Raimund Hasse

Raimund Hasse
Universität Luzern · Department of Sociology

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Introduction
Research interests in: Organization Society - Competition - Innovation and Creativity - New Institutionalism -
Skills and Expertise

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Publications (121)
Article
Full-text available
Zusammenfassung Während die Organisationssoziologie vornehmlich auf die Analyse von Organisationen und zwischenorganisatorischen Arrangements konzentriert ist, finden wir in verschiedenen anderen Teilgebieten der Soziologie die Einschätzung, dass die Rolle von Organisationen hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Effekte oftmals nur unzureichend ref...
Book
Der soziologische Neo-Institutionalismus hat seine Ursprünge in der US-amerikanischen Organisationssoziologie. Im Vordergrund stehen Fragen des institutionellen Wandels und des gesellschaftlichen Umgangs mit institutionellen Vorgaben. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf der gesellschaftlichen Durchsetzung und Einbettung vorherrschender Grundüb...
Article
Full-text available
Although an ever-increasing number and types of organizations are expected to compete, the origins of competition have been a neglected topic. By assuming that competition simply emerges, organization theory currently lacks an understanding of when and why organizations compete. In this article we critically review and extend existing literatures o...
Chapter
While some institutionalists have highlighted the explanatory power of organizational actors, others stress their social construction. In line with the latter perspective, the author states in the first part that, except from meta-theoretical reflections, the social sciences tend to utilize actor concepts without further reflection. The author also...
Chapter
Der Beitrag thematisiert dauerhafte Benachteiligungen, die auf überindividuelle Sachverhalte wie institutionelle Praktiken und kollektiv verfügbare Begründungen zurückgeführt werden. Als Hauptverursacher werden Organisationen und darin tätige Professionen identifiziert. Im Anschluss an eine Hinführung zu den Grundbegriffen Institution und Diskrimin...
Chapter
Der soziologische Neo-Institutionalismus bildet die derzeit vielleicht wichtigste Variante institutionalistischer Theorien. Mit starkem Bezug auf Organisationen und Staaten interessiert er sich in besonderer Weise für kulturelle Prägung und für Ähnlichkeiten der Entwicklung. Der soziologische Neo-Institutionalismus hat sich in ständiger Auseinander...
Chapter
Full-text available
This chapter focuses on the interplay between organizations and values. Whereas organizational responses to normative expectations have been a major research topic, there is comparatively little research on societal impacts of these organizational responses. Against this background, we show that organizational responses to value issues can have far...
Chapter
In einem Dreischritt erkundet dieser Beitrag die Eignung des Neo-Institutionalismus zur Untersuchung des Zusammenhangs von Moral und Organisation. Erstens wird auf klassische Fragen loser Kopplung sowie auf Diffusionsaspekte und die Transformation von Organisationen hin zu verantwortlichen Kollektivakteuren eingegangen. Zweitens werden ausgewählte...
Chapter
Conceptualizing creativity as an ascription made by external audiences, this paper sheds light on the organized making of creativity, a process we label creativization. Creativitization is based on specific forms of knowledge and communication. By means of empirical illustrations from the field of fashion, we first view the utilization of knowledge...
Chapter
In this final chapter, we discuss how the preceding chapters illuminate some fundamental questions about competition. How is it constructed? How are the behaviours resulting from competition managed? What are the consequences of competition? How can competition be removed? And, how do these factors vary with the good people compete for? Our aim is...
Chapter
Competition is currently found in many, if not most, social domains, such as the economy, politics, public services, sports, culture, higher education, and science. But competition is not endemic to any of these fields. Rather, it has been constructed by those involved or by observers. We ask what competition is and how it can be introduced into a...
Chapter
Institutional conditions and organizational efforts are key for understanding how and why the elements constituting competition come about. Several contemporary institutions favour the construction of competition. States, organizations, and individuals are increasingly being seen as actors that are able to compete with each other, and globalization...
Chapter
In this contribution the metaphor of a camera is utilized to argue that sociological analyses can be directed towards various objects, implying that it needs to be decided what shall become an object under investigation. Against this background we suggest to construct organisations as relatively neglected research objects. With respect to sociologi...
Chapter
Full-text available
German-language organizational sociology is diverse and closely related to international debates. Nonetheless, it has specific features. This article provides an overview over current contributions by identifying five main research areas: (1) formal structures, boundary work, and effects of best-management practices; (2) influences of the technolog...
