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Arbeitsgruppe für Tierökologie und Planung GmbH

About the lab

Gutachten, Beratung, Umsetzung - www.tieroekologie.de

Die Arbeitsgruppe wurde 1987 als privatwirtschaftliches Institut gegründet und firmiert seit Ende 2019 als GmbH. Sie besteht aus Fachleuten aus den Bereichen Biologie, Agrarbiologie, Landschaftsökologie, Forstwissenschaft, Geographie, Umweltsicherung und Landschaftsarchitektur.
Die fachlichen Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen unserer MitarbeiterInnen ermöglichen uns die Bearbeitung eines breiten Spektrums komplexer Aufgabenstellungen. Unsere Arbeitsfelder reichen dabei von tierökologischen Fachbeiträgen im Rahmen von Naturschutz- und Eingriffsplanung bis zur Projektleitung in größeren Vorhaben. Zudem sind wir im Bereich der naturschutzorientierten Forschung und der Erarbeitung methodischer Standards für Planungsvorhaben tätig.

Featured projects (2)

Project
This is an ongoing project with the aim to better understand species and biodiversity in settlements. We also work on establishing and improving species protection measures in the context of buildings and green space. Another target is to increase public awareness of this topic.
Project
On behalf of the German Federal Agency for Nature Conservation (german short title: Berücksichtigung von Insekten bei der Beurteilung von Eingriffen und von Kompensationserfordernissen, FKZ 3520 84 0600) The project (2020-2022) aims at the development of a compendium for the consideration of insects in the assessment of interventions in nature and landscape (with a focus on the impact of linear infrastructure projects such as roads, railroads or power lines). It covers the selection of insect groups relevant for planning as well as the development of methods to be used for their consideration. Recommendations will be given for evaluating the severity of an impact and for determining suitable measures to avoid, mitigate or compensate for project-related impairments. Criteria to evaluate the effectiveness of these measures will be suggested. Good integrability into the practice of environmental assessment will play a major role in the development of recording and evaluation methods.

Featured research (27)

