Michael Cuntz

Michael Cuntz
Universität Erfurt | UE ·  Faculty of Philosophy

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Publications

Publications (84)
Chapter
Am Ausgangspunkt meiner Überlegungen steht eine relativ einfache Idee, die sich in erster Linie von Georges Canguilhem und Gilbert Simondon , aber auch von Michel Serres herleitet: Es handelt sich um die Feststellung einer ebenso grundlegenden wie vernachlässigten Medien- und Milieufunktion. Medien als Milieus, als ein Umgebendes, ein Einhüllendes,...
Book
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Was erzählen Gegenstände über das Verhältnis des Kinos zur Oingwelt? Wie ändern sich Filmgeschichte und Medientheorie, wenn sie vom Objekt aus gedacht werden? Oie Frage nach den kinematografischen Objekten produziert nicht nur ein genuines Wissen von den Dingen, sondern auch über den Film selbst. In den 100 Einträgen dieses Wörterbuchs werden kinem...
Chapter
Vielfältige (Be-)Deutungen und vielgestaltige, komplexe Formen. Das »Ganze« könnte kaum diverser sein - und damit von größter Aktualität. Die politischen Krisen der Gegenwart (Klimawandel, Migration, Pandemie) verlangen nach globalen und ganzheitlichen Lösungen, während Ganzheit aufgrund der Totalitarismuserfahrungen des 20. Jahrhunderts zugleich e...
Preprint
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In einer seiner berühmtesten Pensées, jener der Wette, legt Pascal oder wer immer da spricht, seinem Adressaten, dem notorischen Ungläubigen oder libertin, nahe, seine Skepsis und Zweifel gegenüber der Existenz der göttlichen Gnade doch einfach hinter sich zu lassen und sich an jenen zu orientieren, die ihm auf dem Weg zum Glauben vorangegangen sin...
Chapter
Der »moderne Film« ist etwa 60 Jahre alt - diese Epoche wurde wissenschaftlich durch Lorenz Engell (*1959), der in seinen film- und fernsehtheoretischen Schriften den Begriff der Filmphilosophie wesentlich geprägt hat, federführend begleitet. Als Festschrift zu seinem 60. Geburtstag analysieren und interpretieren die Beiträge dieses Bandes ebenso v...
Chapter
Geht man von dem griechischen Verb graphein aus, das „schreiben, zeichnen“ bedeutet, so ließe sich der Begriff „Graphien“ so verstehen, dass er Speichermedien aller Art bezeichnet, bei denen es zu einer Einschreibung kommt. Nicht umsonst ist dieses Wort in Komposita wie Fotographie und Kinematographie enthalten: Diese bedeuten nichts anderes als Li...
Article
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Welche Rollen spielen Medien, welche Medien spielen eine Rolle in der Freudschen Psychoanalyse? Welches Konzept von Medialität liegt ihr zugrunde? Auf der Suche nach einer möglichen Alternative interessiert sich der Text für die von Tobie Nathan entworfene ethnopsychiatrische Theorie und Praxis. Diese verteidigt und rekurriert auf a-moderne Therapi...
Chapter
Latour's Inquiry into Modes of Existence undertakes a re-evaluation of both modern ontology and ANT: Adding qualitative differentiation to quantitative network analysis is tantamount to the outline of a pluralist ontology distinguishing a variety of different modes of being in the world. The aim is to make more space in order to provide proper acco...
Chapter
Warum hat man die philologischen wie medienphilologischen Kompetenzen des Meisterdetektivs Sherlock Holmes wie seines Autors Arthur Conan Doyle im 20. Jahrhundert bedauerlicherweise lange übersehen – oder, wenn man Holmes’ eigener Überzeugung folgt, dass es nicht so sehr die Befähigung zum Sehen ist, die ihn von anderen unterscheidet, sondern jene,...
Chapter
The purpose of my paper is on the one hand to assemble fragments of a genealogy, throughout a series of works of fiction, which, beyond their belonging to a medium, a genre and even beyond the distinction between the fictional and the factual, are dealing with a relational structure, a twofold topology of the ambivalent spectatorship and discursive...
Chapter
Von allem Anfang an weiß man es besser: Am Ende wird Polza Mancini, monströser Fleischberg, psychisch instabiler Clochard, Personifikation der Andersartigkeit und Exklusion, als Verdächtiger in Untersuchungshaft landen. Der Protagonist von Manu Larcenets graphischem Serienroman Blast wird in Verhörräumen und in einer Zelle sitzen, in der ihm für de...
Chapter
Der Kosmos von Baltimore ist gekennzeichnet durch eine hohe Arbeitslosenquote, eine hohe Drogen- und Bandenkriminalität und eine sichtbare Verwahrlosung des Stadtraums. Von ehemals fast einer Million Einwohnem in den 1950er Jahren sind heute nur noch etwa 600.000 übrig; in einigen Stadtvierteln, die fast ausschließlich von einer schwarzen Bevölkeru...
Chapter
„It‘s all in the game“ – dieser meistens fatalistisch geäußerte Satz scheint nicht nur für die Welt der Kriminellen, für die einander ablösenden Drogendistributionsringe zu gelten, denen wir in The Wire begegnen, sondern letztlich für alle Akteure, denen wir in der Serie folgen.
Article
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The paper deals with different spatiotemporal relations within different collectives and the attitudes towards places and the ground arising from them. Drawing resources from Latour, Serres and ethnologists/anthropologists Viveiros de Castro and Descola, it follows up Haudricourt's opposition between direct positive and indirect negative action tow...
Chapter
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Chapter
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Article
Wer das Register von Re-Assembling the Social, Bruno Latours noch äußerst aktueller Einführung in die Akteur-Netzwerk-Theorie auf den Namen Greimas hin durchblättert, wird zwar fündig, aber doch nur in begrenztem Maße. An genau zwei Stellen setzt der prominenteste Vertreter der ANT oder Soziologie der Übersetzung sich mit dem vielleicht rigoroseste...
Chapter
Hat der Film das Gesicht neu erfunden? Zumindest hat er das Antlitz des Menschen immer wieder neu zu sehen gelehrt. Besonders Groß- und Detailaufnahme zeigen das Gesicht auf eine in der abendländischen Ikonographie nie dagewesene Weise. Auge, Blick oder auch Narbe und Träne sind in diesem Sinne genuine filmische Phänomene. In der Geschichte der kin...