Chapter
Während Innovationen in klassischer soziologischer Lesart eine spezifische Form der Abweichung darstellen, ist aus neo-institutionalistischer Perspektive auffällig, dass diese in zunehmender Weise erwartet, geplant, vermessen und normativ eingefordert werden. Vor dem Hintergrund einer derartigen Institutionalisierung von Innovationen behandelt der...
Book
The spread of competition into all areas of society is one of the master trends of modern society. Yet, social scientists have played a surprisingly modest role in the analysis of its implications as the discussion of competition has largely been confined to the narrow context of economic markets. This book opens up competition for the study of soc...
Article
Zusammenfassung Mit Bezug auf die Modeindustrie und unter Berücksichtigung von zwei empirischen Untersuchungsfällen zeigt dieser Beitrag, wie Kreativität über Routinen, Projekte und Kooperationen sowie durch Sprache – retrospektiv mittels Storytellings und Shows; prospektiv mittels Narrativen – hervorgebracht wird. Kreativität – verstanden als Entw...
Chapter
Full-text available
Der soziologische Neo-Institutionalismus gilt als eine der produktivsten Theorierichtungen der Sozialwissenschaften. Insbesondere in der Bildungsforschung, der Weltgesellschaftsanalyse, der sozialwissenschaftlichen Wirtschaftsforschung und nicht zuletzt in der Organisationsforschung hat er sich als eigenständiger Ansatz etabliert. Ausweis seiner Pr...
Book
Im Zentrum des Buches stehen die Kritik und Weiterentwicklung eines der einflussreichsten Ansätze der Sozialwissenschaften: des Neo-Institutionalismus. Insbesondere diejenigen, die an wichtigen Forschungsfeldern der Soziologie, der Managementforschung und der Politikwissenschaft interessiert sind, können von den kritischen Auseinandersetzungen mit...
Chapter
Full-text available
Das Ziel dieses Beitrags ist es, einen konzeptionellen Vorschlag zum Verständnis der Transformation gesellschaftlicher Werte durch Organisationen auszuarbeiten. Dazu fragen wir in einem ersten Schritt, wie der Neo-Institutionalismus gesellschaftliche Werte thematisiert. Im Anschluss und darauf aufbauend gehen wir der Frage nach, wie die institution...
Book
Das Handbuch Organisationssoziologie liefert einen umfassenden Überblick über die Entwicklung, den Stand und die Zukunft der Organisationssoziologie als wissenschaftliche Disziplin. Dabei geht es sowohl um die systematische Aufnahme relevanter Theoriestränge, Methoden und Konzepte als auch um die Wechselbeziehungen, Überschneidungen und Komplementa...
Conference Paper
Full-text available
Empirische Einsichten und konzeptionelle Herausforderungen Call for Abstracts (Vorankündigung) Fragen zu den gesellschaftlichen Wirkungen von Organisationen haben in der Soziologie eine lange Tradition. Diese reicht von Beiträgen Niklas Luhmanns über die Arbeiten von Charles Perrow und James Coleman bis hin zu neueren Studien John W. Meyers. Die Or...
Chapter
Full-text available
Der vorliegende Beitrag richtet den Blick auf die Mode als ein Bereich, in dem Neues nicht nur erwartet und mit hoher Verlässlichkeit hervorgebracht wird, sondern in dem darüber hinaus auch rigide, zeitliche Vorgaben einzuhalten sind. Gezeigt wird, dass spezifische Merkmale der Organisation und Sprachverwendung es ermöglichen, auf radikale Brüche z...
Chapter
In enger Auseinandersetzung mit der einschlägigen Fachliteratur bezieht sich der Beitrag auf zwei Arten von Neuerungen: Innovation und Kreativität. Den Ausgangspunkt bildet eine kritische Auseinandersetzung mit vorherrschenden Mythen und Idealisierungen. In organisatorischer Hinsicht werden nicht nur Vernetzungen im Prozess der Hervorbringung von I...
Chapter
Die konzeptionelle Idee dieses zweiten Teils des Handbuchs besteht darin, eine breit diskutierte Tendenz oder eine aktuell als gesellschaftliche Herausforderung begriffene Entwicklungsdynamik – wie sie jeweils pointiert im Haupttitel „karikiert“ wird – abwägend bzw. kritisch zu diskutieren, und zwar auch mit Blick auf zum fraglichen Thema kursieren...
