Claus Offe

Claus Offe
Humboldt-Universität zu Berlin | HU Berlin

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In this interview, Claus Offe and Helmut Anheier examine the state of Eastern Europe 30 years after the fall of communism, explore the relationship between capitalism and democracy, and discuss what the social sciences mean today. They talk about the stresses liberalism is currently experiencing, current political developments in the US and UK, and...
Article
Social change is currently occurring in three directions: political democratisation, economic globalisation, and the spread of postmodern culture. The consequent problems cannot be treated by any of the three known methods of macrosocial regulation: the state, the market, the community. ‘Civil society’ has been assigned the role of synthetic and pl...
Article
The “will of the (national) people” is the ubiquitously invoked reference unit of populist politics. The essay tries to demystify the notion that such will can be conceived of as a unique and unified substance deriving from collective ethnic identity. Arguably, all political theory is concerned with arguing for ways by which citizens can make e plu...
Chapter
The good news of the last quarter of the 20th century is that so many countries have adopted the liberal democratic regime form in the course of this relatively short span of time. In 1974, the percentage of states describing themselves as liberal democratic was below 30 per cent. In 2000, it is well above 60 per cent.
Chapter
Efforts to “come to terms” with the past after a democratic regime change are commonly started, at the conceptual level, with the dichotomy between the old and the new regime. The old regime in turn is framed as a conflict between “victims” who have suffered material and immaterial damages and (formerly) ruling “perpetrators” who, as executive agen...
Chapter
The demise of state socialism, made definitive by the fall of the Berlin Wall in November 1989, has given rise to an entirely novel type of political economy, characterized by the sudden political creation of a private economy. Let us call it Post-Socialist Capitalism. In this chapter, I discuss four questions concerning this new animal. First, wha...
Chapter
New political regimes are never created on a tabula rasa. Hence any new regime must establish some relationship to the actors and subjects of its predecessor regime. Also, it must establish reasons supporting the nature of this retrospective relationship.
Chapter
Ich gehe bei der folgenden vergleichenden Betrachtung der mittel- und osteuropäischen Transformationsprozesse von einem begriff lichen Schema aus, das dazu dient, drei Modi der makro-sozialen Integration nationaler Gesellschaften zu unterscheiden. Bei Gesellschaftsvergleichen ist es üblich, die „Ebenen“ oder „Aspekte“ der Ökonomie, der politisch-in...
Chapter
Transitions to democracy after state socialism differ from earlier transitions in at least two aspects: their agenda are longer, and the repertoire of endogenous strategic orientations and widely agreed-upon goals is weaker and less unified. Hence ‘imported’ Western models become hegemonic. This chapter argues that the stable adoption of these impo...
Chapter
In 2009, the unpredicted, sudden, non-violent, and irreversible breakdown of authoritarian state socialism twenty years ago in Central Eastern Europe and, shortly later, the Soviet Union as well as the subsequent transformation of its system into a regime of democratic capitalism was widely remembered. Few would disagree that this event was the mos...
Chapter
Es spricht alles dafür, dass die Auflösung der politischen, ökonomischen und militärischen Ordnung in Osteuropa von zukünftigen Historikern als ein epochemachender Einschnitt gewürdigt werden wird. Es ist heute zu früh, über Triebkräfte und Folgen dieses Wandels insgesamt auch nur zu spekulieren. Andererseits ist es jetzt, im Herbst des Jahres 1990...
Chapter
Die Konvergenztheorie der sechziger und siebziger Jahre unterstellte, dass die beiden rivalisierenden politisch-ökonomischen Systeme sich mehr oder weniger rasch angleichen und zwangsläufig aufeinander zubewegen würden. Der Osten wird mit marktwirtschaftlichen Elementen angereichert, und die „gemischtwirtschaftliche“ Ordnung des westlichen Kapitali...