Der Grünglänzende Bartläufer, Leistus nitidus (Duftschmid, 1812; Coleoptera: Carabidae), erreicht in Deutschland seine nördliche Arealgrenze. Vom Arealrand in Baden-Württemberg im Naturraum der Adelegg, wo seine Vorkommen bis in Höhenlagen von knapp unter 900 Metern a. s. l. hinabreichen, werden Daten zu Phänologie und Habitat vorgestellt und mit bereits publizierten Daten aus einem rund 40 km südlich innerhalb der Allgäuer Hochalpen (Bayern) gelegenen Gebiet verglichen. Die bisher unbeschriebene Larve der Art wird erstmals im Foto abgebildet. L. nitidus wird als Imago vergleichsweise spät im Jahr aktiv, hat seine Fortpfl anzungsperiode im späten Frühjahr und Sommer und als Überwinterungsstadium wird das der Larve eingeordnet. Die Art besiedelt vor allem Wälder und Gebüschformationen der montanen und der subalpinen Höhenstufe. Im Alpenraum dürfte L. nitidus von der Zunahme der Grünerlengebüsche unter anderem als Sukzessionsfolge der Aufgabe von Almwirtschaft profi tieren. Inwieweit es im Zuge klimatischer Veränderungen Auswirkungen auf die Vorkommen der Art gibt, bleibt abzuwarten.
Drainable asphalt basins for amphibian protection. Certain amphibian species, such as the green toad and the yellow-bellied toad, depend on sun-exposed water bodies where their predators (predators) are absent or poorly represented. Temporary water bodies play a major role, but are declining. The development of "managed" water bodies can significantly counteract the decline of these species. For this purpose, a construction method with drinking water asphalt and special construction fittings was developed. Through the annual refilling and later draining of this type of water body, both the maintenance of the habitat and the reproduction of the respective target species can be significantly optimized. ----------------------------------------------- Bestimmte Amphibienarten wie Wechselkröte und Gelbbauchunke sind auf besonnte Laichgewässer angewiesen, in denen ihre Prädatoren (Fressfeinde) fehlen oder nur gering vertreten sind. Hierbei spielen Temporärgewässer eine große Rolle, die jedoch im Mangel sind. Mit der Entwicklung „gemanagter“ Gewässer kann dem Rückgang dieser Arten maßgeblich entgegengewirkt werden. Hierfür wurde eine Bauweise mit Trinkwasser-Asphalt und Sonderbau-Armaturen entwickelt. Durch die jeweils jährliche Neubefüllung und späters Ablassen dieses Gewässertyps können sowohl Unterhalt des Habitats, als auch Reproduktion der jeweiligen Zielart deutlich optimiert werden.
State-wide biotope network in Baden-Wuerttemberg. Potential areas for birds of open landscapes - Supplement to the biotope network plan for the open countryside. For Baden-Wuerttemberg, the state-wide biotope network – plan for the open countryside was developed several years ago, it has been updated in the meantime and can be viewed and downloaded on the Internet. From a state-wide and nature conservation point of view, however, a further, additional approach had to be taken, because the bird fauna of open (especially agrarian) landscapes could not be taken into account for methodological reasons at that time. However, the field bird fauna of open farmland and its typical accompanying structures (such as fallows and herb-rich margins) is in severe decline throughout the state, Germany and Europe. Therefore, a spatial map for potential field bird areas (arable and grassland areas) was developed on the basis of available data on landscape structure and land use. Depending on the planning scale, overlaying with concrete species population data (in this case especially for field birds) is useful or necessary in the individual case of the respective application, since only an approximate representation of important areas with both positive and negative deviations from actual species populations and focal areas could be achieved.---------------------------------- Für Baden-Württemberg ist der landesweite Biotopverbund - Fachplan Offenland schon vor einigen Jahren erarbeitet worden, er wurde inzwischen aktualisiert und ist im Internet einsehbar und abrufbar. Aus dem landesweiten und naturschutzfachlichen Blickwinkel war jedoch ein weiterer, zusätzlicher Ansatz zu verfolgen, weil in der bisherigen Fachplankulisse Offenland die Feldvogelfauna des Offenlandes methodenbedingt nicht berücksichtigt ist. Dabei ist die Feldvogelfauna der offenen Ackergebiete und ihrer typischen Begleitstrukturen (wie Brachen und krautreiche Säume) jedoch landes-, bundes- und europaweit in starkem Rückgang. Es wurde daher eine Raumkulisse für Feldvögel anhand landesweit verfügbaren Struktur- und Nutzungsdaten erarbeitet. Diese berücksichtigt sowohl Acker- als auch Grünlandgebiete. Im Einzelfall der jeweiligen Anwendung ist je nach Planungsmaßstab eine Überlagerung mit konkreten Bestandsdaten von Arten (hier insbesondere zu Feldvögeln) sinnvoll oder erforderlich, da nur eine annähernde Abbildung wichtiger Räume sowohl mit Positiv- als auch mit Negativ-Abweichungen gegenüber tatsächlichen Artbeständen und Schwerpunkträumen wiedergegeben werden kann.
