Lab

Grabovac Group

About the lab

The Grabovac Group is a research group (the Community Health Lab) based at the Department of Social and Preventive Medicine, Centre for Public health, Medical University of Vienna. We are a multidisciplinary team that is passionate about creating healthier and more just communities based on implementation science and following the principles of social medicine. Our work encompasses the research of environmental, social, and economic resources to develop and sustain emotional and physical health and well-being among people in ways that improve their aspirations and satisfy their needs in their unique environments.

Follow us for more information: www.igorgrabovac.com

Featured projects (2)

Project
This project will create a pan-European platform aiming at empowering young LGBTIQ+ people entering the labor market. Our mixed methods approach will determine the prevalence of experienced discrimination and the associated health outcomes, analyze individual experiences and stakeholder viewpoints, with an overall goal of achieving a more equal Europe.
Project
Using the Consolidated Framework for Implementation as well as the Research and the Reach, Effectiveness, Adoption, Implementation and Maintenance frameworks based on implementation science know-how, the CANCERLESS project aims to reduce the gap in health inequalities for the homeless population by reducing cancer burden, which will, in turn, reduce associated costs across health and social care systems in Europe. Moreover, the CANCERLESS project aims to harness the transformative potential of the integrated care pathways in cancer as well as provide health and social care policy recommendations for the adoption and implementation of the Health Navigator Model across Europe.

Featured research (16)