Chapter
Die neuen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, die im Jahre 2004 bzw. 2007 beigetreten sind, gehören sämtlich – wenn wir einmal von den anderthalb kleinen Mittelmeerinseln Malta und Süd-Zypern absehen – zu dem Teil Europas, der (mit Ausnahme Sloweniens) bis 1989 mehr oder weniger eng in das sowjetische Herrschaftssystem des Warschauer Paktes un...
Chapter
Postcommunist political economies face three problems of transformation: property must be privatized; prices must be liberalized or “marketized;” and the state budget must be stabilized in order to relieve strong inflationary pressures. Corresponding to these three transformations and in fact motivating them are three cost considerations: privatiza...
Chapter
Few will dispute the proposition that building a constitutional government on a workable democratic foundation in what remains of Germany in 1949 constitutes an unprecedented task […] If one adds to this governmental nightmare the social and economic problems resulting […] from forced immigration, the results coming from the levelling of all classe...
Chapter
In allen nachkommunistischen Regimes ist nach 1989 anhand einer Lawine von aufgedeckten Fakten evident geworden, dass die leitenden Akteure des alten Regimes Handlungen begangen haben, die strafbar oder zumindest nach politischen und moralischen Maßstäben verurteilenswert sind. Zum Teil ergibt sich die Strafbarkeit dabei aus dem Wortlaut der Gesetz...
Chapter
Schwer zu sagen, wie zukünftige Historiker unser Zeitalter kennzeichnen werden. Vielleicht wird vom Ende des Kalten Krieges die Rede sein, obwohl man mit negativen Bestimmungen (wie z. B. auch mit dem Etikett der „Postmoderne“ oder der „postindustriellen Gesellschaft“) gedanklich nicht viel ausrichten kann. Auch in der „Globalisierung“ könnte man d...
Chapter
Der Zusammenbruch von Staat und Gesellschaft der DDR hat nicht nur das alte Regime umgestürzt, sondern auch die Tagesordnung der sozialwissenschaftlichen Forschung und Reflexion umgekrempelt. Letzteres ist hier zunächst als eine empirische Aussage gemeint. Denn es ist unübersehbar, dass eine große Zahl von Sozialwissenschaftlern, die (wie der Verfa...
Chapter
Der überwiegende Teil der westlichen Öffentlichkeit ist von den Ausbrüchen ethno-nationaler Politik und ethnischer Konflikte, die in nachkommunistischen Gesellschaften auftreten, irritiert. Das öffentliche Urteil wird von der Financial Times (8. Mai 1993: 9) treffend resümiert, wenn sie im Blick auf mittel- und osteuropäische Gesellschaften und ihr...
Chapter
Der Umgang mit den Restitutionsforderungen ehemaliger Eigentümer hat sich in allen postkommunistischen Ländern als eine der kontroversesten Fragen der Transformation überhaupt herausgestellt. Der Streitwert ist hoch: Es geht um die Verteilung eines beachtlichen Teils des Staatseigentums und um potentielle staatliche Mindereinnahmen und Mehrausgaben...
Book
Der sechste Band der ausgewählten Schriften von Claus Offe konzentriert sich auf die Lösung von Problemen (und die Probleme der Lösungen), die nach 1989 im historisch einmaligen Übergang von einer autoritärstaatssozialistischen Ordnung industrieller Gesellschaften zu einer demokratisch-kapitalistischen aufgetaucht sind. Es geht dabei um die gewalti...
Chapter
Die Fakultät für Soziologie in Bielefeld feiert 2019 ihren 50. Geburtstag. Die in diesem Band versammelten Interviews mit Professor*innen, die an der Fakultät gelehrt und geforscht haben, erzählen greifbar und authentisch ihre vielfältige Geschichte. Der tiefe Einblick in die Geschehnisse dieser wegweisenden Institution stellt damit eine der ersten...
Chapter
Der Zweifel an der Leistungsfähigkeit des Staates beherrscht seit der Mitte der siebziger Jahre die politische ebenso wie die sozialwissenschaftliche Szene. Für diese Zweifel sind eine Reihe von Veränderungen sozialökonomischer, politischer und theoretischer Art verantwortlich zu machen, die in Westeuropa und darüber hinaus im gesamten OECD-Bereich...
