Paul Eisewicht

Paul Eisewicht
Technische Universität Dortmund | TUD · Department of Sociology

Dr. phil.

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Introduction
As Wiliam James puts it, "what sociologists most need to know is what goes on behind the faces of men, what it is that makes life for each of us either dull or thrilling." With this perspective, my research interests lie in the manifold ways people manage modern life and how they perceive and solve everyday problems. My empirical focus lies on social groups (e.g. youth cultures, scenes, brand communities) and types of belonging, as well as on forms of consumption and the influence of societal processes (globalisation, individualisation and digitalisation) on these practices. In exploring these fields, I follow an action-theoretical perspective and refer to methods of interpretative-explorative social research (whose cartography and further development I also pursue).
Additional affiliations
April 2014 - present
Technische Universität Dortmund
Position
  • PostDoc Position
Description
  • Research Projects on the material (Re)Presentation of Belonging in Youth Scenes and Curated Shopping
April 2014 - present
Technische Universität Dortmund
Position
  • PostDoc Position
Description
  • Lectures on Youth Culture, Sociological Theory and Consumption. Seminars and Research Workshops on Qualitative Methods, Consumption and Belonging.
June 2008 - March 2014
Karlsruhe Institute of Technology
Position
  • Research Assistant
Description
  • Research projects on Customer Complaints, Modes of Belonging and Gaining Competencies in Youth Scenes
Education
October 2002 - May 2008
Technische Universität Dresden
Field of study
  • Sociology

Publications

Publications (87)
Chapter
Angesichts der unzähligen, divergierenden Lesarten zu Goffmans Werk, der Versuche ihn für unterschiedlichste Theorieschulen zu vereinnahmen, aber auch Goffmans eigener Widerstände gegen einen einheitlichen Theorieentwurf, wie auch in seiner Maskierung von Einflüssen auf sein Denken, erscheint es gewagt, nach dem Menschenbild in Goffmans Denken zu f...
Chapter
Encounters erschien in den USA 1961 bei The Bobbs-Merrill Company als erster Band der Reihe Advanced Studies in Sociology und 1973 auf Deutsch unter dem Titel Interaktion: Spaß am Spiel/Rollendistanz bei Piper. Es besteht aus zwei Aufsätzen: Fun in Games (dt.: Spaß am Spiel) und Role Distance (dt.: Rollendistanz). Die theoretischen Bezüge des Bande...
Chapter
Die Entgrenzung der Lebensphase Jugend, wie auch die Verjugendlichung der Gesellschaft fordern die Kultur- und Sozialforschung dahingehend heraus, wie sich Jugend, Jugendkultur, Jugendlichkeit usw. begrifflich fassen lassen. Eine begriffliche Lösung der Problematiken liegt dabei, so die These, im Begriff der Juvenilität, der im Beitrag als analytis...
Chapter
Jedwede Konsumhandlung des Menschen ist an seinen Körper gebunden – durch leibliche Empfindungen moderiert, auf dessen Wahrnehmung hin ausgerichtet und durch diese bedingt (vgl. Paterson, 2006/2018, Kap. 4). Der Ausgang des Konsumierens aus soziologischer Perspektive ist die Wahrnehmung eines irgendwie gearteten Bedürfnisses, welches sich als „Unlu...
Chapter
Der Beitrag zeichnet die Entwicklung der Ethnographie und insbesondere die Konsolidierung der soziologischen Ethnographie über methodenorientierte Handbücher in den 1970er und 1980er Jahren nach. Rekonstruiert wird, wie aus einer anfänglichen ‚Verschwiegenheit‘ zum methodischen Vorgehen später mit dem Erscheinen der Methodenhandbücher bestimmte For...
Article
Full-text available
Zusammenfassung Der Beitrag typisiert anhand der Plattform Imgur.com und der dortigen User*innenbeiträge individuelle Erfahrungen wie auch kollektive Verhandlungen der Krisenhaftigkeit und des Umgangs damit im Zuge der COVID-19 Pandemie. Hierfür wird auf ein Sample aus 2 % der am besten bewerteten Beiträge (645 Postings), die unter dem Hashtag #cor...
