ATZ Automobiltechnische Zeitschrift

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Im Zuge der zunehmenden Forderung nach Reduktion des Kraftstoffverbrauchs und CO2-Ausstoßes verbrennungsmotorisch betriebener Fahrzeuge gilt es, bisher ungenutzte Energieflüsse als Nutzenergie zu verwenden. Da hier bekanntermaßen von der zugeführten Energie ein Drittel als Abgaswärme gewandelt wird, macht es Sinn, an der Nutzung dieser Potenziale zu arbeiten: Der Einsatz von thermoelektrischen Generatoren (TEG) erlaubt, Teile der bisher verlorenen Abgasexergie künftig zur Konvertierung in elektrische Energie zu nutzen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat hierzu fahrzeuggerechte TEG entwickelt, wobei in Zusammenarbeit mit der BMW Group 200 W elektrischer Leistung in einem Versuchsfahrzeug demonstriert wurden. Mit zukünftigen Materialien sind Leistungen von bis zu 600 W und damit ein Verbrauchspotenzial von 5 % zu erwarten. Die aktuellen Forschungsschwerpunkte zielen daraufhin die Fertigungstechnik vor dem Hintergrund eines späteren Serieneinsatzes zu verbessern.
 
Vorderwagenstrukturen leisten seit jeher einen wesentlichen Beitrag fuer die Sicherheit unserer Fahrzeuge. Alternative Antriebsvarianten fuehren heute allerdings zu deutlichen Aenderungen der Bauraumbelegung und der Massenverteilung im Fahrzeug, sodass die Auslegung der Vorderwagencrashsysteme zunehmend komplexer wird. Es wurde eine adaptierbare Vorderwagenstruktur entwickelt, die durch Nutzung neuartiger Schaelrohrabsorber eine einfache Einstellung der Crashcharakteristik ermoeglicht. Ohne die Aenderung werkzeuggebundener Teile kann dadurch das Crashverhalten an unterschiedliche Antriebsvarianten, aber auch an unterschiedliche internationale Crashnormen angepasst werden. Es wurde ein derartiger Absorbertyp entwickelt und getestet. Die guenstigen Eigenschaften wurden in einer neu konzipierten Vorderwagenstruktur eingesetzt, um neben der Einstellbarkeit der Crashkraefte auch das gesamte Crashverhalten des Vorderwagens zu verbessern. Dies gelang bei gleichzeitiger Reduktion des Vorderwagengewichts. Zukuenftige Weiterentwicklungen der beschriebenen Technologie zielen darauf ab, das Crashverhalten des Vorderwagens nicht nur passiv, durch Austausch von Bauteilen, sondern aktiv durch regelbare Crashabsorber zu beeinflussen. Durch Voreinstellung auf den zu erwartenden Crash und durch Regeleingriffe waehrend des Crashs koennte die Sicherheit und Crasheffizienz zukuenftiger Fahrzeuge nochmals signifikant gesteigert werden.
 
Adaptive Struktursysteme — das sind technische Systeme mit integrierten multifunktionalen Sensoren und Aktuatoren in Verbindung mit adaptiven, selbst-optimierenden Reglern — halten Einzug im Automobilbau. Doch was verbirgt sich hinter dieser innovativen Technik? Wie groß sind die Anwendungs- und Einsatzpotentiale im Automobil? Was darf der Autofahrer jetzt und in den nächsten Jahren an Verbesserungen erwarten? Diese Fragen und weitere Aspekte werden unter Berücksichtigung der harten Anforderungen des Automobilbaus im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. kritisch beleuchtet. Es stellte sich heraus, daß nicht nur die Qualität des Akustikund Vibrationskomforts verbesserungsfähig ist, sondern auch Entwicklungstrends wie die Reduktion des Kraftstoffverbrauchs durch Leichtbaumaßnahmen maßgeblich unterstützt werden können.
 
Sandwichstrukturen bieten die Möglichkeit, eine optimale Abstimmung von Werkstoff-, Form- und Funktionsleichtbau zu realisieren. Die Fahrzeugmasse wird reduziert, und auch die Ressourcen werden geschont. Jedoch werden derartige Lösungen nur dort eingesetzt, wo die Wirtschaftlichkeit des Gesamtkonzepts gegeben ist. Aufgrund dieser Situation arbeiten verschiedene Institute von DLR und Fraunhofer im Rahmen des „Kompetenzzentrums für Fahrzeugleichtbau“ an neuartigen und kostengünstigen Sandwichstrukturen, um das Potenzial dieser Bauweise für flächige Strukturen weiter zu erschließen.
 
