Ewald E. Krainz

Ewald E. Krainz
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt · Department of Organization Development, Group Dynamics and Intervention Research

About

82
Publications
1,489
Reads
How we measure 'reads'
A 'read' is counted each time someone views a publication summary (such as the title, abstract, and list of authors), clicks on a figure, or views or downloads the full-text. Learn more
287
Citations

Publications

Publications (82)
Chapter
Was bewirkt eine Trainingsgruppe bei den Personen, die daran teilnehmen? Diese Frage zu beantworten, verlangt eine nach zwei Seiten gerichtete Aufmerksamkeit, weil man sich mit dem Verhältnis von sozialem und individuellem Lernen zu befassen hat. Grundsätzlich geht es bei der Trainingsgruppe um einen Lernprozess, der nur als Gruppe, also im Soziale...
Chapter
Das wichtigste Mittel, das TrainerInnen und BeraterInnen zur Verfügung steht, ist die Sprache. Was sie erreichen können, hängt sehr von der Wahl der ‚treffenden Worte‘ ab. Diese zu finden – was gesagt wird und wie es gesagt wird – spielt eine Schlüsselrolle für die Qualität von Interventionen.
Chapter
In allen Berufen, die einen hohen Anteil an interaktionsbasierter Arbeit von „Menschen mit Menschen“ haben, entwickelte sich Supervision als Mittel, die damit verbundenen Belastungen aufzufangen. Ein guter Teil derselben ist allerdings „hausgemacht“. Die Fokussierung des Zwischenmenschlichen in entsprechenden Settings ist daher zwar richtig, aber n...
Chapter
Der Einsatz von Projektmanagement kann verschiedene Nachteile und Schwierigkeiten mit sich bringen, die vorher wohl überlegt werden sollten. Richtig angewandt gibt es zwar keine Gründe gegen Projektmanagement; hier liegt aber gerade der Punkt: Richtige Anwendung heißt nicht, nur einige formale Bedingungen erfüllen oder Regeln einhalten. Die Berücks...
Chapter
Projekte werden ständig unter Zeitdruck gestellt; andererseits wird von der Linie ständig Dringliches verlangt, ohne das Wesentliche zu fokussieren. Es besteht ein starker Loyalitätsdruck auf die Projektmitarbeiter. Aufbrechende Konflikte werden harmonisiert, unter den Teppich gekehrt, stören aber permanent den Projektablauf. Projekte werden lächer...
Chapter
Was uns heute als Kultur, Zivilisation und Fortschritt vorliegt, ist das Ergebnis von Organisation, von Hierarchie, von Funktionsspezialisierung und Arbeitsteilung. Der allenthalben ausgebrochene Zweifel an Fortschritt und Zivilisation, Technik und Spezialistentum hängt auch mit einer Hierarchie- und Organisationskrise zusammen. Wir sind heute vor...
Chapter
Die Artverschiedenheit von Projektmanagement liegt an den unterschiedlichen Verankerungen in den bestehenden Organisationen. Klassifizierungen oder Zurechnungen, was zu Projektmanagement gehört und was nicht, sind in gewissem Sinn willkürlich. Was in der einen Firma unter Projektmanagement läuft, segelt in der anderen unter anderer Fahne und ist un...
Chapter
Sinnvoll: Herstellung einesMinimalkonsens, einesRahmens (evtl. in einem unternehmensspezifischen Projekthandbuch), in dem ad hoc besondere Übereinkünfte möglich sind. Ein Minimalkonsens ist wichtig, weil eine Form der „Systemabwehr“ darin besteht, möglichst vielUnbestimmtheit zu erzeugen, damit Projekte keinen Boden unter den Füßen bekommen. (Folge...
Chapter
Konkrete Widersprüche lassen sich vier Feldern zuweisen (wobei es natürlich Überschneidungen gibt), diese sind: das Feld Organisation, die Struktur, das Feld Verhalten, Kompetenzanforderungen.
Chapter
Warum gibt es Projektmanagement? Die einfachste Antwort lautet: Projektmanagement ist notwendig, weil es Aufgabenstellungen für Organisationen gibt, die nur durch Projektmanagement effizient lösbar sind. Einmal sind dies Aufgabenstellungen, für deren Bearbeitung die bestehenden Organisations- und Entscheidungsformen zu umständlich und zu schwerfäll...
