Project

FiLBY - Fachintegrierende Leseförderung Bayern

Goal: Ziele des Projekts sind die Entwicklung und Erprobung eines Instrumentariums zur systematischen Diagnose und Förderung der Lesekompetenz (Leseflüssigkeits- und Lesestrategietraining FiLBY) zum Einsatz an bayerischen Grundschulen ab dem Schuljahr 2018/2019 durch den Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur in Kooperation mit der Professur für Methoden der empirischen Bildungsforschung an der Universität Regensburg, eine wissenschaftliche Begleitforschung zur Frage der Nachhaltigkeit des Instrumentariums sowie die Entwicklung eines E-Tutorials für Grundschullehrkräfte zum unterrichtlichen Einsatz von FiLBY in den Jahrgangsstufen 2 bis 4.

Date: 1 September 2018 - 1 September 2021

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Johannes Wild
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Die letzten IGLU-und PISA-Studien zeigen, dass es in Deutschland in den letzten 20 Jahren nicht gelungen ist, die ungünstige Kopplung zwischen Leseleistung und sozialer Herkunft maßgeblich zu reduzieren. Im Leseunterricht profitieren vor allem die stärkeren Leserinnen und Leser, während sich der Abstand zu den schwächeren Schülerinnen und Schüler über die Schuljahre vergrößert. Der vorliegende Beitrag untersucht an einer Stichprobe von 8 859 Grundschulkindern, inwiefern es dem Lesetraining FiLBY-2 gelingt, unterschiedliche Schülergruppen so zu fördern, dass eine sich öffnende Leistungsschere minimiert wird. Die durchgeführten Analysen zeigen, dass alle Kinder hinsichtlich ihrer Leseflüssigkeit von dem Programm profitieren, insbesondere auch die Gruppe der schwächeren Leserinnen und Leser. Der Vorteil der FiLBY-Gruppe bleibt auch nach Kontrolle des Geschlechts, des Mig-rationshintergrunds bzw. des Bildungshintergrundes bestehen. Die Ergebnisse lassen Implikationen für die Unterrichtspraxis zu, die anschließend diskutiert werden.
Johannes Wild
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Zusammenfassung: Lesestrategietrainings gelten als effektives Mittel, um das Lese-verstehen von Schülerinnen und Schülern zu fördern. Während zur Implementation in klassischen Unterrichtssettings inzwischen zahlreiche Studien vorliegen, sind nur wenige belastbare Forschungsergebnisse zu digitalen Trainingsumgebungen vorhanden. Zur Durchführung eines klassischen Lesetrainings in der Form von Distanzunterricht liegen bislang keine Ergebnisse im deutschsprachigen Raum vor. Die vorliegende Studie untersucht an einer Stichprobe von 1.531 Grundschulkindern, wie sich die mit dem Distanzunterricht während der Corona-Pandemie einhergehenden veränderten Durchführungsbedingungen des FiLBY-Lesetrainings auf den Lernfortschritt der Schülerinnen und Schüler auswirken. Es wird deutlich, dass die Vermittlung der Lesestrategien durch die Lehrkraft selbst ein wichtiges Element für erfolgreichen Distanzleseunterricht ist. Erklärvideos und Erklärtexte können die Strategiemodellierung durch die Unterrichtenden nicht vollständig ersetzen. Schlüsselwörter: Lesestrategien, Modellieren, Grundschule, Längsschnitt, Distanzunterricht
Johannes Wild
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Die Lesematerialien für die dritte Jahrgangsstufe sowie ergänzende Erklärvideos sind zum Download verfügbar. Die Schülersachtexthefte können außerdem in beliebiger Stückzahl per Print-on-demand bestellt werden. zum Material über: https://www.lesen.bayern.de/filby3/ (Lehrermaterial über Selbstlernkurs/FIBS) Print-on-demand: shop.erhardi.de
 
Johannes Wild
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There is a large number of scientifically evaluated reading trainings recommended by literature, that have shown to be effective on the process level. However, field studies indicate that teachers rarely adopt those but use reading animation methods and self-invented methods instead. Yet, scientific evidence for those teacher-constructed methods is still missing. We therefore asked 87 teachers about their reading lessons and assessed the reading ability development of their 1469 students with a standardized reading test. The results show that teachers hardly use any evidence-based methods, but mainly rely on reading animation. Further, the methods reported by the teachers did not show a measurable impact on the development of the students’ reading competence. On the contrary, teacher constructed methods seemingly lead to a growth of heterogeneity of competence.
Johannes Wild
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Die Lesematerialien sowie ergänzende Erklärvideos sind zum Download verfügbar. Die Schülersachtexthefte können außerdem in beliebiger Stückzahl per Print-on-demand bestellt werden.
Print-on-demand: shop.erhardi.de
 
