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AEDiL - AutoEthnographische Forschung zu digitaler Lehre und deren Begleitung

Goal: Ziel des Projektes AEDiL ist es die aktuelle Neu- und Umorientierung in deutschen Hochschulen, hin zu mehr digitaler Lehre, selbstreflexiv-forschend zu begleiten. Unser Ziel ist es, zu dokumentieren, ob und welche Veränderungen in der Lehre, im Studium und bei unseren eigenen Lehr-/Lern- und Arbeits-Praktiken zu beobachten sind, welche individuellen sowie institutionellen Zusammenhänge sich dabei abzeichnen und welche (gesellschaftlichen und bildungspolitischen) Strukturen sich rekonstruieren lassen. Methodisch orientieren wir uns an der Autoethnographie als Ansatz zur systematischen Beschreibung persönlicher Erfahrungen, um daraus kulturelle Veränderungen zu verstehen.

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Isabel Steinhardt
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Zu Beginn des AEDiL-Projektes haben wir einen Code of Conduct entwickelt, um gemeinsame Richtlinien für die kollaborative Autoethnographie zu haben. Nach nun zwei Jahren Forschungstätigkeit war eine Überarbeitung dieses Code of Conduct notwendig, da wir im Forschungsprozess Entscheidungen getroffen haben, die auch Auswirkungen auf die gemeinsamen Richtlinien haben. Dies betrifft v.a. die gemeinsamen Publikationen.
 
Isabel Steinhardt
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Die Autoethnografie ermöglicht eine systematische Reflexion der eigenen Lehre und der eigenen Lehrpraktiken; vor allem durch die Bewusstmachung der Verschränkung von Struktur und Lehrperson (vgl. Reed-Danahay 2021). An ethnografische Ansätze (vgl. Breidenstein et al. 2020) anschließend, geht es bei der autoethnografischen Beforschung der Lehre darum, sich selbst in den Strukturen, Milieus und Praktiken zu identifizieren, die mit einer bestimmten Situation (zum Beispiel digitaler Lehre) verbunden sind. Besonders zielführend ist dabei die kollaborative Autoethnografie, da durch die Betrachtungen und den Austausch über individuelle Lehrpraktiken innerhalb einer Gruppe, die eigenen Wert-, Denk- und Handlungsschemata, das heißt die eigenen »Lehr-Habitus« (Schmid 2016: 14-57), infrage gestellt und dadurch implizites Wissen expliziert werden kann (vgl. Autor:innengruppe AEDiL 2021). Und um genau das zu tun, hat sich zu Beginn der Covid-19-Pandemie eine spontan selbstorganisierte und nicht über Drittmittel finanzierte Gruppe von Angehörigen mehrerer deutscher Hochschulen zum Projekt Autoethnographische Beforschung digitaler Lehre und deren Begleitung (AEDiL) zusammengeschlossen. Bevor die Entstehungsgeschichte, die Durchführung sowie Erkenntnispotenziale von AEDiL vorgestellt werden, widmet sich der folgende Abschnitt einführend der Methodologie der (kollaborativen) Autoethnografie.
Angelika Thielsch
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Nachdem wir seit inzwischen über zwei Jahren als Projektteam ausschließlich online zusammengearbeitet haben, fand Ende April 2022 unser erstes Präsenztreffen in Lübeck statt. Dreizehn AEDiLs haben hier an zwei Tagen daran gearbeitet, die umfangreichen Teilanalysen unserer Forschung im zweiten Projektjahr zusammenzufügen und gemeinsam die weiteren Schritte vorzubereiten.
Nachdem wir in 2021 begonnen hatten, in Vierergruppen mittels dyadischer Gespräche vertiefte Einblicke in den Lehrhabitus der einzelnen Projektmitglieder zu erhalten und diese im nächsten Schritt habitushermeneutisch herauszuarbeiten, galt es nun, die Einblicke der Teilgruppen zusammenzuführen. Entstanden ist ein erstes Set von Elementarkategorien, anhand derer der (akademische) Lehrhabitus einer Person beschrieben werden kann. Daran arbeiten wir nun weiter und freuen uns, das Ergebnis in nicht allzu weiter Ferne hier und anderenorts zu teilen.
Natürlich gibt es zu unserem Treffen bereits Infos auf der AEDiL-Homepage. Hier kann man auch erstmals (fast) uns alle auf einem Foto zu sehen :)
Abschließend ist uns eines auch in diesem Setting wieder deutlich geworden: mit unserer Arbeitsweise betreten wir erneut Neuland; sowohl, was das „Wie“ als auch, was das „Wozu“ anbelangt. Herrlich!
 
