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Gründungsradar des Stifterverbandes

Goal: Der Gründungsradar des Stifterverbandes vergleicht Hochschulprofile in der Gründungsförderung an deutschen Hochschulen.

Wissens- und Technologietransfer ist neben Forschung und Lehre ein zentrales Handlungsfeld für Hochschulen in Deutschland. In den vergangenen zehn Jahren wurde dieses Handlungsfeld durch zahlreiche Förderinitiativen gestärkt. Universitäten und Fachhochschulen erhielten dadurch die Möglichkeit, unterstützende Organisationsstrukturen, Service- und Beratungsleistungen für interne und externe Partner sowie zusätzliche Kompetenz hinsichtlich Patent- und Vertragsregelungen aufzubauen. Aus dem Bündel vieler Einzelaktivitäten an Hochschulen ist an zahlreichen Standorten ein strategisches Konzept für die institutionelle Verankerung von Wissens- und Technologietransfer erwachsen.

Gründungen aus Hochschulen durch Studierende und Wissenschaftler stellen in diesem Kontext einen wichtigen Mechanismus für den Wissens- und Technologietransfer dar. Eine aktive Gründungsförderung, die sich in institutionellen Prioritäten, Organisationsstrukturen, Serviceleistungen und hohen Gründungsaktivitäten zeigt, ist für Hochschulen strategisch bedeutsam.
Ein umfassendes Angebot in der Gründungsförderung kann die Attraktivität der Hochschule bei Studierenden erhöhen, ein attraktives Umfeld für unternehmerische Wissenschaftler und Studierende schaffen und zur Erschließung des ungenutzten Innovationspotenzials am Hochschulstandort beitragen. Zudem stehen erfolgreiche Gründungsaktivitäten in einem engen Zusammenhang mit der Entwicklung und Innovationstätigkeit des (regionalen) Umfelds und schaffen Schnittstellen für eine Kooperation mit Unternehmen oder unternehmensnahen Netzwerken.

Der Gründungsradar wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert und vom Stifterverband in Kooperation mit der Heinz Nixdorf Stiftung durchgeführt.

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Rene Krempkow
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Dieser Beitrag zur Jahrestagung des bundesweiten Kooperationsprojektes Absolventenstudien (KOAB) 2017, die am 21./22. Februar in Kassel stattfand, stellt erstmals vielfältige empirische Ergebnisse zum Gründungspotential Nachwuchsforschender in Deutschland vor. Dies geschieht anhand der Daten bundesweiter Absolventenstudien sowie des Gründungsradars vom Stifterverband. Im Gründungsradar 2017 wurde festgestellt, dass die Gruppe der Nachwuchsforschenden bisher bei der Gründungsförderung der Hochschulen kaum im Fokus stand. Dies erstaunte, da sie besonders in Richtung selbstständiges Arbeiten ausgebildet sind/werden und besonders mit Arbeitsplatzunsicherheit konfrontiert sind - bei in der Wissenschaft geringen Einflussmöglichkeiten auf ihre Berufsperspektiven aufgrund eigener Leistungen (vgl. Krempkow 2017, www.researchgate.net/publication/318653804; 2019: www.researchgate.net/publication/333163357). Daher wurde mit den deutschlandweit verfügbaren Datenbeständen (z.T. mittels Sekundärdatenanalysen und Zustazauswertungen) die Frage zu beantworten versucht: Wie groß ist das Gründungspotential Nachwuchsforschender? Im Ergebnis der Auswertungen wird als These formuliert: Das Gründungspotential beim wiss. Nachwuchs in Deutschland ist mindestens etwa gleich groß wie unter Hochschulabsolventen insgesamt.
Rene Krempkow
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Ende 2018 ist nun eine Neuauflage des Gründungsradar beim Stifterverband erschienen, der ausführlich weitere aktuelle Ergebnisse darstellt, u.a. zum Schwerpunkt Gründungsaktivitäten. Die Ergebnisse findet man wieder unter: www.gruendungsradar.de.
 
