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Pädagogik der frühen Kindheit und Phänomenologie / early childhood education and Phenomenology

Goal: Es werden die Potentiale der phänomenologische Betrachtungsweise in der Frühpädagogik aufgezeigt. Dabei werden zunächst aus einer Perspektive der Allgemeinen Erziehungswissenschaft grundlagentheoretische Desiderate der Frühpädagogik wie Anthropologisierung und Essentialisierung „des“ Kindes sowie Finalisierung und Funktionalisierung kindlichen Lernens kritisch erörtert. Danach werden aus phänomenologischer Sicht Erfahrungs-Strukturen und Reflexions-Kategorien systematisch unterschieden und vor dem Hintergrund phänomenologischer, empirischer und theoretischer Studien in Kindheitsforschung und Frühpädagogik veranschaulicht.

Methods: Ethnography, Early Childhood Education, foundations of education, Pedagogical Phenomenology

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Malte Brinkmann
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Dieser Beitrag versucht, die Potentiale aufzuzeigen, die die phänomenologische Betrachtungsweise in der Frühpädagogik einzubringen vermag. Phänomenologische Forschungen in der Frühpädagogik können zu einer theoretisch reflektierten und methodologisch abgesicherten, pädagogischen Bestimmung ihres Gegenstandes beitragen. Im Folgenden werden zunächst aus einer Perspektive der Allgemeinen Erziehungswissenschaft grundlagentheoretische Desiderata der Frühpädagogik wie Anthropologisierung und Essentialisierung „des“ Kindes sowie Finalisierung und Funktionalisierung kindlichen Lernens kritisch erörtert. Danach werden aus phänomenologischer Sicht Erfahrungs-Strukturen und Reflexions-Kategorien systematisch unterschieden und vor dem Hintergrund phänomenologischer, empirischer und theoretischer Studien in Kindheitsforschung und Frühpädagogik veranschaulicht.
Malte Brinkmann
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Die folgenden Ausführungen berühren mit ihrer phänomenologischen Betrachtungsweise methodologische und gegenstandstheoretische Fragen der Frühpädagogik. Zunächst sollen aus der Perspektive der bild- und kulturwissenschaftlichen Forschung sowie aus der pädagogisch-phänomenologischen Videographie einige Bemerkungen zum Betrachten und Verstehen von Videos unter Bedingungen von Unsichtbarkeit (1) und Performativität (2) vorangestellt werden. Verkörperungen können so als sichtbarer Gegenstand videographischer Beschreibung und Analyse bestimmt werden (3). Danach werde ich eine phänomenologische Deskription des Videos vorstellen (4). Diese werde ich anschließend im Sinne eines prospektiven und produktiven „Einlegens“ von Sinn aus der Perspektive der phänomenologischen Erziehungswissenschaft analysieren, zum einen als Verkörperung im Horizont der Erfahrung von Um-zu-Struktur, Unzuhandenheit und Flow (5) und zum anderen als elementare Übung (6). Die Ausführungen sind im Bereich der qualitativen „theoretischen“ bzw. „reflexiven Empirie“ zu verorten, in denen Bildungstheorie und Bildungsforschung wechselseitig miteinander in Bezug gesetzt werden. Qualitative Methodologie und Gegenstandskonstitution in der Pädagogik werden in einen systematischen Zusammenhang gebracht . Dieser theoretisch-empirische Zusammenhang der phänomenologischen Betrachtungsweise wird nach einem Fazit (7) in einem Ausblick für die Frühpädagogik fruchtbar gemacht (8).
Malte Brinkmann
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Dear colleagues,
I would like to draw your attention to the 5th International Symposium on Phenomenological Research in Education at Humboldt-University, Berlin:
"Feeling – Emotion – Mood. Phenomenological and pedagogical perspectives".
The symposium takes place from 1st – 3rd April 2019 at the Humboldt-University of Berlin.  I am pleased to present the program. From now on it is also possible to register for the symposium. Please note that all speeches and discussions will be held in English.
I am looking forward to interesting speeches and discussions.
Best regards,
Malte Brinkmann
 