Angelika Thielsch
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Der Beitrag geht der Frage nach, welchen Herausforderungen Lehrende durch die digitale Lehre im ersten Corona-Semester 2020 begegnet sind und welche Strategien sie für deren Bewältigung gewählt haben. Als Datengrundlage dienen dazu sechs autoethnographische Stories, entstanden im Projekt AEDiL. Diese haben sich als wertvolles Material erwiesen, um unmittelbare Einblicke in das Lehrhandeln und die -planung zu erhalten und die weiterführende Analyse zu ermöglichen. Dabei offenbarte sich der gemeinsame Anspruch der studierendenzentrierten Lehre als wiederkehrendes Muster. Die mehrstufige Analyse legt offen, wie Lehrpersonen mit den Themen Beziehungsaufbau, Schaffung eines (digitalen) Raums sowie Sicherheit für Studierende umgehen und sich daraus Handlungsmuster entwickeln.
Isabel Steinhardt
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Im AEDiL Projekt haben wir dyadische Interviews geführt, die wir derzeit in Kleingruppen mit der Habitushermeneutik auswerten. Dazu haben wir einen kurzen Leitfaden entwickelt, den wir hier teilen möchten.
 
Isabel Steinhardt
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AEDiL war bei der Konferenz "Kommunikation in der Krise – Lehre und Lernen an Hochschulen in Zeiten der Corona-Pandemie" organisiert vom Graduiertenkolleg " Wissenschaftsmanagement und Wissenschaftskommunikation als forschungsbasierte Praxen der Wissenschaftssystementwicklung dabei.
Teilnehmer:innen: David Lohner, Ronny Röwert, Anita Sekyra und Isabel Steinhardt
Wir haben dabei ein neues Format ausprobiert. Die Impulse aus den Inputs des Tages aufgreifend, haben wir anhand unseres Wissens aus dem AEDiL-Projektes reflektiert, was aus der Krise bisher gelernt wurde, welche Herausforderungen noch bestehen und wohin der Weg digitaler Lehre gehen könnte.
Was dabei herausgekommen ist stellen wir gerne als offene Präsentation zur Verfügung, die hier gefunden werden kann: https://docs.google.com/presentation/d/13Z1MJNU7UYTLLX-OKF-8GOSQshwK8bVhkx7i0KF1h9I/edit#slide=id.p1 Wir freuen uns über Kommentierungen!
 
Michael Eichhorn
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Der Workshop lädt dazu ein, die eigenen Erwartungen an (sich selbst als) Expert:innen im Bereich digitaler Lehre zu hinterfragen. Ausgangspunkt hierfür ist der immense Kompetenzzuwachs auf dem Gebiet der digitalen Lehre, den Studie-rende und Lehrende in den letzten Semestern erfahren haben, und welche Auswir-kungen dies auf die Selbst-und Fremdzuschreibungen der ‚eigentlichen' Expert:innen dieses Themenfeldes haben kann. Auf Basis wissens-und arbeitssoziologischer Ansät-ze zum Thema Expertise wird der Begriff der Expertin bzw. des Experten Schritt für Schritt und vor dem Hintergrund der eigenen Erfahrungen während des Ad-hoc-Um-stiegs auf digitale Lehre diskutiert, um anschließend mögliche Auswirkungen auf die Arbeit im Feld der Mediendidaktik und in angrenzenden Bereichen abzuleiten.
Angelika Thielsch
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Dokumentation zum Workshop "Die Welt ist im Wandel… und ich? Workshop zur Reflexion der Rolle von Expert:innen im weiten Feld der Mediendidaktik. Der Workshop ist im Rahmen des AEDiL-Projektes entstanden und ist als Beitrag im Tagungsband der gmw2021 nachlesbar via https://www.waxmann.com/index.php?eID=download&buchnr=4456#page=219.
Angelika Thielsch
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Im Herbst sind die Mitglieder unseres AEDiL-Projekts auf unterschiedlichen Tagungen unterwegs und laden ein, Bereiche unserer autoethnographischen Forschung kennenzulernen und zu diskutieren.
Beispielsweise im Rahmen der gmw-Jahrestagung, auf der vier Mitglieder von uns am 21. Oktober 2021 einen Workshop mit dem Titel "Die Welt ist im Wandel… und ich? Workshop zur Reflexion der Rolle von Expert:innen im weiten Feld der Mediendidaktik" anbieten. Auch beim University Future Festival sind wir wieder vertreten. Am 3. November gibt es hier mittags im Rahmen eines Lightning-Talks einen kurzen Einblick in unser Forschen im zweiten AEDiL-Jahr; Titel des Talks ist "Als Gemeinschaft forschen... und wieso das wertvoll ist. Einblick in das zweite Jahr im AEDiL-Projekt". Und am 5. November möchten wir auf dem WiMaKo-Forum unter dem Titel „Lehren in der Krise? Lehren aus der Krise“ gemeinsam mit Euch denken.
Interessierte finden mehr Infos (zur Teilnahme) auf den Veranstaltungensseiten:
Und natürlich wird es - mitunter in Verbindung zu diesen Tagungsbeiträgen - bald wieder Neues aus der AEDiL-Gruppe zu lesen geben... Aber von den Veröffentlichungen, die noch in 2021 aus der AEDiL-Gruppe heraus erscheinen werden, berichten wir später :)
 