Article
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We are here interested in the innovative potential of horror outside of film. According to our thesis, other media formats are not only characterised by their technical possibilities and sensual modes of efficacy but also enable the development of narratives that are not typical of films. For this we focus on the phenomenon of the female child as a...
Chapter
Turns haben durchaus Konjunktur. Sie sind dabei nicht unumstritten, erfüllen aber wichtige Filterfunktionen im beschleunigten Wissenschaftsbetrieb. Der Beitrag zeichnet die Logik der Cultural Turns nach und diskutiert kritisch deren Verwendung. Mit dieser Vorsicht sollen dann die Konturen, Richtungen und Horizonte eines Sensorial Turn und damit die...
Chapter
Ethnographie birgt im Vergleich zu anderen qualitativen Ansätzen ein besonderes Versprechen: Forschende näher an das von ihnen untersuchte Phänomen heranzuführen. Einerseits ist dies ein Erkenntnisversprechen damit auch näher an Antworten auf Forschungsfragen zu kommen und soziale Regelmäßigkeiten tiefergehend analysieren zu können. Andererseits bi...
Preprint
Full-text available
Der Beitrag typisiert anhand der Plattform Imgur.com und den dortigen User*innenbeiträgen individuelle Erfahrungen wie auch kollektive Verhandlungen der Krisenhaftigkeit und des Umgangs damit im Zuge der COVID-19 Pandemie. Hierfür wird auf ein Sample aus 2% der am besten bewerteten Beiträge (645 Postings), die unter dem Hashtag #coronavirus veröffe...
Chapter
Dieser Beitrag geht der Frage nach, inwieweit das Einüben in explorativ-interpretative Forschungsmethoden sich besonders – und womöglich gerade auch für fachfremde Studierende – dazu eignet, fachübergreifende (Schlüssel-)Kompetenzen zu entwickeln. Hierfür wird das Verständnis explorativ-interpretativer Forschung und der hier angelegte Kompetenzbegr...
Book
Das, was wir für wirklich halten, bezeichnen wir als Wissen. Das, was unsere fünf Sinne uns vermitteln, halten wir in aller Regel für wirklich. Unsere Wahrnehmung und das, was wir für wirklich erachten und als sozial wirksam konstruieren unterscheidet sich dabei je nachdem auf welche Sinne wir uns wie intensiv fokussieren. Dem Zusammenhang zwischen...
Chapter
Die Erforschung von posttraditionalen Gesellungen Jugendlicher (sei es als Subkultur, Jugendkultur oder Szene; vgl. zur Begriffsunterscheidung Böder et al. 2019a; Eisewicht/Pfadenhauer 2015; im Forschungsüberblick JuBri 2018; Böder et al. 2019b) erfreut sich anhaltender Beliebtheit. Die Er- und Beforschung von jugendlichen Gesellungsformen, die sic...
Book
Die im Anschluss an Anne Honer ausgearbeitete lebensweltanalytische Ethnographie steht in der Tradition phänomenologiebasierter Wissenssoziologie. Das mit diesem Ansatz verfolgte zentrale Erkenntnisinteresse gilt der sinnadäquaten Rekonstruktion menschlichen Erlebens, Wissens und Handelns in mannigfaltigen sozialen Zusammenhängen. Illustriert wird...
Chapter
Im letzten Jahrzehnt hat sich die Erforschung von Gesellungen Jugendlicher in und außerhalb der Jugendsoziologie erheblich ausdifferenziert. So gibt es mittlerweile zahlreiche Arbeiten zu verschiedenen spezifischen Gesellungen. Es gibt aber auch ebenso zahlreiche Arbeiten zu übergreifenden Aspekten jugendlicher Gesellung. Andererseits, so der Eind...
