Tilo Grenz

Tilo Grenz
Bertha von Suttner Private University

Dr. phil.

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Introduction
Tilo Grenz currently works at the Bertha von Suttner Private University, St. Pölten (Austria). Tilo does research in sociology of knowledge and (digital) material culture, mediatization and organizations. His work focuses on the digital risk society, cybersecurity, knowledge cultures and non-conventional forms of digital participation. Tilo Grenz further conducts research on interpretive methods, suitable for analyzing the unfolding of events and their societal and cultural impact.
Additional affiliations
November 2014 - present
University of Vienna
Position
  • PostDoc Position
October 2008 - November 2014
Karlsruhe Institute of Technology
Position
  • Scientific Assistant
January 2003 - August 2008
Technical University of Dresden
Position
  • Student Assistant
Education
January 2019 - March 2020
University of Vienna
Field of study
  • Teaching Competence Plus, Certificate Program
October 2008 - October 2014
Karlsruhe Institute of Technology
Field of study
  • Sociology (Sociology of Knowledge, Mediatization)
October 2001 - June 2008
Technische Universität Dresden
Field of study
  • Sociology, Social Psychology

Publications

Publications (69)
Chapter
Full-text available
This chapter continues the recent debate on the epistemological dimension of traces and tracing. Following our own preliminary work and in confrontation with an explicitly non-Western epistemology—namely, the case of “First Australians”—the chapter proposes the perspective of interpretive tracing. It calls for the systematic reflection of practices...
Article
This contribution focuses on the dis/continuity of routines at the onset of the COVID-19 pandemic. The pandemic is conceived as a nexus of multiple, intertwined crises of action and interaction (ÖZS special issue 2016, 41/1). Instead of understanding crisis as an external facticity, i.e., external cause of change, we argue that actors negotiate cri...
Chapter
In der boomenden Beschäftigung mit den Erscheinungsformen, Entstehungsweisen und Veränderungen digitalmedialen Handelns kursieren verschiedene Konzepte, die weitestgehend eine bestimmte Sinnesmodalität und Sinnestätigkeit privilegieren: Sichtbarkeit und Sehen. Dieser Beitrag sensibilisiert demgegenüber für eine systematische Berücksichtigung des Zu...
Conference Paper
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Zweifelsohne können viele Erfahrungen der letzten Monate als außeralltäglich bezeichnet werden. Was vor gut einem Jahr zu «eine[r] uns allen gemeinsame[n] Welt» (Schütz 1971: 250) mit unhinterfragten Alltagsroutinen gehörte, wurde unerwartet auf die Probe gestellt. Die Krise hat «das Denken in den gewohnten alltäglichen Bahnen» (ebd. 2011: 56ff.) e...
Article
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Was bedeutet das Gewicht der digitalen Medien für jene engagierte Protest- und Bewegungsforschung, die sich für eine gesellschaftliche Demokratisierung und damit auch für ein anerkennendes Verständnis von Protest und sozialen Bewegungen einsetzt? Reicht es noch, die Wirkung digitaler Technologien zu beschreiben und zu analysieren, oder muss die Pro...
Chapter
Full-text available
Article
Full-text available
Gegenwärtige Wissensdynamiken, die aus der betrieblichen Orientierung an Digitalisierungsstrategien entstehen, lassen bekannte methodisch-methodologische Herausforderungen hervortreten. Neben dem Zugang zu verschlossenen Feldern betrifft dies insbesondere die Frage, wie die Reversibilität von Zielen, Entscheidungen und digitalem Material ethnografi...
Preprint
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Gegenwärtige Wissensdynamiken, die aus der betrieblichen Orientierung an Digitalisierungsstrategien entstehen, lassen bekannte methodisch-methodologische Herausforderungen hervortreten. Neben dem Zugang zu verschlossenen Feldern betrifft dies insbesondere die Frage, wie die Reversibilität von Zielen, Entscheidungen und digitalem Material ethnografi...
Article
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In einer Nische der Youtube-Kultur hat sich in den letzten zehn Jahren ein Genre etabliert, dessen Exemplare nicht (nur) unterhalten sollen. Erklärvideos wollen Wissen vermitteln, vom Knöpfe-Annähen über erfolgversprechendes Bewerbungsverhalten und Begriffserklärungen bis hin zu den Feinheiten fortgeschrittener Mathematik und diverser Studienfächer...