Nadine Bernhard
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In March 2020, a group of higher education professionals and researchers launched a collaboration in an autoethnographic research project. Their aim: to collect, discuss and jointly reflect upon their experiences during the time of the outbreak of the Coronavirus pandemic in Germany. This chapter introduces the context of the project and offers insights into the diverse autoethnographic stories of its members. In the stories, the project members – some academic teaching staff, some educational developers or technologists – describe their (new) daily routines, the barriers they faced, and the solutions they found as they were trying to cope with the demands of working from home, under the conditions of social distancing, and doing so via online tools. Through the multiple realities presented in these stories, they offer unique insights into the effects of the pandemic on Higher Education Institutions in Germany. In addition to the importance of reflecting on one’s own experience, the stories shed light on aspects that helped people in higher education to cope with the challenges of teaching and learning during a crisis: openness and collaboration.
Angelika Thielsch
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Was genau sind denn nun dyadische Gespräche? Wir wären nicht AEDiL, wenn wir unser Vorgehen nicht mit Euch teilen würden :)
Erste Informationen habt ihr bereits im letzten Update von Michael finden können. Und für alle, die mehr darüber wissen wollen, wie wir die dyadischen Gespräche aufbauen und zur Diskussion und Reflexion nutzen, gibt es hier im Anhang noch mehr Details. Denn für unser Vorgehen haben wir gemeinsam einen kurzen Leitfaden erarbeitet, der uns hilft, strukturiert in die einzelnen Gespräche zu gehen und zentrale Gedanken daraus zu dokumentieren.
Der Leitfaden ist mit CC-BY lizensiert und darf gern (als Inspiration für eigene Projekte und mehr) genutzt werden.
 
Michael Eichhorn
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Michael Eichhorn
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Auch nach dem Erscheinen des Buches (Open Access unter: https://www.doi.org/10.3278/6004820w) setzt die AEDiL Community ihre Forschungsaktivitäten fort. Im inzwischen zweiten Jahr des Projekts beschäftigen wir uns in erster Linie mit (unseren) Lehrpraktiken und fokussieren dabei insbesondere auf Habitus, Sozialisation und Strukturen. Methodisch gehen wir dabei diesmal einen etwas anderen Weg: Standen in 2020 vor allem unsere individuellen autoethnographischen Aufzeichnungen und der Austausch darüber im Mittelpunkt, erweitern wir diese nun um dyadische Gespräche. Aufbauend auf dem Prinzip dyadischer Interviews ermöglicht diese Methode der Gesprächsgestaltung die Beteiligung (mindestens) einer gezielt zuhörenden und beobachtenden Person. Wir arbeiten dabei in 4er-Gruppen: eine Person stellt Fragen, eine Person antwortet und zwei Personen beobachten das Gespräch - vor allem die "Zwischentöne", das "Mit-Gemeinte" und "Mit-Gedachte" kann dabei in den Blick genommen werden. Diese Beobachtungen werden direkt im Anschluss an die Gesprächspartner:innen gespiegelt und diskutiert. Abschließend werden zentrale Punkte des dyadischen Gesprächs gemeinsam festgehalten. Die ersten Gespräche nach dieser Methode konnten wir in den verschiedenen 4er-Gruppen bereits führen - eine spannende und bereichernde Erfahrung, die noch einmal einen völlig neuen Blick auf die eigenen Lehr-Praktiken ermöglicht.
 