Chapter
Jedes lebendige System versucht sich selbst in seinem Status quo zu erhalten, wenn in ihm bisheriges „Überleben“ gewährleistet war. Dieser Status quo wird gegen äußere und innere „Feinde“ (Einflüsse, Zumutungen, Aufforderungen, sich zu verändern…) geschützt und verteidigt. Kein System verändert sich freiwillig (aus Freude am Ungewissen, Neuen), es...
Chapter
Selbst unter „hartem“, betriebswirtschaftlich-nüchternem Blickwinkel sind sich die Fachleute im Grunde darüber einig, dass die Wirtschaftlichkeit des Projektmanagements nicht „exakt“ berechnet werden kann15, und zwar aus zwei Gründen: Zum einen liegen die Schwierigkeiten in nicht oder nur schwer messbaren Parametern, zum anderen endet die Vergleich...
Chapter
Die Analyse der verschiedenen Arten von Projektmanagement hat an ihrem Verhältnis zur Hierarchie und zur bestehenden Organisation angesetzt. Hinsichtlich der Anwendung von Projektmanagement hat sich dabei als sinnvoll herausgestellt, jene Art von Projektmanagement auszuwählen, die am besten zum organisatorischen Entwicklungsstand eines Unternehmens...
Chapter
Organisationen sind dafür geschaffen, einen bestimmten Zweck zu erfüllen, nicht aber, damit man über sie nachdenkt. Einmal geschaffen, neigen sie zur Selbstdogmatisierung und leben in einer Selbstverständlichkeit, die nicht in Frage gestellt wird. Mehr noch: Im Sinne der Systemabwehr ruft Reflexion zuerst Widerstand hervor. Der reibungslose Ablauf,...
Chapter
In der Anwendungsfrage kann man sinnvollerweise von drei (natürlich oft ineinandergreifenden) Bereichen ausgehen: von der Organisation, vom Innovationsgrad eines Vorhabens und vom Aufgabengebiet.
Chapter
Organisationsdiagnose des Status quo „Hierarchiegrad“ – „Individualität“ des Unternehmens – Managementqualitäten – Diagnose zur „Konflikt- und Beratungskultur“1. Organisationsdiagnose des Status quo „Hierarchiegrad“ – „Individualität“ des Unternehmens – Managementqualitäten – Diagnose zur „Konflikt- und Beratungskultur“ 2. Umgang mit Kritik und Fee...
Chapter
Projektmanagement bedeutet einen Organisationseingriff in die jeweils bestehende Organisation eines Unternehmens. Eingriffe werden als „Gewaltsamkeit von außen“ verstanden und produzieren „Systemabwehr“. Erfolg oder Nichterfolg von Projektmanagement hängen wesentlich von zwei Voraussetzungen ab.
Chapter
Die nachstehend angeführten Äußerungen stammen von Auftraggebern, Projektleitern, Projektmitarbeitern und Personen aus Projektumwelten.
Chapter
„Hat doch bisher in der Linie auch gut funktioniert.“ „Wieder ein neuer Anlauf.“ „Ich bin randvoll zu mit eigenen Aufgaben, kann keinen Mitarbeiter abstellen.“ „Schade um meine Leute, das sind doch Sandkistenspiele.“ „Ich hab’ schon viel an modernem Zeugs überlebt.“ „Projektmanagement bringt mir nur Nachteile.“
Chapter
Mit diesem Kapitel verfolgen wir drei Absichten: Erstens soll es Sinn und Grenzen von Beratung im Zusammenhang mit Projektmanagement klären, zweitens soll es eine Orientierungsmöglichkeit am unübersichtlich gewordenen „Markt“ bieten; drittens soll dies anhand von Fallbeispielen erfolgen, die von einer Kollegin und einigen Kollegen aus deren praktis...
Chapter
Projektgruppen sind heute weitgehend anerkannte Organisationselemente zur Lösung bestimmter Aufgabenstellungen. Oft wird das Einsetzen von Gruppen überhaupt mit Projektmanagement gleichgesetzt. Zweifellos sind Projektgruppen im Projektmanagement unverzichtbar; quer durch die bestehende Organisation müssen problem- und aufgabenbezogen Bearbeitungs-...