Article
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The greatly increased importance of diachronic process perspectives in the social sciences has led to process-produced data (PPD) becoming one of the main topics of this debate. However, its current use is peculiarly ambivalent. It oscillates between substantialist understandings and self-evident use. This article stresses the beforehand conceptual...
Book
Der Schwerpunkt des Buches liegt auf der kommunikativen Dimension bei der Erzeugung, Verstetigung, Legitimierung und Weitergabe von Wissen und den unterschiedlichen empirischen, analytischen sowie disziplinären Zugriffen, die damit unternommen werden können. Der Band leistet damit einen Beitrag zum aktuellen Stand der Diskussion zum Konzept der »Wi...
Chapter
Peter L. Berger (1929–2017) and Thomas Luckmann (1927–2016) were international sociologists who made vast contributions to the sociology of knowledge, driven primarily by their highly acclaimed book The Social Construction of Reality (1966/1967). Their “new” sociology of knowledge takes as its starting point experience and action. However, it is no...
Article
Zusammenfassung Der Text ist eine Replik auf den Diskussionsanstoß zu Gütekriterien Qualitativer Forschung von Jörg Strübing et al. (2018). Die kritische Auseinandersetzung wird entlang dreier Hauptpunkte entwickelt: a) der Rezeption des Forschungsstandes, aus dem sich Anforderungen an Gütekriterien ableiten, die in dem von Strübing et al. vorgeleg...
Article
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Die folgenden Darstellungen unternehmen einen Zeitensprung. Ausgehend von der Frage, welchen Stellenwert die ‚Zukunft‘ im Fach der Soziologie einnimmt, wird es notwendig, bei der Geschichte soziologischen Denkens anzusetzen. Notwendig ist diese historische Annäherung deshalb, weil sich die fachtypische Zuwendung zum Zukünftigen bis hin zum Vers...
Chapter
Materialität unter den Bedingungen von Digitalisierung kommt eine Schlüsselstellung in Mediatisierungsprozessen zu. Zugleich ist mit der ununterbrochenen Veränderung digitalen Materials eine hochaktuelle Problemstellung markiert, die es theoretisch zu fassen gilt. Unabgeschlossenheit ist sowohl in der Mediatisierungsforschung als auch in der Debatt...
Article
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Big data and its potential, use, and hopes seem to grow more valuable for commercial and research purposes alike. Nevertheless, problems start to arise as soon as the technical and epistemic potential of big data is overemphasized. Big data, like any other traces of human behavior, must be contextualized. This seems even more important since all ty...
Chapter
Es ist auffällig, dass die riskanten Folgen und Nebenfolgen verschiedener Großtechnologien und ihre Bearbeitung seit Jahrzehnten zum festen Oeuvre der Sozialwissenschaften zählen‚dass bei der Diskussion informations- und kommunikationstechnologischer Entwicklungen, die nicht weniger (neben-)folgenreich sind, aber eine Sichtweise dominiert, die dem...
Article
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This article conceptualizes acting on media in terms of different interplays between focal actors, users, and user communities. It is argued that—in times of mediated visibility, the increasing entanglement of social and technological change, and accelerated feedback loops—arenas of negotiation emerge and therewith the complexities of relations bet...
Chapter
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Gegenüber einem oft recht breiten Verständnis davon, was Quellen sind, befasst sich dieser Beitrag mit einer engeren Quellenbestimmung. Sie schließt an die Debatte um den epistemologischen Status von Spuren an und fragt nach deren Relevanz für die Soziologiegeschichtsforschung. Spuren – weiter detailliert als prozessproduzierte Daten – ermöglichen...
Chapter
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Dieser Beitrag stellt einen wissenssoziologischen Zugang zu Mediatisierung vor. Diese wird sowohl als gemeinsamer geschichtlicher Rahmen verschiedener kommunikationstechnischer Entwicklungen definiert als auch als Forschungslogik, die für Wandlungsphänomene solcher Entwicklungen sensibilisiert. Das Teilprojekt „Mediatisierung als Geschäftsmodell“ i...
