Birgit Dahlke

Birgit Dahlke
Humboldt-Universität zu Berlin | HU Berlin · Department of German Literature

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Introduction
Ausgangspunkt der Arbeitsstelle ist die am 3. 9. 2015 erfolgte Schenkung der Privatbibliothek von Christa und Gerhard Wolf an die Humboldt-Universität. Zu ihren Aktivitäten gehört das internationale Netzwerk von Nachwuchswissenschaftler_innen- https://www.literatur.hu-berlin.de/de/forschung_idl/literatur-im-geteilten-deutschland Informationen zur Arbeitsstelle: https://hu.berlin/arbeitsstelle-cgw und https://www.sammlungen.hu-berlin.de/sammlungen/privatbibliothek-christa-und-gerhard-wolf/
Additional affiliations
October 2014 - June 2016
Humboldt-Universität zu Berlin
Position
  • Leiterin der Arbeitsstelle Christa und Gerhard Wolf an der Hu Berlin ; Vorstandsmitglied der Christa Wolf Gesellschaft. baut am Institut für deutsche Literatur eine Christa- und Gerhard Wolf-Arbeitsstelle auf
October 2013 - April 2016
Humboldt-Universität zu Berlin
Position
  • Gastprofessorin; Vorstandsmitglied der Christa Wolf Gesellschaft. baut am Institut für deutsche Literatur eine Christa- und Gerhard Wolf-Arbeitsstelle auf
April 1997 - present
Humboldt-Universität zu Berlin
Position
  • Gastprofessorin
Description
  • Aufbau einer Arbeitsstelle Christa und Gerhard Wolf an der Humboldt-Universität

Publications

Publications (77)
Book
Die Literatur Christa Wolfs hat Folgen. Von Beginn an polarisierte jeder ihrer Prosatexte die Leser_innenschaft, ob Nachdenken über Christa T. (1968), Kindheitsmuster (1976), Kein Ort. Nirgends (1979), Kassandra (1983), Medea. Stimmen (1996) oder der letzte Roman Stadt der Engel (2010). Die Mehrheit ihrer Bücher erschien in Ost und West gleichzeiti...
Chapter
The Ageing of Socialism The opening scene in Nino Haratischwili’s play “Fen Fires” confronts us with the loss of all privacy and intimacy: an ugly, white hospital bed is the most prominent object in the chamber play-like living room. Whoever is forced by the illnesses of age to lie in this bed loses not only a world, but his or her rightful, hard-e...
Article
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Tagebücher von Autorinnen und Autoren aus der DDR DDR-Erfahrung im Tagebuch Volker Braun, Manfred Krug, Erwin Strittmatter, Christa Wolf u.a.
Article
Nachdem das erste Nachwendejahrzehnt von einer Welle autobiographischer DDR-Kindheitsdarstellungen geprägt war, erreichen in den letzten Jahren nach und nach auch DDR-Tagebücher die Öffentlichkeit. Damit stehen der Nachwelt Innensichten von neuer Qualität zur Verfügung, zeigen sich die Autor(inn)en solcher Ego-Dokumente doch mehr oder weniger unges...
Chapter
Eine deutsche Perspektive auf die Nazizeit, die sich nicht innerhalb des Narrativs vom antifaschistischen Widerstand bewegt, brauchte in der DDR der frühen 1970er Jahre Rechtfertigung. Mehrfach werden russische Freunde als beglaubigende Autorität ins Spiel gebracht, häufig auch der polnisch-jüdische Autor Kazimierz Brandys, der ab 1977 in Polen unt...
Chapter
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Kindheitsmuster bildet bis heute einen wichtigen Ausgangspunkt für disziplinenübergreifende Debatten zur Differenz weiblicher und männlicher Kriegs- und Nachkriegserfahrungen. Wolfs Aufwertung der weiblichen Sozialisation, Wahrnehmungs- und Erinnerungsperspektive ließ diese Differenz unübersehbar werden.
Chapter
»Christa Wolf, wache Zeitgenossin und Gegnerin des Faschismus von damals und von heute [. . .] hat mit diesem ihrem gewichtigsten Buch einen eigenwilligen eigenen Beitrag geleistet zur Fortsetzung der reichen Tradition antifaschistischer deutscher Literatur, so andersartig er auch aussehen mag« (Richter 1977, 676).