Christian Johann Schmid
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Hochschullehre im Corona-Semester 2020: 15 Autor:innen aus diversen Hochschulkontexten und Fächern veröffentlichen in diesem Buch ihre kollaborativ entstandenen autoethnographischen Stories zu Lehr-, Lern- und Arbeitspraktiken sowie Strukturen. Auf Basis autoethnographischer Dokumentation, Reflexion und Analyse entstand so ein unverstellter Blick auf das Corona-Semester, der zur Diskussion über Herausforderungen und Möglichkeiten digitaler Lehre auffordert. Grundlage des Buchs ist das Projekt "Autoethnographische Forschung zu digitaler Lehre (AEDiL)" in dem Hochschulakteur:innen in unterschiedlichen Hochschulkontexten und Fachrichtungen den Umgang mit digitaler Lehre an Hochschulen kollaborativ reflektiert und analysiert haben. Der Band bietet Inspiration für Lehrende und Hochschuldidaktiker:innen, die sich mit Online-Lehre beschäftigen, für Hochschulleitungen, die verstehen wollen, wie Hochschulpersonal mit digitaler Lehre umgeht, um geeignete Rahmenbedingungen zu gestalten und Forschenden wird ein Einblick in die Autoethnographie ermöglicht.
Isabel Steinhardt
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Das Buch Corona-Semester reflektiert ist erschienen und Open Access hier zu finden: https://wbv.de/artikel/6004820
Hochschullehre im Corona-Semester 2020: 15 Autor:innen aus diversen Hochschulkontexten und Fächern veröffentlichen in diesem Buch ihre kollaborativ entstandenen autoethnographischen Stories zu Lehr-, Lern- und Arbeitspraktiken sowie Strukturen. Auf Basis autoethnographischer Dokumentation, Reflexion und Analyse entstand so ein unverstellter Blick auf das Corona-Semester, der zur Diskussion über Herausforderungen und Möglichkeiten digitaler Lehre auffordert.
Grundlage des Buchs ist das Projekt "Autoethnographische Forschung zu digitaler Lehre (AEDiL)" in dem Hochschulakteur:innen in unterschiedlichen Hochschulkontexten und Fachrichtungen den Umgang mit digitaler Lehre an Hochschulen kollaborativ reflektiert und analysiert haben. Der Band bietet Inspiration für Lehrende und Hochschuldidaktiker:innen, die sich mit Online-Lehre beschäftigen, für Hochschulleitungen, die verstehen wollen, wie Hochschulpersonal mit digitaler Lehre umgeht, um geeignete Rahmenbedingungen zu gestalten und Forschenden wird ein Einblick in die Autoethnographie ermöglicht.
Mitglieder der Autor:innengruppe AEDiL sind:
Bergert, Aline
Bernhard, Nadine
Eichhorn, Michael (Kernteam)
Gewinner, Irina
Goller, Antje
König, Karsten
Kondratjuk, Maria
Lohner, David (Kernteam)
Noftz, Maria
Röwert, Ronny (Kernteam)
Schmid, Christian
Sekyra, Anita
Steinhardt, Isabel (Projektleitung, Kernteam)
Ternes, Doris
Thielsch, Angelika (Kernteam)
 
Maria Kondratjuk
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Das Veröffentlichungsdatum unseres neuen gemeinsamen Buches "Corona Semester reflektiert - Einblicke einer kollaborativen Autoethnographie" ist der 15. April 2021!
Vorbestellungen sind bereits jetzt möglich:
 
Angelika Thielsch
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Mit 15 autoethnographischen Stories und zahlreichen Einblicken in unsere Arbeit als kollaboratives Autoethnographie-Projekt wird in nicht allzu großer Ferne unser (erstes) Buch als Autor:innengruppe AEDiL erscheinen!
Das Manuskript ist beim Verlag und wir gerade einfach stolz und voller Vorfreude.
Sobald der Veröffentlichungstermin steht, erfahrt ihr es hier :)
 
Ronny Röwert
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Mitglieder des Projektes AEDiL berichten im Blog des Hochschulforums Digitalisierung (HFD) über ihre Erfahrungen und geben konkrete Tipps zum Format des Peer-to-Peer-Austausches für interessierte Nachahmer:innen:
 
Christian Johann Schmid
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Hier ein gelungenes Beispiel für eine Kollegin, welche mit einer evokativen Autoethnographie über ihre Ängste und Depression als Nachwuchswissenschaftlerin berichtet.
 
Isabel Steinhardt
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Vortrag: AEDiL - Eine Community of Practice zur kollaborativen Krisenbewältigung
12. November 2020
Speakerinnen: Isabel Steinhardt und Aline Bergert
Hochschulen stehen durch die Corona-Pandemie vor der Herausforderung, in kürzester Zeit ihren gesamten Lehrbetrieb auf Online-Formate umzustellen. Das führte bei vielen Beteiligten zu Unsicherheitsmomenten und versetzte sie in einen Krisenmodus. Um ihren individuellen Krisen zu begegnen, hat sich eine Gruppe von 18 Hochschulforscher*innen und Hochschuldidaktiker*innen zusammengeschlossen und das Projekt „AEDiL – AutoEthnographische Forschung digitaler Lehre und deren Begleitung“ gestartet. Ziel des Projektes ist es, durch autoethnographische Aufzeichnungen zu digitaler Lehre im Sommersemester 2020 und deren kollaborativen Auswertung Einblicke in die wahrgenommenen Veränderungen, Herausforderungen und Praktiken im Krisenmodus zu erhalten.
Im Laufe des Projektes hat sich durch die kollaborative Autoethnographie (Chang et al. 2018; Ellis et al. 2010) eine disziplinen- und fachgesellschaftsübergreifende Community of Practice gebildet. „A community of practice exists because it produces a shared practice as members engage in a collective process of learning” (Wenger 1998, S. 4). Gemeinsamer Sinnhorizont der beteiligten Personen war und ist der Bedarf und der Wunsch eines verbindlichen Austausches sowie der Reflexion zu den (neuen) Herausforderungen im digitalen Semester. Dadurch wird implizites Wissen explizit.
Im vorgeschlagenen Beitrag möchten wir die Entstehung der Community of Practice darstellen, erste Ergebnisse aus der kollaborativen Autoethnographie vorstellen und diskutieren, wie die kollaborative Reflexion beim Verstehen der eigenen Praktiken helfen kann. Mit dem Plenum möchten wir auf Grundlage unserer Erfahrungen ins Gespräch kommen: 1. Wie bzw. wodurch wurde das Corona-Semester als Krisenmoment erlebt? 2. Welche Austausch- und Aushandlungsprozesse fanden statt und wofür wurde dazu der Austausch mit anderen genutzt oder gesucht? 3. Welche Veränderungen der eigenen Praktiken wurde wahrgenommen?
Chang, H., Ngunjiri, F., & Hernandez, K.-A. C. (2016). Collaborative Autoethnography. Routledge.
Ellis, C., Adams, T. E., & Bochner, A. P. (2010). Autoethnography: An Overview. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 12(1). https://doi.org/10.17169/fqs-12.1.1589
Wenger, E. (1998). Communities of Practice: Learning, Meaning, and Identity. Harvard University Press.
 