Conference Paper
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Mit Verbreitung und verstärkter Nutzung digitaler Medientechnologien wächst auch der Markt für online gehandelte Produkte und Dienstleistungen beständig. Einerseits kaufen mehr Menschen Güter online, andererseits kaufen sie mehr Güter und mehr verschiedene Güter online. Kommerzielle Unternehmungen treiben daher medientechnische Entwicklungen und de...
Article
Full-text available
Diskutiert wird das zivilgesellschaftliche Engagement Jugendlicher zwischen normativem Leitbild, gesellschaftlicher Gefährdung und empirischer Realität. Im Fokus stehen dabei insbesondere der Wandel zivilgesellschaftlichen Engagements sowie die Anforderungen an Jugendliche, sich überhaupt zivilgesellschaftlich beteiligen zu wollen, zu können und zu...
Chapter
(Jugend-)Szenen werden häufig als Mikro- oder gesellschaftliche Teilkulturen beschrieben, die sich um ein spezifisches Thema herum bilden, mit daran orientierten Handlungsweisen verknüpft sind und die über eigene Normen und Wertvorstellungen stabilisiert werden. Was von außen als chaotisch und unverständlich erscheint, ist aus der Binnenperspektive...
Chapter
Der Beitrag beleuchtet die Bedeutung medialer und materieller Ausdrucksformen für jugendkulturelle Stilbildungen und Zugehörigkeit. Im Durchgang durch theoretische Positionen der Jugendkultur- und Szeneforschung werden Konzeptionen von Zugehörigkeit und Stilbildungen nachgezeichnet und die dabei thematisch werdenden Bedeutungszuschreibungen an medi...
Book
Szenezugehörigkeiten können als in stilspezifischen Praktiken sozial hervorgebrachte und sinnstiftende Gemeinsamkeiten des Handelns verstanden werden. Sie werden in den jeweiligen Stilbildungen über materielle Artefakte und deren Gebrauch, den Körper sowie mediale Ausdrucksformen angezeigt, inszeniert, stabilisiert und verbreitet. Wenngleich die Be...
Chapter
Die eigenen Moralvorstellungen, so ein Tenor werturteilsfreier Sozialforschung, sollen Forschende zu Hause lassen – oder spätestens sozusagen an der Garderobe abgeben. Das heißt aber nicht, dass die Menschen, denen sie im Laufe ihrer Forschung begegnen, das Gleiche tun – und so werden sie zwangsläufig mit deren Moralvorstellungen konfrontiert. Was...
Article
Full-text available
Teil der Fallstudie "Sexueller Kindesmissbrauch in Institutionen und Familien in der DDR" zu den Anhörungen und Dokumenten der Unabhängigen Komission zur Aufarbeitung sexuellem Kindesmissbrauchs
Article
Zusammenfassung Der Text ist eine Replik auf den Diskussionsanstoß zu Gütekriterien Qualitativer Forschung von Jörg Strübing et al. (2018). Die kritische Auseinandersetzung wird entlang dreier Hauptpunkte entwickelt: a) der Rezeption des Forschungsstandes, aus dem sich Anforderungen an Gütekriterien ableiten, die in dem von Strübing et al. vorgeleg...
Chapter
Der Beitrag zeichnet die Verwendung visueller Aufzeichnungen in den Sozialwissenschaften, die Ausdifferenzierung und Trennung bild- und videoanalytischer Verfahren und die Varianten und Probleme in der Darstellung von Video und Videoanalysen in Texten nach. Mit Blick auf neue Ansätze in der Bildinterpretation und neue medientechnische Möglichkeiten...
Chapter
Dem Menschen ist als Kulturwesen seine Umwelt über seine Wahrnehmung und durch das ihm zuhandene Wissen lediglich vermittelt zugänglich (als vermittelte Unmittelbarkeit; vgl. Plessner 1975: 321ff.). Um angesichts der überbordenden Kontingenz von Welt handlungsfähig zu sein, d. h. das Verhalten anderer und das Geschehen um sich herum zu verstehen un...
