischer Erfahrungen lernseits (Michael Schratz 2012) von Unterricht, die ein Forschungsteam am Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung der Universität Innsbruck über Förderung durch den Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung entwickelte. Die Methode wurde mit einem Anschlussprojekt auch in Südtirol/Italien durchgeführt (Siegfried Baur/Hans Karl Peterlini 2016, Agostini 2016) und hat sich inzwischen auf mehrere Forschungsstandorte ausgedehnt, unter anderem Klagenfurt, Wien und Zürich. Sie wird mittlerweile auch für Forschung in sozialen Räumen und kommunalen Lebenswelten erprobt.

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Michael Schratz
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Anspruchsvolle Erziehungs- und Bildungsziele werden über Lehrpläne vielfach auf isolierte Stoffverteilungen reduziert. Der Beitrag lotet aus, wie unter derartigen Bedingungen Möglichkeitsräume eröffnet werden können, um jungen Menschen (neue) Perspektiven für ihre Zukunft zu eröffnen. Auf Ebene der Tiefenstrukturen von Unterricht wird aufgezeigt, wie das klassische Muster des Dreischritts Initiation – Respone – Evalution über eine lernseitige Orientierung aufgebrochen werden kann, um bildende Erfahrungen wirksam werden zu lassen. Anhand von Beispielen zeigt der Autor auf, welche Wirkung auf Kinder und Jugendliche ausgelöst werden kann, wenn sie im Unterricht als ganzheitliche junge Menschen angesprochen werden.
Michael Schratz
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Schülerinnen und Schüler sind in ihrer Rolle als Lernende in der Schule in einer sehr eingeschränkten und abhängigen Rolle. Daher läuft der Unterricht meist nach einem stereotypen Muster ab (Lehrerfrage – Schülerantwort – Lehrer-Evaluation). Auch in den neuen Evaluationsbemühungen scheinen die Schülerinnen und Schüler eher als passive Rezipienten auf, wenn sie beispielsweise in Feedbackbögen um ihre Meinung zu Schule und Unterricht gebeten werden. Um den Schülerinnen und Schülern eine „Stimme“ zu geben, erhalten sie eine Kamera, mit der sie Schule und Unterricht aus der „inneren Welt“ von Heranwachsenden heraus über Schnappschüsse abbilden. Dadurch erhalten sie eine Rolle der Urheberschaft (ownership), in der sie ihre Anliegen – auch dem Kollegium gegenüber – kommunizierbar machen. Im Beitrag zeige ich auf, welche Möglichkeiten (und Grenzen) darin liegen, den Schülerinnen und Schüler eine Kamera und damit die Chance zu geben, selbst die Definitionsmacht über Evaluationsinhalte zu nehmen. Beispiele illustrieren diese in unterschiedlichen Kontexten.
Hans Karl Peterlini
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Der Beitrag betrachtet die Leib-Körper-Differenz unter dem Aspekt des diskriminierungskritischen Potenzials phänomenologischer Forschung. *** The article considers the difference between the body as subject (Leib/lived body ) and the body as object (Körper) under the aspect of the discrimination-critical potential of phenomenological research.
Hans Karl Peterlini
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This paper explores the potential of the body-phenomenological critique of the mind-body dichotomy for an educational research perspective. Der Beitrag lotet das Potenzial der leibphänomenologischen Kritik an der Dichotomie Geist-Körper für eine erziehungswissenschaftliche Forschungsperspektive aus.
Hans Karl Peterlini
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Welche Relevanz hat die phänomenologisch orientierte Vignettenforschung als Beispiel empirischer Unterrichtsforschung für pädagogische Theorie und Praxis? In diesem Beitrag wird Grundlegendes zur lernseitigen Perspektivierung und intersubjektiven Verortung der Forschung mittels Verdichtung phänomenologischer Wahrnehmung in Vignetten vorgestellt. Ausgelotet wird das produktive und spannungsreiche Verhältnis von Phänomenologie und Pädagogik im Hinblick auf bildende Lernvollzüge der Schülerinnen und Schüler, aber auch der Forschenden selbst. Während aus der Forschungshaltung der teilnehmenden Erfahrung Forschende in Schulklassen die dort miterfahrende Erfahrung der Schülerinnen und Schüler in leicht verdichtete Erzählungen transformieren, nimmt im Lesen der Vignette eine neue Erfahrung ihren Ausgang, die einen Lernmoment bezüglich pädagogischer Praxis und Theorie allererst ermöglicht. Abschließend wird am Beispiel einer konkreten Vignetten-Lektüre aufgezeigt, wie Vignetten aufgrund ihres ästhetischen Potenzials die meist ausgeblendeten Aspekte der Leiblichkeit zum Erscheinen bringen und für pädagogisches Denken und Handeln fruchtbar machen können.