Chapter
Der Beitrag nimmt seinen Ausgang bei der Frage, wie aus unterschiedlichen Datenquellen gewonnene Hypothesen und Konzepte so miteinander in Bezug gesetzt werden können, dass sie als kohärentes Gebäude einen Aussagewert über soziologisch relevante (Forschungs-)Gegenstände beanspruchen können.Wie ‚werden‘ aus Daten, Hypothesen und Konzepten Theorien,...
Chapter
Fotografie blieb in den Sozialwissenschaften bislang ein eher unterbelichtetes Thema, obwohl ihre Bedeutung in der Gegenwartsgesellschaft rasant zugenommen hat. Der Band schließt diese Lücke: mit Analysen nicht nur der Bildinterpretation, sondern auch der fotografischen Handlung selbst sowie der Auseinandersetzung mit Fotos. Die Beiträge renommiert...
Chapter
Wenn von „Fitness“ die Rede ist bzw. diese zum Gegenstand lifestyle-orientierter Angebote gemacht wird, die das Erreichen selbiger in Aussicht stellen, dann gerät damit nicht mehr die optimale Trimmung des Körpers für etwaige Arbeitsleistungen in den Blick (vgl. Treiber/Steinert 1980). Im Alltag hochindustrialisierter Gesellschaften ist der Körper...
Chapter
Die bisherigen Darstellungen erstreckten sich auf die Geschichte kommerzieller Fitness-Anbieter bis hin zum gewinnträchtigen Geschäftsansatz des betrachteten Anbieters. Diese soziohistorische Rekonstruktion förderte einen verschlungenen Entstehungsprozess zutage, der über verschiedene, analytisch unterschiedene Etappen auf eine spezifische Variante...
Chapter
Recherchieren, informieren, abrufen, zusammenstellen, sichern, kalkulieren, sortieren und auch posten, liken, checken, adden, all dies bewerkstelligen wir tagtäglich mal mehr, mal weniger behänd, mal häufiger, mal seltener, wohl aber mit bezeichnender Selbstverständlichkeit. Aktivitäten sind Teile alltäglichen Handelns und werden ebenso selbstverst...
Chapter
Unter Mediatisierung wird in der einschlägigen Debatte in Deutschland ein gesellschaftlicher „Metaprozess“ (Krotz 2007: 25 ff.) verstanden, da menschliche Kommunikation eine universalhistorische Konstante darstellt und dabei immer schon auf Zeichensysteme verweist, die von Menschen – zuvorderst in Gestalt kultureller Sprachsysteme und -konventionen...
Chapter
Das Forschungsinteresse der empirischen Arbeit bestand darin, Medienfortentwicklung und sich niederschlagende Konsequenzen davon, wenn Mediatisierung als Geschäftsmodell verfolgt wird, aus einer Innenperspektive, d. h. aus einer als typisch zu rekonstruierenden Perspektive derjenigen zu beschreiben, die mit der Produktion der materialen Basis medie...
Chapter
Dieses abschließende Kapitel verfolgt fünf Ziele: (1) Die Darstellung konzentriert sich zunächst auf einschlägige Ansätze der sogenannten Material-Culture-Debatte. In dieser erlangt die Materialität von Kultur besondere Aufmerksamkeit, allerdings zeichnet sich eine deutliche Tendenz zur alltäglichen Aneignung ab und Fragen nach den Akten der sinnha...
Chapter
Durch die Verbreitung und routinierte Nutzung vernetzter Computer in den Privathaushalten und die medientechnischen Funktionen der Verkaufsplattformen im Internet ist Online-Shoppen zu einer selbstverständlichen Konsumpraxis des modernen Menschen geworden. Dessen Attraktivität resultiert aus der Entgrenzung von Informationssuche, Auswahl, Entscheid...
Book
Tilo Grenz identifiziert die permanente Unabgeschlossenheit digitaler materialer Kultur als ein zentrales Charakteristikum von informations- und kommunikationstechnologisch geprägten Gesellschaften. Die Einsichten basieren auf den empirischen Erträgen einer ethnographischen Studie in einem innovationsgetriebenen Unternehmen. Diese seltene Innensich...