Chapter
Die Zugehörigkeit zu (Jugend-)Szenen gründet sich nicht in sozialstrukturell vorgegebenen Gemeinsamkeiten zwischen Menschen, wie z. B. Geschlecht, Alter oder Bildung, sondern in der geteilten Begeisterung für szenespezifische Themen und Aktivitäten. Die Zugehörigkeit zu derart interessengeleiteten Gesellungsgebilden kann jedoch nicht einfach an Men...
Book
Szenen wie Punk, Hardcore und HipHop sind maßgebliche Sozialisationsinstanzen für Jugendliche und juvenile Erwachsene. Die dem Band zugrunde liegende projektbasierte Studie legt den Fokus vor allem auf das forschungsintern stark vernachlässigte Szenemedium „Fanzine“ (Amalgam aus „Fan“ und „Magazine“). Diese oft als bricolageartige DIY-Publikation v...
Chapter
Als typisch für das Online-Shopping gelten Angebotsstrategien, die dem Konsumenten eine breite Produktauswahl bieten, über die dieser sich anhand von Produktdarstellung, Kundenbewertungen und Bestsellerlisten selbst informiert und aus diesen auswählt. Die daraus erwachsende Anforderung an den Konsumenten, aus der Vielfalt an Produkten selber auswäh...
Article
Full-text available
This article conceptualizes acting on media in terms of different interplays between focal actors, users, and user communities. It is argued that—in times of mediated visibility, the increasing entanglement of social and technological change, and accelerated feedback loops—arenas of negotiation emerge and therewith the complexities of relations bet...
Chapter
Hybridität ist längst im alltäglichen Sprachgebrauch angekommen: Wir fahren mit Hybridelektroautos, züchten Pflanzenhybride im heimischen Garten und speichern unsere Daten auf Hybridfestplatten. Dabei ist der Begriff keine Neuschöpfung der Moderne, er ist jedoch in neuerer Zeit eine beliebte Bezeichnung für technische Produkte und Thema vieler Deba...
Chapter
Fotografie blieb in den Sozialwissenschaften bislang ein eher unterbelichtetes Thema, obwohl ihre Bedeutung in der Gegenwartsgesellschaft rasant zugenommen hat. Der Band schließt diese Lücke: mit Analysen nicht nur der Bildinterpretation, sondern auch der fotografischen Handlung selbst sowie der Auseinandersetzung mit Fotos. Die Beiträge renommiert...
Chapter
Der Mensch als soziales Wesen ist vor allem eins, Gruppenzugehöriger. Daran ändert auch die ihn beständig aus traditionalen Sinnzusammenhängen und tradierten sozialen Beziehungen herauslosende Moderne wenig. Vielmehr verändern sich Gruppen stets unter den jeweiligen gesellschaftlichen Bedingungen. Dergestalt ‚moderne‘ Gruppen, prototypisch gelten h...
Chapter
Durch die Verbreitung und routinierte Nutzung vernetzter Computer in den Privathaushalten und die medientechnischen Funktionen der Verkaufsplattformen im Internet ist Online-Shoppen zu einer selbstverständlichen Konsumpraxis des modernen Menschen geworden. Dessen Attraktivität resultiert aus der Entgrenzung von Informationssuche, Auswahl, Entscheid...
Chapter
Was das menschliche Spiel vom tierischen Spiel unterscheidet, zeigt sich insbesondere daran, dass sich Menschen, vor allem mittels signifikanter Symbole wie Sprache, selbst zum Gegenstand ihrer Betrachtungen machen können. Damit ist der spielende Mensch potenziell sein eigenes Publikum. Aber auch über Selbstbeobachtung hinaus, finden sich im Spiel...
Article
Events - verstanden als aus dem Alltag herausgehobene, raumzeitlich verdichtete, performativ-interaktive Ereignisse mit hoher Anziehungskraft für relativ viele Menschen - sind zwar keine Erfindung der Moderne, allerdings lässt sich konstatieren, dass Events in Gegenwartsgesellschaften etwas Alltägliches geworden sind. Die Grundlagen und Konsequenze...