Chapter
The agenda of this essay is simple and unoriginal. First, I want to cut down the concept of corruption to a scope that minimizes its gray zones and fuzziness. An (incomplete) list of phenomena somehow neighboring (or perhaps forming subcases of) political corruption reads as follows: fraud, embezzlement, theft, nepotism, cronyism, gifts, tips, dona...
Chapter
Ich möchte bei meinen skeptischen Überlegungen zum Begriff und zum politikwissenschaftlichen Potenzial des Begriffs Governance zunächst einige Beobachtungen über die syntaktische Struktur, die Semantik und Pragmatik des Konzepts anstellen (ohne dabei irgendwelche linguistischen oder diskurstheoretischen Ambitionen zu verfolgen) (I.). Ich diskutiere...
Chapter
Die Europäische Union, so ist allenthalben zu lesen, ist ein politisches Gebilde sui generis – kein Staatenbund (mehr), (noch) kein Bundesstaat, eine „would-be polity“. Das ist eine zutreffende, aber wenig instruktive Feststellung. Die negative Kennzeichnung der EU würde an Informationswert gewinnen, wenn man die Strukturunterschiede bestimmen könn...
Chapter
Mit den folgenden Bemerkungen wollen wir einen knappen Überblick über theoretisch relevante Ergebnisse von empirischen Untersuchungen geben, die wir über Reformpolitiken in Westdeutschland angestellt haben. In diesen Studien ging es einerseits um die Reform der beruflichen Bildung, andererseits um gewisse Neuorientierungen in der Forschungspolitik.
Chapter
Der Beitrag untersucht die Liquidierung öffentlicher Aufgaben unter den Thatcher-Regierungen in Großbritannien in der Zeit zwischen 1979 und 1989 am Beispiel der Politik der „Privatisierung“, wie sie in den Sektoren der Wohnungspolitik, der Alterssicherung, des Bildungswesens, des Gesundheitssystems, der Gemeindefinanzen und der industriellen Bezie...
Chapter
If we compare 19th century liberal political theory on the one side and classical Marxism on the other, we see that there is one major point of agreement of the two. Both Marx and his liberal contemporaries, such as J. S. Mill or de Tocqueville, are convinced that, in their contemporary societies, capitalism and full democracy (based on equal and u...
Chapter
Curiously enough, it is not easy to find social scientists who seem to know – and are ready to explain – what a ‘society’ is. Yet it seems possible to put together a number of constituent notions that most authors, more or less implicitly, refer to when using the term. Among those notions, I submit, are the following.
Chapter
Diese Studie verfolgt die Absicht, am Beispiel der Berufsbildungsreform einige Regelmäßigkeiten aufzudecken, die in der Bundesrepublik die Innen- und Reformpolitik beherrschen. Untersuchungsgegenstand ist also die Politik in ihrem passiven und aktiven Bezug zur sozial-ökonomischen „Umwelt“. Diese Konzentration auf „Politik“, oder genauer: auf die G...
Chapter
DIE ZEIT: Herr Offe, was ist am Wochenende in Athen geschehen ?
Chapter
Zwischen der neu-konservativen Staats- und Gesellschaftstheorie, in deren Mittelpunkt das Problem der „Unregierbarkeit“1 steht, und der sozialistischen Kritik spätkapitalistischer Gesellschaftsformationen zeichnet sich eine Reihe von Strukturähnlichkeiten ab, die naturgemäß auf beiden Seiten nicht gerade hervorgekehrt werden. Solche Parallelen werd...
Chapter
Max Weber has famously refused to define the state by anything like its substantive purpose or mission. Instead, and given the virtually endless plurality of purposes that the holders of state power have pursued in history, the state can only be defined, Weber thought, in instrumental terms, namely as the supreme power-holder that enjoys the monopo...