Rene Krempkow
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Der gesellschaftliche Auftrag des Transfers hat für die Hochschulen neben der Forschung und der Lehre in den letzten Jahren wissenschaftspolitisch stark an Bedeutung gewonnen. Dies zeigte sich u.a. mit der Förderausschreibung "Innovative Hochschule" des BMBF, aber auch mit Hochschulgesetznovellen der Länder. So ist dies inzwischen in so gut wie allen Ländern als zentrale Hochschulaufgabe festgeschrieben; auch fordern nach einer jüngsten Analyse fast alle Bundesländer von den Hochschulen, Ausgründungen zu fördern (Berghäuser 2017, S. 38). Versuche zur Erfassung und (auch öffentlichen) Anerkennung exzellenter Leistungen in der Forschung und in der Lehre gibt es bereits länger, für den Transfer stand dies bislang weniger im Fokus. Da es nur schwer möglich scheint, dies für die vielfältigen unter Transfer gefassten Einzelaktivitäten zu leisten (vgl. auch Henke u.a. 2017, 2016; Hachmeister u.a. 2016; Stifterverband 2016) erfolgt hier - als Teilaspekt des Transfers - in einem zusammenfassenden Artikel die Vorstellung eines Ansatzes für die Gründungsförderung der Hochschulen. P.S.: Ende Dezember 2018 ist eine Neuauflage des Gründungsradar des Stifterverbandes erschienen, der ausführlich weitere aktuelle Ergebnisse darstellt, u.a. zum Schwerpunkt Gründungsaktivitäten (www.gruendungsradar.de).
Der gesellschaftliche Auftrag des Transfers und darunter der Gründungsförderung an Hochschulen hat neben Forschung und Lehre in den letzten Jahren wissenschaftspolitisch stark an Bedeutung gewonnen. So fordern nach einer Analyse der Landeshochschulgesetze fast alle Bundesländer von den Hochschulen, Ausgründungen zu fördern (Berghäuser 2017). Versuche zur Evaluation und öffentlichkeitswirksamen Anerkennung der Leistungen in Forschung und Lehre gibt es bereits länger, für Transfer und speziell für die Gründungsförderung der Hochschulen wurde dies bislang weniger beleuchtet. Da es schwer möglich scheint, dies für alle vielfältigen unter Transfer gefassten Einzelaktivitäten detailliert zu leisten (vgl. auch Henke u.a. 2017, 2016; Hachmeister u.a. 2016; Stifterverband 2016) soll es mit diesem Beitrag fokussiert auf die summative Evaluation der Gründungsförderung der Hochschulen Deutschlands erfolgen. Denn Hochschulausgründungen sind ein wichtiger Weg, um den Wissenstransfer umzusetzen. Innovationen entstehen gerade dort, wo intensiv geforscht wird und engagierte Studierende und Wissenschaftler ihr Know-how einbringen. Dafür braucht es nach theoretischen Modellüberlegungen und empirischen Ergebnissen eine entsprechende Gründungskultur an den Hochschulen (vgl. zusammenfassend G-Forum 2017). Der Vortrag will angelehnt an diese theoretischen Überlegungen anhand einer aktuellen empirischen Studie zeigen, wie die Aktivitäten der Hochschulen in der Gründungsförderung für deren Evaluation empirisch erfasst werden können. Die Gründungsförderung der Hochschulen ist dabei lediglich analytisch als separate Kategorie neben Forschung und Lehre zu betrachten, faktisch weist sie zugleich Verbindungen zur Forschung und zur Lehre auf. So geschieht dies z.B. durch Sensibilisierung dafür in der Lehre innerhalb des Curriculums und in außercurricularen Veranstaltungen, teilweise auch als Weiterbildung für Absolventen und Mitarbeiter. Die Erhebung erfolgte von Anfang an mit dem Anspruch, die Förderung von Gründungen an den Hochschulen in verschiedenen Dimensionen der Gründungskultur zu erfassen, die sich in das Konzept des Gründerökosystems einordnen lassen. Dabei soll mit diesem Beitrag zugleich ein Ansatz präsentiert werden, der mittels eines absoluten ebenso wie mittels eines relativen Qualitätsverständnisses erfasst, wie weit sich die Gründungsförderung an den einzelnen Einrichtungen entwickelt hat. Die gesellschaftlichen Entwicklungen mit neuen Anforderungen an „Third Mission“, Transfer und Ausgründungen werden teilweise auch kritisch und als „funktionale Überforderung“ für die Hochschulen angesehen. Hierbei wird aber oft übersehen, dass dies keineswegs alle Hochschulen in ähnlicher Intensität verfolgen müssten, sondern in einem differenzierten Hochschulsystem komplementär erfolgen kann. Auch aus diesem Grund – und zur Wahrung der Leistungsgerechtigkeit – werden hier Hochschulen mit ähnlichen Kontexten untereinander verglichen. Die Teilnahme an der Erhebung mittels Online-Fragebogen war freiwillig, wurde aber gleichwohl in den letzten Jahren von einer großen Anzahl an Hochschulen unterstützt, was sich auch an sehr zufriedenstellenden Rücklaufquoten von rund 50% zeigt. Darüber hinaus wurden ergänzend offizielle Datenquellen z.B. der amtlichen Statistik herangezogen. Die Auswertung der Daten für die Ergebnisdarstellung erfolgt in Form von 36 Indikatoren, zusammengefasst zu vier Bausteinen, die verschiedenen Dimensionen der Gründungsförderung entsprechen, und die letztlich in Ranggruppen zu diesen Dimensionen sowie für einen Gesamtwert aufbereitet werden. Auf diese Weise kann aus den Ergebnissen abgeleitet werden, inwiefern die Hochschulen bereits „Good Practice“ in der Gründungsförderung haben oder ob (und mit detaillierten Einzelrückmeldungen an die Hochschulen ggf. wo) es noch Verbesserungspotential gibt. Ein Artikel zu diesem Vortrag wurde im Frühjahr 2019 im Buchband zur Frühjahrstagung 2018 des Arbeitskreis Hochschulen der Gesellschaft für Evaluation – DeGEval mit dem Titel "Systeme im Wandel – Hochschulen auf neuen Wegen" im Waxmann-Verlag veröffentlicht und ist hier auch als Volltext online verfügbar: https://www.researchgate.net/publication/351784223.
Rene Krempkow
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Die seit Februar online verfügbare Publikation zum Gründungsradar 2016 ist seit kurzem auch als Printfassung erhältlich.
Bestellungen von Einzelexemplaren können direkt gerichtet werden an: Frau Sigrid Menzel, Stifterverband-Hauptstadtbüro, Pariser Platz 6, 10117 Berlin, oder Tel.: 030 322982-505, Fax: 030 322982-515 bzw. Email: sigrid.menzel@stifterverband.de.
 
