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„Being in Uncertainties“: The Didactics of Elusive Knowledge

Goal: Knowledge is often tied to our ideas about the standards that it has to comply with: it has to be correct to be seen to be valid, it has to be universal and therefore capable of being reproduced, and it needs to go beyond the individual case in order to be objective.
But what about the kind of knowledge that cannot readily be retrieved, as it is closely linked to our experience; that which is locked within our individual consciousness? What about the knowledge, which we can gain no certainty about as it is not easily reproducible or quantifiable, such as the beauty of a sound, the irresistibility of a situation, the gripping nature of a scene, or the intensity of a moment?

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Peter Sinapius
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Wir bewegen uns in einer doppelbödigen Welt: Was wir auf dem Bildschirm sehen, ist allenfalls ein Zitat dessen, was sein Ursprung ist. Wenn wir über eine Zeichnung, die wir auf dem Bildschirm sehen, sprechen, ohne sie als Reproduktion anzuerkennen, wenn wir von ihrer Medialität und Materialität absehen und die Kopie so behandeln wie das Original, reduzieren wir sie noch nicht einmal auf das Sichtbare. Wir bringen es zum Verschwinden. Ein Medium hat nicht nur eine vermittelnde Funktion, sondern ist durch seine spezifischen Bedingtheiten an dem beteiligt, was zur Anschauung gelangt.
Peter Sinapius
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Wir bewegen uns in einer doppelbödigen Welt: Was wir auf dem Bildschirm sehen, ist allenfalls ein Zitat dessen, was sein Ursprung ist. Wenn wir über eine Zeichnung, die wir sehen, sprechen, ohne sie als Reproduktion anzuerkennen, wenn wir von ihrer Medialität und Materialität absehen und die Kopie so behandeln wie das Original, reduzieren wir sie noch nicht einmal auf das Sichtbare. Wir bringen es zum Verschwinden. Ein Medium hat nicht nur eine vermittelnde Funktion, sondern ist durch seine spezifischen Bedingtheiten an dem beteiligt, was zur Anschauung gelangt.
 
Peter Sinapius
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Was passiert, wenn die Sprache der Wissenschaften auf die Sprache der performativen Künste trifft? Welche Formen der öffentlichen Inszenierung, Darstellung und Versammlung laden dazu ein, sich auf die Produktivität der Fremdheit im Umgang mit Themen und Situationen, mit Anderen und mit sich selbst einzulassen? Jörg Holkenbrink und das Theater der Versammlung gelten als Pioniere solcher Verhandlungspraxen und performativen Forschungen, die sie seit 1992 an der Universität Bremen und darüber hinaus in den unterschiedlichsten regionalen, überregionalen und internationalen Kontexten praktizieren. Der Band zeigt, wie diese Prozesse etliche neue grenzüberschreitende Formate zu Tage gefördert und dadurch innovative Inhalte evoziert haben. Die Autor_innen widmen sich diesen Neuorientierungen vor dem Hintergrund von Bildung, Wissenschaft und Kunst und anhand einer Vielzahl sich ergänzender Darstellungsweisen.
Peter Sinapius
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Knowledge is often tied to our ideas about the standards that it has to comply with: it has to be correct to be seen to be valid, it has to be universal and therefore capable of being reproduced, and it needs to go beyond the individual case in order to be objective. But what about the kind of knowledge that cannot readily be retrieved, as it is closely linked to our experience; that which is locked within our individual consciousness? What about the knowledge, which we can gain no certainty about as it is not easily reproducible or quantifiable, such as the beauty of a sound, the irresistibility of a situation, the gripping nature of a scene, or the intensity of a moment? The following article draws an outline of a ‘didactic of elusive knowledge’ that relies on references to visual culture and aesthetics. It is derived from the practice of teaching art therapy and from a non-representative survey among students of the course Expressive Arts in Social Transformation at Medical School Hamburg (MSH) in Germany.
Peter Sinapius
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Knowledge is often tied to our ideas about the standards that it has to comply with: it has to be correct to be seen to be valid, it has to be universal and therefore capable of being reproduced, and it needs to go beyond the individual case in order to be objective.
But what about the kind of knowledge that cannot readily be retrieved, as it is closely linked to our experience; that which is locked within our individual consciousness? What about the knowledge, which we can gain no certainty about as it is not easily reproducible or quantifiable, such as the beauty of a sound, the irresistibility of a situation, the gripping nature of a scene, or the intensity of a moment?
 