Da obdach- und wohnungslose Menschen einer Reihe von Risikofaktoren ausgesetzt sind und Probleme beim Zugang zu geeigneten Präventions-, Screening- und Therapiediensten haben, ist die Prävalenz von Krebs und die krebsspezifische Mortalität höher als in der Allgemeinbevölkerung. Integrierte kollaborative Modelle, die auf Co-Design mit obdach- und wohnungslosen Menschen beruhen, können einen vielversprechenden Ansatz zur Erhöhung der Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen und der Verringerung von Ungleichheiten darstellen. Im CANCERLESS-Projekt wird ein solcher Co-Design-Ansatz herangezogen, um ein neues Versorgungsmodell für Europa zu entwickeln: das Health Navigator Model (HNM). Um die Implementierung des HNM in Österreich zu ermöglichen, wurde anhand des Rahmenkonzepts nach DeGroff eine Fokusgruppendiskussion mit Personen durchgeführt, die mit obdach- und wohnungslosen Menschen arbeiten, jedoch verschiedene berufliche Hintergründe aufweisen. Das HNM setzt sich aus zehn von DeGroff für Implementierungsforschung postulierten Kernkomponenten zusammen, welche im Rahmen der Diskussionsrunde elaboriert wurden. Die dreistündige Fokusgruppe wurde online durchgeführt, aufgezeichnet, anschließend wörtlich transkribiert und mittels MAXQDA2022 thematisch nach Saldaña analysiert. Mit Teilnehmer*innen wurden das Gesamtkonzept, der zukünftige Aufgabenbereich der angebotenen Dienstleistungen, das Profil der Navigator*innen und Evaluierungsmaßnahmen ausgearbeitet. Die Analyse zeigt, dass das HNM eine personenzentrierte und gemeinschaftsbasierte Intervention sein sollte, die sich sowohl auf primäre und sekundäre Krebsprävention als auch die Beseitigung allgemeiner Hindernisse für die Gesundheitsversorgung obdach- und wohnungsloser Menschen konzentrieren muss. Im Rahmen der Fokusgruppe wurde das HNM als ein Modell mit hohem Potenzial für die frühzeitige Erkennung sozialer und gesundheitlicher Bedürfnisse in gefährdeten Gruppen sowie für Patient*innen-Empowerment und die Verbesserung von Gesundheitskompetenz bewertet.
Mit dem CANCERLESS-Projekt (EU-Horizon 2020) soll durch die Entwicklung eines neuartigen Versorgungsmodells, dem Health Navigator Model (HNM), obdach- und wohnungslosen Menschen in Europa der frühzeitige Zugang zu Krebspräventionsmaßnahmen ermöglicht werden. Um das HNM an strukturelle Bedingungen im österreichischen Gesundheitssystem anzupassen, wurde zwischen August und Oktober 2021 eine explorative qualitative Erhebung (19 halbstrukturierte Interviews) sowohl mit obdach- und wohnungslosen Menschen mit und ohne Krebserfahrung, als auch mit Expert:innen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen durchgeführt. Die Daten wurden induktiv und themenanalytisch ausgewertet, woraus fünf übergreifende Themen entwickelt wurden: (1) gesundheitliche Bedürfnisse von obdach- und wohnungslosen Menschen, (2) hindernde sowie (3) unterstützende Faktoren im Zugang zu Gesundheitsversorgung, (4) Erfahrungen mit Krebserkrankungen, -prävention und -behandlung, und (5) Strategien für Public Health-Interventionen. Die Teilnehmenden waren im Allgemeinen der Ansicht, dass die Lebensumstände obdach- und wohnungsloser Menschen ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden maßgeblich beeinträchtigen, insbesondere in Hinsicht auf chronische Erkrankungen. Als größtes Hindernis im Zugang zur Versorgung wurde das Fehlen von Sozial- und Krankenversicherung bei vielen prekär lebenden Menschen identifiziert, was die Möglichkeiten zur Inanspruchnahme von Unterstützungsangeboten massiv einschränkt. Teilnehmende aus dem Gesundheits- und Sozialbereich betonten außerdem den geringen Anteil an für die Arbeit mit der Zielgruppe qualifiziertem Personal. Insgesamt zeigten die Interviews, dass Krebsprävention für obdach- und wohnungslose Menschen von speziell geschulten Expert:innen in vertrauten Umgebungen, wie Notschlafstellen oder Tageszentren, über einen längeren Zeitraum hinweg angeboten werden muss. Dafür sollte ein proaktiver Ansatz mit aufsuchenden Diensten verfolgt und auf individuelle Bedürfnisse eingegangen werden. Diese Erkenntnisse werden in die nun anlaufende Implementierung des HNM einfließen.
Hintergrund: Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung sind obdachlose Menschen einem unverhältnismäßig höheren Risiko schlechterer Gesundheitsoutcomes ausgesetzt und häufig mit Barrieren bei der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen konfrontiert. Das Modell der Patientennavigation (PNM) soll bestehende Ungleichheiten in der Gesundheitsversorgung bekämpfen und unterversorgte Gruppen in Gesundheitsleistungen inkludieren. Methoden: Das Ziel des Scoping Reviews ist, zu verstehen, wie das PNM bisher bei obdachlosen Menschen und anderen unterversorgten Bevölkerungsgruppen angewandt wurde. Insbesondere sollen folgende Eigenschaften der PNMs identifiziert werden: (a) Hauptmerkmale, (b) Hindernisse und fördernde Faktoren der Implementierung, (c) assoziierte Gesundheitsoutcomes. Zu diesem Zweck wurden am 15. Juni 2021 folgende Datenbanken durchsucht: Web of Science, PubMed und SCOPUS. Es wurden insgesamt 1203 Publikationen zu diesem Themenbereich identifiziert. 21 Studien wurden in die Auswertung inkludiert, darunter 9 Reviews und 12 Einzelstudien. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass PNMs mit Verbesserungen zahlreicher Gesundheitsoutcomes assoziiert werden, darunter zeitnaher Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen. Obwohl die Implementierung und Evaluierung der PNMs unterschiedlich ist, wurden dennoch zahlreiche sich gleichende Hindernisse und fördernde Faktoren identifiziert. Schlussfolgerung: Bisherige Interventionen verfolgten einen longitudinalen Ansatz und setzten nicht-klinische Navigator*innen ein, die ähnliche Erfahrungen wie die Patient*innen gemacht haben und eine vermittelnde Rolle spielen. Um den Erfolg bei zukünftigen Anwendungen von PNMs zu maximieren, sind weiterführende Forschungen zur Umsetzbarkeit dieses Ansatzes in diversen Gesundheitssystemen notwendig.
People experiencing homelessness are known to be at risk of disproportionately poor health outcomes and often face barriers in accessing healthcare. Patient navigation (PN) has been identified as a way to address health disparities and engage underserved populations with healthcare services . This scoping review aims to understand how PN models have been utilized with people experiencing homelessness and other comparable populations to date and more specifically identify (a) the defining features, (b) the barriers and facilitators in implementation, and (c) the outcomes associated with PN models. Database searches were conducted in Web of Science, PubMed and SCOPUS on 15th June 2021 and 21 papers, comprising nine reviews and 12 individual studies, were selected. Results indicate that PN has consistently been associated with improvements in a range of health-related outcomes, including timely access to healthcare. While the implementation and measurement of PN varies, a series of consistent features, facilitators and barriers are identified. Interventions to date have utilized a longitudinal approach and non-clinical navigators who share characteristics with the patient, and whose role is facilitatory. To maximize success in future use of PN, further research that focuses on the feasibility of the approach outside the USA is warranted.
Contemporary performance and accessibility are features that enable mobile devices to be increasingly beneficial in the context of optimizing the treatment of psychiatric disorders. Smartphones have the potential to effectively support psychotherapeutic interventions among adolescents and young adults who require them. In the present study, the use and subjective influence of a smartphone app with content from dialectical behavior therapy (DBT) was investigated among transitional age youth (TAY) with borderline personality disorder, focusing on suicidality and non-suicidal self-injury (NSSI), in a natural setting. A longitudinal qualitative approach was used by means of individual semi-structured interviews, where participants were asked about their experiences and associated emotions before and after a testing period of 30 days. A total of 13 TAY with a diagnosed borderline personality disorder between the ages of 18 and 23 were included. Six overarching themes were identified through qualitative text analysis: (1) experiences with DBT skills, (2) phenomenon of self-harm, (3) feelings connected with self-harm, (4) dealing with disorder-specific symptoms, (5) prevention of self-harm, and (6) attitude toward skills apps. In general, the provision of an app with DBT content achieved a positive response among participants. Despite a small change in the perception of suicidality and NSSI, participants could imagine its benefits by integrating their use of the app as a supportive measure for personal psychotherapy sessions.

Lab head

Igor Grabovac
Department
  • Department of Social and Preventive Medicine
About Igor Grabovac
  • Resident Physician in Public Heath at the Department of Social and Preventive Medicine. I am interested in health behaviour and lifestyle modification working with vulnerable communities. Current research topics include: sex and sexuality research, HIV/AIDS, health promotion, LGBT health, diversity in medicine, gerontology, occupational medicine and health at work.

Members (7)

Sandra Haider
  • Medical University of Vienna
Lovro Markovic
  • Medical University of Vienna
Maren Jeleff
  • Medical University of Vienna
Lisa Lehner
  • Cornell University
Tobias Schiffler
  • Medical University of Vienna
Charlotte Rösel
  • Medical University of Vienna
Martina Knapp
  • Medical University of Vienna