Anhand von Beibeobachtungen und zusätzlichen Stichproben wurden Daten zur Nutzung zweier beim Neubau der Kreisstraße K 7532 (Nordwestumfahrung Biberach, Baden-Württemberg) errichteten Fledermausquerungshilfen durch weitere Säugetierarten zusammengestellt. Es wurden vier Taxa festgestellt, die zu den in Deutschland am weitesten verbreiteten zählen: Reh (Capreolus capreolus), Rotfuchs (Vulpes vulpes), Marder (Martes spec.) und Feldhase (Lepus europaeus). Bei den drei Letztgenannten ist anhand der Beobachtungen von regelmäßiger Nutzung der gegenständlichen Fledermausquerungshilfen auszugehen, wobei keine weiter gehenden quantitativen Angaben möglich sind. Rehe nutzen die Fledermausquerungshilfen jedenfalls sporadisch. Die Nutzung erfolgt trotz der reinen Metallkonstruktion und einer Lücke in der Bodenplatte beidseits in der Nähe der Widerlager. Die vorliegenden Beobachtungen können nicht dafür herangezogen werden, bei Säugetieren insgesamt geringe Qualitätsanforderungen an funktional wichtige Querungshilfen zu rechtfertigen, da sie sich ausschließlich auf weit verbreitete, i. d. R. nicht für Erfordernis und Ausgestaltung von Querungshilfen ausschlaggebende Arten beziehen.
Im Rahmen des Neubaus der Bundesstraße B 31 im westlichen Teil von Friedrichshafen (Baden-Württemberg, Bodenseekreis) war ein Abschnitt des Schnetzenhausener Mühlbachs zu verlegen, der eine Teilpopulation der Bachmuschel (Unio crassus) beherbergt. Über Planung, Bachverlegung und die damit verbundene Muschelumsiedlung wurde bereits an anderer Stelle berichtet. Die vorliegende Publikation stellt zunächst im Überblick die Ergebnisse von Begleituntersuchungen nach Abschluss der gewässerbaulichen Maßnahmen und der Umsiedlung bis einschließlich 2019 dar und geht sodann detaillierter auf Untersuchungen im Jahr 2020 und ihre Ergebnisse ein. Bachverlegung und Muschelumsiedlung (2013-2014) verliefen gut. Der Bestand zeigte sich bei Stichproben in ersten Folgejahren im oberstromigen Einsetzungsbereich vital. Dort kam es dann jedoch infolge von Extremwitterung des Jahres 2018 zu einer drastischen Bestandsreduktion. Unterstützt durch eine mehrmonatige Notbewässerung konnte sich ein geringer Anteil des Muschelbestands dort halten. Für den unterstromig gelegenen, verlegten Bachabschnitt dokumentieren die Ergebnisse zugleich eine strukturell günstige Entwicklung und eine erfolgreiche Eigenbesiedlung durch die Bachmuschel, die bereits im zweiten Jahr nach dessen Verlegung begonnen haben muss. Insgesamt wird dort von einem neu begründeten (Teil-)Bestand in der Größenordnung von rd. 800 Individuen der Altersklassen 1-5 Jahre für das Jahr 2020 ausgegangen. Weitere Maßnahmen werden vorgeschlagen, die sich auch auf angrenzende Bachabschnitte beziehen. Dies stellt einen Zwischenstand dar. Die Untersuchungen werden sich mindestens bis zum Jahr 2024 erstrecken.

Lab head

Jürgen Trautner
About Jürgen Trautner
  • Jürgen Trautner works at the Working Group for Animal Ecology and Planning in Filderstadt, Germany. He is involved in planning projects as a technical expert and does research in Ecology and Conservation Biology. One of his main areas of work is the interplay of technical and legal issues of species and area protection based on European law. Arbeitsgruppe für Tierökologie und Planung GmbH: www.tieroekologie.de; Zeitschrift Artenschutz und Biodiversität: www.artenschutz-biodiversitaet.de

Members (12)

Michael-Andreas Fritze
  • Arbeitsgruppe für Tierökologie und Planung GmbH
Gabriel Hermann
  • Arbeitsgruppe für Tierökologie und Planung, Filderstadt, GmbH
Johannes Mayer
  • Arbeitsgruppe für Tierökologie und Planung GmbH
Jörg Rietze
  • Arbeitsgruppe für Tierökologie und Planung, GmbH
Florian Straub
  • Arbeitsgruppe für Tierökologie und Planung
Jennifer Theobald
  • Arbeitsgruppe für Tierökologie und Planung GmbH
Michael Bräunicke
  • Arbeitsgruppe für Tierökologie und Planung GmbH
Manuel Weidler
Manuel Weidler
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