Eveline Reisenauer

Eveline Reisenauer
German Youth Institute | DJI · Department of Families and Family Policies

Dr. phil.

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Introduction
Eveline Reisenauer is currently researcher at the Munich-based German Youth Institute (DJI). She studied sociology at the Ludwig Maximilian University of Munich and holds a PhD from Bielefeld University. Eveline Reisenauer has participated in several national and international research projects on migration and transnationalisation, paying particular attention on personal relationships and family.

Publications

Publications (30)
Chapter
Full-text available
Migration ist kein Ausnahmezustand, sondern eine existenzielle Grunderfahrung der Menschheit. Sie prägt gegenwärtige Gesellschaften, indem sie etablierte Ordnungen herausfordert, transnationale Räume jenseits nationaler Hegemonien schafft, neue Ökonomien stiftet, urbane und kommunale Lebensweisen beeinflusst sowie Ungleichheit und Prekarität lokal...
Article
Full-text available
This article argues that it is central to consider the socialisation processes of migrant children in transnational settings when focusing on issues of integration and the transnationality of the next generation. A central experience of migrant children is that they grow up and are involved in both the emigration and immigration country (of their p...
Chapter
Zielgruppenspezifische Angebote der Eltern- und Familienbildung im Bereich der Migration sind darauf ausgerichtet, die Erziehungskompetenzen von Eltern mit Migrationserfahrung zu fördern und zu stärken. In diesem Kontext geraten auch in Elternmaterialien zunehmend die Interessen und Bedarfe von Migrationsfamilien in den Fokus. Diesbezüglich wird im...
Article
Ausgehend von bestehenden stereotypisierenden Vorstellungen über Migrationsfamilien und ihrer Kindererziehung, nimmt der vorliegende Beitrag einen Perpektivenwechsel vor, der an der aktuell gelebten familialen Realität von Migrant*innen ansetzt. Es wird gezeigt, dass gegenwärtig sowohl der familialen Diversität im Migrationskontext als auch ungenut...
Article
in: DJI Impulse 1/2020 (Nr. 123) https://www.dji.de/fileadmin/user_upload/bulletin/d_bull_d/bull123_d/DJI_1_20_Web.pdf
Chapter
Die Frage nach migrantischen Identitätskonstruktionen stellt sich vor dem Hintergrund transnationaler Lebenswelten neu. Der Beitrag erörtert erstens identifikative Selbstbeschreibungen und -verortungen gegenwärtiger Migrantinnen und Migranten und zweitens ihre Potenziale und Kompetenzen der Transnationalität. Es wird gezeigt, dass Migrationsprozess...
Chapter
Family relationships among current migrants are sometimes spread over large geographical distances and across national borders. In this chapter, I consider transnational families and kinship networks as spatial phenomena, focusing not only on evidence regarding transnational families within migration processes but also on the significance of spatia...
Chapter
In dem Gedicht „Plastikkoffer“ befasst sich Aras Ören (1980, S. 32f.) mit der Thematik der Migration, wobei in der hier vorliegenden Strophe der Aspekt des Zurücklassens herausgestellt wird. Anhand des Motives eines Koffers wird reflektiert, dass Menschen im Zuge von Migrationsprozessen mit nichts anderem, als den in einem Koffer befindlichen Gegen...
Chapter
Das Verhältnis von Sozialität und Räumlichkeit gerät in Studien zu Migration aus zwei unterschiedlichen Forschungsperspektiven in den Blick. Aus einer integrationstheoretischen Perspektive steht dabei der Zusammenhang von räumlicher Nähe und sozialer Distanz (Hill 1984; siehe auch Böltken 2000) im Zentrum des Interesses. Hierbei wird der Frage nach...
Chapter
Der Blick auf persönliche Beziehungen im türkisch-deutschen Migrationskontext lässt erkennen, dass mit Migration unterschiedliche räumliche Beziehungskonfigurationen einhergehen. Zum einen kann Migration eine physische Trennung von Bezugspersonen bedeuten, etwa wenn im Zuge der Gastarbeitermigration minderjährige Kinder in der Türkei zurückgelassen...
Chapter
Im Mittelpunkt der vorangegangenen Betrachtungen stand die Frage, inwiefern sich migrationsbedingte physische Trennungen zwischen türkischen Migranten in Deutschland und ihren im Herkunftsland zurückgelassenen Bezugspersonen in transnationalen persönlichen Beziehungen niederschlagen. Hierbei wurde davon ausgegangen, dass Sozialbeziehungen im Rahmen...
Chapter
Mit dem Werk „The Polish Peasant in Europe and America“ leisteten William I. Thomas und Florian Znaniecki (1958; siehe auch 2.2.1) nicht nur einen inhaltlichen Beitrag für die Migrations- und Familiensoziologie, sondern setzten auch in Hinblick auf die empirische Sozialforschung neue Maßstäbe. Dies betrifft sowohl die Biographie- als auch die Trans...
Book
Eveline Reisenauer untersucht die Herausbildung von transnationalen persönlichen Beziehungen im Zuge von Migrationsprozessen. Anhand von qualitativen Interviews mit türkischen Migrantinnen und Migranten in Deutschland zeichnet sie nach, wie sich Sozialbeziehungen unter Bedingungen geografischer Distanz und über nationalstaatliche Grenzen hinweg ges...
Data
Full-text available
In 2015 more than one million refugees were seeking protection in the EU, the majority fleeing war and violence in the Middle East and heading towards a few EU-member states like Austria, Germany and Sweden. This is a small number compared to the overall prob-lem of persons being forced to leave their homes because of war and persecution. In 2016 t...
Article
This article deals with the circumstances experienced by those children who not only were affected by the emigration of their parents, but who also showed a high mobility volume themselves. This was accomplished by focusing on children of Turkish migrants from the “guest worker” era in Germany. Due to multiple migration processes, they have had to...
Chapter
Mit dem Entstehen einer transnational orientierten Migrationsforschung und ihren zentralen Begriffen Transnationalismus und TransmigrantInnen (Glick Schiller/Basch/Blanc-Szanton 1994) wurde zunächst auf die bislang vernachlässigten grenzübergreifenden Bindungen und Praktiken von MigrantInnen verwiesen und die durch diese Perspektive entstehenden He...
Chapter
Full-text available
This chapter presents results from our empirical study based on qualitative interviews conducted with Turkish–German migrants and their significant others in both countries. After introducing the historical background on migration in Turkey and Germany, we describe, by means of a typology, the great variety of transnational contacts, activities, an...
Article
This article examines the relationship between transnational and integration-related practices of Turkish migrants in Germany on the basis of empirical data from the TRANS-NET project. The authors discuss well-known existing concepts of migrant incorporation (assimilation, multiculturalism, transnationalisation) and their relationships, and use the...

