Featured projects (1)

Project
Das Forschungsprojekt Multimo fokussiert externalisierende Verhaltensweisen bei Kinder, worunter man verweigerndes, aggressives, unruhiges und aufmerksamkeitsbeeinträchtigtes Verhalten versteht. Ein großer Teil der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf zeigt diese Verhaltensweisen, welche mit einem deutlich erhöhten Risiko für Lernprobleme und damit einhergehend langfristig ungünstige Bildungsergebnisse einhergehen. Darüber hinaus stellen Schulabsentismus und die Entwicklung psychischer Störungen wie Substanzmissbrauch und -abhängigkeit häufige Langzeitfolgen dar. Multimo zeichnet sich durch folgende Merkmale aus: • Multimodalität: Kombination von Kind- und Umfeld-zentrierten Interventionen (pädagogische Fachkräfte, Eltern) • Mehrstufigkeit: Orientierung am Bedarf des Kindes (zunächst werden Interventionen für alle Kinder angeboten, bei ausbleibendem Fördererfolg werden gezielt weitere Interventionen eingesetzt) • Multiprofessionalität: Einbindung aller Professionen die an Schule und Kita beteiligt sind. Multimo ist ein Kooperationsprojekt des Lehrstuhls für Psychologie und Psychotherapie in Heilpädagogik und Rehabilitation und des Lehrstuhls Erziehungshilfe und sozial-emotionale Entwicklungsförderung der Universität zu Köln.

Featured research (34)

The current study examined the impact of the Good Behavior Game (GBG) on the academic engagement (AE) and disruptive behavior (DB) of at-risk students' in a German inclusive primary school sample using behavioral progress monitoring. A multiple baseline design across participants was employed to evaluate the effects of the GBG on 35 primary school students in seven classrooms from grade 1 to 3 (M age = 8.01 years, SD age = 0.81 years). The implementation of the GBG was randomly staggered by 2 weeks across classrooms. Teacher-completed Direct Behavior Rating (DBR) was applied to measure AE and DB. We used piecewise regression and a multilevel extension to estimate the individual case-specific treatment effects as well as the generalized effects across cases. Piecewise regressions for each case showed significant immediate treatment effects for the majority of participants (82.86%) for one or both outcome measures. The multilevel approach revealed that the GBG improved at-risk students' classroom behaviors generally with a significant immediate treatment effect across cases (for AE, B = 0.74, p < 0.001; for DB, B =-1.29, p < 0.001). The moderation between intervention effectiveness and teacher ratings of students' risks for externalizing psychosocial problems was significant for DB (B =-0.07, p = 0.047) but not for AE. Findings are consistent with previous studies indicating that the GBG is an appropriate classroom-based intervention for at-risk students and expand the literature regarding differential effects for affected students. In addition, the study supports Frontiers in Education 01 frontiersin.org Leidig et al. 10.3389/feduc.2022.917138 the relevance of behavioral progress monitoring and data-based decision-making in inclusive schools in order to evaluate the effectiveness of the GBG and, if necessary, to modify the intervention for individual students or the whole group.
Der Lernerfolg von Kindern im Vorschulalter steht in engem Zusammenhang mit mathematischen und schriftsprachlichen Vorläuferkompetenzen sowie kognitiven und sozial-emotionalen Kompetenzen. Der Beitrag stellt eine Fördermassnahme vor, welche die vier Entwicklungsbereiche miteinander kombiniert. Die Massnahme wurde in einem quasi-experimentellen Kontrollgruppen-Design evaluiert. Das sozial-emotionale Wissen und das prosoziale Verhalten nehmen signifikant zu, während die Verhaltenseinschätzungen durch die pädagogischen Fachkräfte positiver ausfallen. Mit der Fokussierung auf die Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen kann der Lernerfolg bereits im Vorschulalter gefördert werden.
Im vorliegenden Beitrag wird das Fortbildungskonzept des Projekts „Partizipation in einem Response-to-Intervention-Modell“ (PARTI) für den Förderschwerpunkt emotional-soziale Entwicklung beschrieben. Aus den Professionalisierungserfordernissen der inklusiven Praxis ergibt sich, dass sich Fortbildungskonzepte nicht an einzelne Lehrkräfte richten, sondern vielmehr das ganze Kollegium von Regelschullehrkräften und sonderpädagogischen Lehrkräften einbezogen werden sollte. Das PARTI-Modell beschreibt ein systematisches Rahmenkonzept auf Schulebene zur Steuerung von Förderung und Diagnostik. Konkrete Methoden, die im Förderschwerpunkt emotional-soziale Entwicklung als evidenzbasiert gelten, werden in kokonstruktiv kooperierenden Teams der Schule erarbeitet, adaptiert und umgesetzt. Das zugehörige Fortbildungskonzept besteht aus vier ganztägigen Fortbildungen, die durch fünf Coachings begleitet werden. Eine Befragung der Teilnehmenden bestätigt insgesamt die Zufriedenheit mit dem Fortbildungskonzept („gut“ bis „eher gut“), dessen Wirksamkeitsprüfung aber noch aussteht. Gegenwärtig werden die zentralen Bausteine des Fortbildungskonzepts in einer Online-Lernplattform digitalisiert, um eine Dissemination des PARTI-Modells an interessierten Schulen zu ermöglichen.

Lab head

Thomas Hennemann
Department
  • Interdisciplinary Center for Empirical Research on Teachers and Teaching (IZeF)

Members (13)

Tatjana Leidig
  • University of Cologne
Johanna Krull
  • University of Cologne
Mareike Urban
  • University of Cologne
Julian Börger
  • University of Cologne
Jule Behr
  • University of Cologne
Meike Vösgen
  • University of Cologne
Ulrike Vögele
  • University of Cologne
Henriette Offer-Boljahn
  • University of Cologne
Tobias Hagen
Tobias Hagen
  • Not confirmed yet
Émilie Niemeier
Émilie Niemeier
  • Not confirmed yet
Miriam Brüggemann
Miriam Brüggemann
  • Not confirmed yet
Tom Fleskes
Tom Fleskes
  • Not confirmed yet

Alumni (2)

Dennis Christian Hövel
  • University of Applied Sciences in Special Needs Education
Gino Casale
  • Bergische Universität Wuppertal