Chapter
Man beginnt nur halbherzig an irgendeiner unwesentlichen Ecke, um die Sache einmal zu „erproben“. Die Motivation ist ebenso flau, und der Verlauf entspricht von Anfang an dem hier meist zugrundeliegenden unbewussten Wunsch, dass das Ganze ohnehin nichts taugt.
Chapter
Je größer und komplexer ein Unternehmen, umso größer die Tendenz zur Bürokratisierung, umso größer aber auch die Macht der informellen Gruppen, die sehr oft kreuz und quer durch die offizielle Hierarchie ein „graues“ Informations- und Kommunikationsnetz aufgezogen haben und so auf Entscheidungen Einfluss nehmen können. Ihr Bestehen hat verschiedene...
Chapter
Full-text available
Triggered by the observation of and the increasing involvement in international connections the whole training and consulting business is more and more confronted with the phenomenon of multi-culturality. Be it in the field of research, education, business, projects and so forth-wherever you are, the chance of meeting someone who is not like yourse...
Article
Dass „die Gruppe” überhaupt eine Rolle spielt, musste erst entdeckt werden. Diese Entdeckung war eher ein Zufall. In den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts war in der Industrie die Managementideologie vom sogenannten „Scientific Management” eines gewissen F.W. Taylor bestimmt. Dieser hatte durch akribische Messungen der Bewegungsabläufe von Arbei...
Article
Jede Modellierung und Simulation erweckt den Anschein, die Zahlenwerte stünden im Vordergrund. Dies mag vielleicht bei naturwissenschaftlichen oder mathematischen Modellen stimmen. Im Fall der SIA verhält es sich jedoch anders. Quantifizierung ist hier notwendiges übel, da Berechnungen oder softwaregestützte Verfahren mit sozialen Faktoren wie „gro...
Article
Ein Modell, das soziale Systeme beschreibt und zudem erlaubt, abhängig von verschiedenen Ausgangskonstellationen mögliche künftige Entwicklungen zu prognostizieren, hat mehreren Ansprüchen zu genügen. Die Modellierung an sich soll gleichermaßen überschaubar und realitätsnah sein – was alleine schon schwer vereinbar ist. Vor allem aber sollen die Er...
Article
Das zentrale Element, aus dem jedes soziale System besteht, ist Kommunikation. Für den Freundeskreis oder ein Projektteam gilt dies ebenso wie für einen Schützenverein. Diese Aussage ist für „Normalverbraucher” vielleicht nicht naheliegend und wirft auch sofort die Frage auf, wo dann die Menschen bleiben, wenn soziale Systeme aus Kommunikation aufg...
Chapter
Die Ausführungen zeigen, dass es möglich ist, das Verhalten von Menschen in Gruppen mit gewissen Unschärfen zu prognostizieren.
Chapter
Das erste Beispiel soll das Prinzip der SIA verdeutlichen. Dazu wurde eine sehr überschaubare Konstellation – das Spiel Stille Post – mit fünf Akteuren gewählt. In diesem Fall sind ausschließlich Verbindungen in eine Richtung modelliert: Simone ⤌ Doris, Doris ⤌ Hugo, Hugo ⤌ Gerhard, Gerhard ⤌ Manuel, Manuel ⤌ Simone. Wie im Spiel ist es so, dass je...
Chapter
Denken Sie bitte kurz an eine Angelegenheit, die ihr Leben maßgeblich – am besten im positiven Sinn – verändern kann und bei der Sie von anderen Menschen abhängig sind. Nun stellen Sie sich vor, dass Sie jetzt schon wissen, wie sich die jeweiligen Personen verhalten werden. Wäre es nicht interessant, sich darauf einstellen zu können? Oder wäre es n...
Chapter
In einer seiner berühmt gewordenen „Thesen über Feuerbach“ hat Marx formuliert, die Philosophen hätten die Welt nur interpretiert, es käme aber darauf an, sie zu verändern. In diesem Satz finden wir eine Markierung von gleich mehreren Grundproblemen: Zum einen wird die Rolle der Philosophie angesprochen, die man aber nicht nur auf bloß das zu bezie...
