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Professur für Wirtschaftsdidaktik und Didaktik der ökonomischen Bildung

About the lab

Die Professur für Wirtschaftsdidaktik und Didaktik der ökonomischen Bildung ist an der Fakultät für Humanwissenschaften der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg angesiedelt und für die Lehramtsausbildung zukünftiger Lehrkräfte an Sekundarschulen, Gymnasien sowie berufsbildenden Schulen im Fach Wirtschaft zuständig.

An der Professur für Wirtschaftsdidaktik und Didaktik der ökonomischen Bildung werden unter anderem Fragen und Probleme der didaktischen Gestaltung von ökonomischen und wirtschaftsberuflichen Lehr-/Lernsituationen beforscht. Darüber hinaus bearbeitet das Team der Professur Themen und Fragestellungen der pädagogischen Professionalität, der Berufsorientierung und -vorbereitung, zu Demographie und Fachkräftesicherung sowie zum Übergangssystem und zur Benachteiligtenförderung.

Featured projects (1)

Project
Das Projekt SEASA soll Erkenntnisse über die Ursachen der hohen Anzahl von Sekundar- und Gemeinschaftsschüler*innen ohne Hauptschulabschluss in Sachsen-Anhalt gewinnen und sich auf schulische und unterrichtliche Merkmale sowie auf die Prävention und den Umgang mit Schulabsentismus beziehen. Ziel es, Handlungsempfehlungen für Lehrkräfte, Schulen und Schulleitungen sowie bildungspolitische Einrichtungen abzuleiten, die speziell Lehrkräfte und Schulleitungen bzw. Schulen adressieren. Die Studie wird als eine Mixed-Methods-Studie angelegt. Dazu soll in einer 1. Phase eine quantitative Erhebung mittels Online-Befragungen an allen öffentlichen Sekundar- und Gemeinschaftsschulen in Sachsen-Anhalt erfolgen. In einer 2. Phase sollen auf Grundlage der Ergebnisse der ersten Phase und in Bezug auf relevante Strukturmerkmale erfolgreiche und weniger erfolgreiche Schulen ausgewählt werden und an diesen problemzentrierte Interviews mit Vertreter*innen der Schulleitungen durchgeführt sowie Dokumentenanalysen von Schulprogrammen, Schulhomepages usw. vorgenommen werden.

Featured research (6)