Book
Die empirischen sowie medien- und modernisierungstheoretischen Beiträge dieses Bandes diskutieren die Notwendigkeit, Mediatisierung als non-linearen, diskontinuierlichen und ambivalenten Prozess zu verstehen. Das Konzept De-Mediatisierung reklamiert eine in der Mediatisierungsdebatte weitgehend vernachlässigte Perspektive auf den Zusammenhang von M...
Article
Recent developments in social theory which indicate a shift from social to communicative constructivism (ref. Keller et al. 2012; Knoblauch 2017) brought questions about the significance of materiality for the constitution of sociality to the fore which shall be the focus of this article. That is, the present article explicitly is located within so...
Chapter
Der jüngere Medienwandel hat uns in einen Alltag versetzt, der mehr denn je soziotechnisch erhandelt ist (vgl. Lash 2003: 54): Ganz selbstverständlich bewerkstelligen wir vielfältige Alltagsprobleme, indem wir diverse Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK) nutzen. Wegen ihrer Zweckdienlichkeit im Alltag tendieren IuK dazu, durch den wie...
Chapter
Gegenüber einem oft recht breiten Verständnis davon, was Quellen sind, befasst sich dieser Beitrag mit einer engeren Quellenbestimmung. Sie schließt an die Debatte um den epistemologischen Status von Spuren an und fragt nach deren Relevanz für die Soziologiegeschichtsforschung. Spuren – weiter detailliert als prozessproduzierte Daten – ermöglichen...
Chapter
Während Anne Honer (1993a, S. 39ff .) noch Anfang der 1990er Jahre gewagt – weil innerwissenschaftlich einigermaßen häretisch – dafür eingetreten war, die subjektiven Erfahrungen stärker in die empirische Sozialforschung einzubeziehen und infolgedessen, in methodischer Hinsicht, für ein praktisches (Mit-)Tun votierte, ist in den letzten zwanzig Jah...
Article
Participation in phenomenology-based ethnography is about involvement and “doing-it-yourself,” which generates data derived from immediate experience that can contribute to the reconstruction of the internal viewpoint by uncovering the essence of a phenomenon. This phenomenological orientation is the main focus of interest of the present paper. Bas...
Article
Full-text available
Der Artikel bezieht eine kritische Position gegenüber den einschlägigen Arbeiten der Ser- vice Science, bei denen heutige Service Systeme bzw. digitale Service Öko-systeme als prinzipiell harmonisches Zusammenspiel verklärt werden. Am Fallverlauf des „In-App-Purchase-Hack“ im Feld der App Stores wird zweierlei veranschaulicht: Erstens unterstützen...
Chapter
In der aktuellen Mediatisierungsdiskussion werden Aspekte der kulturell geprägten Herstellung, d. h. der Entwicklungsprozesse von Medientechnologien durch Unternehmen bislang vernachlässigt. Am Beispiel der Entwicklung, Implementierung und fortlaufenden Modifizierung einer Fitness-Online-Plattform gibt der Text einen Einblick in die Komplexität sol...
Chapter
Digitale Medien sollen bestimmte Handlungsziele erfüllen, legen Bedienungsweisen nahe, schließen andere aus, haben damit das Potential, Aktionen und Interaktionen zu ,regulieren`. Wenn hier von Mediatisierungsdruck die Rede ist, dann soll damit nicht technikdeterministisch argumentiert werden, gleichwohl aber auf die Widerstïndigkeit und Wirkkraft...
Chapter
Anhand empirischer Befunde in den Feldern Verbrechensaufklärung, Fitness und Online-Poker kann nachgezeichnet werden, dass sich korporierte Akteure (Sendeanstalten, Betreibende von Online-Plattformen, Softwareherstellende), d.h. Anbietende und Produzierende von Medieninhalten und -technologien in öffentliche Diskurse einschalten, in denen es um ges...
Chapter
Der Beitrag stellt empirische Befunde und theoretische Überlegungen aus den drei Projekten „Mediatisierung der Sicherheitspolitik“ (Universität Duisburg-Essen), „Mediatisierung als Geschäftsmodell“ (Karlsruher Institut für Technologie), „Mediatisierung des Glücksspiels“ (Technische Universität Dortmund) zur Diskussion, mit deren Hilfe Prozesse der...