Isabel Steinhardt
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Durch die Corona Pandemie stehen Lehrende vor der Herausforderung ihre analogen Lehr-praktiken nun, meist ad-hoc, auf digitale Lehrpraktiken umzustellen. Die derzeitige Situation ist eine einmalige Gelegenheit zu reflektieren, welche analogen Praktiken nun digitalisiert werden und welche Veränderungsprozesse durch die „Zwangsdigitalisierung“ von Lehre an deutschen Hochschulen angestoßen werden. Um den Veränderungsprozessen und digitalen Lehrprakti-ken auf die Spur zu kommen wurde das Projekt „AEDiL - AutoEthnographische Forschung zu digitaler Lehre und deren Begleitung“ Anfang April 2020 gestartet. In diesem Projekt zeichnen 19 Lehrende aus ganz Deutschland (sowohl von Fachhochschulen als auch Universitäten) ihre Erfahrungen mit digitaler Lehre auf. Die Aufzeichnungen werden als kollaborative Au-toethnographie (Chang/Ngunjiri/Hernandez 2016) durchgeführt, kommentiert und ausgewertet. Für die Aufzeichnungen und Kommentierungen wird das Tool Mahara genutzt. In dieser Prä-sentation werden erste Ergebnisse aus dem Projekt AEDiL vorgestellt.
Ronny Röwert
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Workshop: Unsicherheiten begegnen im kollaborativen Lernraum. Das CoronaSemester meistern wie im AEDiL-Projekt
8. Oktober 2020 von 16:30 bis 17:30 Uhr
Speaker*innen: Markus Deimann, Maria Kondratjuk, Angelika Thielsch, Ronny Röwert
Seit Beginn des Sommersemesters steht Vieles im Hochschulalltag gefühlt Kopf: Studium und Lehre, Verwaltungs- und Prüfungsstrukturen wurden in virtuelle Umgebungen überführt und die gewohnten Lehr- und Lern, Denk- und Arbeitsräume in eine andere Realität verschoben. Für die Beteiligten sind Herausforderungen entstanden, die nicht selten in ein Gefühl der Unsicherheit mündeten. Einer Unsicherheit, der man gemeinsam (vielleicht) leichter begegnen kann. Dieser Workshop verfolgt zwei übergeordnete Ziele: Zum einen eröffnen wir den Raum, um gemeinsam die Erfahrungen des Sommersemesters zu reflektieren und so im Miteinander Impulse zu erzeugen, um den eigenen Herausforderungen zu begegnen. Neben dem Ergründen und Diskutieren individueller Situationen bietet der Workshop zum anderen einen Einblick, wie (auch) in Zeiten der Unsicherheit ein kollegialer und kollaborativer Lernraum geschaffen werden kann, um Hochschulmitgliedern aus den unterschiedlichsten Bereichen Hilfe im Begegnen neuer und unerwarteter Situationen zu sein. Hierzu wird das zum Beginn des Sommersemesters selbstorganisiert entstandene Projekt “AutoEthnographische Forschung zu digitaler Lehre und deren Begleitung” - kurz AEDiL - vorgestellt. In AEDiL arbeiten knapp zwanzig Personen aus ganz Deutschland aus dem Umfeld der Hochschullehre und Hochschuldidaktik zusammen daran, ihre Erlebnisse im Corona-Semester kollaborativ zu dokumentieren und zu reflektieren, um so den erfahrenen Herausforderungen zu begegnen. Als Mitglieder von AEDiL begleiten und leiten wir den Workshop aus unseren jeweils unterschiedlichen Perspektiven aus Hochschullehre, Hochschulforschung, Hochschuldidaktik sowie Hochschulverwaltung und verdeutlichen so, inwiefern der im Projekt erzeugte kollaborative Lernraum vermag, diverse Zugänge durch den gemeinsamen Reflexionsfokus zu verbinden.
 
Christian Johann Schmid
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I'm not sure if we already shared this introductory text on autoethnography?
Adams, Tony E., Carolyn Ellis, Arthur P. Bochner, Andrea Ploder, and Johanna Stadlbauer. 2017. “Autoethnografie.” In Handbuch Qualitative Forschung in der Psychologie, edited by Günter Mey and Katja Mruck. Springer Reference Psychologie. Wiesbaden: Springer.
 