Article
The article explains the systematic position of the concept of social competence and argues for a social-science-approach to project management, since the lager part of the project management literature is mainly oriented methodologically. A discussion of the epistemological reasons shows that a mere psychological approach comes too short. Since an...
Article
Full-text available
The main means trainers and consultants have is language. What they can reach very much depends on the choice of the “appropriate words”. So to find them – what to say and how to say it – plays a key role for the quality of interventions. In contrast to other possible conceptions we understand intervention as the establishment of a self-reflective...
Chapter
In einer seiner berühmt gewordenen „Thesen über Feuerbach“ hat Marx formuliert, die Philosophen hätten die Welt nur interpretiert, es käme aber darauf an, sie zu verändern. In diesem Satz fi nden wir eine Markierung von gleich mehreren Grundproblemen: Zum einen wird die Rolle der Philosophie angesprochen, die man aber nicht nur auf bloß das zu bezi...
Chapter
Die Art und Weise, wie wir mit Gruppen und Organisationen umgehen, leitet sich von alltäglichen Lernerfabrangen her. Wenn es zu keinen außergewöhnlichen emotionalen Verwicklungen negativer oder positiver Art kommt, verlaufen diese Lernerfahrungen unbeachtet, und man weiß dann oft gar nicht, warum man diese oder jene Verhaltensbereitschaft entwickel...
Chapter
NPOs nennt man all jene privaten, nicht gewinnorientierten Organisationen, die weder dem Markt noch dem Staat zugerechnet werden und die damit eine eigene, von beiden abweichende dritte institutionelle Form — den so genannten dritten Sektor — bilden.
Chapter
Für mit dem Metier nicht Vertraute sind Moderationen das, was wir aus Rundfunk- und TV-Sendungen kennen, etwa bei der Diskussionsleitung mehr oder minder seriöser Talkshows oder bei der Präsentation von Nachrichtensendungen etc. Hier ist jedoch in einem viel weiteren Sinn von Moderation die Rede. Moderationstechnik gehört mittlerweile zum Handwerks...
Chapter
Bei jeder Konzeption eines Universitäts-Lehrganges für Postgraduierte gibt es einige Grundentscheidungen, die zu treffen sind. Zunächst ist inhaltlich zu bestimmen, welche Qualifikationen, Kenntnisse, Haltungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickelt werden sollen und an welchen Personenkreis dabei als Lernende zu denken ist. Für die Vermittlung,...
Chapter
Die ununterbrochen, tagtäglich und überall stattfindenden Konflikte sind derartig vielfältig, dass man vor einer schier unübersehbaren Fülle steht. Sowohl für eine „absichtslose“ distanzierte Betrachtung, vor allem aber wenn man sich daran machen will, Konflikte zu bearbeiten, zu lösen oder an ihrer Lösung mitzuwirken, erscheint es zweckmäßig, in d...
Book
Mediation ist ein Konfliktregelungsverfahren, das zunehmend und in immer mehr gesellschaftlichen Feldern Anwendung findet. Mediation geschieht jedoch nicht "von alleine", sondern benötigt qualifizierte "Verfahrenshelfer". Wer aber ist als Mediatorin oder Mediator geeignet und welche Kompetenzen sind zu erlernen? Das Handbuch gibt hierzu Antworten z...
Chapter
Mit diesem Kapitel verfolgen wir drei Absichten: Erstens soll es Sinn und Grenzen von Beratung im Zusammenhang mit Projektmanagement klären, zweitens soll es eine Orientierungsmöglichkeit am unübersichtlich gewordenen „Markt“ bieten; drittens soll dies anhand von Fallbeispielen erfolgen, die von einer Kollegin und einigen Kollegen aus deren praktis...
Chapter
Organisationen sind dafür geschaffen, einen bestimmten Zweck zu erfüllen, nicht aber, damit man über sie nachdenkt. Einmal geschaffen, neigen sie zur Selbstdogmatisierung und leben in einer Selbstverständlichkeit, die nicht in Frage gestellt wird. Mehr noch: Im Sinne der Systemabwehr ruft Reflexion zuerst Widerstand hervor. Der reibungslose Ablauf,...