Chapter
Josef Wehner wurde von Raimund Hasse zum Verhältnis der Medien- zur Organisationssoziologie interviewt. Konkret geht es um Berührungspunkte von Organisations- und Mediensoziologie, empirische und theoretische Lücken der Organisationssoziologie aus Sicht der Mediensoziologie und zukünftige gemeinsame Fragestellungen.
Chapter
Jürgen Beyer wurde von Raimund Hasse zum Verhältnis der Wirtschaftssoziologie zur Organisationssoziologie interviewt. Konkret geht es um Berührungspunkte der Wirtschaftssoziologie mit der Organisationssoziologie, empirische und theoretische Lücken der Organisationssoziologie aus Sicht der Wirtschaftssoziologie und zukünftige gemeinsame Fragestellun...
Chapter
This contribution will investigate the concept of new sociological institutionalism. Core assumptions and levels of analysis will be outlined, and we will specifically address the notion of actors. We will show that from this perspective, actors result from ongoing social construction processes in both the social sciences and social practice. In pa...
Chapter
Im Gegensatz zu den USA sind Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit in der Schweiz kaum Gegenstand gesetzlicher Regulierung. Druck auf Unternehmen, sich mit diesen Themen zu beschäftigen, wird in jüngster Vergangenheit jedoch durch den in der EU und speziell in Deutschland geführten Diskurs zur Einführung einer gesetzlichen Frauenquote aus...
Article
Full-text available
Zusammenfassung Moralische Qualitätsansprüche von Lebensmitteln werden typischerweise über Labels kommuniziert. Die Signalisierung entsprechender Qualitäten dient der Wertsteigerung, doch sind diese genuin unsicher und im Hinblick auf Vertrauen voraussetzungsreich. Der Artikel untersucht, wie moralische Qualitäten prozedural hervorgebracht werden,...
Article
Full-text available
Voluntary standards are a ubiquitous phenomenon in modern society that has recently started to attract sociologists' profound interest. This paper concentrates on formal standardization over the long term and seeks to understand its effects on the coordination of an organizational field. Using an institutional approach we see standards as a form of...
Chapter
In diesem Beitrag werden Fragmentierungen der Organisationsforschung aufgezeigt, und es werden Schwerpunktthemen vorgestellt, zu deren Entwicklung verschiedene Fragmente der Organisationsforschung beigetragen haben. Die kritische Auseinandersetzung mit der Institutionellen Ökonomik wird als eines dieser Schwerpunktthemen ausgewiesen. Sie dient als...
Article
Der Beitrag untersucht den Einfluss und die Hinterfragung sogenannter Weltmodelle in der Diffusion und Organisation von Innovationen. Nach der Beschreibung des „Silicon Valley”-Weltmodells für Innovationen in Hightech-Sektoren analysieren wir den Biotechnologiesektor in der Schweiz und vergleichen ihn mit diesem Modell. Dieser empirische Fall unter...
Article
„The Emergence of Organizations and Markets“ bearbeitet mit den Mitteln der Netzwerkforschung ein Theoriethema mit maximalem Anspruch: die Entstehung von Neuerungen. Der Review Essay zeigt auf, dass die Argumentation wesentlich auf drei Bausteinen basiert: Erstens wird in das Konzept der Autokatalyse eingeführt; zweitens wird die Grundfigur der Aut...
Chapter
Ziel dieses Beitrags ist, die Soziologie wirtschaftlicher Konventionen (Économie des conventions, im Folgenden EC) mit der gegenwärtigen Organisationsforschung in Beziehung zu setzen und mögliche Anknüpfungspunkte zu identifizieren. Dabei soll insbesondere der Frage nachgegangen werden, inwiefern von der EC zu erwarten ist, sich als sichtbarer und...
Chapter
Der Beitrag thematisiert formale Regelungen und alltägliche Praktiken der Beurteilung von Schülerinnen und Schülern. Insbesondere interessiert er sich für den Anspruch, der Individualität der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden. Dieser Anspruch wird als Folge eines neuen Verständnisses vom Individuum ausgewiesen, demzufolge Kompetenzen der e...