Christian Johann Schmid
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Literature on university teachers researching their own practice via narrative inquiry/autoethnography. This text made me think about in howfar my autoethnography ("my story") should also be more aware of my positionality/authority; i.e., to also (re)consider/include conversations with or narrations of my students, colleagues, administrative staff, governing bodies.
"But ownership of stories is one of the complexities of narrative research. If the story is constructed collaboratively, then who "owns" the story? Has it become a communal story of which we all have ownership? Or, indeed, do any us have ownership because the story was not my story or their story but became a story through those stories?" (Trahr 2009: 36).
Trahar, Sheila. 2009. “Beyond the Story Itself: Narrative Inquiry and Autoethnography in Intercultural Research in Higher Education.” Forum: Qualitative Social Research 10 (1): [41 paragraphs]. http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs/article/view/1218. Accessed July 02, 2020.
 
Angelika Thielsch
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Da wir in AEDiL mit der Methode der Autoethnographie arbeiten und das für einige im Projekt - insbesondere in diesem kollaborativen Vorgehen - ungewohnt ist, haben wir als Kerngruppe überlegt, im Prozess einen Input zum methodischen Vorgehen zur Verfügung zu stellen.
Als Video sowie Foliensatz wurde dieser Anfang Juni auf der gemeinsamen Arbeitsplattform Mahara zur Verfügung gestellt und konnte in Reflexionstreffen, die seither stattfanden, in Kleingruppen als Anlass genutzt werden, um über die eigenen Erfahrungen (im Corona-Semester und beim autoethnographischen Dokumentieren) ins Gespräch zu kommen.
Motivation für den Input war, in diesem durch vielfältige Perspektiven geprägten Projekt allen Beteiligten eine Orientierung und Sicherheit dafür zu geben, wodurch die von ihnen gefundenen Vorgehensweisen sich als autoethnographisches Handeln ausweisen. Dass dadurch auch das Wir in AEDiL ins Zentrum rückte, war ein schöner Zusatzeffekt.
Das Video findet ihr auf Youtube unter https://youtu.be/oK7ZTHpdj4U und die Folien hier zum Download.
 
Isabel Steinhardt
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Für das AEDiL-Projekt gibt es einen Code of Conduct, da es bei autoethnographischer Forschung zum Teilen von privaten und sensiblen Material kommt. Um von Beginn an eine vertrauensvolle Basis zu schaffen, haben wir uns auf diesen Code of Conduct geeinigt, den wir hier gerne zur Nachnutzung (CC 0) zur Verfügung stellen.
 
Isabel Steinhardt
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Der Vortragsvorschlag "Digitale Lehrpraktiken an Hochschulen. „Zwangsdigitalisierung“ in Corona-Zeiten?" von Dr. Isabel Steinhardt (INCHER-Kassel, Universität Kassel) wurde für die Ad-hoc Gruppe "Digitalisierung der Bildung" des DGS-Kongresses angenommen. Der DGS-Kongress wird (voraussichtlich) vom 14.-18. September an der TU Berlin stattfinden.
Abstrakt:
Durch die Corona Pandemie stehen Lehrende vor der Herausforderung ihre analogen Lehrpraktiken nun, meist ad-hoc, auf digitale Lehrpraktiken umzustellen.
Die derzeitige Situation ist eine einmalige Gelegenheit zu reflektieren, welche analogen Praktiken nun digitalisiert werden und welche Veränderungsprozesse durch die „Zwangsdigitalisierung“ von Lehre an deutschen Hochschulen angestoßen werden. Die zentrale Frage des vorgeschlagenen Beitrags ist deshalb, inwieweit digitale Lehrpraktiken durch die Zwangsdigitalisierung im Sommersemester 2020 entstehen. Von großem Interesse ist dabei, inwiefern sich Lehrpraktiken tatsächlich verändern, in Rechnung stellend, das Praktiken sich unter normalen Umständen nur sehr langsam verändern (Bourdieu 1987).
Praktiken fußen auf den inkorporierten Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsschemata (die im Habitus zum Ausdruck kommen), die unter bestimmten räumlichen und zeitlichen Umständen entwickelt werden (Bourdieu 1987). Lehrpraktiken sind zudem von der Fachkultur abhängig und entwickeln sich u.a. durch die Nachahmung von Rollenbildern (Szcyrba/Wiemer 2011). Digitale Lehrpraktiken, wie sie möglicherweise gerade entstehen, sind zudem hochgradig mit materiellen digitalen Artefakten verwoben, da der Umgang mit digitalen Technologien inkorporiert wird (Carstensen 2017).
Um den Veränderungsprozessen und digitalen Lehrpraktiken auf die Spur zu kommen wurde das Projekt „AEDiL - AutoEthnographische Forschung zu digitaler Lehre und deren Begleitung“ Anfang April 2020 gestartet. In diesem Projekt zeichnen 24 Lehrende aus ganz Deutschland (sowohl von Fachhochschulen als auch Universitäten) ihre Erfahrungen mit digitaler Lehre auf. Die Aufzeichnungen werden als kollaborative Autoethnographie (Chang/Ngunjiri/Hernandez 2016) durchgeführt, kommentiert und ausgewertet. Für die Aufzeichnungen und Kommentierungen wird das Tool Mahara genutzt. In dem vorgeschlagenen Beitrag soll vorgestellt werden, welche digitalen Lehrpraktiken von den Lehrenden vorzufinden sind, wie sich diese von den bisherigen Lehrpraktiken unterscheiden und auf welche habituellen Schemata die Lehrpraktiken zurückzuführen sind.
Literatur
Bourdieu, Pierre (1987): Sozialer Sinn: Kritik der theoretischen Vernunft 1. Aufl., Frankfurt am Main: Suhrkamp.
Carstensen, Tanja (2017): Digitalisierung als eigensinnige soziale Praxis, in: Arbeit 26, S. 87–110. Chang, Heewon/Ngunjiri, Faith/Hernandez, Kathy-Ann C. (2016): Collaborative Autoethnography, Routledge.
Szcyrba, Brigit/Wiemer, Matthias (2011): Lehrinnovationen durch doppelten Perspektivwechsel - Fachkulturell tradierte Lehrpraktiken und Hochschuldidaktik im Kontakt, in: Isa Jahnke/Johannes Wildt (Hrsg.), Fachbezogene und fachübergreifende Hochschuldidaktik. Bielefeld: wbv, S.101–110.
 