Rene Krempkow
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Mit dem vorliegenden Gründungsradar wird zum dritten Mal die Gründungskultur an Hochschulen in Deutschland in den Blick genommen. Im Fokus steht die Frage, wie Hochschulen die Gründung von Unternehmen fördern – durch Gründungssensibilisierung und -unterstützung sowie durch institutionelle Verankerung einer nachhaltigen Gründungskultur. In die Bewertung fließt aber auch ein, welche Gründungsaktivitäten dabei am Ende realisiert werden, das heißt, welchen Output die Bemühungen in der Gründungsförderung hervorbringen. In diesem Gründungsradar wird die institutionelle Verankerung der Gründungsförderung in einem Schwerpunkt unter die Lupe genommen. Die Vernetzung mit externen Partnern, eine interne Verknüpfung von Gründungsberatung, -lehre und -forschung sowie eine explizite Verantwortung in der Hochschulleitung spielen für den Erfolg aus Sicht der befragten Hochschulen eine entscheidende Rolle. Der Gründungsradar gibt Hinweise für die Weiterentwicklung der Gründungskultur im akademischen Umfeld. Es werden unterschiedliche Strategien und Erfolgsfaktoren aufgezeigt.
Rene Krempkow
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Die Publikation zum Gründungsradar 2016 wird vorauss. im Februar 2017 veröffentlicht (dann auch online unter URL: www.gruendungsradar.de).
 
Rene Krempkow
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Der Gründungsradar des Stifterverbandes vergleicht Hochschulprofile in der Gründungsförderung an deutschen Hochschulen.
Wissens- und Technologietransfer ist neben Forschung und Lehre ein zentrales Handlungsfeld für Hochschulen in Deutschland. In den vergangenen zehn Jahren wurde dieses Handlungsfeld durch zahlreiche Förderinitiativen gestärkt. Universitäten und Fachhochschulen erhielten dadurch die Möglichkeit, unterstützende Organisationsstrukturen, Service- und Beratungsleistungen für interne und externe Partner sowie zusätzliche Kompetenz hinsichtlich Patent- und Vertragsregelungen aufzubauen. Aus dem Bündel vieler Einzelaktivitäten an Hochschulen ist an zahlreichen Standorten ein strategisches Konzept für die institutionelle Verankerung von Wissens- und Technologietransfer erwachsen.
Gründungen aus Hochschulen durch Studierende und Wissenschaftler stellen in diesem Kontext einen wichtigen Mechanismus für den Wissens- und Technologietransfer dar. Eine aktive Gründungsförderung, die sich in institutionellen Prioritäten, Organisationsstrukturen, Serviceleistungen und hohen Gründungsaktivitäten zeigt, ist für Hochschulen strategisch bedeutsam.
Ein umfassendes Angebot in der Gründungsförderung kann die Attraktivität der Hochschule bei Studierenden erhöhen, ein attraktives Umfeld für unternehmerische Wissenschaftler und Studierende schaffen und zur Erschließung des ungenutzten Innovationspotenzials am Hochschulstandort beitragen. Zudem stehen erfolgreiche Gründungsaktivitäten in einem engen Zusammenhang mit der Entwicklung und Innovationstätigkeit des (regionalen) Umfelds und schaffen Schnittstellen für eine Kooperation mit Unternehmen oder unternehmensnahen Netzwerken.
Der Gründungsradar wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert und vom Stifterverband in Kooperation mit der Heinz Nixdorf Stiftung durchgeführt.