Chapter
Im vorliegenden Beitrag wird aufgezeigt, dass die Untersuchung von Schulen (und anderen Bildungsorganisationen) in der allgemeinen Organisationsforschung eine bemerkenswerte Geschichte hat. Vor diesem Hintergrund werden drei Punkte behandelt: erstens eine knappe Vorstellung der allgemeinen Organisationsforschung in Form einer historischen Rekonstru...
Chapter
Full-text available
We refer to two macro-sociological theories, both of which have extensively dealt with issues of education. For the systems theory education is a social system that fulfills societal functions and provides services to other societal systems. In neo-institutionalism as put forward by John W. Meyer and his collaborators, education is primarily seen a...
Article
Full-text available
The focus of this contribution is on developing a neo-institutional understanding of the social construction of competition and on impacts of competition on organizations. Starting point is the downplaying of the issue of competition in neoinstitutionalism. Against this background we present some ideas on how to conceptualize competition from the m...
Article
Proponents of varieties of capitalism research postulate a strong relation between institutional frameworks and innovation regimes. Our contribution challenges this point of view and shows by the case of risk capital markets for biotechnology in Switzerland, that also coordinated market economies might be capable of providing suitable ways of finan...
Conference Paper
Research on forms of coordination emphasizes the distinction between markets, hierarchies, and networks. Recently, a new form of coordination has attracted attention: voluntary standards which often are certified by third parties. The paper focuses on the dynamic interplay between standards and other coordination modes. On the basis of an illustrat...
Chapter
Die Geschichte soziologischer Teilgebiete in Form so genannter Bindestrich-Soziologien elegt eindrucksvoll, dass diese erheblichen Konjunkturen ausgesetzt sind. Die Gründe solcher „ups & downs“ sind vielfältig, wobei sowohl inner- als auch außerwissenschaftliche Faktoren zu berücksichtigen sind.
Chapter
Bei institutioneller Diskriminierung geht es um dauerhafte Benachteiligungen sozialer Gruppen, die auf überindividuelle Sachverhalte wie Normen, Regeln und Routinen sowie auf kollektiv verfügbare Begründungen zurückgeführt werden. Als Verursacher werden insbesondere Organisationen und in Organisationen tätige Professionen berücksichtigt. Wichtig is...
Chapter
Die Soziologie, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts als akademische Disziplin formierte, sollte nach Auffassung eines ihrer Begründer ganz und ausschließlich der Analyse von Institutionen verpflichtet sein (Durkheim 1980). Insofern verkörpert das institutionalisti-sche Programm eine strikt soziologische Ausrichtung der Wissenschaftsforschung. Die...
Chapter
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Im ersten Schritt werden Grundzüge des soziologischen Krisenverständnisses vor allem in Auseinandersetzung mit der Soziologie sozialer Probleme und der Risikosoziologie präsentiert. Diese tendieren dazu, entweder überaus abstrakte oder strukturkonservative Perspektiven zu stärken, die einem zeitgemässen Krisenverständnis entgegenstehen. Um dies zu...
Chapter
Der Beitrag untersucht die die Entstehung des Biotechnologiesektor in der Schweiz. Erstens wird herausgearbeitet, dass die Entwicklung massgeblich von den Pharmakonzernen bestimmt worden ist, was im Gegensatz zu der Entwicklung des Biotechnologiesektors in den USA steht, wo Universitäten und Forschungsinstitute zentral waren; zweitens zeigt der Bei...
Chapter
Die Soziologie sozialer Probleme und der soziologische Neo-Institutionalismus weisen grundlegende Unterschiede, aber auch wichtige Verbindungslinien auf. Zu diesen Verbindungslinien zählt, dass der Rückgriff auf Arbeit als theoretischer Grundbegriff ein hervorstechendes Merkmal der Theoriedynamik beider Forschungsfelder ist. Diese Übereinstimmung i...
Chapter
Die überwiegende Mehrheit der Soziologen stimmt darin überein, dass die gesellschaftliche Entwicklung durch neuartige Formen des Wirtschaftens gekennzeichnet ist. Zugleich ist gefragt worden, inwiefern wirtschaftliche Dynamiken Ausdruck übergeordneter Entwicklungen sind, aus denen auch andere Trends hergeleitet werden können, so wie man dies nicht...
Article
Der Beitrag diskutiert Konzepte zur Mikrofundierung des Neo-Institutionalismus, die ihren Ausgangspunkt in der Idee des institutionellen Unternehmers haben. Als Vergleichsfolie und Deutungsressource dient die US-amerikanische Soziologie sozialer Probleme. Auf der Grundlage herausgearbeiteter Verbindungslinien zwischen neo-institutionalistischen und...