Chapter
Wolf entwickelt nach 1968 ein literarisches Verfahren, das den Erfahrungshorizont der DDR-Gegenwart auf den ihrer Sozialisation im Nationalsozialismus treffen lässt – ein Verfahren der Alterität, in dem beide Normund Moralsysteme in ein Verhältnis intensiver Nähe zueinander treten und einander wechselseitig mit Bedeutung versehen.
Chapter
Die vehementen Attacken anlässlich des Erscheinens von Der geteilte Himmel und Nachdenken über Christa T. liegen ebenso hinter Christa Wolf wie Schock und politische Desillusionierung im Umfeld des 11. Plenums der SED, des sogenannten Kahlschlag-Plenums von 1965, und der Niederschlagung des Prager Frühlings, als sie sich entschiedener als zuvor der...
Chapter
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Anfänge Im Christa-Wolf-Archiv der Akademie der Künste Berlin ndet sich (da-tiert auf den. Januar) folgender " Anfang " : " Die Begegnung mit den Frauen aus dem KZ, die sich einfach an den Straßenrand hocken und ihre Notdur verrichten. Das Grauen, das man dabei empndet, als Signal für die ins Unbewußte zurückgedrängte Schuld. Die Flucht reißt die D...
Article
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Delayed, Crippled, Worn Out, Calcified. The „Negative” Poetics of the East German Poet Wolfgang Hilbig (before and after 1989). Is Wolfgang Hilbig (b. 1941) a GDR author? He published his first book when he was 40 in West Germany. Why do his texts nevertheless belong to GDR literature? Because he was a worker turned poet? Hilbig is one of the few r...
Chapter
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Article
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Jonathan Littell's bestseller Les Bienveillantes (2006) is read as a commentary on the "Nazi-Voyeurism" that is evident not only in Germany. In texts by the children of perpetrators as well as in Littell's more than one thousand page novel one encounters a striking sexualization of narration. Why? Autobiographical texts by Niklas Frank are juxtapos...
Article
Berlin has always been a literary space of extremely diverse political and cultural projections. This essay investigates why after the unification of East and West Berlin the city has been imagined as a play zone of sexual self-fulfilment by authors such as Inka Parei, Tanja Dückers, Kathrin Röggla, Judith Hermann and Julia Franck. Have such erotic...
Chapter
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Gibt es eine weibliche Ästhetik? Diese Frage wurde 1976 in der Zeitschrift „Ästhetik und Kommunikation“ lebhaft diskutiert. Bereits zum Zeitpunkt seines Aufkommens im Zuge der zweiten Frauenbewegung nach 1968 war der Begriff umstritten. Dass weder die Rezeption (vgl. Garbe 1993, Klüger 1996) noch die Produktion von Kunst und Literatur geschlechtsne...
Article
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Kulturen der Jugend in der DDR offiziell und inoffiziell
Article
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Gibt es eine weibliche Ästhetik? Diese Frage wurde 1976 in der Zeitschrift „Ästhetik und Kommunikation“ lebhaft diskutiert. Bereits zum Zeitpunkt seines Aufkommens im Zuge der zweiten Frauenbewegung nach 1968 war der Begriff umstritten. Dass weder die Rezeption (vgl. Garbe 1993, Klüger 1996) noch die Produktion von Kunst und Literatur geschlechtsne...
Article
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Since the 1990s the poet Barbara Köhler (b. 1959) has not only been publishing poems and essays in books, but has also been experimenting with the traditional form of the book itself, and producing sensuous 'language spaces' that can be experienced directly. In her 'text-space-installations' the boundary between text and image is made as fluid as i...
Book
During the process of increasingly rapid modernization around 1900, “youth” as a stage of life was seen much more positively than old age. “Youth” became the characteristic of the developing epoch. Referring back to older myths of youth and incorporating the newly developed concept of “adolescence”, “youth” as a symbol encouraged contradictory asso...
Article
Urban planning reflects the historic versions of utopia; social paradigms are concretised in architecture. "Super symbols" of power (that had acquired threedimensionality) such as the TV tower or the Stalinallee, were frequently used in the films and literature of the GDR. Together with the Berlin Wall they offer metaphorical space in which to loca...