Inklusion ist zur zentralen pädagogischen Herausforderung geworden. Den hohen Erwartungen an einen inklusiven Umgang mit Behinderung, sprachlich-kultureller Diversität, Gender Diversity und sozialer Differenz stehen hartnäckige selektive Strukturen, eingefahrene Unterrichtspraktiken, politische Vorbehalte und teilweise auch Ängste entgegen. Die Grundfrage der generellen Umsetzbarkeit inklusiver Schule steht im Zentrum dieses Bandes. Die Beiträge über Erfahrungen im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus in Skandinavien, Italien, Kanada, USA sowie afrikanischen und asiatischen Ländern berichten von Erfolgen, aber auch von Problemen in den länderspezifischen Erprobungen von Inklusion.
Hans Karl Peterlini
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The ''vignette research'' and '''anecdotal research'' are methodological procedures for researching school experiences on the learning side (Michael Schratz 2012) of teaching, which a research team at the Institute for Teacher Training and School Research at the University of Innsbruck developed with the support of the Fund for the Promotion of Scientific Research. The method was also carried out in South Tyrol/Italy with a follow-up project (Siegfried Baur/Hans Karl Peterlini 2016, Agostini 2016) and has since been extended to several research locations, including Klagenfurt, Vienna and Zurich. It is now also being tested for research in social spaces and communal living environments.
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Die '''Vignettenforschung''' und die '''Anekdotenforschung''' sind methodische Verfahren zur Erforschung schulischer Erfahrungen lernseits (Michael Schratz 2012) von Unterricht, die ein Forschungsteam am Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung der Universität Innsbruck über Förderung durch den Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung entwickelte. Die Methode wurde mit einem Anschlussprojekt auch in Südtirol/Italien durchgeführt (Siegfried Baur/Hans Karl Peterlini 2016, Agostini 2016) und hat sich inzwischen auf mehrere Forschungsstandorte ausgedehnt, unter anderem Klagenfurt, Wien und Zürich. Sie wird mittlerweile auch für Forschung in sozialen Räumen und kommunalen Lebenswelten erprobt.
 
Hans Karl Peterlini
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"Was aber heißt das: etwas wahrzunehmen?" Diese scheinbar einfache Frage von Käte Meyer-Drawe geht diesem Buch als Inspiration voraus: Wohl alle glauben zu wissen, was es heißt, etwas zu sehen, zu riechen, zu schmecken, zu tasten, zu hören. Die Frage aber, was das nun wirklich heißt, erfordert die Überprüfung vermeintlicher Selbstverständlichkeiten und gewohnter Einordnungen. Im pädagogischen Handeln wird das Hinschauen, Hinhören, Einfühlen vielfach übersprungen zugunsten eines vorschnellen Deutens und Urteilens. Wahrnehmen als pädagogische Übung bedarf eines Innehaltens, das dem Verstehen bequeme Abkürzungen versperrt und eingespielte Sicherheiten irritiert. Erst dies erlaubt es, hinter Diagnosen, Bewertungs-rastern und Begabungskategorien das konkrete Kind in seinem Lernen, den Mitmenschen in seinen Nöten und Potenzialen zu suchen. Das vorliegende Buch diskutiert und vertieft die phänomenologisch orientierte Vignetten-und Anekdotenforschung als Methode für die Reflexion und Sensibilisierung der Wahrnehmung von Lern-und Bildungsprozessen in Schule und Gesellschaft.