Article
Full-text available
Ohne grundlegende Differenzen zu vernachlässigen, untersucht der Beitrag bedeutsame Verbindungslinien zwischen Perspektiven des Neo-Institutionalismus und der Soziologie sozialer Probleme. Zunächst werden zentrale Annahmen und Untersuchungsgegenstände des phänomenologischen Neo-Institutionalismus und der konstruktionistischen Problemsoziologie erör...
Chapter
Der Beitrag entwickelt eine Erklärung der Reproduktion von Bildungsungleichheit durch sog. institutionelle Arbeit. Diese Perspektive ist einerseits von Erklärungen abzugrenzen, die Ursachen in Umfeldbedingungen und Entscheidungen der betroffenen Eltern und SchülerInnen (allgemein: der Klienten schulischer Bildungsmassnahmen) identifizieren, weil si...
Chapter
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In der Soziologie hat institutionalistisches Denken eine lange Tradition. Einem Begründer der Disziplin, Émile Durkheim, galt die Soziologie gar als die „Wissenschaft von den Institutionen“, wie er 1895 in den „Regeln der soziologischen Methode“ schrieb (zit. nach Durkheim 1980, S. 100). Institutionalistische Traditionslinien innerhalb der Soziolog...
Article
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Der Beitrag behandelt Grundannahmen und neuere Entwicklungen der neo-institutionalistischen Wirtschaftssoziologie. Klassische Beiträge betonten vor allem, dass Unternehmen sich weniger am Kriterium der wirtschaftlichen Effizienz als vielmehr an dem der gesellschaftlichen Legitimität orientieren. Diese These wurde in zahlreichen Studien empirisch be...
Article
The paper discusses basic tenets and new developments of the neo-institutional contribution to economic sociology. Classical texts argue that societal legitimacy and not economic efficiency is of central importance for firms. This basic assumption has been confirmed in numerous empirical studies. Furthermore, it has been shown that the competitive...
Chapter
Full-text available
Im Rahmen des vorliegenden Beitrags werden ungeachtet tagesaktueller Bezüge grundlegende Überlegungen zum Verhältnis von Religion und Gesellschaft zu formuliert. Den Bezugspunkt bilden religiöse (zunächst christliche) Organisationen und deren gesellschaftliche Einbettung, die auf drei Ebenen diskutiert werden soll: (1) das Verhältnis religiöser Org...
Chapter
We reconstruct both the macro-perspective and the field approach in neo-institutionalism, both of which, according to our analysis, lead to emphasizing homogeneity. Second, we summarize Luhmann’s perspective on society with its strong emphasis on differences between societal systems and argue that this perspective has the potential to counterbalanc...
Chapter
Der Begriff der Institution zählt zu den klassischen Grundbegriffen der Soziologie. Er hat das Fach seit dessen Anfängen begleitet. Wichtige Theorievertreter wie Herbert Spencer, Emile Durkheim und Talcott Parsons haben sich ausführlich mit ihm auseinandergesetzt. Zugleich bezog sich die deutsche Kulturanthropologie an zentraler Stelle auf Institut...
Book
Die meisten politischen und gesellschaftlichen Akteure sind sich einig, dass Freiwilligkeit auf den verschiedenen Ebenen gefördert werden soll, weil sie wesentliche Aufgaben zum Gemeinwohl und zur Integration übernimmt. Es ist mitunter Sache der Wissenschaft Antworten darauf zu geben, welche Bedeutung der Freiwilligkeit in ihren verschiedenen Forme...
Chapter
Der Beitrag führt in den Sammelband ein, indem zunächst gestiegene Erwartungen an die Leistungsfähigkeit freiwilligen Engagements skizziert werden. Der allgemeine Begründungszusammenhang für diese Erwartungshaltung ist, dass Freiwilligkeit als Lösung für Probleme gilt, die vornehmlich zwei Verursachern angelastet werden. Zunächst ist hier der moder...
Chapter
Gegenüber primär organisationswissenschaftlichen Zuspitzungen liegen der makrosoziologischen Ausrichtung des Neo-Institutionalismus zwei Erweiterungen der Untersuchungsperspektive zu Grunde: Erstens wird davon ausgegangen, dass sämtliche Organisationen in einen übergeordneten kulturellen Rahmen eingebettet sind; zweitens bilden Organisationen und d...