Chapter
„Schlafzimmer mit Doppelbett. Ein russischer Soldat vergewaltigt eine deutsche Frau. Auftritt ein Mann in der gestreiften Uniform des Konzentrationslagers mit dem roten Winkel des politischen Häftlings. Er sieht eine Weile zu, dann erschlägt er den Soldaten […].“
Book
In der DDR hatte Literatur wesentlich die Funktion, die DDR und ihren historischen Ort zu bestimmen. Sie fungierte unmittelbar gesellschaftsbildend, indem sie an einer final bestimmten Wirklichkeit mitarbeitete und zur Einrichtung einer »gepflegten Semantik« beitrug. Welche Folgen dies für die literarischen Verhältnisse, das Wirken von Kanones und...
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Chapter
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»In der Schreibwerkstatt / die lösende Konsequenz: Von Wort zu Wort, / keinen Schritt, der nicht Grund setzt. / Kein Wort, das nicht antrifft.« Das Werkstattprinzip zieht sich von Anfang an durch Poesie, Prosa und Essayistik der Dichterin, Theoretikerin und Mittlerin zwischen Generationen und Kulturen. Seit den 60er Jahren mischt sich die 1949 in d...
Chapter
»Ich bin nicht ins Exil, ich bin in die Therapie gegangen«, antwortet sie auf die Frage nach ihrer Entscheidung für die Ausreise aus der DDR 1984 und verweigert damit die große politische Geste. Bereits mit 16 wegen »unsozialistischen Verhaltens« von der Schule geworfen, war schon ihr Eintritt ins Erwachsenenleben begleitet von Brüchen — u.a. mit d...
Article
Birgit Dahlke is currently participating in a research project on GDR literary history at the Humboldt University in Berlin, sponsored by the German Research Council. Her research interests encompass twentieth-century literature, particularly the most recent contemporary literary and feminist criticism. She is presently working on a study of how ra...
Article
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This examination of Elke's Erb's texts and the interview that follows it seek an answer to the question of why most GDR women writers vehemently rejected the label "feminist author," even when they explicitly deal with gender issues in their texts. As poet and theoretician, but also as mediator between different generations and literatures, Elke Er...
Book
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Chapter
Die «inoffiziellen»,2 «unabhängigen» oder «autonomen» Zeitschriften, die junge AutorInnen, MalerInnen, FotografInnen und LiteraturkritikerInnen im letzten Jahrzehnt der DDR herausgaben, haben durch die emotionsgeladene Enttarnung zweier Protagonisten als «IM» der Staatssicherheit zwiespältige Berühmtheit erlangt.

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Projects

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Arbeitsstelle Christa und Gerhard Wolf am Institut für deutsche Literatur der Philosophischen Fakultät II Ausgangspunkt der am 1.4.2016 gegründeten Arbeitsstelle ist die am 3. September 2015 erfolgte Schenkung der wertvollen und umfangreichen Privatbibliothek von Christa und Gerhard Wolf an die Humboldt-Universität. Die großzügige Schenkung verstehen wir als Verpflichtung, das Werk der Schriftstellerin Christa Wolf und des Verlegers, Herausgebers und Essayisten Gerhard Wolf lebendig zu halten und die Auseinandersetzung mit ihren Texten und ihrem öffentlichen Wirken weiterzuführen. Die Arbeitsstelle initiiert Forschung, bündelt Lehrangebote und kooperiert insbesondere in ihrer Öffentlichkeitsarbeit mit der 2014 gegründeten Christa Wolf Gesellschaft. Wie im Falle der am Institut bereits seit 2000 verankerten und als Heiner Müller Archiv/ Transitraum philologisch-editorisch genutzten Privatbibliothek Heiner Müllers handelt es sich bei der ca. 330 Regalmeter Bücher und Zeitschriften umfassenden Arbeitsbibliothek der Wolfs