Chapter
To set the stage for an analysis of the role of Germany in the still ongoing and unsettled debt crisis of the Eurozone, let me start with a brief review of the name-giving phenomenon, the Euro. The Euro is the monetary system of the European Union. It is a regime that, together with the Stability and Growth Pact and various subsequently adopted too...
Chapter
The Euro ties the hands of the losers, roughly the Mediterranean region of the EU. They can no longer adjust to challenges of competitiveness by devaluing their national currency because there is none any more. If they need to adjust, they must do so “internally”, i. e. by depressing wages, pensions, and state (in particular welfare) expenditures,...
Chapter
Even though complaints and uncertainties about the ‘democratic deficit’ of the EU are as widely shared as the perceived need to think about institutional solutions which would remedy this condition, agreement on the actual presence of such a deficit is by no means universal. Before we address the nature of and possible solution to the problem, ther...
Chapter
The seriousness of the crisis is due to one core contradiction. In a nutshell: what is urgently needed to be done is also extremely unpopular and therefore democratically virtually impossible to do. What must be done, and everyone agrees on it ‘in principle’ (namely large-scale and long-term debt mutualization resulting in massive redistributive me...
Chapter
Während es in der Politikwissenschaft zahlreiche Versuche gibt, die Erfolgssicherheit politisch-administrativer Interventions-Strategien durch Verbesserung des informatorischen, organisatorischen, planerischen, rechtlichen usw. Instrumentariums zu erhöhen, gibt es kaum Studien, die von der entgegengesetzten Perspektive ausgehen; die Frage, warum di...
Chapter
Im Dezember 1962 und im September 1963 erschienen in der führenden Zeitschrift der amerikanischen Politikwissenschaft, der American Political Science Review, zwei Aufsätze, verfasst von dem Politikwissenschaftler Peter Bachrach und dem Ökonomen Morton Baratz. Von den zusammengenommen 25 Druckseiten dieser Beiträge nahm eine Debatte ihren Ausgang, d...
Chapter
Like all social phenomena, interest groups can be analyzed from three theoretical perspectives. Either we start with the individual social actor and explore his or her intentions, values, and expectations in joining the organization and his or her actual chances of influencing its policies and utilizing the resources and achievements of the organiz...
Chapter
In this chapter, I explore some of the links that exist between three bundles of variables. Two of these are macrovariables that are tied together in the concept of (contemporary) democratic capitalism (Streeck 2010, 2011a): declining and unequal voter turnout. The third is the microvariable of individual citizens’ political participation. Particip...
Chapter
In this chapter I proceed as follows. Its first part provides a conceptual map by which we can locate the various symptoms of political malaise and disenchantment which beset, as it is widely perceived, political life and political developments even in established liberal democracies (and a fortiori in new ones). The second part proposes to invert...
Chapter
One core question of political theory is how best to make collectively binding decisions: who should make those decisions, and by what rules and procedures ? The modalities of decision-making are not just something to be determined at the founding, or “constitutional” moment, of a political community once and for all times by some pouvoir constitua...
Chapter
In this article I explore some ancient issues of political theory in the light of some contemporary social and cultural issues. After developing a check list of the virtues and vulnerabilities of constitutional democracy (Section I), I go on to discuss some types and symptoms of difference, conflict, fragmentation and heterogeneity (Section II). I...
Chapter
Kollektiv bindende Entscheidungen können nicht getroffen werden, wenn nicht eine logisch vorgelagerte Entscheidung bereits getroffen ist. Diese vorgelagerte Entscheidung betrifft die Frage, nach welchem Verfahren entschieden werden soll. Wie sollen individuelle Präferenzen von Wählern und Abstimmenden zu einem Ergebnis aggregiert werden, das dann a...
Chapter
It has been observed that ‘democracy’ has become a universal formula of legitimation for a broad range of radically different societies and their respective modes of governance and political participation. By the mid-1970s, there was virtually no regime between Chile and China that did not rest its claim to legitimacy upon being ‘democratic’ in som...