Im Rahmen des vom Land Baden-Württemberg geförderten Leitprojektes „Lasttragende Leichtbauteile am Beispiel Gastank“ wird ein Wabentank für erdgasbetriebene Fahrzeuge entwickelt. Das Konsortium besteht aus den Unternehmen Krauss-Maffei, Eon Ruhrgas, Schneider Form, der IAV sowie der Gasversorgung Süddeutschland GmbH. Forschungsseitig sind das Institut für Fahrzeugkonzepte und das Institut für Bauweisen und Konstruktions forschung des DLR sowie das Fraunhofer-Institut für chemische Technologie beteiligt.
 
Weil die Festigkeitsauslegung als Entscheidungsgrundlage fur oder gegen ein bestimmtes Konzept dient, wurde aus dem Gesamt-Fahrwerkkonzept ein C-Trager (Radtragerersatzsystem) extrahiert, um Fehlentscheidungen auszuschliesen. Anhand dieses Prufbauteils sollten dann die entwickelten FE-Auslegungsmethoden verifiziert werden. Der C-Trager beinhaltet gekrummte Bauteilbereiche, die als kritisch bewertet wurden. Als reales, komplex dynamisch lasttragendes Bauteil aus GFK sollte er im Versuch getestet werden, um die Berechnungen mit Schalen- oder Volumenmodellen auf ihre Gultigkeit hin zu uberprufen. Um die Berechnung mit einer zerstorenden Prufung vergleichen zu konnen, wurde der C-Trager bis zum Versagensfall berechnet.
 
Mit der BMW S 1000 RR steigt BMW Motorrad 2010 in das Segment der supersportlichen Motorräder ein. Performance auf höchstem Level wird durch den innovativen 1000-cm3-Vierzylinder-Reihenmotor mit einer Leistung von 142 kW sowie ein sehr kompaktes Gesamtkonzept bei 183 kg Trockengewicht erzielt. Die hochgesteckten Gewichts- und Aerodynamikziele sowie die Entwicklung eines rennsportgeeigneten Triebwerks mit allen Straßenzulassungskriterien stellten an die Entwicklungsmannschaft höchste Anforderungen.
 
Die englische und die deutsche Automobilindustrie können im Jahr 2006 aufgrund mehrerer Anlässe Jubiläen feiern. In England wurde 1896 die britische Fahrzeugindustrie und mit ihr die älteste noch existierende britische Fahrzeugfirma, die „Daimler Motor Company“, in Coventry gegründet. Im gleichen Jahr gelang es Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach, den weltweit ersten betriebstüchtigen Lastkraftwagen mit Verbrennungsmotor zu bauen. Im Zusammenhang mit der Entwicklung des Fahrzeugs lässt sich auch die erste Werksspionage in der internationalen Automobilindustrie nachweisen, die letztendlich dazu führte, dass dieser Lkw nach England exportiert wurde.
 
Die neue BMW R 1200 GS setzt als Nachfolgerin der R 1150 GS in der Klasse der großen Reise-Enduros neue Maßstäbe. Highlights sind unter anderem ein um bis zu 30 kg reduziertes Gesamtgewicht, der leistungsgesteigerte Motor, das neue Getriebe mit Schrägverzahnung oder die verbesserte Paralever- Hinterradführung, die nun Antriebseinflüsse auf die Federung vollständig eliminiert. Erstmalig bei einem Motorrad basiert das Bordnetz vollständig auf der CAN-Bus-Technik.
 
Vor 125 Jahren wurde der Konstrukteur Dr.-Ing. h.c. Jørgen Skafte Rasmussen geboren. Er gründete einen der größten deutschen Fahrzeugkonzerne, dessen Produkte unter der Marke DKW Weltruf erlangten. Zeitweilig war Rasmussen der größte Motorradhersteller der Welt. Er wurde zum Wegbereiter des Zweitaktsystems und schaffte es als Erster, die Massenmotorisierung in Deutschland mit preiswerten Fahrzeugen voranzutreiben. Dabei waren Leichtbauweise und Frontantrieb technische Innovationen, die bis heute ihre Auswirkung auf den Automobilbau haben.
 
Bei der Entwicklung von Katalysatoren oder Diesel-Partikelfiltern ist die Computersimulation als Ergänzung zu experimentellen Untersuchungen unverzichtbar. Ein umfassender 1D/3D-Workflow beschleunigt und vereinfacht den oft sehr zeitintensiven Simulationsprozess entscheidend. Die Vorteile von schnellen 1D- und hochauflösenden 3D-Simulationen werden vereint. Charakteristische Parameter von Designstudien in Boost-1D-Aftertreatment werden zur Feinabstimmung direkt im 3D-CFD-CodeFire verwendet.
 