Conference Paper
The term ‘consumer participation’ brings a change in consumption culture into focus being discussed in sociology as well as in media and marketing sciences under the heading of ‘politicized consumption’, ‘unmanageable consumer’, ‘participatory culture’ or ‘participative web’. The passive consumer is thus replaced or accompanied by an active consume...
Conference Paper
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Following quantitative arguments of contemporary mediatization studies (for an overview Adolf 2017), we live in (western) societies that are characterized by the fact that nearly all social fields are permeated by information and communication media, with “digitization” being the most recent driver and influencer of this permeation (Finnemann 2011)...
Conference Paper
Full-text available
In this paper, we lay the foundations for a contextualisation of trust, the role it plays, and its different layers within the context of a novel paradigm: Social Cloud Computing. In a Social Cloud, trust plays a vital role as a collaboration enabler. However, trust is not trivial to define, observe, represent and analyse as precursors to understan...
Book
Full-text available
Technik und Kultur als Gegensätzlichkeiten zu verstehen gilt als überholt. Erwartungen sind in Apparate ebenso eingeschrieben, wie Funktionsweisen in typische Handlungsstrukturen. Unser Vorschlag ist es, Techniken aus einer Perspektive erhandelter Zugehörigkeit zu verstehen. In diesem Band sind Arbeiten versammelt, die die sozialen Bedingungsverhäl...
Chapter
„Fitness ist ein gewaltiger Markt“, war unlängst in der Süddeutschen Zeitung zu lesen (Zips 2011: 11). Dieser Markt, der ein Segment des sogenannten „Zweiten Gesundheitsmarkts“ (Krimmel 2005: 189) bildet, umfasst u. a. Personal Trainer, das heißt Fachkräfte für Bewegung und Fitness, Trainingsgeräteentwickler und -hersteller, Anbieter von Nahrungser...
Article
Full-text available
The 3. Fulda Convention on Fieldwork—essentially based around the concept of lifeworld analytical ethnography developed by Anne HONER—provided a broad insight into recent avenues and challenges in ethnographic research. The reporting team consisted of three participants, making it possible to track the various lines of research enquiry throughout t...
Article
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Zusammenfassung Der Artikel beschreibt die Konsequenzen der Mediatisierung der szenezent-ralen Praktik der Musikrecherche in der Indie-Szene. Dabei wird die These verfolgt und am Beispiel musikalischer ‚Mash-Ups' nachgezeichnet, dass mit grenzübergreifenden, transnationalen Stilorientierungen kulturelle Grenzen und Grenzziehungen sukzessive diffuse...
Book
Der Anspruch dieser außergewöhnlichen Studie war nicht weniger als "eine möglichst präzise Beschreibung und das Verstehen der zentralen Handlungspraktiken und sozialen Mechanismen der Indie-Szene". Das nun vorliegende Werk – die erste sozialwissenschaftliche Buchpublikation zur Indie-Szene überhaupt – ist mehr: ein motivierendes Beispiel dafür, was...