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Cited By

Projects

Projects (4)
Project
Internationale Migration von Paaren wird häufig durch bessere Verdienstmöglichkeiten des männlichen Partners bestimmt, während viele der mitreisenden Partnerinnen trotz hoher Erwerbsneigung im Zielland nicht erwerbstätig sind. Damit bewegen sich die Paare in einem Spannungsfeld zwischen den individuellen beruflichen Chancen des (der) Einen und den ungleich schlechteren Chancen oder sogar der Aufgabe beruflicher Perspektiven der (des) Anderen, der sogenannten Tied Mover (Mincer 1978), insbesonders, wenn beide Partner/innen hochqualifiziert sind. Vor dem Hintergrund des am 01.01.2020 in Kraft getretenen Fachkräfteeinwanderungsgesetzes haben sich Forschung und Politik in den letzten Jahren zunehmend mit der Frage beschäftigt, welches Erwerbspersonenpotenzial die mit- und nachreisenden Partner/innen aufgrund ihrer im Ausland erworbenen Bildung, beruflichen Erfahrung und hohen Erwerbsneigung in Deutschland mitbringen (Borowsky u.a. 2020; Kluß/Farrokhzad 2020). Dabei blieben jedoch die Zusammenhänge zwischen Familien- und Karrierearrangements im Migrationsprozess sowie die daraus resultierenden Herausforderungen und Bedarfe bisher nur unzureichend erforscht und verstanden. Das Forschungsvorhaben setzt hier an und fragt danach, inwiefern und wie partnerschaftliche und familiale Aspekte der Tied Mover vonseiten unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure im Feld der Anwerbung und Integration von Hochqualifizierten und Fachkräften sowie ihrer Familien in Deutschland wahrgenommen und berücksichtigt werden. Aus der Perspektive von Expertinnen und Experten werden sowohl die Migrationsfamilien als auch die Beratungs- und Unterstützungsangebote in den Blick genommen.
Archived project
Eveline Reisenauer untersucht die Herausbildung von transnationalen persönlichen Beziehungen im Zuge von Migrationsprozessen. Anhand von qualitativen Interviews mit türkischen Migrantinnen und Migranten in Deutschland zeichnet sie nach, wie sich Sozialbeziehungen unter Bedingungen geografischer Distanz und über nationalstaatliche Grenzen hinweg gestalten. Bei Wanderungsbewegungen werden Familienmitglieder, Verwandte oder Freunde im Auswanderungsland zurückgelassen. Diese physische Separation von Bezugspersonen geht allerdings nicht notwendigerweise mit dem Bedeutungsverlust von bestehenden Beziehungen einher. Die Befunde der Autorin zu transnationalen persönlichen Beziehungen sprechen eher für eine komplexe Interdependenz von Sozialität und Räumlichkeit. Ebenso wenig wie räumliche Nähe bereits soziale Nähe stiftet, geht räumliche Distanz mit einer sozialen Distanz einher.