Chapter
b>The complete specialist knowledge for social work The Fachlexikon is the standard work for studies, science and practice of social work. The 9th edition includes around 1.500 keywords, the selection of which is based on the needs of social work. 664 authors provide information on the current state of developments and discourses in social work, s...
Book
In diesem Buch werden die Standards lebensweltanalytischer Ethnographie im Anschluss an Anne Honer vorgestellt. Neben der Methodologie (Lebensweltanalyse, Ethnographie, Existenzielles Engagement) wird die Methodik (Beobachtung und Teilnahme, Passing, Interpretation und Phänomenologie) vorgestellt und bestimmte Anwendungsfelder beschrieben.
Chapter
Das Leben in der Moderne lässt sich weniger als eine „große Erzählung“ (Lyotard 1986: 96ff.) denn als eine unsystematische Ansammlung vieler kleinerer Geschichten der Bewältigung „modernisierungsbedingter Handlungsprobleme“ (Hitzler 2001: 183) verstehen. Diese dem Menschen mehr oder weniger bekannten und mehr oder weniger aufgezwungenen Probleme si...
Chapter
‚Die Jugend‘ steht seit ihrer „Erfindung“ (Roth 1983; Savage 2008) im 19. Jahrhundert von jeher unter spezifischen gesellschaftlichen Anforderungen. Diese beziehen sich vor allem auf den erfolgreichen Übergang des Menschen von der Jugendphase in das Erwachsenenalter. Dazu gehört die Ablösung von der Herkunftsfamilie und die Gründung einer eigenen F...
Chapter
Während Anne Honer (1993a, S. 39ff .) noch Anfang der 1990er Jahre gewagt – weil innerwissenschaftlich einigermaßen häretisch – dafür eingetreten war, die subjektiven Erfahrungen stärker in die empirische Sozialforschung einzubeziehen und infolgedessen, in methodischer Hinsicht, für ein praktisches (Mit-)Tun votierte, ist in den letzten zwanzig Jah...
Article
Because of the variety of ethnographic research nowadays, the need increases to locate the researcher’s own approach within this variety for the intersubjective comprehensibility of the research. The argument is that specific ethnographic research programs face different challenges when conducting fieldwork, especially in mediatized fields. This ar...
Chapter
(Jugend)Szenen erscheinen als Paradefall freizeitlicher Gesellungsgebilde, erfahren Menschen hier doch all das, was für ‚Freizeit‘ charakteristisch zu sein scheint. Die sozialwissenschaftliche Befasstheit mit freizeitlichen Gesellungsgebilden erweist sich dabei als wendungsreich – von Beschreibungen als Subkulturen über Jugendkulturen bis zu heutig...
Article
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Der Artikel bezieht eine kritische Position gegenüber den einschlägigen Arbeiten der Ser- vice Science, bei denen heutige Service Systeme bzw. digitale Service Öko-systeme als prinzipiell harmonisches Zusammenspiel verklärt werden. Am Fallverlauf des „In-App-Purchase-Hack“ im Feld der App Stores wird zweierlei veranschaulicht: Erstens unterstützen...
Chapter
Dieser Teil der Arbeit umfasst nun die Ergebnisse der Auswertung. Dabei geht es zunächst um die Rahmenbedingungen, welche zu einer Reklamation führen können (Kap. 1). Anhand der Teilschritte – Problemauftreten, Informationsrecherche, Anlasskonstitution, Adressat, Forderung und Wegwahl – zur Reklamationsinitiation aus Perspektive des Reklamierenden...
Chapter
Es gibt unzählige Versuche, die Zeit, in der wir leben, zu verstehen und dieses Verständnis prägnant auf einen Punkt zu bringen. Als Menschen, die wir in dieser Zeit leben, versuchen wir damit nicht nur die Welt um uns herum zugänglich zu machen, sondern auch unseren Alltag, seine Probleme und unser Erleben eben dieser Jetztzeit sinnhaft und gleich...
