Project

„Love, Intimacy, and Sexuality in the Time of COVID-19“

Goal: Lockdown and distancing requirements have significantly affected people’s intimate lives, embodied experiences of closeness, trust, communication, and care. During the early lockdown from 1 to 30 April, 2020, I have conducted a survey on social isolation, connection, and practices of solidarity. Based on a sample of more than 4900 respondents from Austria and Germany, I am currently analyzing how the lockdown has rearranged social ties and affective spaces.

Date: 15 March 2020

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Barbara Rothmüller
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Bislang ist wenig über positive unintendierte Nebeneffekte der Distanzierungsmaßnahmen in der Covid-19-Pandemie bekannt. Der Beitrag präsentiert Ergebnisse zweier quantitativer Erhebungen zu den Veränderungen sozialer Beziehungen während der Lockdowns in Österreich und Deutschland. Neben statistischen Auswertungen der am häufigsten wahrgenommenen, positiven Nebeneffekte werden offene Antworten aus der zweiten Erhebung im November/Dezember 2020 analysiert, in denen 1.378 Befragte ausführten, welche »neuen schönen Dinge« sie in der Pandemie gefunden haben, die ihnen gut tun. Die Daten liefern Hinweise auf zumindest fünf unterschiedliche, als positiv erlebte Nebeneffekte der Pandemiemaßnahmen: 1) Vertiefung intimer Beziehungen, 2) Genuss zeitlicher Spielräume, 3) Selbstsorgepraktiken, 4) lustvolle neue Aktivitäten und 5) Werteverschiebungen. Der Beitrag kontextualisiert die Voraussetzungen eines »Aufblühens« unter Pandemiebedingungen soziologisch und bietet ein Korrektiv zur nostalgischen Verklärung der Zeit vor der Pandemie.
https://www.migrazine.at/artikel/distanzierung-der-covid-19-pandemie-die-marginalisierung-nicht-traditioneller-formen-von
Barbara Rothmüller
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Final project presentation and panel discussion
22.11.2021, 18:30 Uhr
Barbara Rothmüller  Fakultät für Psychologie, Sigmund Freud PrivatUniversität Wien
Igor Grabovac  Zentrum für Public Health, Medizinische Universität Wien
Alice Pacher  Department of Psycho-Social Studies, Meiji University Tokyo
Moderation  Juliane Nagiller (Ö1)
 
Barbara Rothmüller
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How distancing requirements in the COVID-19 pandemic transformed intimate relationships is under-researched. Against the backdrop of research on the HIV pandemic, the paper departs from the assumption that decreased legitimacy of intimate arrangements and subjective worry about the likeliness of infection may reduce the frequency of multiple sexual contact and intimate well-being during the pandemic. Based on findings from a quantitative study which included measures of risk perception, frequency of contact with sexual partners and communities, concealment, as well as relationship quality in Austria and Germany, this paper examines sexual behaviour in association with relationship status and sexual identity. Analysing data from a convenience sample of 4,709 respondents, of whom 24 per cent identified as LGBQA+, 2 per cent as non-binary, and 6 per cent as consensually non-monogamous, bivariate analysis found significant differences in social distancing, frequency of contact with sexual communities and satisfaction with current sex life. Text analysis of the survey’s open-ended responses indicates monogamisation due to declined legitimacy of less conventional intimate arrangements during the pandemic. Findings point to the importance of the sexual morality that defined pandemic experiences in times of HIV for understanding normative pressure on intimate life during COVID-19.
Barbara Rothmüller
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Based on a sample size of more than 2500 respondents from Austria and Germany, the report presents first results on stigmatization, exclusion and transformation of intimacy during the lockdown in November / December 2020.
The report is publicly available in German: http://barbararothmueller.net/Bericht_02_2021.pdf
 
Barbara Rothmüller
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Anfang November wird eine zweite Folgeerhebung mit Schwerpunkt Intimität, Sexualität und Solidarität in der COVID-19-Pandemie ins Feld gehen.
Finanziell gefördert wird die Erhebung von der Wissenschaftsförderung der Stadt Wien Kulturabteilung.
Erhebungszeitraum: 1.-30.11.2020
Projektleitung: Barbara Rothmüller
Projektteam: Sophie König, David Seistock.
Projektdauer: 10-12/2020
 
Barbara Rothmüller
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Safer Cyber Sex Guide 2020 published
 
Barbara Rothmüller
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Sowohl in meiner Studie als auch in der Studie der US-amerikanischen Kolleg*innen vom Kinsey Institute zeigt sich, dass einige Menschen die Zeit der Pandemie dazu genutzt haben um neue sexuelle Praktiken auszuprobieren. U.a. wurden alle möglichen Formen von "Cybersex" praktiziert, d.h. sexuelle Nachrichten versendet, erotische Gespräche via Telefon geführt, Nacktfotos geteilt, sexuelle Videos für und/oder mit einer anderen Person aufgenommen, gemeinsame sexuelle Aktivitäten via Skype oder Zoom organisiert, oder auch live sexcamming und Online-Workshops zu den Themen Körper und Sexualität genutzt.
Von den Personen, die Nacktfotos verschickt haben, hat allerdings nur jede 5. Person klare Vereinbarungen zur Nutzung und Weiterverbreitung getroffen. Selbst bei jenen Befragten, die sexuelle Videos für jemand aufgenommen haben, hat nur jede 4. Person besprochen, wer diese Bilder sehen darf und wer nicht. Bei Personen, die sexuelle Bilder und Videos auf eine Pornoseite hochgeladen oder live Sexcams genutzt haben - das machen vor allem Männer -, hat jeder dritte Befragte dafür gesorgt, den Namen und Aufenthaltsort geheim zu halten. Die anderen haben sich darüber keine Gedanken gemacht. Programme mit end-to-end Verschlüsselung werden nur von jede/r 4. Person für ihre digitalen sexuellen Aktivitäten verwendet.
Am häufigsten machen Menschen, die Cybersex machen, dies zwar mit Personen, die sie persönlich kennen. Und es schützt natürlich teilweise vor mißbräuchlicher Verwendung, wenn ein Vertrauensverhältnis zu den involvierten Personen besteht. Manchmal kann es jedoch sogar im Bekanntenkreis oder nach einer Trennung zur ungewollten (und verbotenen) Weiterleitung von sexuellem Bild- und Videomaterial kommen. Deshalb sollte man sich vor so einem Fall präventiv schützen:
  • das Gesicht nicht zeigen
  • Tattoos verbergen
  • sich schminken und verkleiden
  • den Hintergrund verschwommen oder neutral halten
  • Name und Aufenthaltsort geheim halten
  • eine anonyme Emailadresse benutzen, die man sonst nicht verwendet
  • Virenschutz und Firewall aktivieren
  • ein Programm mit end-to-end Verschlüsselung verwenden
  • nur Personen involvieren, die man persönlich aus dem Offline-Leben kennt
  • klare Vereinbarungen zur Nutzung und Weiterverwendung treffen
  • klare Grenzen kommunizieren
  • bei Grenzverletzungen den Kontakt abbrechen
  • bei Grenzverletzungen User melden
 
Barbara Rothmüller
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Lockdown and distancing requirements have significantly affected people’s intimate lives, embodied experiences of closeness, trust, communication, and care. During the early lockdown from 1 to 30 April, 2020, I have conducted a survey on social isolation, connection, and practices of solidarity. Based on a sample of more than 4900 respondents from Austria and Germany, I am currently analyzing how the lockdown has rearranged social ties and affective spaces.