Gabriele Rathgeb
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Neugierde und Wissbegierde sind wichtige Antriebsfedern für das Lernen. Im Laufe der Schulzeit scheinen sich diese jedoch bei vielen Kindern und Jugendlichen zu verflüchtigen. Zahlreiche Hindernisse sind es, die sich dem Begehren nach Wissen in der Schule in den Weg stellen: Lehrende verfallen "unter dem Druck der Zeit und der Forderung nach Effizienz in die Attitüde ‚des Informierens'" (Meyer-Drawe 2012a, 36) und auf der Seite der Lernenden stehen das Erledigen von Aufgaben und das Bestehen von Prüfungen im Vordergrund. Das Begehren nach Wissen ist jedoch in vielen Unterrichtssituationen zu spüren und (mit-)zu erfahren. Dieser Band begibt sich auf die Spuren der Neugierde und Wissbegierde im schulischen Lernen und Lehren und geht der Frage nach, wie und als was sich das Begehren nach Wissen in den Erfahrungen und erzählten Erinnerungen von Schülerinnen und Schülern zeigt, was dazu beiträgt, es zu wecken, und was es verstummen lässt. Vier Aspekte könnten wegweisend sein, wenn es darum geht, Wissbegierde und Neugierde bei Lernenden zu wecken: erstens, die Art und Weise, wie Wissen und auch welches Wissen in der Schule präsentiert und verhandelt wird, sodass der ihm innewohnende An-Spruch vernehmbar wird; zweitens, das Einbeziehen von Dingen und damit die Förderung des Sinnlichen im schulischen Lehren und Lernen; drittens, das Vertrauen auf die Zugkraft, die das Begehren des Anderen-im mehrfachen Sinne-in der Lage ist, zu entfalten; und, viertens, der Mut und die Bereitschaft, die gewohnten Abläufe und die Ansprüche an Ordnung, Disziplin und Kontrolle immer wieder zurückzustellen zugunsten eines kreativen Chaos, das Kinder und Jugendliche möglicherweise mehr einlädt als ein blitzblanker Boden und Tische in Reih und Glied.
Michael Schratz
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In the Anglo-American world education is the object of research for other disciplines – traditionally history, psychology, philosophy, sociology and, more recently, the neurosciences. Further, these “outside” disciplines have determined the organizational logic and paradigms of the field. This is also true in Continental Europe, but there is also another academic discipline with a centuries’ old interest in educating the young (Erziehung): Pädagogik. As Pädagogik evolved into an interest in the emancipation of the child, it can be argued that this interest is best served by an “emancipated” academic discipline. In other words, Pädagogik as an independent discipline arose out of the assumption that a distinctive educational interest requires distinctive ontologies and epistemologies to explore issues in education. This chapter gives an insight into a phenomenologically inspired theory of learning, which takes its starting point in the very experience of when learning takes place in statu nascendi.
Hans Karl Peterlini
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Die Publikation untersucht Lernen und Macht in ihren Wechselwirkungen mit einer besonderen Berücksichtigung der Schule und den dort gegebenen oder erschwerten Möglichkeiten, Ermöglichungen und Ermächtigungen im Lehren und Lernen. Das Lernen in der Schule wird nicht isoliert und auf didaktische Kniffe reduziert betrachtet, sondern auf Bedingungen für Bildung auch in Kultur und Politik hin untersucht, die auf Schule einwirken, die in der Schule reproduziert, teilweise dort aber auch produziert werden. Dazu werden Explorationen auch aus schulfremden und schulfernen Feldern von Pädagogik im weiteren Sinne einer neuerlichen phänomenologischen Betrachtung unterzogen und mit Vignetten und Lektüren (vgl. Schratz/Schwarz/Westfall-Greiter 2012, Baur/Peterlini 2016) aus dem Forschungsprojekt „Personale Bildungsprozesse in heterogenen Lerngruppen“ (Universität Innsbruck und Freie Universität Bozen, Fakultät für Bildungswissenschaften in Brixen) zu