um eine autobiographisch und zeithistorisch bedeutende Sammlung. Mit ihr wird nicht nur ein Dokument der intellektuellen Biographie zweier Autoren des 20. Jahrhunderts öffentlich zugänglich, sondern auch das Erbe zweier Philologen mit Bezug zur Universität. Ziel der Arbeitsstelle ist es, das Werk von Christa und Gerhard Wolf lebendig zu halten, die Auseinandersetzung mit deren Texten, mit ihren Mentorschaften, deutsch-deutschen und internationalen Beziehungen und ihrem öffentlichem Wirken weiterzuführen und vor allem auch – gerade unter jüngeren Leuten - anzuregen. Darüber hinaus soll die Arbeitsstelle im Umfeld der Wolf-Bibliothek zur Plattform von über das Werk Wolfs hinausgehenden Forschungen zur Literatur im geteilten Deutschland werden. Zu den Aktivitäten der Arbeitsstelle gehören neben Seminaren mit Bezug auf das Werk der Wolfs seit Januar 2015 monatliche Workshops und öffentliche Veranstaltungen der studentischen Arbeitsgruppe „Christa Wolf Andernorts“ mit dem Onlineauftritt „Christa Wolfs Berlin“ auf einem eigenen Blog (http://christawolfberlin), eine öffentliche Gesprächsreihe (https://www.literatur.hu-berlin.de/de/forschung/archive-forschungsstellen/arbeits-und-forschungsstelle-privatbibliothek-cgw/veranstaltungen-und-presse/veranstaltungen) und (koordiniert von Kathrin Sandhöfer, Universität Freiburg und Anke Jaspers, Berlin und Zürich) der Aufbau eines Netzwerks internationaler Nachwuchswissenschaftler_innen mit einem jährlichen Sommerkolloquium ab 15. Juli 2016, nächstes Treffen 19./20. Juli 2018). Das Netzwerk hat eine eigene, von Anke Jaspers betreute Website: https://www.literatur.hu-berlin.de/de/forschung_idl/literatur-im-geteilten-deutschland Jeweils aktuelle Informationen zur Vielfalt der von der Arbeitsstelle angeregten Aktivitäten, zum Fortschritt des Einzugs der Bücherkisten in die HU und zu ersten Entdeckungen in diesen Kisten finden Sie hier: https://www.literatur.hu-berlin.de/de/institutsmitarbeiter/45926/arbeits-und-forschungstelle-privatbibliothek-christa-und-gerhard-wolf1 Eine weitere Dimension der internationalen Arbeit besteht im Aufbau von langfristigen wissenschaftlichen Kooperationsbeziehungen. Nach der Realisierung eines eigenen Panels der Christa-Wolf-Gesellschaft (mit Julia Hell, University of Michigan) auf der Jahrestagung der German Studies Association (GSA) in Washington DC im Oktober 2015 verantwortete ich im September 2016 in Kooperation mit Georgina Paul (St Hilda's College, Oxford) ein Christa-Wolf-Panel auf der Jahrestagung der britischen German Studies (AGS) in Newcastle. Im Zusammenhang der Arbeitsstelle entstehen seit dem Frühjahr 2016 wissenschaftliche Arbeiten. So widmen sich Studierende im Rahmen von Seminar- und Bachelorarbeiten der Rekonstruktion der von Christa Wolf initiierten Pankower Ost-West-Gesprächsreihe, der Erschließung und Sicherung eines noch unbekannten Briefwechsels der Autorin mit dem westdeutschen Psychotherapeuten Hans Stoffels, der Geschichte einer nicht realisierten Anthologie Gerhard Wolfs zur Lyrik im Exil und der Autorbibliothek als (bewegtes) Objekt. Doreen Mildner arbeitet sich in den Forschungsgegenstand Privatbibliothek der Wolfs im Vergleich zu derjenigen von Maxie und Fred Wander) ein. In Zusammenarbeit mit dem Kameramann Ralf Klingelhöfer (www.ralf-klingelhoefer.de) entsteht ein Dokumentarfilm mit Interviews Gerhard Wolfs, in dem dieser anhand von Beispielen die Geschichte der Bibliothek der Wolfs erläutert. Ein zwanzigminütiger Ausschnitt daraus wurde auf der Jahresversammlung der Christa Wolf Gesellschaft im Oktober 2016 vorgeführt. In Vorbereitung auf den 90. Geburtstag Christa Wolfs entsteht - in Kooperation mit der Christa Wolf Gesellschaft und unter Mitarbeit von Studierenden - eine Ausstellung zum Werk der Autorin.