Chapter
In this chapter I am concerned with the micro-foundations of democratic politics. The basic unit of the democratic political process is the citizen. The quality of policy decisions and outcomes generated by such regimes, as well as the durability of democratic regimes, will ultimately depend upon the quality of the citizens’ thought and action.
Chapter
If we compare 19th century liberal political theory on the one side and classical Marxism on the other, we see that there is one major point of agreement of the two. Both Marx and his liberal contemporaries, such as J. S. Mill or de Tocqueville, are convinced that, in their contemporary societies, capitalism and full democracy (based on equal and u...
Chapter
Liberal democracies, and by far not just the new ones among them, are not functioning well. While there is no realistic and normatively respectable alternative to liberal democracy in sight, the widely observed decline of democratic politics, as well as state policies under democracy, provides reasons for concern. This concern is a challenge for so...
Chapter
Eine melancholische Diagnose, die im vergangenen halben Jahrzehnt geradezu als Gemeinplatz in der publizistischen und politikwissenschaftlichen Literatur herumgeistert, mündet in die Feststellung, dass die liberale Demokratie des Westens heute an ihrem welthistorischen Sieg laboriert. Gesiegt hat die Regierungsform des demokratischen Verfassungssta...
Chapter
The term “institution” is one of the most frequently used and, at the same time, most rarely defined in the social sciences. Social scientists relate to the theoretical concept of institution as ordinary people relate to some established institution: They take the meaning for granted and proceed to make use of it. The question that I want to focus...
Chapter
Menschen können einen Willen haben. Das Volk besteht aus Menschen. Also kann auch das Volk einen Willen haben. Das ist eine klassische fallacy of composition, ein Fehlschluss von Eigenschaften der Elemente auf die Eigenschaften des Ganzen, das aus diesen Elementen zusammengesetzt ist. Zellen haben einen Kern. Der menschliche Körper besteht aus Zell...
Chapter
Die eigentümlich zerfaserte politisch-soziologische Theoriediskussion, die sich in fast sämtlichen Ländern des OECD-Bereichs seit Mitte der 70er Jahre um den Begriff des Korporatismus rankt und in den letzten Jahren zunehmend von teilweise großangelegten empirischen Forschungsprojekten begleitet wird, bezieht ihre Faszinations- und bisweilen Provok...
Article
Anheier's five recommendations suggest valuable steps in the right direction. Yet let me add a sixth one – the comparative institutional analysis of what I have termed ‘agency gaps’, or structural governance deficiencies and ‘hindrances’.
Chapter
All societies, in order to reproduce themselves in a manner compatible with a notion of “social order”, must solve two reciprocal core problems in institutionalized ways. First, they must allocate (adult) human labor power to valued (“productive”) functions, thereby situating “people” into “places” within a system of division of labor. The set of a...
Chapter
Die Beschäftigung mit dem Staat und staatlicher Politik ist in den liberalen Sozialwissenschaften von formalen Begriffsbildungen geleitet. Wo wir Definitionen dessen, was der parlamentarisch-demokratische Rechtsstaat soziologisch ist, überhaupt antreffen, da beziehen sich diese auf Formen und Prozeduren, auf die Regeln und Instrumente der Staatstät...
Chapter
The welfare state has served as the major peace formula of advanced capitalist democracies for the period following World War II. This peace formula basically consists, first, in the explicit obligation of the state apparatus to provide assistance and support (either in money or in kind) to those citizens who suffer from specific needs and risks wh...
Chapter
Within any modern state, citizens are structurally related to state authority in three basic ways. Citizens are collectively the sovereign creators of state authority, they are potentially threatened by state-organized repression and coercion, and they are dependent upon the services and provisions organized by the state. The notion of citizenship...
Chapter
The German welfare state – and similarly most other welfare states – can best be visualized as an institutional architecture that consists of four floors. This structure has been erected during the course of roughly one-and-a-half centuries. Both the sequence in which the floors were built and their internal structure are markedly different from th...