Peter Sinapius
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Zusammenfassung: Unser Verständnis vom Bild, das die kunsttherapeutische Praxis bestimmt, ist mit unseren kulturellen, sozialen und politischen Praktiken und damit mit unserer Geschichte verbunden. Es stellt sich die Frage, inwiefern diese Praxis Schritt hält mit dem Wandel der Be-deutung, der Wirkung und der Präsenz der Bilder, der sich seit den Anfängen der Kunsttherapie vollzogen hat. Gegenüber dem traditionellen, einem am Visuellen orientierten, universellen Bild-begriff geht es heute um den Zusammenhang, aber auch die Differenz zwischen den vielfälti-gen Erscheinungen, die wir als Bild bezeichnen: materiellen, sichtbaren Gestaltungen, Träumen oder Imaginationen, Handlungen oder Ereignissen. Wenn wir dabei fragen, wie beispielsweise der Transfer zwischen inneren Bildern und künstlerischen Gestaltungen funktioniert, sehen wir uns mit unseren eigenen Wertvorstellungen und unserem eigenen kulturellen Hintergrund kon-frontiert. Das hat natürlich auch Folgen für eine wissenschaftliche Begründung der Kunstthe-rapie, die auf der anderen Seite aufgefordert ist, sich an den wissenschaftlichen Standards, die dem Leistungssystem der Krankenkassen zu Grunde liegen, zu orientieren. Der Fundus für eine wissenschaftliche Begründung der Kunsttherapie, den uns die Gründergeneration hinterlassen hat, droht dabei verloren zu gehen. In der gesundheitspolitischen Debatte, die vor dem Hintergrund der Kostendämpfung um Effizienz geführt wird, sind Bilder nicht vorgesehen, über die sich unsere sozialen, kulturellen und politischen Wertvorstellungen vermitteln. Schlüsselwörter: Geschichte der Kunsttherapie-Bildtheorie-kunsttherapeutische For-schung-kunsttherapeutische Praxis-Interdisziplinarität-Gesundheitspolitik "Je t'aime ... moi non plus". Generational change in pictures Comments on the history of art therapy Summary: Our understanding of the picture, which defines the practice of art therapy, is interconnected with our cultural, social and political practices, and thus with our history. A question arising from this is in how far the practice of art therapy is keeping up with the change in the meaning, effect and presence of pictures, which has occurred since the early days of art therapy. In contrast to the traditional, universal notion of the image that is modelled on the visual, today's concept fo-cuses on the interconnections as well as the differences between the multiple appearances we call pictures: material, visual creations; dreams or imaginations; actions or events. If we ask how the transfer between inner pictures and artistic creations works, for example, we are confronted with our own values and cultural background. This has consequences for the scientific foundation of art therapy, of course, which is expected to align itself with the scientific standards that underlie the service and payment system of health funds. In this process, the resources and ideas for a scientific justification of art therapy, which we inherited from the generation of its founders, are at risk of being lost. Focused on cost reduction and efficiency, the political debate about health care has no place for pictures that convey our social, cultural and political values and beliefs. Keywords: history of art therapy-theory of the picture-art therapy research-art therapy practice-interdisciplinarity-health care politics
Peter Sinapius
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In dem Beitrag umreiße ich einige Eckpunkte einer „Didaktik des unverfügbaren Wissens“, wie sie sich aus der Untersuchung meiner eigenen Praxis in der kunsttherapeutischen Lehre ergeben haben.
Peter Sinapius
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In Zeiten der Modularisierung von Studiengängen ist viel von Wissensvermittlung, Kernkompetenzen oder Lernzielen die Rede. Das Studium wird gemessen in workloads, creditpoints und Modulen. Es werden Berufsbilder entworfen mit dem Ziel der gesetzlichen Anerkennung und gesundheitspolitischen Akzeptanz. An ihnen sollen sich die Ausbildungen orientieren und herauskommen sollen Kunsttherapeutinnen, die qualifiziert sind, weil sie vergleichbaren Standards genügen. Es gibt Fähigkeiten, für die es keine Ausbildungsstandards geben kann. Sie beruhen nicht auf identischem, abfragbaren und vergleichbarem Wissen. Einen entscheidenden Anteil an einer kunsttherapeutischen Ausbildung haben Spielräume, in denen nicht Stoff vermittelt, sondern Stoff künstlerisch verwandelt und Sinn erschlossen wird. In diesen Spielräumen entwickeln sich solche kunsttherapeutischen Fähigkeiten, die sich nur an Erfahrungen im eigenen künstlerischen und zwischenmenschlichen Handeln bilden können. Dafür gibt es – auch in Zeiten neuer Ausbildungsstrukturen – geeignete didaktische Modelle.
Peter Sinapius
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In dem Aufsatz umreiße ich einige Eckpunkte einer „Didaktik des unverfügbaren Wissens“, wie sie sich sowohl aus der Untersuchung meiner eigenen Praxis in der kunsttherapeutischen Lehre ergeben haben, als auch einer nicht repräsentativen Erhebung, die ich unter den Studierenden des Studiengangs „Expressive Arts in Social Transformation“ an der MSH Medical School Hamburg durchgeführt habe.
Peter Sinapius
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The notion of the German word Bild occupies a central, mediating position between art and therapy. In the sense of "image," it touches upon psychological theories of the unconscious, as well as reception-aesthetic approaches in art theory. With the "Iconic Turn"-the turn from the word to the image-the term "image" is given a new meaning, which goes far beyond previous accounts of the effect and perception of images. It leads to the anthropology of pictorial creation. Prologue If I sit on a train and face the opposite direction that the train is travelling in, a strange phenomenon occurs: images pass that belong to the past. I am looking at where I was a few moments before. The journey is continually generating images of farms, woods, lakes, and mountains-places I have never been. I am passing through a foreign world without being part of it. This is a simple but basic experience: images are like foreign places, landmarks which I pass. These images are evidence only for me: I am creating an image. It only exists because I cannot be where it refers to. The purpose of my trip is not important at these moments. It is not about the "arrival"; it is about passing. I have a destination, but it is not of importance. I am a part of a story which would not be of any interest if its end were the decisive moment. The images that I pass, sitting in the train, are transitory. They differ from that which we are used to calling "image" in relation to the artistic practice-the kind of image we can hang on the wall to look at. In my eyes, an understanding of the term "image" in the sense of a flat, durable object is not suitable for the description of the aesthetic phenomena, which we deal with in art and art therapy (Sinapius, 2005). It does not keep pace with the rapid spreading of the image as part
Knowledge is often tied to our ideas about the standards that it has to comply with: it has to be correct to be seen to be valid, it has to be universal and therefore capable of being reproduced, and it needs to go beyond the individual case in order to be objective. Will be published here: Sinapius, Peter (2018): ’Not sure’: The Didactics of Elusive Knowledge. In: Prior, Ross W. (Ed.) (2018): Using art as research in learning and teaching. Multidisciplinary approaches across the arts. Bristol: Intellect Books (in press)