Schule in Beziehung gesetzt. Daran wird untersucht, wie sich Lernen in Schule, in Kultur(en) und Politik zeigen kann, welchen Bedingungen durch Macht und welchen Paradigmata der Bildung es unterworfen ist, welche Ermächtigungen es stiften kann, wie das Lernen Macht verändern, wie Macht das Lernen verändern kann. Thematische Schwerpunkte: -- Schule als „Lebens- und Erfahrungsraum“ -- Schule als Zerrgut der Nationalismen -- Sprachliches Sperrgebiet Südtirol – Schule und Zweitsprache -- Interkultura – Bildung unter kulturellem Diktat -- Spurensuche im Vergangenen – verbaute Lernwege -- Die Macht der Mythen oder die Betäubung der kritischen Wahrnehmung -- Diskurse und Sprachen der Macht – die Einbahn(ung) von Bildungsprozessen -- Der Lebenslauf als Ermächtigungs- und Bildungsraum. Oder auch nicht -- Lernen und Verlernen – Fallgeschichten der Identitätsbildung Anstelle von Festlegungen als Fazit folgt eine Präsentation von weiteren elf Vignetten (siehe Kapitel „Fliegenfangen in Erfahrungsräumen des Lernens“) u. a. zu den thematischen Schwerpunkten Raum und Zeit, Leiblichkeit, Wettbewerb, Lebensweltlichkeit, Kontrolle und Bewertung, bezogen auf Lernen und Macht. In „Rücküberlegungen“ wird die Arbeit noch einmal auf ihre wesentlichen Fragestellungen hin reflektiert und zur Diskussion gestellt
Michael Schratz
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Über das Begriffspaar „lehrseits“ und „lernseits“ wird der pädagogische Bezug in den Blick genommen, um für den bildenden Charakter von Lernerfahrungen zu sensibilisieren. Lernseitige Orientierung meint, taktvoll und responsiv handeln und in Beziehung zur Sache und zueinander sein. Sie baut auf die vorhandenen Ressourcen und Potentiale, ist in der Aufmerksamkeit auf die entstehende Zukunft gerichtet und lebt vom Überschuss in der Vielfalt der Möglichkeiten, die jeder Begegnung von Lehrenden und Lernenden innewohnt.
Michael Schratz
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Bildung zielt auf die Unverfügbarkeit und Einmaligkeit der Person ab; zugleich ist die Beachtung dieses Ziels die Voraussetzung jedes unterrichtlichen Handelns. Lehren und Lernen sind unzertrennlich miteinander verbunden – und das Ergebnis ist nicht planbar. Damit sind Lehrerinnen und Lehrer tagtäglich konfrontiert und werden daran gemessen, wie es ihnen gelingt, die vorgegebenen Ziele zu erreichen. Hier geht es gleichermaßen immer um ethische Fragen, um Identität, um Kultur, um Werte. Lehrerinnen und Lehrer sind im Gesamtsystem Schule und Bildung diejenigen, die Sorge dafür tragen müssen, dass dies sowohl im eigenen Unterricht als auch in der Schule als Ganzes zum Tragen kommt und im Alltagshandeln konkret sichtbar wird. Dabei stellen sich Fragen der Resonanz aus lernseitiger Perspektive, etwa: Werde ich so wahr genommen, wie ich bin? (2) Erhalte ich hilfreiche Rückmeldung zu meiner weiteren Entwicklung (Stärken/Schwächen)? (3) Wird mir das zugetraut?
Über das Begriffspaar „lehrseits“ und „lernseits“ wird der pädagogische Bezug in den Blick genommen, um für den bildenden Charakter von Lernerfahrungen zu sensibilisieren. Lernseitige Orientierung zeigt sich im Einlassen der Lehrpersonen auf das Lernen der Schülerinnen und Schüler, zugleich aber auch im damit verbundenen eigenen Lernen. Lehren im Modus des Lernens betrachtet meint, taktvoll und responsiv handeln und in Beziehung zur Sache und zueinander sein. Als pädagogisch Verantwortliche sollten Lehrpersonen Anteilnahme für ihr Gegenüber und für die Jenseitigkeit der gemachten Erfahrungen zeigen, indem sie ihre Aufmerksamkeit bewusst darauf lenken und versuchen hinzuspüren, was im Entstehen begriffen ist. Lernseitige Orientierung im Unterricht baut auf die vorhandenen Ressourcen und Potentiale, ist in der Aufmerksamkeit auf die entstehende Zukunft gerichtet und lebt vom Überschuss in der Vielfalt der Möglichkeiten, die jeder Begegnung von Lehrenden und Lernenden innewohnt.