Article
Systemtheorie und Neo-Institutionalismus weisen zwei Gemeinsamkeiten auf: Erstens liegt ihnen ein umfassendes Konzept von Weltgesellschaft zugrunde; zweitens betonen sie die hohe Bedeutung von Organisationen. Vor diesem Hintergrund wird untersucht, wie das Verhältnis von Organisation und Gesellschaft in beiden Theorien konzipiert ist. Auf der Grund...
Article
Im vorliegenden Beitrag werden medienwissenschaftlich bedeutsame Fragen der Vernetzung thematisiert. Im ersten Schritt stehen Netzwerke als Kooperationsprinzip bei der Produktion von Medienangeboten im Zentrum der Aufmerksamkeit. Im zweiten Schritt geht es um Vernetzungen zwischen Peers und Konkurrenten, die Möglichkeiten der Nachahmung erfolgreich...
Chapter
In organization research, recent years have witnessed a revived interest in sociological macro-theories. Some researchers in Europe have incorporated insights of Niklas Luhmann's Systems Theory (ST). In a similar vein and particularly in the US, the influence of the New Institutionalism (NI) parallels this trend. In this contribution both approache...
Chapter
Abstract: Systems theory and new institutionalism are characterized by two similarities: They (1) are based on a comprehensive concept of world society, and they (2) emphasize the significance of organizations. On this background the relation between organization and society is investigated. Conceptional shortcomings of both theories are identified...
Chapter
Seit den 1990er Jahren bildet die Netzwerkthematik einen zentralen Schwerpunkt der sozialwissenschaftlichen Forschung. Das gilt auch für die Suche nach verbesserten Formen der Handlungskoordination, so wie sie im Überlappungsbereich von Wirtschaftssoziologie und Ökonomie anzutreffen ist. Wie es scheint, haben zwischenorganisatorische Vernetzungen e...
Chapter
Bei der Beschäftigung mit Organisationen stößt man unweigerlich auf Krisensymptome und auf eine umfassende Kritik an Organisationen. In sehr vielen Bereichen sind Organisationen einem außerordentlich hohen Rechtfertigungsdruck ausgesetzt; es ist ein Gemeinplatz, ihnen geringe Effizienz zu attestieren; und man erachtet formale Organisationen eher al...
Chapter
In der Soziologie gibt es eine große, von Max Weber über Michel Foucault bis hin zu John Meyer reichende Theorietradition, die die gesellschaftliche Entwicklung als einen Prozess begreift, in dessen zeitlichem Verlauf sich die Vorstellungen über Akteure sowie deren tatsächliche Eigenschaften grundlegend geändert haben. Der Leitbegriff zur Kennzeich...
Chapter
Wie lassen sich die skizzierten Prozesse des Wandels vorherrschender Organisations- und Wettbewerbsstrukturen interpretieren? Welche Deutungsmuster bieten sich als übergeordnete Bezugsrahmen an? Zunächst einmal ist auffällig, wie breit die Anwendungsfelder gestreut sind, auf die sich die beschriebene Entwicklung beziehen lässt. Eine Strukturierung...
Chapter
Unabhängig von den beiden zuvor behandelten Fragen nach der sozialen Konstruktion kollektiver und individueller Akteure sowie nach der gesellschaftlichen Prägung ihrer Präferenzen, ist es von zentraler Bedeutung für marktvermittelte Tauschprozesse, wie Akteure entscheiden — und das heißt: wie der Prozess der Entscheidungsfindung gestaltet ist. Ents...
Chapter
Im Rahmen dieser Studie ist ein Verständnis formaler Organisation entwickelt worden, das Beziehungen zur gesellschaftlichen Umwelt (das heißt vornehmlich zu Nachfragern und Anbietern, zu Konkurrenten und zu Regulierungsinstanzen) sowie interne Prozesse der Informationsverarbeitung und Bedeutungsgenerierung in den Vordergrund rückt. Sieht man einmal...
Chapter
Warum eine Beschäftigung mit der Innovations- und Wandlungsfähigkeit gesellschaftlicher Institutionen? Zur Einführung verweist man nach Möglichkeit auf die Aktualität einer Fragestellung, man veranschaulicht deren Relevanz, und man erörtert reichhaltige Implikationen. In der Soziologie hat sich dabei lange Zeit eine Bezugnahme auf problematische Sa...
