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Climate, labour, inequality

Goal: Researching the social dimension of the climate crisis, focussing on issues of labour and inequality.

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Simon Schaupp
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- Der Klimastreik verbindet das Ziel der «Netto Null Emissionen» mit Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit. Das zeigt sich unter anderem in den inhaltlichen Zielformulierungen einer «Klimagerechtigkeit» in der Befürwortung von Umverteilungspolitiken, sowie in der relativ hohen Zahl an Gewerkschafts- mitgliedern. - Die persönliche Motivation der Befragten zur Teilnahme an der Bewegung liegt vor allem in wissenschaftlichen und moralischen Überlegungen zur Auswirkung der Klimakrise. - Die Klimastreikenden stammen mehrheitlich aus der oberen Mittelschicht und weisen einen hohen Bildungsgrad auf. Über 60 Prozent der Befragten haben mindestens einen Elternteil, der im Sozial- oder Erziehungsbereich arbeitet. - Politisch positionieren sich die Befragten links bzw. grün, betonen jedoch ihre Offenheit für andere Positionen. Mit Unternehmen wollen sie nicht kooperieren. In Bezug auf politische Parteien sind sie eher skeptisch, einige engagieren sich trotzdem dort. Als wichtigste Bündnispartner:innen sehen die Befragten andere Bewegungen und Verbände sowie Gewerkschaften. - Durch die Corona-Pandemie und durch allgemeine Beteiligungsfluktuation wurden die Aktivitäten der Bewegung teilweise unterbrochen. Die meisten Befragten sind sich aber sicher, dass der Klimastreik angesichts der sich zuspitzenden Klimakrise in Zukunft weiterhin eine wichtige Rolle spielen wird. - Eine wichtige Debatte innerhalb der Bewegung betrifft ihre Aktionsformen. Ein Teil der Befragten hält die charakteristischen Demonstrationen für wirkungslos und will verstärkt auf Aktionen des zivilen Ungehorsams setzen. - Der Klimastreik ist eine heterogene, aber keine gespaltene Bewegung. Die Befragten akzeptieren die Heterogenität der politischen Orientierungen und Aktionsformen oder sehen diese gar als Stärke ihrer Bewegung. - Der Schweizer Klimastreik ist eine gleichermassen radikale als auch unideologische Bewegung.
Simon Schaupp
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Der Klassenkompromiss der frühindustrialisierten Länder beruht auf der Verfügbarkeit billiger fossiler Brennstoffe; der individuelle Autobesitz wurde zu seinem Kennzeichen. Infolge der ökologisch-ökonomischen Krise und deren staatlicher Bearbeitung in einer Strategie der Austeritätsökologie gerät dieser fossile Klassenkompromiss zunehmend unter Druck. In der Folge entstehen neue ökologische Klassenkonflikte, die hier am Beispiel der französischen Gelbwestenbewegung untersucht werden. Das Zentrum dieser Konflikte ist das »Hinterland« (Neel), das von Deindustrialisierung und austeritätsökologischen Maßnahmen wie der französischen Treibstoffsteuer besonders betroffen ist.
Eco-politics takes place in a context of drastic social inequality. For the most part, the sustainability discourse systematically ignores this social inequality, though it cannot escape it. On the contrary, sustainability has become an important component of current inequality relations: On the cultural level, sustainable lifestyles essentially fulfill the function of social capital for the middle class. On the political level, sustainability becomes the justification for new austerity policies that seek to save the environment simply by excluding poorer strata from access to it. Against this backdrop, the article sketches the alternative of an “ecopolitics from below,” consisting of three central elements that aim to combine workers' interests with an adequate response to the ecological crisis: first, a stark reduction in working hours (a short-term demand); second, economic democracy (a long-term demand); third, the political strike (as a powerful means to achieve those goals).
Simon Schaupp
added a project goal
Researching the social dimension of the climate crisis, focussing on issues of labour and inequality.