Chapter
In current German and European debates on long term changes in labor markets, demographics and social policies, the reform project of a basic income (BI) and proposals for economic rights of citizens (rather than rights of workers or rights of thepoor) have come to the fore. National as well as international networks, most prominently BIEN , provid...
Chapter
Der „Sozialstaat“ ist als ein Ensemble von Institutionen, Rechten und Kollektivakteuren, als „Sozialsektor“ (Kaufmann 1997) zu beschreiben, und stellt die spezifisch deutsche Variante des sog. europäischen Sozialmodells dar. In den Sozialwissenschaften werden „Sozialstaat“ und „Wohlfahrtsstaat“ nahezu bedeutungsgleich verwendet (zumal „Wohlfahrtsst...
Chapter
Der Beitrag bietet einen knappen Überblick über die Hauptargumente von drei Perspektiven, aus denen Sozialstaatskrise und Umbaubedarf in der deutschen Diskussion diagnostiziert werden. Die erste operiert mit „veränderten Rahmenbedingungen“, denen das hergebrachte deutsche System sich anpassen müsse. Die zweite benennt innere institutionelle Defizit...
Chapter
The basic mission of the modern welfare state is legally to guarantee social security (or ‘welfare’) through monetary transfers, services, physical infrastructure and regulatory policies in the areas of health, education, housing, social insurance, social assistance, labor protection, wage determination and assistance to families.
Chapter
Zu einer Zeit, da in der DDR und in den anderen postrevolutionären Gesellschaften Mittel- und Ost-Europas das ordnungspolitische Projekt an Boden gewinnt, dort eine „soziale“ Marktwirtschaft einzurichten, ist im Westen gerade dasjenige Strukturelement der politisch-ökonomischen Ordnung von vielfältigen Zweifeln und Ungewissheiten betroffen, das hie...
Chapter
As is the case in any other policy area, so too with policies to fight poverty and exclusion: policy makers and administrators need to take decisions on what to do and what not to do, including decisions concerning the selection of a universe of options from which policy choices are to be made. Before making (rational) decisions, we must be aware o...
Chapter
The paper provides a multi-disciplinary overview of normative and empirical issues concerning labor markets and inequalities in contemporary capitalist democracies. It begins with a discussion of philosophical controversies in relation to issues of distributive justice. This is followed by a review of peoples’ attitudes and opinions, as revealed in...
Chapter
In der folgenden historisch-soziologische Skizze gehe ich davon aus, dass Städte in einer Weise, die wir bei keiner anderen sozialen Struktur oder Institution antreffen, zwei Arten von sozialen Funktionen erfüllen. Zum einen organisiert die Stadt die Verteilung von materiellen und symbolischen Lebenschancen. Die Stadt ist der Ort, an dem Handel und...
Chapter
Die gesamtgesellschaftlichen Funktionen des Bildungssystems lassen sich nicht zureichend in der Weise analysieren, dass man die erklärten (oder auch nur die in direkt erschließbaren und unterstellten) Absichtsbekundungen und Zwecksetzungen der Lehrer, der Curriculum-Theoretiker, der Schulbehörden, der bildungspolitisch aktiven Verbände, der Ministe...
Book
Im zweiten Band der Ausgewählten Schriften von Claus Offe sind theoretische Arbeiten zu Wohlfahrtsstaat und Sozialpolitik versammelt. Sie handeln von den drei großen Säulen sozialstaatlicher Politik: soziale Hilfen oder „welfar“, gesetzliche Sozialversicherung und Versorgung von (Teilen) der Bevölkerung mit Diensten und finanziellen Ressourcen. Der...
Chapter
Based on the American debate on ‘public sociology’, the term ‘öffentliche Soziologie’ has increasingly been incorporated into German-speaking sociology as of late. The aim of this specific form of sociology is to go beyond the discipline’s traditional parameters and impart its findings to a broader cross section of society. However, the German-spea...