Die Verkürzung der Entwicklungszeit neuer Motoren und Automobile führt zu einem verstärkten Einsatz von rechnergestützten Konstruktions- und Simulationsmethoden in der Fahrzeugindustrie. Sowohl eindimensionale als auch dreidimensionale Strömungsberechnungen werden seit Jahren erfolgreich bei der Entwicklung von Kühlsystemen eingesetzt. Der Entfall von Hardware-Baugruppen in der frühen Entwicklungsphase stellt jedoch neue Anforderungen an die Qualität und Quantität dieser Simulationsergebnisse. Durch Verbesserung der Modellqualität und durch Kopplung vorhandener 1D- und 3D-Strömungsberechnungsprogramme konnten in der Dieselmotorenentwicklung von BMW die Qualität der Ergebnisse und die Bearbeitungsgeschwindigkeit deutlich gesteigert werden.
 
Zeitgleich mit dem Coupé-Derivat des Kompakt-BMW lancierte der Münchner Automobilhersteller auch seine modellübergreifende Strategie namens Efficient Dynamics zur Einsparung von Kraftstoff und Verringerung von CO2. Die ATZ Automobiltechnische Zeitschrift nimmt Coupé samt Strategie unter die Lupe.
 
Die VDI Tagung Nutzfahrzeuge vom 28. bis 29. Juni 2001 in Neu- Ulm stand unter dem Motto „Unverzichtbar — Sicher — Umweltverträglich”. Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung sowie zukunftsweisende Projekte wurden präsentiert. Damit wurde der Stand der Technik umfassend dokumentiert. Dieser Beitrag berücksichtigt einige Vorträge der VDI-Tagung. Auf die Vorträge des parallel veranstalteten Omnibus-Forums wird hier nicht eingegangen. Die Einteilung der Kapitel entspricht der des VDIBerichts. Soweit über Vorträge berichtet wird, ist dies mit dem Literaturhinweis [1] gekennzeichnet.
 
Die Fachmesse IAA Nutzfahrzeuge brachte es an den Tag — der technische Trend bei Nutzfahrzeugen geht hin zu wirtschaftlicheren Fahrzeugen, zu Fahrerassistenzsystemen, zu noch besserer ergonomischer Gestaltung des Fahrerarbeitsplatzes und zu markantem Design speziell bei Omnibussen. Der Dieselmotor bleibt weiter der ideale Antrieb, während die Sechszylinder-Reihenmotoren leistungsmäßig immer weiter in den Bereich der V-Motoren vordringen. Dieser Beitrag als Messenachlese ergänzt die erste IAA-Übersicht der ATZ [1] um einige Innovationen, kann aber im vorgegebenen Rahmen auch nicht auf sämtliche Neuheiten eingehen.
 
Doppelsieg, schnellste Rennrunde, Bestzeit beim Qualifying, die weiteste jemals zurückgelegte Distanz sowie die geringste Reparatur-Standzeit — das sind die Erfolge, mit denen das Team Bentley im Juni 2003 in Le Mans dominieren konnte. Dieser Beitrag erläutert die Aspekte Geschwindigkeit, Sicherheit und Standfestigkeit des Le-Mans-Rennwagens Bentley Speed 8.
 
Die Nutzfahrzeugtechnik hält nicht nur mit der Entwicklung im Kraftfahrzeugbau Schritt, sondern sie ist auf manchen Gebieten Vorreiter. Die Funktionen in Lkw und Omnibus werden zunehmend von der Elektronik beherrscht; die Sicherheits- und Assistenzsysteme gleichen sich bei Pkw und Nutzfahrzeug an. Die Motorentechnik wird durch die ab 2005 bevorstehende Einführung weiter verschärfter Abgaswerte bestimmt. Die allgemeine Entwicklung des Straßen- und Straßengüterverkehrs wird den Ausbau der Hauptverkehrswege und neuartige Lastzugkonfigurationen erfordern.
 
Auf der 60. Messe zur IAA Nutzfahrzeuge in Hannover vom 23. bis 30. September 2004 werden wieder zahlreiche Neuheiten vorgestellt. Ein Vorzug der dreiachsigen Zugmaschinen und der vierachsigen Bauart von Lastkraftwagen ist die größere Nutzlastkapazität. Das in einigen Ländern zulässige Gesamtgewicht von 44 t hat derzeit noch keine Aussicht auf eine generelle europaweite Zulassung. Die Verwendung automatisierter und automatischer Getriebe schreitet fort. Die bevorstehende Einführung neuer Abgasnormen bestimmt die Weiterentwicklung der Dieselmotoren.
 