Malte Brinkmann
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In grundlagentheoretischer Perspektive (mit Bezug auf Schleiermacher) wird die trianguläre Struktur intergenerativer Erfahrung im Hinblick auf Lernen und Bildung dargestellt. Diese wird unter Rückgriff auf Erkenntnisse der phänomenologischen Kindheitsforschung, der kulturwissenschaftlichen Alternsforschung sowie der hermeneutisch-phänomenologischen Theorie des Erfahrungslernens (Buck, Meyer-Drawe) plausibel gemacht. In Eugen Finks Entwurf einer pädagogischen Beratungs- und Fragegemeinschaft wird ein Modell gefunden, das die Differenz und die Fremdheit der Generationen nutzt, um Ziele, Normen und Sinn in pädagogischen Situationen gezielt entwerfen zu können. Based on Schleiermacher and seen from a basic theoretical perspective, this paper outlines the triangular structure of inter-generational experience in learning and Bildung. The inter-generational structure is described by using findings of phenomenological early childhood research, of ageing research (based in cultural studies) and hermeneutic-phenomenological theory of learning from experience (Buck, Meyer-Drawe). Referring to Eugen Finks outline of a pedagogical community of counselling and questions the paper describes a model for designing and planning the aims, norms and meaning of pedagogical situations which takes the difference and strangeness within inter-generational relations into account.
Malte Brinkmann
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Wiederholen, Greifen, Begreifen. Videoanalyse kindlichen Übens aus phänomenologischer Perspektive (Moritz und die Flasche)
Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf ein Video („Moritz und die Flasche“), in dem ein etwa anderthalbjähriger Junge für etwa 30 Minuten mit einer Flasche hantiert. Das Video wurde vom Großvater in der Küche aufgenommen.
Die Ausführungen berühren mit ihrer phänomenologischen Betrachtungsweise methodologische und gegenstandstheoretische Fragen der Frühpädagogik. Zunächst sollen aus der Perspektive der bild- und kulturwissenschaftlichen Forschung sowie aus der pädagogisch-phänomenologischen Videographie einige Bemerkungen zum Betrachten und Verstehen von Videos unter Bedingungen von Unsichtbarkeit (1) und Performativität (2) vorangestellt werden. Verkörperungen können so als sichtbarer Gegenstand videographischer Beschreibung und Analyse bestimmt werden (3). Danach werde ich eine phänomenologische Deskription des Videos vorstellen (4). Diese werde ich anschließend im Sinne eines prospektiven und produktiven „Einlegens“ von Sinn aus der Perspektive der phänomenologischen Erziehungswissenschaft analysieren, zum einen als Verkörperung im Horizont der Erfahrung von Um-zu-Struktur, Unzuhandenheit und Flow (5) und zum anderen als elementare Übung (6). Die Ausführungen sind im Bereich der qualitativen „theoretischen“ bzw. „reflexiven Empirie“ (Meseth et al. 2016; Kreitz et al. 2016) zu verorten, in denen Bildungstheorie und Bildungsforschung wechselseitig miteinander in Bezug gesetzt werden. Qualitative Methodologie und Gegenstandskonstitution in der Pädagogik werden in einen systematischen Zusammenhang gebracht (vgl. Brinkmann 2016b). Dieser theoretisch-empirische Zusammenhang der phänomenologischen Betrachtungsweise wird nach einem Fazit (7) in einem Ausblick für die Frühpädagogik fruchtbar gemacht (8).
 
Malte Brinkmann
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Malte Brinkmann
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Es werden die Potentiale der phänomenologische Betrachtungsweise in der Frühpädagogik aufgezeigt. Dabei werden zunächst aus einer Perspektive der Allgemeinen Erziehungswissenschaft grundlagentheoretische Desiderate der Frühpädagogik wie Anthropologisierung und Essentialisierung „des“ Kindes sowie Finalisierung und Funktionalisierung kindlichen Lernens kritisch erörtert. Danach werden aus phänomenologischer Sicht Erfahrungs-Strukturen und Reflexions-Kategorien systematisch unterschieden und vor dem Hintergrund phänomenologischer, empirischer und theoretischer Studien in Kindheitsforschung und Frühpädagogik veranschaulicht.