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Projects (4)
Project
Bereits Hannah Arendt (2016, 213) stellte fest, dass Einzigartigkeit und Pluralität als Grundlage von Humanität und Humanismus erst im politischen Handeln entstehen. Sie beschreibt diese humanistische Qualität des Politischen noch als immaterielle Praxis und zugleich als eine Tätigkeit der sozial Gleichgestellten. In aktuellen Debatten der politischen Philosophie werden hingegen zunehmend die materialen Aspekte politischer Partizipation in Form von Infrastrukturen in den Fokus gerückt (vgl. Butler 2018). Insbesondere die digitale Mediatisierung der Gesellschaft hat die Bedingungen für das zivilgesellschaftliche politische Handeln einschneidend verändert. Sie hat genauso zur Entstehung neuer Formen der Beteiligung beigetragen wie zur Veränderung altbekannter. Neue Partizipationsformen werden maßgeblich von der zeitlichen, räumlichen und sozialen Entgrenzung digital-medialer Kommunikation und entsprechender Digitaltechniken ermöglicht, die zugleich neue Herausforderungen und Möglichkeiten schaffen. Die Digitalisierung des Politischen wurde so auch begleitet von einer zunehmenden Pluralisierung der „unkonventionellen“ Partizipationsformen jenseits institutioneller Formen (Demokratiezentrum Wien o.J.; Rucht und Neidhardt 2002). Wien stellt hinsichtlich der Zahl dieser unkonventionellen politischen Partizipationsformen ein Zentrum im gesamten deutschsprachigen Raum dar (insb. politische Versammlungen). Diese internationale Debatte – mit Blick auf partizipative Entwicklung von beteiligungsfördernden Infrastrukturdesigns – weiterführend untersucht das Forschungsprojekt digitale Infrastrukturen der politischen Partizipation in Wien anhand von drei ausgewählten Partizipationsformen, die auf verschiedene Art und Weise marginalisiert sind (Häußermann 2001): (1) Protestbewegungen; (2) politisch-publizistische Wohnungslosen-Initiativen; (3) Hacktivism. Das interdisziplinäre Forschungsprojekt ist am Institut für Soziologie der Universität Wien verankert und kooperiert mit der Multidisciplinary Design & User Research Group (MDUR) am Institut für Visual Computing & Human-Centered Technology der Technischen Universität Wien.
Project
Das Forschungsprojekt setzt an der besonderen soziohistorischen Situation an, die Wien zu Beginn des 20. Jahrhunderts prägte: Die lokale Dichte an Wissenschaftlern hatte nach dem Zusammenbruch der Habsburg-Monarchie stark zugenommen, es hatte sich eine zunehmend angespannte politische Situation zwischen konservativen und liberalen Lagern eingestellt und an der Universität Wien hatte sich eine gezielte Marginalisierung jüdischer Intellektuelle ebenso wie Frauen eingestellt. Diskussionszirkel außerhalb der Universität, unter denen der „Wiener Kreis“ weltweite Berühmtheit erlangte, gewannen erheblich an Bedeutung. Gelehrtenassoziationen wie diese zeichneten sich durch einen soziohistorisch einmaligen Denkstil aus: Im intensiven Dialog wurden widersprüchliche und innerakademisch mithin ungeläufige (oder verdrängte) Begriffe, Methoden und Theorien miteinander ins Benehmen gesetzt. Im Projekt soll dieser speziellen Form des Austauschs und dem kulturellen Ermöglichungsmoment der Zirkel für einen Werkentwurf wie jenem von Alfred Schütz erstmals systematisch nachgegangen werden. Alfred Schütz erscheint dabei als exemplarischer Vertreter eines Kreis-Gängers, der zeitgleich im „Mises-Privatseminar“, dem „Geist-Kreis“ und dem „Kelsen-Privatseminar“ partizipierte. Sein noch in Wien veröffentlichtes Werk „Der sinnhafte Aufbau der sozialen Welt“ (1932) legt Zeugnis vom speziellen Denkstil der Kreise ab: Bis dato als unvereinbar geltende philosophische und sozialwissenschaftliche Positionen werden in Schützens Theorieentwurf nicht nur aufeinander bezogen, sondern auch vermittelt. Am Beispiel der drei von Schütz frequentierten Kreise behandelt das Projekt die Frage, wie in einer gezielt herbeigeführten Situation fachlicher und theoretischer Heterogenität widersprüchliche Wissenschaftspositionen bearbeitet wurden. Mit der konzeptionellen Auffassung der Zirkel als Kommunikative Wissenskulturen zielt die Forschung auf die hier vorfindliche(n) spezifische(n) Kultur(en) der Wissensproduktion ab. Zur Bearbeitung der Fragestellungen werden sowohl Selbstzeugnisse der Kreis-GängerInnen und BeobachterInnen dieser als auch Archivmaterial, welches Hinweise zu den Zirkeln liefert, herangezogen.
Project
Der Arbeitskreis beschäftigt sich mit dem Spannungsverhältnis zwischen Digitalisierung und Organisation. Ziel ist die Weiterentwicklung der Organisationsforschung und der Organisationstheorie im Kontext der Digitalisierung.