Chapter
Es mag mittlerweile als triviale Feststellung erscheinen, dass die „virtuelle Alltagsökonomie“ (Lamla 2007) zu großen Teilen bereits Realität im Konsumhandeln unzähliger Menschen ist und sich dabei immer noch in einer Wachstumsphase befindet. Es gilt dabei zu berücksichtigen, in welch kurzer Zeit nicht nur das Wachstum der Internetnutzung, sondern...
Chapter
Wie bereits in Teil I, Kapitel 5 dieser Arbeit dargelegt, geht es um die Frage, wie unzufriedene Konsumenten reklamieren und auf welche Weise sie dabei Probleme bewältigen, mit dem Fokus darauf, was passiert, wenn der Kauf online erfolgt ist. In einer kundenzentrierten Perspektive und aus Sicht der neuen Wissenssoziologie interessieren dabei vor al...
Chapter
Für Konsumentinnen eröffnet das Internet den Zugang zu einem schier grenzenlosen Marktplatz – mit neuen, preiswerten und exklusiven Angeboten, mit Möglichkeiten, sich über Anbieter und Produkte zu informieren und sich untereinander auszutauschen. Mit den Verheißungen, Okkasionen und Freiheiten der ‚bunten Warenwelt‘ in Online-Kaufhäusern wie Amazon...
Conference Paper
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In early 2013 Germany saw a 'withering storm' of protest against everyday sexism in the media (traditional mass media as well as in formats of the so-called new media). Started by a twitter user under the hash-tag '#aufschrei' there were 79000 (re-)tweets by 15000 users in the first seven days that reported on experiences with everyday sexism or co...
Book
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Technik und Kultur als Gegensätzlichkeiten zu verstehen gilt als überholt. Erwartungen sind in Apparate ebenso eingeschrieben, wie Funktionsweisen in typische Handlungsstrukturen. Unser Vorschlag ist es, Techniken aus einer Perspektive erhandelter Zugehörigkeit zu verstehen. In diesem Band sind Arbeiten versammelt, die die sozialen Bedingungsverhäl...
Chapter
Im Fall des illegalen grenzüberschreitenden Online-Shopping wird die Besonderheit transnationalen wirtschaftlichen Handelns für Konsumenten besonders offensichtlich, wie sich am Arzneimittelerwerb über das Internet illustrieren lässt. Das Internet erweitert nicht nur die Optionenvielfalt unserer Konsumpraxis, sondern begünstigt transnationale Kaufa...
Article
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The 3. Fulda Convention on Fieldwork—essentially based around the concept of lifeworld analytical ethnography developed by Anne HONER—provided a broad insight into recent avenues and challenges in ethnographic research. The reporting team consisted of three participants, making it possible to track the various lines of research enquiry throughout t...
Article
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Zusammenfassung Der Artikel beschreibt die Konsequenzen der Mediatisierung der szenezent-ralen Praktik der Musikrecherche in der Indie-Szene. Dabei wird die These verfolgt und am Beispiel musikalischer ‚Mash-Ups' nachgezeichnet, dass mit grenzübergreifenden, transnationalen Stilorientierungen kulturelle Grenzen und Grenzziehungen sukzessive diffuse...
Book
Der Anspruch dieser außergewöhnlichen Studie war nicht weniger als "eine möglichst präzise Beschreibung und das Verstehen der zentralen Handlungspraktiken und sozialen Mechanismen der Indie-Szene". Das nun vorliegende Werk – die erste sozialwissenschaftliche Buchpublikation zur Indie-Szene überhaupt – ist mehr: ein motivierendes Beispiel dafür, was...