A coherent conception of teacher education is characterized at a horizontal level by an appropriate interweaving of theory and teaching practice. In this context, practical schoolbased study phases have a central position with respect to the further professionalization process of teachers because science, practice, and subject stand in an ambivalent relationship to each other. The ability to reflect is of particular importance as a key construct of professional action. Blogs, among others, are a suitable means for the realization of accompanying reflection arrangements in practical school-based study phases. In our contribution, we will discuss how inductive and deductive access to practice that is complemented by scientific knowledge can be shaped by means of blogs as a medium of articulation and reflection and what effects this has on student teachers’ ability to reflect. Keywords: blogs; coherence; reflexivity; practical school-based phases in teacher education; theory-practice linkage
Schulpraktische Studienphasen stellen in der beruflichen Lehrer:innenausbildung ein zentrales hochschuldidaktisches Setting dar, bei denen die (ambivalenten) Be-zugssysteme Wissenschaft, Praxis und Person aufeinander treffen (vgl. Weyland 2010, Weyland/ Wittmann 2011). Darauf basierend spielen auf konzeptioneller Ebene u. a. Fragen der Theorie-Praxis-Verzahnung, der Verhandlung zwischen subjektiven und intersubjektiven Theorien (vgl. Götzl/ Jahn 2017) und der reflexiven Auseinandersetzung mit Schulpraxis (vgl. Oevermann 1996) sowie des forschenden Lernens (vgl. Fichten 2010) eine wesentliche Rolle. Weblogs stellen in diesem Kontext ein potentielles hochschuldidaktisches Kommu-nikations-, Artikulations- und Reflexionsmedium dar, welche während und nach den schulpraktischen Studienphasen mit Lehrveranstaltungen verknüpft werden und zugleich für peer-learning-activities genutzt werden können (vgl. Gebhardt/ Jenert 2011, Bernhardt/ Wolf 2012). Aus hochschuldidaktischer Sicht wird der Frage nach-gegangen, inwieweit sich Weblogs als Medium eignen, Reflexion sichtbar zu ma-chen. Aus einer Forschungsperspektive werden folgende Fragen thematisiert: Über welche Themen reflektieren die Studierenden im Verlauf der schulpraktischen Pha-sen (Reflexionsbreite)? Wie komplex sind diese Beiträge (Reflexionstiefe)? Wie verändern sich beide Aspekte im Verlauf des Praktikums? Die Blogeinträge wurden inhaltsanalytisch m. H. von MAXQDA ausgewertet (vgl. Kuckartz 2016). In Bezug auf die Reflexionsbreite der Blogeinträge wurde ein induk-tives Verfahren zur Kategorienbildung genutzt, bei welchem die Kategorien daten-basiert generiert wurden (vgl. Rädiker/ Kuckartz 2019). Hinsichtlich der Reflexions-tiefe wurde hingegen ein deduktives Vorgehen der Kategorienbildung angewandt, bei welchem das Stufenmodell der Reflexionstiefe nach Leonhard/ Rihm (2011) als Schablone zugrunde gelegt wurde. Insgesamt wird deutlich, dass der Einsatz von Weblogs ein gutes hochschuldidakti-sches Instrument darstellt, Kommunikations- und Artikulationsprozesse in schul-praktischen Studienphasen zu intensivieren. Auf einer Forschungsebene wird zu-dem deutlich, dass deren Einsatz die Reflexionsfähigkeit von Studierenden (in Be-zug auf Reflexionsbreite und –tiefe) positiv beeinfluss kann (vgl. Bergmann/ Jahn 2020a; Bergmann/ Jahn 2020b).
The article provides a subject-oriented insight into the living environment of young adults and examines professional development processes in the context of a gender-atypical career choice. As with Richter & Jahn (2015), there is evidence that a gender-atypical career choice of young men and women has specific causes. The question arises, why young people, contrary to social conventions, opt for vocational training that is not gender-specific, how their private and professional lives promote, reward or sanction it, and how this affects their professional identity development. Against the background of the work of Schütz (1957), Marcia (1966) and Gottfredson (1981), theoretical considerations lead to interviews with eleven trainees in non-gender-related occupations. The findings show that four different types of "unconventional" can be described along with different characteristics.
The design of school-practical study phases represents a complex didactic challenge. One possibility of reflexive accompaniment is the use of weblogs, in which students' practical experiences can be articulated, communicated and reflected. In accompanying seminars, the blogs can be discussed with other students and lecturers.
Durch Freizeitaktivitäten, wie das Hören von Musik (vgl. Mittelstädt/ Wiepcke 2015) oder das Spielen von Computerspielen (vgl. Rehm 2013) erwerben Individuen bewusst oder unbewusst Alltagswissen, das sie zur Bewältigung von lebensweltlichen (ökonomisch geprägten) Anforderungen nutzen können. Insofern findet in informellen Kontexten Lernen statt. Es stellt sich jedoch die Frage der Qualität des so erworbenen Alltagswissens. Insofern liegt die Vermutung nahe, solche Kontexte bzw. ihre didaktisch bedeutsamen Elemente im Rahmen intentionaler Erziehungsprozesse aufzugreifen oder zielgerichtet einzusetzen. Die pädagogisch legitimierte Verzahnung von informellen und formellen Kontexten kann aber nur auf der Basis einer fachdidaktischen Analyse des entsprechenden Kontextes oder Artefaktes vorgenommen werden. Das Gesellschaftsspiel Monopoly ist ein solches Artefakt. Für dieses Spiel wird exemplarisch und experimentell-explorativ untersucht, welche ökonomischen Momente, Tatbestände oder Grundeinsichten das Spiel bzw. das ihm zugrundeliegende Modell beinhaltet und in welchem Maß Monopoly damit tatsächlich zum Kompetenzerwerb im Sinne ökonomischer Bildung beitragen könnte. Eine solche Analyse wird hier exemplarisch anhand der Stoffkategorien nach May (1998) vorgenommen. Im Ergebnis zeigt sich, dass das originäre Spiel viele Aspekte ökonomischen Denkens und Handels beinhaltet. Jedoch sind diese vielfach verkürzt, teilweise verzerrt oder von ökonomischer Irrationalität geprägt. Andere ökonomisch relevante Sachverhalte werden hingegen nicht adressiert. Daher scheint ein didaktisch reflektierter Einsatz des Spiels in formalen Lernkontexten sinnvoll. Online: https://www.zfoeb.de/sondernummer_tagungsband_degoeb_2018/2020_10001_99_121_bergmann.pdf

Lab head

Robert W. Jahn
Department
  • Institute for Vocational, Industrial andBusiness Education (IBBP)
About Robert W. Jahn
  • http://www.wirtschaftsdidaktik.ovgu.de/

Members (1)

Dana Bergmann
  • f-bb Forschungsinstitut Betriebliche Bildung