Chapter
Je größer und komplexer ein Unternehmen, um so größer die Tendenz zur Bürokratisierung, um so größer aber auch die Macht der informellen Gruppen, die sehr oft kreuz und quer durch die offizielle Hierarchie ein „graues“ Informations- und Kommunikationsnetz aufgezogen haben und so auf Entscheidungen Einfluß nehmen können. Ihr Bestehen hat verschieden...
Chapter
Projektgruppen sind heute weitgehend anerkannte Organisationselemente zur Lösung bestimmter Aufgabenstellungen. Oft wird das Einsetzen von Gruppen überhaupt mit Projektmanagement gleichgesetzt. Zweifellos sind Projektgruppen im Projektmanagement unverzichtbar; quer durch die bestehende Organisation müssen problem- und aufgabenbezogen Bearbeitungs-...
Chapter
In der Anwendungsfrage kann man sinnvollerweise von drei (natürlich oft ineinandergreifenden) Bereichen ausgehen: von der Organisation, vom Innovationsgrad eines Vorhabens und vom Aufgabengebiet.
Chapter
Die Artverschiedenheit von Projektmanagement liegt an den unterschiedlichen Verankerungen in den bestehenden Organisationen. Klassifizierungen oder Zurechnungen, was zu Projektmanagement gehört und was nicht, sind in gewissem Sinn willkürlich. Was in der einen Firma unter Projektmanagement läuft, segelt in der anderen unter anderer Fahne und ist un...
Chapter
Was uns heute als Kultur, Zivilisation und Fortschritt vorliegt, ist das Ergebnis von Organisation, von Hierarchie, von Funktionsspezialisierung und Arbeitsteilung. Der allenthalben ausgebrochene Zweifel an Fortschritt und Zivilisation, Technik und Spezialistentum hängt auch mit einer Hierarchie- und Organisationskrise zusammen. Wir sind heute vor...
Chapter
Selbst unter „hartem“, betriebswirtschaftlich-nüchternem Blickwinkel sind sich die Fachleute im Grunde darüber einig, daß die Wirtschaftlichkeit des Projektmanagements nicht „exakt“ berechnet werden kann³, und zwar aus zwei Gründen: Zum einen liegen die Schwierigkeiten in nicht oder nur schwer meßbaren Parametern, zum anderen endet die Vergleichbar...
Chapter
Die Analyse der verschiedenen Arten von Projektmanagement hat an ihrem Verhältnis zur Hierarchie und zur bestehenden Organisation angesetzt. Hinsichtlich der Anwendung von Projektmanagement hat sich dabei als sinnvoll herausgestellt, jene Art von Projektmanagement auszuwählen, die am besten zum organisatorischen Entwicklungsstand eines Unternehmens...
Chapter
Warum gibt es Projektmanagement? Die einfachste Antwort lautet: Projektmanagement ist notwendig, weil es Aufgabenstellungen für Organisationen gibt, die nur durch Projektmanagement effizient lösbar sind. Einmal sind dies Aufgabenstellungen, für deren Bearbeitung die bestehenden Organisations- und Entscheidungsformen zu umständlich und zu schwerfäll...
Chapter
Der Einsatz von Projektmanagement kann verschiedene Nachteile und Schwierigkeiten mit sich bringen, die vorher wohl überlegt werden sollten. Richtig angewandt gibt es zwar keine Gründe gegen Projektmanagement; hier liegt aber gerade der Punkt: Richtige Anwendung heißt nicht, nur einige formale Bedingungen erfüllen oder Regeln einhalten. Die Berücks...
Chapter
Gesamtgesellschaftliche Fragestellungen stehen derzeit hoch im Kurs. War man bis vor einigen Jahren in Manager- oder Beraterkreisen vorrangig auf Fragen des Tagesgeschäfts, auf betriebliche Herausforderungen und neue Managementmethoden konzentriert, rücken seit einiger Zeit verstärkt wirtschafts- und allgemeinpolitische Themen ins Zentrum der Aufme...