Isabel Steinhardt
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Projektskizze: AEDiL - AutoEthnographische Forschung zu digitaler Lehre und deren Begleitung
Steinhardt, Isabel; Deimann, Markus; Eichhorn, Michael; Lohner, David; Röwert, Ronny, Thielsch, Angelika; Vanvinkenroye, Jan
12. April 2020
Worum geht es?
Wie in unserem Aufruf bereits ausgeführt, geht es uns darum die aktuelle Situation in der Corona-Krise und die damit verbundene Neu- und Umorientierung in der Hochschule, hin zu mehr digitaler Lehre, selbstreflexiv-forschend zu begleiten. Unser Ziel ist es, zu dokumentieren, ob und welche Veränderungen in der Lehre, im Studium und bei unseren eigenen Lehr-/Lern- und Arbeits-Praktiken zu beobachten sind, welche individuellen sowie institutionellen Zusammenhänge sich dabei abzeichnen und welche (gesellschaftlichen und bildungspolitischen) Strukturen sich rekonstruieren lassen. Methodisch orientieren wir uns an der Autoethnographie als Ansatz zur systematischen Beschreibung persönlicher Erfahrungen, um daraus kulturelle Veränderungen zu verstehen.
Was wollen wir konkret tun?
Im AEDiL Projekt nutzen wir die Autoethnographie, um auf Basis zielgerichteter Dokumentation und Interpretationen eigener Erlebnisse einen Einblick in den durch die Corona-Krise veränderten Lehralltag zu erhalten. Hierfür nutzen wir die Vorlesungszeit des Sommersemester 2020 inklusive jeweilige Vorbereitungs- sowie Prüfungszeiträume als Dokumentationszeitraum. Da in manchen Bundesländern das Sommersemester bereits gestartet hat, in anderen aber erst anläuft, gibt es keinen eindeutigen Starttermin. Bei Projektbeteiligten, bei denen das Semester bereits begonnen hat, soll nach Möglichkeit eine retrospektive Dokumentation angelegt und parallel mit der aktuellen Dokumentation gestartet werden.
Als technische Lösung nutzen wir Mahara, da dieses Tool ermöglicht die erstellten Dokumentationen hochschulübergreifend miteinander zu teilen. Denn das kollaborative Arbeiten ist ein wichtiges methodisches und reflexives Element dieses Forschungsprojektes. Das heißt die einzelnen Forschenden dokumentieren ihre eigenen Erfahrungen in Bezug auf digitale Lehre und den veränderten Lehralltag in Tagebucheinträge (im Mahara-System als Blogbeiträge bezeichnet), die für die anderen Forschenden der Gruppe zugänglich und kommentierbar gemacht werden.
Für die Tagebucheinträge haben wir als Kerngruppe davon abgesehen eine Struktur vorzugeben, da die Gedanken und Erfahrungen der/des einzelnen Forschenden von den jeweiligen Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsstrukturen abhängen. Insofern wäre eine festgelegte Struktur der Autoethnographie nicht angemessen. Trotzdem soll die Dokumentation fokussiert erfolgen und dem Anspruch der autoethnographischen Datensammlung entsprechen. Hierfür liefert der nächste Abschnitt eine Orientierung, wie der individuelle Fokus im eigenen Beforschen transparent gemacht und zielgerichtet festgelegt werden kann.
Wie gehen wir methodisch vor?
Im AEDiL-Projekt sind dies konkret folgende Schritte, die es zu Beginn der eigenen autoethnographischen Arbeit zu klären gilt:
Das Forschungs(um)feld spezifizieren: Ausgehend vom eigenen (professionellen) Kontext beschreiben, was Rahmen und Hintergrund meiner Reflexion sein wird. In welchen institutionellen Strukturen bin ich eingebunden, was sind meine Lehrveranstaltungen oder Beratungskontexte.
Das Erkenntnisinteresse umreißen: Was soll im Fokus der Selbstreflexion stehen? Beispielsweise: Wie mit Unsicherheit umgegangen wird? Wie sich Kommunikation verändert? Welche Methoden sich (plötzlich) in der Lehre nicht mehr eignen?