Johannes Wild
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Lesen wird zwar im Rahmen des Deutschunterrichts vermittelt, Lesekompetenz ist jedoch für den Erfolg in fast allen schulischen Fächern eine wichtige Voraussetzung. Die großen Bildungsstudien, wie etwa IGLU bzw. TIMSS oder PISA 2003, zeigen zum Beispiel einen Zusammenhang zwischen der Lesekompetenz und der Mathematikleistung. ,, Lesen lernen" sollte also nicht nur im Deutschunterricht stattfinden, sondern in jedem Fach fachspezifisch erweitert werden.
Johannes Wild
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Gute Leser denken strategisch. Das lässt sich durch empirische Erhebungen, wie sie die PISA-Studie durchführt, eindrücklich zeigen (vgl. Artelt et al. 2001, 18). [...] Die Vermittlung von Lesestrategien erfordert einen langen Atem sowie eine spezifische und professionelle Vermittlung durch die Lehrkraft.
Johannes Wild
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In Informationsgesellschaften wird ein großer Teil des Wissens mit Hilfe von Texten gespeichert und weiterge­geben. Die Fähigkeit zum Umgang mit vielfältigen Texten bildet eine Schlüsselkompetenz, die Schülerinnen und Schüler erwerben müssen. Damit sie sich diese aneignen können, müssen geeignete Übungstexte zur Verfügung stehen. Diese müssen sowohl inhaltlich angemessen sein als auch hinsichtlich Komplexität und Umfang (vgl. Ballstaedt et al. 1981, 222). Wie Sie entsprechende Texte gestalten sollten, beschreibt der folgende Beitrag.
Johannes Wild
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Im Rahmen des Projektes FiLBY (Fachintegrierte Leseförderung Bayern) entwickelt der Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur der Universität Regensburg in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, dem Arbeitskreis Lesen des ISB sowie dem Bayerischen Rundfunk einen systematischen und langfristigen Leselehrgang für die Grundschule. Er beginnt in der zweiten Jahrgangsstufe und setzt sich bis zur vierten Jahrgangsstufe fort. Für jede Jahrgangsstufe stehen den Lehrkräften ca. 70 Texte aus dem Bereich des HSU- und Mathematikunterrichts zur Verfügung, anhand derer nicht nur Wissen vermittelt wird, sondern auch das Lesen von Fachtexten trainiert wird. Diese können daher sowohl im Rahmen des regulären Deutschunterrichts als auch im Fachunterricht eingesetzt werden.  In jedem Jahr stehen unterschiedliche Kompetenzfacetten im Fokus, die langfristig den Aufbau einer profunden Lesekompetenz ermöglichen. In der zweiten Jahrgangsstufe wird durch ein Leseflüssigkeitstraining die Grundlage für komplexere Verstehensprozesse geschaffen. In den Jahrgangsstufen drei und vier liegt der Schwerpunkt auf der Vermittlung von Lesestrategien und der Förderung des selbstregulierten Lesens. Im Schuljahr 2018/2019 nehmen insgesamt 890 Schulen an dem Projekt teil. Das sind über 2.000 zweite Klassen und über 50.000 Kinder. Bei der Evaluation von 150 Schulen kooperiert die Deutschdidaktik mit der Professur für Methoden der empirischen Bildungsforschung, um den Erfolg der Maßnahme zu überprüfen und den Lehrkräften und Schüler/innen ihre Fortschritte regelmäßig zurückzumelden. Weiterführende Informationen zum Projekt „FiLBY“ unter: https://www.uni-regensburg.de/sprache-literatur-kultur/germanistik-did/filby/index.html
 
Johannes Wild
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Ziele des Projekts sind die Entwicklung und Erprobung eines Instrumentariums zur systematischen Diagnose und Förderung der Lesekompetenz (Leseflüssigkeits- und Lesestrategietraining FiLBY) zum Einsatz an bayerischen Grundschulen ab dem Schuljahr 2018/2019 durch den Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur in Kooperation mit der Professur für Methoden der empirischen Bildungsforschung an der Universität Regensburg, eine wissenschaftliche Begleitforschung zur Frage der Nachhaltigkeit des Instrumentariums sowie die Entwicklung eines E-Tutorials für Grundschullehrkräfte zum unterrichtlichen Einsatz von FiLBY in den Jahrgangsstufen 2 bis 4.