Chapter
Formale Organisationen stellen eine voraussetzungsreiche und — historisch betrachtet — vergleichsweise neuartige Sozialform dar. Wenngleich sich ihre Ursprünge bis zu den Hochkulturen Asiens und Europas zurückverfolgen lassen, ist ihre massenhafte Verbreitung eng mit Modernisierungsprozessen verknüpft — vor allem mit den Entwicklungen des Rechtswes...
Chapter
Die bisherigen Ausführungen waren ganz auf das Wechselspiel zwischen Organisation und gesellschaftlicher Umwelt konzentriert. Dabei sind unterschiedliche Umweltdimensionen (technisch-funktional versus normativsymbolisch) und Rückwirkungen von Organisationen auf die gesellschaftliche Umwelt einbezogen worden. Die in dieses Zusammenspiel involvierten...
Chapter
Im Rahmen des vorliegenden Kapitels geht es um Formen institutionellen Wandels in zentralen Bereichen der modernen Gesellschaft. Ausgangspunkt ist der hohe Grad an formaler Organisiertheit als einem generellen und einzelnen Sektoren und Ländern übergeordneten Kennzeichen. Die organisatorische Durchdringung der meisten und wichtigsten Gesellschaftsb...
Chapter
Zweifellos spielen Problemdeutungen und Lösungsvorschläge seitens wissenschaftlicher Experten und anderer Berater der Politik beim Wandel der wohlfahrtspolitischen Entwicklung eine herausragende Rolle. Im Rahmen allgemeiner sozialwissenschaftlicher Erklärungen ist die Bedeutung dieser Akteure vornehmlich seitens der Technokratiethese herausgestellt...
Chapter
In der Fachliteratur ist mit dem Stichwort der „aktiven Verwaltung“ auf Gestaltungsmöglichkeiten verwiesen worden, die sich Verwaltungseinrichtungen vor allem aus der Notwendigkeit der Interpretation und Kontextualisierung allgemeiner Vorgaben eröffnen (Benz/Seibel 1992). Noch wichtiger ist, dass die Aktivitäten der Verwaltung nicht auf die Phase d...
Chapter
Es gibt wohl keinen Aspekt des politischen Lebens, bei dem der Stellenwert einer formalen Organisierung so offenkundig ist wie im Bereich des Systems der Interessenvertretung. Im Prinzip kann man auch Parteien zu diesem Organisationstypus zählen, wenn man dabei berücksichtigt, dass sie den Spezialfall einer auf die Besetzung von Positionen, Ämtern...
Chapter
Zumeist sind Macht, Strategien und Interessen die wichtigsten Grundbegriffe der Analyse politischer Themenstellungen. Wissensbeständen, Idealen und Vorstellungen wird im Kontext der auf diesen Grundbegriffen basierenden Erklärungen kein eigenständiger Stellenwert beigemessen. Auch bei institutionalistischen Analysen, die Fragen der Normierung, Rege...
Chapter
Wenden wir uns nun diesem Wandel zu, indem wir zunächst die Dynamik der wohlfahrtspolitischen Entwicklung rekonstruieren. Bis weit in die 1970er Jahre hinein ist die Ausweitung wohlfahrtspolitischer Staatsaufgaben als eindeutiger und selbstverständlicher Befund der Entwicklung moderner Gesellschaften behandelt worden. Insbesondere die Bezugnahme au...
Chapter
Die Frage eines gesonderten Einflusses parteipolitischer Strukturen und Strategien lässt sich als Herzstück der „Do Institutions Matter“-Debatte ausweisen. Das gilt auch für das Thema der Entwicklung staatlicher Wohlfahrtspolitik, bei der die Gegenpositionen offen zutage treten: Insbesondere im Zusammenhang mit funktionalistischen Deutungen, denen...
Chapter
Gegenwärtig, so scheint es, sind wohlfahrtspolitische Themenstellungen ganz besonders aktuell. Der Diskurs um die Notwendigkeit grundlegender Reformen beherrscht die tagespolitische Auseinandersetzung. Es fällt schwer, sich dem Thema mit der Distanz zu nähern, die für ein Verständnis möglicher Entwicklungen und realistischer Gestaltungspotentiale u...