Die Technik der Nutzfahrzeuge bleibt weiter in Bewegung. Besonderes Merkmal 2005 ist die Einheit von Fahrzeug und Motor bei europäischen Herstellern. Schwerpunkt der Entwicklung bilden Minderung und Nachbehandlung der Emissionen, Erweiterung der Elektronik auf sicherheitsrelevante Bereiche, automatisierte Getriebe und Ergonomie des Fahrerarbeitsplatzes, alles unter dem Aspekt des höchstmöglichen Kundennutzens. Der Dieselmotor bleibt trotz der weiter wachsenden Peripherie dominierend. Synergieeffekte innerhalb global arbeitender Konzerne werden deutlicher.
 
Ein fahrerloses Automobilrennen durch städtischen Verkehr war die Herausforderung der Darpa Urban Challenge 2007. Ganz ohne menschliche Hilfe fand der „2007 Chevy Tahoe“ namens Boss den Weg ins Ziel und gewann so die diesjährige Rallye. Was wie der Handlungsstrang eines Science-Fiction-Films anmutet, ist jedoch die Zukunft der Fahrerassistenzsysteme für sicheres und autonomes Fahren.
 
Zusammen mit dem Verhaltensforscher und Unternehmensberater Klaus Atzwanger führte der Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik an der TU München eine Expertenbefragung zum Thema Fahrdynamik und Kundenbedürfnisse durch. Es ist den Unternehmen bewusst, dass Fahrverhalten und Fahrwerkstechnik über den Kauf eines Fahrzeugs mit entscheidend ist. Allerdings fehlt eine Methode, um diesen Einfluss konkret nachzuvollziehen. Umso mehr, wenn es um den Beitrag zum Markenprofil oder zur Produktpersönlichkeit geht. Der Beitrag zeigt eine Methode, wie dieser Zusammenhang konkretisiert werden kann.
 
Insgesamt 700 Aussteller — darunter über 60 Automobilhersteller aus aller Welt — präsentieren vom 17. bis 27. September 2009 auf der 63. IAA Pkw ihre Innovationen. Die ATZ zeigt einige der aktuellen Techniktrends auf — im Vordergrund stehen dabei die konsequente weitere Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und damit der CO2-Emissionen durch optimierte Antriebe und Leichtbau sowie innovative Sicherheitssysteme.
 
Ab Mitte dieses Jahres bietet Audi sowohl das Coupë als auch den Roadster seines Sportwagens Audi TT erstmalig mit dem bekannten, aber überarbeiteten 3,2-1-V6-Vierventil-Ottomotor an. Kombiniert sind die Fahrzeuge mit dem innovativen Doppelkupplungsgetriebe DSG sowie einer Shift-by-wire-Schaltung. Die beiden neuen TT-Modelle besitzen neben dem bekannten permanenten Allradantrieb, der bei Audi traditionell quattro heißt, eine modifizierte Karosserie sowie ein an die neue Motor-Getriebe-Kombination angepasstes Fahrwerk.
 
Das automatisierte sequenzielle Schaltgetriebe hat seinen Ursprung in der Formel 1, kam 1997 im BMW M3 erstmals in einem Sportwagen auf die Straße und ist nun auch in einer für den Einsatz im 330i und 325i modifizierten Auslegung verfügbar. Sportliche Fahrer schätzen die aus dem Motorsport bekannten Vorteile des sequenziellen manuellen Schaltgetriebes (SMG) in Verbindung mit der Leistungsentfaltung der BMW-Sechszylinder-Ottomotoren.
 
Der Einsatz des 3,0-l-Dieselmotors mit Direkteinspritzung in der BMW Dreier-Reihe setzt einen neuen Maβstab für Dieselfahrzeuge hinsichtlich dynamischen Fahrverhaltens. Durch gezielte Optimierung der Aufladung und der Softwarefunktionalität in der digitalen Elektronik für Dieselmotoren DDE wird einerseits das maximale stationäre Drehmoment bereits bei 1 750/min erreicht, andererseits auch im instationären Betrieb ein spontaner Drehmomentaufbau erzielt. Die daraus resultierenden Kräfte zwischen Reifen und Straβe stellen hohe Anforderungen an die bei BMW serienmäβig eingesetzten Schlupfregelsysteme. Für den 330d ist nun zusätzlich zum ASC-System die neue Dynamische Stabilitäts Control DSC verfügbar.
 