Chapter
Ich werde zunächst einige Versuche skizzieren, das uns interessierende Phänomen der Verantwortung aus sozialwissenschaftlicher Sicht zu kartographieren. Anschließend versuche ich einige Anwendungen und Verallgemeinerungen, die sich in der Diskussion vermutlich als kontrovers herausstellen werden.
Chapter
In Fachlexika und Handbüchern findet man den Begriff der Barbarei kaum, am wenigsten in sozialwissenschaftlichen. Wo über die Begriffsgeschichte berichtet wird, ergibt sich eine vielfältig verzweigte Semantik. Am Anfang der griechischen Verwendung bei Homer und Herodot sind die Barbaren Menschen fremder Sprache – die Sprachfremden, mit denen wir un...
Chapter
Zunächst eine ziemlich triviale Vorbemerkung. Wir können davon ausgehen, dass es Sozialwissenschaften – im Gegensatz zu Naturwissenschaften – immer mit einem Gegenstand zu tun haben, der schon Meinungen und Deutungen über sich selbst enthält. Mit den Gegenständen der Sozialwissenschaften sind rudimentäre Theorien über diese Gegenstände mitgegeben....
Chapter
Lassen Sie mich mit einer knappen Vergegenwärtigung des zeitgeschichtlichen Kontextes beginnen, in den jede rückblickende Würdigung des 68er Soziologentages (Müller-Doohm 2010) eingebettet werden muss. In einem zweiten Teil werde ich mich dann den Thesen, Themen und Argumenten zuwenden, die bei diesem Kongress einer akademischen Fachgesellschaft zu...
Chapter
Eine eben so alte wie einfache Einsicht besagt, dass „Politik“ das Gegenteil von einer „Privatangelegenheit“ ist. Politisches Handeln kann nicht von einzelnen Personen allein vollzogen werden, sondern ist immer auf die Mitwirkung anderer angewiesen: Seine politischen Ziele erreicht man nur, wenn man Unterstützer und Mitstreiter für sie gewinnt. Das...
Chapter
Mit dem Thema der „Moderne“ haben sich die Sozialwissenschaften in den letzten 25 Jahren in zwei verschiedenartigen Kontexten beschäftigt. Diese Kontexte sind scharf voneinander abgegrenzt, aber auch, so will es jedenfalls rückblickend scheinen, in einer ironischen Weise aufeinander bezogen. Da ist zunächst der Kontext der empirisch und theoretisch...
Chapter
“Responsibility” is a three-dimensional concept; accordingly, whenever we use it, three implicit questions are being raised and need to be answered. First, who is responsible? Second, what is the range or scope of the responsibility in question: for what does someone’s responsibility apply, and where are legitimate limits of acting as “one’s brothe...
Book
Der dritte Band der Ausgewählten Schriften von Claus Offe enthält sozialtheoretische Studien und Essays zu Problemen der sozialen Integration. In diesem Band sind Arbeiten zum Zusammenhang von Institutionen, Normen und zivilgesellschaftlichen Aktivitäten versammelt. Damit werden aktuelle Diskussionen zu sozialen Bewegungen, bürgerschaftlichem Engag...
Chapter
Political sociologists and political scientists who analyze Western European politics have made it a commonplace since the 1970s to emphasize the fusion of political and nonpolitical spheres of social life. They have seriously questioned the usefulness of the conventional dichotomy of “state” and “civil society.” Processes of fusion are evident not...
Chapter
Im Folgenden widerstehe ich der (ohnedies schwachen) Versuchung zur rückblickenden Heroisierung der Ereignisse und Bewegungen von 1968. Ich überwinde auch die Hemmungen und Bedenken, die gegenüber einer kontrafaktischen Geschichtsbetrachtung gewiss am Platze sind. „Kontrafaktisch“ kann eine Geschichtsbetrachtung in zwei spiegelbildlichen Weisen sei...