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Cited By

Projects

Projects (4)
Project
Die Jugendsoziologie befasst sich mit der Lebensphase, in der Persönlichkeitsentwicklung eines Subjektes maßgeblich vorangetrieben wird und in der sich das Selbstbild und die Identität von Personen zunehmend stabilisieren. Persönlichkeitsentwicklung ist dabei nicht nur als das Resultat von äußeren Einflüssen aus der sozialen und materiellen Umwelt zu verstehen, denn das Subjekt wirkt aktiv an der eigenen Entwicklung mit, in dem es zum einen Information aus der Umwelt bewusst selektiert, sondiert und sucht, die Informationen interpretiert, ihnen Bedeutungen zuschreibt, interpretiert und bewertet und zum anderen in dem es aktiv gestaltend und handelnd auf sein Umfeld einwirkt, um solche Bedingungen zu schaffen, die eine Entwicklung im Sinne der eigenen Interessenlagen und Bedürfnisse ermöglichen. Darüber hinaus können Subjekte prinzipiell die Weichen ihrer Lebensführung dadurch stellen, dass sie sich in solche Kontexte zu begeben, in denen sie sich eine Entwicklung in eine bestimmte Richtung erhoffen. Jugendsoziologie untersucht alle potentiellen ›Problemlagen‹, die sich für heranwachsende Personen im Prozess von Integration und Individuation, der individuellen wie kollektiven Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen und sozialen, strukturellen und materiellen, politischen, ökologischen und wirtschaftlichen Umweltbedingungen ergeben können. Zugleich fragt sie nach den ›Problemen‹, für die Jugendliche aus dem Blickwinkel anderer Akteure verantwortlich gemacht werden, d.h. nach den Bedingungen, unter welchen Jugend als Problem definiert und gemacht wird.
Project
In der sozialwissenschaftlichen Forschung zum Online-Handel und -Shopping hat sich in den letzten Jahren ein Beschreibungsmodell verfestigt, das für den onlinevermittelten Kauf mit vier Basisannahmen operiert: erstens, dem Wandel von einer Service-Triade zwischen Anbieter, Anbieter-Personal und Kunden zu einer interfacevermittelten Service-Dyade zwischen Anbieter und Kunden, damit verbunden zweitens, die Verlagerung von Kompetenzanforderungen, insbesondere der Selbstinformation, auf den Konsumenten, drittens ein über Verkaufsplattformen agglomeriertes und potentiell vollumfängliches Produktangebot und viertens, die zunehmende Verflechtung von anbieter- und konsumentenseitigem Handeln. Empirisch weisen alternative Modelle des Online-Shoppings darauf hin, dass mit dem gängigen Modell Handlungsprobleme aufkommen, welche wiederum durch neuartige Angebote bearbeitet werden. Anbieter greifen folglich verschiedenartig die Möglichkeiten medientechnisch vermittelter Angebotspräsentation auf, wie auch Konsumenten entsprechend ihrer Relevanzen verschiedene Angebote suchen und nutzen. Ein prominenter und gegenwärtig an Bedeutung zunehmender Angebotstypus ist dabei das Curated Shopping, die anbieterseitige Vorauswahl und personalisierte Empfehlung von Produkten. Im individualisierten, limitierten und vergleichsweise serviceintensiven Angebot des Curated Shopping werden bekannte Fragen nach der Spezifik des Online-Shoppings wiederaufgeworfen und neu verhandelt. Mit der Frage nach der Re-Traditionalisierung oder De-Mediatisierung von Online-Angeboten bzw. der Mediatisierung von Beratungsleistungen (d.h. der Kuration von Konsumprodukten) im Curated Shopping steht ein wesentlicher Beitrag zum differenzierten Verständnis der reflexiven Mediatisierung von Konsum in Aussicht. Das Forschungsprojekt setzt hierfür an der Verflechtung von anbieterseitigem und konsumentenseitigem Handeln in digitalen Feldern an. Am Gegenstand des Curated Shopping werden die Handlungsprobleme und Problemlösungsstrategien rekonstruiert, die sich Anbietern und Kunden im Kontext gegenwärtiger medientechnischer Rahmen stellen. Der empirischen Studie liegt ein explorativ-interpretatives Forschungsdesign zugrunde, bei dem organisations- und konsumethnographische Zugänge im Rahmen einer hermeneutisch-wissenssoziologischen Studie gebündelt werden.
Archived project
Der Verbund untersucht die deutende Bezugnahme auf alltagskulturelle Objekte in Jugendkulturen, er macht die Um- und Neudeutungen im Umgang mit etablierten materiellen Formen zum Gegenstand rekonstruktiver Studien.