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Projects

Projects (5)
Project
I am exploring TV series under different angles, such as normalism and hypernormalism, actor-network analysis and non-human agency, the aesthetics and temporality of seriality, habit and everyday life, as well as the importance of acoustic media and music.
Project
Das Lebendige passt sich nicht einfach an seine Umgebung an, sondern produziert in Wechselwirkung mit seiner Umgebung Schutzmilieus. Ausgehend von diesen biotechnischen Milieus geht es um die Dialektik von Schutzmilieus zwischen Notwendigkeit und Kontraproduktivität: Die mit der Petromodernität entstandenen Möglichkeiten und Begehren, immer effizientere Schutzmilieus zu konstruieren, lösen fatale Dynamiken realer (Menschen) oder phantasmatischer (Natur) Exklusionen aus. Das grundlegende Phänomen Schutzmilieu hat viele Facetten und Erscheinungsformen: Von Kleidung und Behausungen zu Schiffen, U-Booten, Raumschiffen, Klimaanlagen, SUVs, sich abschottenden Staaten und gated communities bis zu Phänomenen des –‚Digitalen‘: kontrollgesellschaftliche Dispositive (Zugangscodes, Mustererkennung), Überwachung, algorithmisch induzierte Filter Bubbles, Smart cities, digitale Sicherheitssysteme von Fahrzeugen, etc.
Project
Modernity is based upon the strange belief that only (modern) humans need to be taken into account, a miscalculation with catastrophic consequences. Against this claim to exceptionality made by the moderns (Latour, Serres) and naturalism (Descola), the exploration of non-human agency is a constant concern of my work. It is about the inclusion of entitities such as animals, plants, spirits, the dead, technical objects, places, environments, etc.