Den regelmäßig zu beschreibenden Erlebnis-Kontext bestimmen: Was soll meine Dokumentation konkret beschreibend erfassen? Beispielsweise: Erlebnisse einer konkreten Lehrveranstaltung, Feedback zur Lehrveranstaltung von Studierenden, der hochschul-/mediendidaktischen Beratung von Lehrenden etc.
Den Fokus im Beschreiben der (Selbst)Erfahrung festlegen: Ergänzend zum deskriptiven Dokumentieren in Punkt drei gilt es hier festzulegen, zu welchen Aspekten meine individuelle Wahrnehmung und Interpretation (in jedem Fall) verschriftlicht werden sollten. Dies soll sich in Verbindung zum Erkenntnisinteresse ergeben, wie es in Punkt 2 beschrieben wurde.
Was sind erste Meilensteine?
Erster Schritt im Projekt: Die Beteiligten erarbeiten ihre jeweiligen autoethnographischen Perspektiven (die vier oben beschriebenen Schritte) in einem Blogeintrag und teilen diese über Mahara mit allen anderen.
Zweiter Schritt im Projekt: Beginn der zielgerichteten Dokumentation und Reflexion, entweder direkt begleitend zum Vorlesungsstart oder in einem Zweischritt von retrospektiver Dokumentation und aktueller Dokumentation.
Bis Ende April-Anfang Mai: erstes virtuelles Treffen in der Gesamtgruppe
Anfang Juni: zweites virtuelles Treffen in der Gesamtgruppe
Ende der Vorlesungszeit inklusive Prüfungsphase: Die Dokumentation endet und die gemeinsame Interpretation der Dokumentationen beginnt. Zu klären wird sein, wer sich wie an welchen Auswertungsrunden beteiligen will und wie diese stattfinden sollen.
Was soll am Ende rauskommen?
Das Produkt bzw. die Produkte der kollaborativen Forschung sind zu Beginn des Forschungsprojektes noch unklar, da es sich nicht um ein klassisches Forschungsprojekt mit Forschungsantrag oder Forschungsplan handelt, sondern um ein spontan aus der gegenwärtigen Situation entstandenes Vorhaben. Entsprechend kann gegenwärtig noch nicht abgeschätzt werden, welche Daten generiert und wie diese z.B. in wissenschaftlichen Publikationen oder weiteren Formaten (bspw. Blogbeiträgen, Positionspapieren, Vorträgen) verarbeitet werden können.
Alle Beteiligten müssen sich aber auf ein gemeinsames Vorgehen einigen, was z.B. die Generierung von Publikationen betrifft. Die Kerngruppe hat in diesem Zusammenhang folgendes festgelegt:
  • Bei individuell vertiefenden Publikationen sind stets alle Personen als Autor*innen zu nennen, deren Tagebucheinträge und Reflexionen für das Entstehen der Publikation relevant waren/sind. Insbesondere für einen wertschätzenden Umgang mit den “Daten”, die wir im Verlauf des Projektes miteinander teilen werden, erscheint uns dieser Punkt als wichtig.
  • Bei Publikationen zum Projekt allgemein und dem hier gewählten Vorgehen sind als Autor*innen mindestens die Mitglieder des Kernteams zu nennen.
  • Mit den Daten kann zudem zunächst nur publizieren, der selbst an der Datengenerierung mitgewirkt hat. Eine Sekundärnutzung der Daten kann ermöglicht werden, wird von den Projektbeteiligten aber erst im späteren Verlauf des Projektes geklärt.
 
Isabel Steinhardt
added a project goal
Ziel des Projektes AEDiL ist es die aktuelle Neu- und Umorientierung in deutschen Hochschulen, hin zu mehr digitaler Lehre, selbstreflexiv-forschend zu begleiten. Unser Ziel ist es, zu dokumentieren, ob und welche Veränderungen in der Lehre, im Studium und bei unseren eigenen Lehr-/Lern- und Arbeits-Praktiken zu beobachten sind, welche individuellen sowie institutionellen Zusammenhänge sich dabei abzeichnen und welche (gesellschaftlichen und bildungspolitischen) Strukturen sich rekonstruieren lassen. Methodisch orientieren wir uns an der Autoethnographie als Ansatz zur systematischen Beschreibung persönlicher Erfahrungen, um daraus kulturelle Veränderungen zu verstehen.