Chapter
Die Neuausrichtung der Wohlfahrtspolitik geht mit einem grundlegend veränderten Verständnis staatlichen Handelns einher, dessen Auswirkungen nicht auf wohlfahrtspolitische Aspekte beschränkt sind. Der diese Veränderungen reflektierende sozialwissenschaftliche Diskurs trägt in den 1980er Jahren aktiv zur Entzauberung staatlicher Funktionen bei. Im w...
Chapter
Gegenstand der Untersuchung waren organisationssoziologisch bedeutsame Ursachen und Erscheinungsformen einer Neuausrichtung der Wohlfahrtspolitik, die Ende der 1970er Jahre einsetzt und seitdem die gesellschaftspolitische Auseinandersetzung bestimmt. Diese thematische Zuspitzung geschah im Wissen darüber, dass Wohlfahrtspolitik stets als ein dynami...
Chapter
Im Rahmen dieses dritten Teils der Arbeit ist die Suche nach Instanzen erweitert worden, die die Neuausrichtung der Wohlfahrtspolitik vorangetrieben haben können. Hierdurch sind Akteure und Einrichtungen in das Blickfeld der Analyse gerückt worden, die für die Rahmung politischer Kernaktivitäten bedeutsam sind. Die Einflussnahmen dieser Institution...
Chapter
In diesem zweiten Teil der Arbeit ging es darum, Veränderungen der wohlfahrtspolitischen Entwicklung mit Prozessen strukturellen Wandels im Kernbereich der Politik in Beziehung zu setzen. Grundlage war die forschungsleitende Annahme, dass übergeordnete sozio-ökonomische und sozio-kulturelle Faktoren der wohlfahrtspolitischen Entwicklung im Kernbere...
Chapter
Die skizzierten staatenübergreifenden Probleme einer expansiven wohlfahrtspolitischen Entwicklung sind die Basis für eine wachsende Aufmerksamkeit gegenüber Unterschieden. Die allgemeine Suche nach Reformen und Anregungen führt dazu, dass diese Unterschiede nicht länger „temporalisiert“, das heißt als Ausdruck unterschiedlicher Reifegrade interpret...
Chapter
Was ist eigentlich ein Wohlfahrtsstaat? Falls es ihn jemals gab, so ist in den Sozialwissenschaften der Konsens darüber abhanden gekommen, sich auf bestimmte Charakteristika und Schlüsselbereiche gegenwärtiger Gesellschaften festzulegen und für diese anzunehmen, sie strukturierten die gesellschaftliche Entwicklung in ihrer Gesamtheit. Entsprechend...
Chapter
Ungeachtet des umfassenden Wandels, der das zurückliegende halbe Jahrhundert in zwei wohlfahrtspolitische Epochen unterteilt, gilt die Entwicklung der Wohlfahrtspolitik nach wie vor als Modernisierungsindikator für politische Systeme und teilweise sogar für ganze Gesellschaftsordnungen. Die Bewertungsgrundlagen haben sich allerdings radikal verscho...
Chapter
Aus organisationssoziologischer Perspektive sind Wachstumsprozesse staatlicher Einrichtungen, wie sie mit der wohlfahrtspolitischen Entwicklung bis in die 1970er Jahre hinein zu beobachten sind, ein überaus vertrautes Phänomen. Sieht man einmal ab von der eher rezenten Reflexion alternativer Pfade der Organisationsentwicklung, bei denen nicht Größe...
Book
"Mehr Wettbewerb und weniger Organisation" lautet die populäre Antwort auf oftmals beklagte Innovationsdefizite. Diese Position lässt unberücksichtigt, dass Wettbewerb in den meisten Gesellschaftsbereichen Organisation voraussetzt. Überdies sind Organisationen für Prozesse gesellschaftlichen Wandels von großer Bedeutung. Im Rahmen einer organisatio...
Chapter
Zusammenfassung: Wohlfahrtspolitik ist bis Ende der 1970er Jahre als ein voranschreitendes System der Leistungsversorgung in Erscheinung getreten. Seitdem begegnet man in allen entwickelten Gesellschaften einer Suche nach Reformen, bei der Fragen der Kosten und Effizienz im Vordergrund stehen. Diese Neuausrichtung kann auf Prozesse institutionellen...
Chapter
From an organizational point of view it is striking that many future scenarios outline a society without organizations. Against this background I relate organizations to characteristic features of information societies: excessive access to information from various sources that provide options and chances, but that also can be false or outdated and...

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