Hans Karl Peterlini
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Während Schulpolitik, Schuldirektionen, Lehrkräfte und auch Eltern in vielen europäischen Ländern durch die UN-Behindertenrechtskonvention vor einen Paradigmenwechsel gestellt sind, kann das italienische Schulsystem auf eine rund 40jährige Erfahrung mit einer integrativen und im Ansatz auch schon inklusiven Einheitsschule im Pflichtschulbereich zurückgreifen. Dies ermöglicht eine kritische Analyse der Grenzen und noch ungenutzten Potenziale für inklusive Strategien. Der vorliegende Beitrag versucht, die Diskurse um nötige und mögliche Weiterentwicklungen mit phänomenologischen Einblicken in die gelebte Inklusion an Südtiroler Schulen zu verbinden. Mit „Vignetten“ (Schratz, Schwarz, Westfall-Greiter, 2012) werden exemplarisch Momente von Einschluss und Ausschluss im Unterrichtsgeschehen eingefangen und zur Reflexion angeboten.
L'apprendimento come esperienza. Un metodo di orientamento fenomenologico per comprendere l'apprendimento: la ricerca sulle "scene di senso" Learning as experience. A phenomenological oriented research approach for understanding learning: the Vignette-Research ABSTRACT The research approach presented in this article was developed within the scope of a research project at the University of Innsbruck in Austria and is now being carried on by other universities too (Free University of Bolzano, Faculty of Education Sciences in Bressanone, and University of Klagen-furt in Austria). The primary interest addresses processes of learning understood as lived experience. Paradoxically, despite the numerous results gathered from a wide variety of disciplines, learning is still considered an inexplicable phenomenon. It is generally analyzed by putting the initial moment and its effects out of play, and with this, it is empirically comprehensible only on the results. The research on the "Vignettes" or "scenes of sense" (in German "Vignettenforschung") is led by a phenomenological oriented perspective and based on observation of phenomena of learning in school classes and other learning groups with particular regard to bodily expressions and interaction. The observation is more focused on actions and interactions by children and pupils than on interventions and efforts aimed by teachers. This does not imply a lack of consideration of the teach-ers' work, but tries to bring out phenomena that normally escape not only to teachers, but also to other research methods (which in turn make other aspects of learning evident). In this way, the approach presented does not intend to outplay other approaches, but rather seeks to enrich the study of learning with an additional point of view. Il metodo illustrato nell'articolo è stato sviluppato muovendo da un progetto di ricerca dell'Univer-sità di Innsbruck in Austria, ed è poi continuato in altre sedi universitarie (Libera Università di Bolzano, Facoltà delle Scienze dell'Educazione a Bressanone e Università di Klagenfurt in Austria). L'interesse primario è qui rivolto ai processi di apprendimento che si configurano all'interno dell'es-perienza formativa. Paradossalmente, nonostante cioè i numerosi risultati raccolti da un'ampia vari-età di discipline, l'apprendimento è ancora considerato un fenomeno inspiegabile. Esso viene in genere analizzato mettendo fuori gioco il momento iniziale e i suoi effetti, e con ciò risultando em-piricamente comprensibile solo sulla base dei risultati. La ricerca sulle "scene di senso" (formula con la quale traduciamo il corrispettivo tedesco "Vignettenforschung") è di orientamento fenomeno-logico e tenta un'osservazione di fenomeni scolastici con particolare riguardo alle espressioni cor-poree e di interazione, concentrandosi più sulle azioni e le interazioni degli scolari/delle scolare, che non sugli interventi e gli sforzi rivolti all'insegnamento. Questo non implica una mancata con-siderazione del lavoro dei docenti, ma vorrebbe far emergere fenomeni che normalmente sfuggono non solo agli insegnanti, ma anche ad altri strumenti di ricerca (che a loro volta rendono evidenti al-tri aspetti di apprendimento). In questo modo, l'approccio presentato non intende sovrapporsi agli altri metodi decretandone l'inferiorità epistemologica, ma cerca piuttosto di dotare lo studio dell'ap-prendimento di un punto di vista supplementare.
Gabriele Rathgeb
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Was lernen Schülerinnen und Schüler wirklich, auch abseits der curricularen bzw. schulischen Leis- tungserfordernisse, die sich in Noten ausdrücken? Was beeinfusst und verändert sie in ihrer Schul- zeit? Dieser Beitrag zeigt anhand von zwei Beispielen das Potenzial von Anekdoten, Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen zugänglich zu machen und davon ausgehend die Refexion der ei- genen Praxis als Lehrkraft oder Mitglied der Schulleitung anzustoßen.