Chapter
Vielleicht können Utopien als Relikte und zugleich als säkularisierte Fortsetzungen christlicher Erlösungsvorstellungen verstanden werden. Diese christlichen Vorstellungen des Heils sind, wenn ich recht sehe, u. a. dadurch zu kennzeichnen, dass sie im Raum und in der Zeit lokalisiert sind. Was die räumliche Dimension angeht, so gibt es auf der eine...
Chapter
The problem I want to discuss in the following essay can be stated in three steps. First, in modern liberal democratic societies institutional spheres and fields of activity have been, and largely remain, gendered, in spite of the vigorous efforts of social movements and moral mobilizations aimed at neutralizing the gender divide. To be sure, incre...
Chapter
Die große sozialwissenschaftliche Attraktivität von Habermas’ Programm der praktischen Philosophie liegt aus sozialwissenschaftlicher Perspektive wohl darin, dass die Frage nach den Gesellschafts- und Sozialisationsverhältnissen, die einen fruchtbaren Boden für die praktische Bestätigung ihrer Einsichten sein könnten, explizit gestellt wird. Hegel...
Chapter
The term “institution” is one of the most frequently used and, at the same time, most rarely defined in the social sciences. Social scientists relate to the theoretical concept of institution as ordinary people relate to some established institution: They take the meaning for granted and proceed to make use of it. The question that I want to focus...
Chapter
Trust is more than just another interesting, difficult, though only recently widely studied social phenomenon. The current rise in interest in this phenomenon (as reflected in recent writings by, among others, Fukuyama (1995), Seligman (1992), Gambetta (1988), Giddens (1990), Levi (1996), Misztal (1996), Putnam (1993), and Eisenstadt (1995, 1998))...
Chapter
It has become quite commonplace in the 1980s to refer to movements such as the peace, civil rights, environmental, and women’s movements as “new” social movements. This terminology is used by activists, political commentators, and social scientists alike. But its justification is far from obvious. It can hardly be taken to signal just the recent or...
Chapter
What is “progress” in the day-to-day use of the term? Someone makes progress in recovering from an illness or in preparing for an exam. A company makes progress in increasing its market share, and new computer software marks progress over its predecessor. Or progress occurs in some military action towards defeating enemy forces. Such overuse of the...
Chapter
Whenever we speak of social change, it helps to specify in which of its two major meanings we wish to employ the concept. For the social sciences have always analyzed social change in two perspectives. First, social (or ‘historical’) change is conceived of as a set of blind and impersonal forces, structural trends and contradictions to which human...
Chapter
„Gemeinwohl“ – wir sind von der Renaissance des Begriffs, vor allem auch von der Rolle überrascht, die er gerade auf der linken Hälfte des politischen Spektrums zu spielen scheint. Der Begriff ist nicht nur bei konservativen Wahrern einer naturrechtlich konzipierten sozialen Wertordnung populär, sondern neuerdings auch bei den politischen Bannerträ...
Chapter
„Solidarische“ (das heißt von Akteuren, Begünstigten oder Dritten als solche qualifizierte) Handlungen haben oft nur affektive oder habituelle Motive. Dann handelt es sich um Akte spontaner Barmherzigkeit oder gewohnheitsmäßiger Großzügigkeit. Von solchen Motiven und Handlungen wird hier nicht die Rede sein. Anders verhält es sich, wenn solidarisch...
Chapter
As a preface to my remarks, let me just make one thing explicit: I gladly leave it to others to conceptualize the meaning of “Western” culture or civilization. Although there are clearly a great variety of cultures and civilizations in today’s world, they can less and less easily be localized on a map of the world. Even when Max Weber formed the hi...
Book
Im vierten Band der Ausgewählten Schriften von Claus Offe sind demokratietheoretische Aufsätze aus fünf Dekaden zusammengestellt, die sich mit dem Spannungsverhältnis zwischen den organisierten Konfliktgruppen kapitalistischer Gesellschaften und den Institutionen der liberalen Demokratie befassen. Dabei geht es um die strategischen Akteure und ihre...