Chapter
Im folgenden wird zunächst vom allgemeinen Verständnis von „Eitelkeit“ ausgegangen. Eitelkeit, an sich ein psychologisches Phänomen, taucht in der Psychologie jedoch als eigener Begriff kaum auf, jedenfalls nicht systematisch. Dennoch ist das, was man mit Eitelkeit meint, natürlich diskutiert, allerdings unter einem anderen Namen. Die Rede ist vom...
Chapter
Es gibt heute kaum eine Organisation, die sich nicht unter Veränderungsdruck gestellt sieht, sei es von außen (Anpassung an diverse Umweltgegebenheiten), sei es von innen (Umstrukturierungen aller Art), Veränderung ist also ausgesprochen „angesagt“. Zugleich gibt es aber kaum jemanden im Management, der nicht davon berichten könnte, wie mühsam Verä...
Chapter
„Auf Biegen und Brechen“ heißt, es geht hart auf hart. Der Biegen-brechen-Stabreim ist bereits bei Luther zu finden: „Junge Bäumlein kann man besser biegen und ziehen, obgleich etliche darüber zerbrechen“, heißt es z. B.; oder „Man beugt es solange, bis es bricht“. Später findet sich die Wendung im Sinne von „was nicht biegen will, muß brechen“ (1)...
Book
In den Organisationen, in denen und für die wir in Beratungsprojekten arbeiten, erleben wir derzeit tiefgreifende Umgestaltungsprozesse. Parallel dazu machen Konzepte von sich reden, die sich gerne als neu, wenn nicht "radikal" bezeichnen. Nun vermag die Selbstanpreisung der neuen Konzepte und ihre Vergröberung durch fortgesetzte, sekundär-propagan...
Chapter
Von „Fortschritt“ zu reden erscheint heute in der Sphäre des Politischen ebenso veraltet wie in Unternehmen die Vorstellung vom „geplanten Wandel“, eingeleitet und vorangetrieben durch „change agents“. Die „Organisationentwicklung“, einst das Schreckgespenst vieler Führungskräfte, hat dem zurückhaltenderen „Innovationsmanagement“ Platz gemacht, das...
Chapter
Seit die Grenzen der Finanzierbarkeit in Sicht sind, geraten Nonprofit-Organisationen (NPO) zunehmend unter Druck, sich nicht nur „besser“ zu organisieren, sondern manchmal sogar ihre Existenz überhaupt nachvollziehbar zu rechtfertigen. Daher ist die gegenwärtige Situation vielfach von Bemühungen gekennzeichnet, die eigene „Professionalität“ zu ver...
Chapter
Die Praxis der Organisationsberatung kann vielerlei Gestalt annehmen; nicht alles, was unter dem Titel Organisationsberatung läuft, verdient diese Zuordnung, und umgekehrt gibt es Maßnahmen, deren faktische Wirkungen denen eines Beratungsprojekts gleichkommen, ohne daß dies als Organisationsentwicklung gesehen, geschweige denn konzipiert war. Es gi...
Chapter
Was uns heute als Kultur, Zivilisation und Fortschritt vorliegt, ist das Ergebnis von Organisation, von Hierarchie, von Funktionsspezialisierung und Arbeitsteilung. Der allenthalben ausgebrochene Zweifel an Fortschritt und Zivilisation, Technik und Spezialistentum hängt auch mit einer Hierarchie- und Organisationskrise zusammen. Wir sind heute vor...
Chapter
Ein Gespenst geht um in den Sozialwissenschaften. Es hört auf den Namen System- theorie und gibt sich epochal (Guntern 1980). Tatsächlich ist zu beobachten, daß „systemisches Denken“ immer mehr an Terrain gewinnt. Geraume Zeit haben sich die Sozialwissenschaften an der Physik orientiert, und tun dies z. T. jetzt noch, obwohl in der Physik selbst wi...
Chapter
Im Allgemeinen werden als Quelle möglichen Burnouts jene emotionalen Belastungen gesehen, die aus der unmittelbaren Arbeit mit Patienten und Patientinnen, dem Klientel oder Schutzbefohlenen aller Art resultieren. Die Auswirkungen solcher emotionalen Belastungen, die aus der Konfrontation mit Leiden, Bedrängnis, Elend, Verzweiflung und manchmal Auss...

Network

Cited By