Die BMW 3er-Reihe wurde geprägt von ihren Vorgängern als sportliche, dynamische und kompakte Limousine mit entsprechend hochwertigem und emotionalem Erscheinungsbild. Die Spitzenposition in diesem Marktsegment wird durch eine konsequente Auslegung des Antriebs auf ansprechende Dynamik mit objektiv überlegenen Fahrleistungen des BMW 330i neu definiert. Die optische Erscheinung, die Soundabstimmung und die Agilität vermitteln eine überlegene Dynamik — sowohl beim Fahrzeug mit manuellem als auch mit automatischem Getriebe. Erreicht werden die anspruchsvollen Dynamikziele bei gleichzeitig reduziertem Kraftstoffverbrauch durch die Neuauslegung des Antriebs und detaillierte Funktionsoptimierungen. Zur Freude am umweltfreundlichen Fahren tragen zudem niedrigste Abgasemissionen bei.
 
Die Fähigkeit, online dreidimensionale Umweltmodelle zu erzeugen und diese auch zu interpretieren, ist eine Schlüsseltechnologie für vollautonome Fahrerassistenzsysteme. Dieser Artikel diskutiert ein in der BMW Group entwickeltes Verfahren, das in der Lage ist, dichte und zugleich genaue Punktwolken aus der Fahrzeugumgebung mittels Motion-Stereo abzuleiten. Die Ergebnisse werden anhand eines Parksystems beispielhaft präsentiert.
 
Durch Leistungssteigerungen der Bremsanlagen wurden bei sämtlichen Modellen der neuen 3er-Baureihe die Bremswege erneut verkürzt und — unter gleichzeitiger Verbesserung des Bremskomforts — die Sicherheitsreserven weiter ausgebaut. Bei den Regelsystemen ist hervorzuheben, daß mit Einführung dieser Baureihe nun alle BMW Modelle serienmäßig mit der Automatischen Stabilitäts Control (ASC) ausgerüstet sind und daß darüber hinaus auch in dieser Klasse die Dynamische Stabilitäts Control (DSC) verfügbar ist. Der zweite Teil des Beitrags erscheint in der ATZ 10.
 
Der Allradantrieb hat bei BMW eine lange Tradition. Bereits 1985 wurde in der 3er-Reihe der erste BMW mit permanentem Allradantrieb vorgestellt. Mit der Präsentation des xDrive-Allradsystems in X3 und X5 öffnete sich im Jahre 2003 ein neues Kapitel dieser Erfolgsgeschichte. Zum zwanzigsten Allradjubiläum in diesem Jahr kommen auch die 3er- und die 5er-Reihe in den Genuss dieser Technologie.
 
Durch Leistungssteigerungen der Bremsanlagen wurden bei sämtlichen Modellen der neuen 3er-Baureihe die Bremswege erneut verkürzt und — unter gleichzeitiger Verbesserung des Bremskomforts — die Sicherheitsreserven weiter ausgebaut. Bei den Regelsystemen ist hervorzuheben, daß; mit Einführung dieser Baureihe nun alle BMW Modelle serienmäß;ig mit der Automatischen Stabilitäts Control (ASC) ausgerüstet sind und daß; darüber hinaus auch in dieser Klasse die Dynamische Stabilitäts Control (DSC) verfügbar ist.
 
Mit dem Lupo 3L TDI bietet Volkswagen als weltweit erster Hersteller ein Fahrzeug mit einem Kraftstoffverbrauch von weniger als drei Litern pro 100 km im MVEG-Zyklus an. Das Drei-Liter-Auto basiert auf dem Lupo, ist jedoch in wesentlichen Elementen ein neues Fahrzeug. Im ersten Teil wurden der neue 1,2-Liter Dreizylinder- Dieselmotor mit Direkteinspritzung und das Direktschaltgetriebe sowie Elektrik, Karosserie und Innenausstattung des Lupo 3L TDI vorgestellt. Der vorliegende zweite Teil behandelt unter anderem das Fahrwerk, erstellt eine Gewichts- und Umweltbilanz und nennt Verbrauchs- und Fahrleistungsdaten.
 
Das Drei-Liter-Auto ist ein weiterer Meilenstein in der Geschichte von Volkswagen. Damit ist das erklärte Ziel von VW, weltweit erster Anbieter eines Fahrzeugs mit einem Kraftstoffverbrauch von weniger als drei Litern pro 100 km im MVEG-Zyklus zu sein, noch klar vor der Jahrtausendwende erreicht. Dies ist vor allem auch der konsequenten Weiterführung der Plattformidee zu verdanken. Das Drei-Liter-Auto basiert auf dem Kleinsten von Volkswagen, dem Lupo, und dennoch ist dieses Fahrzeug weitgehend neu. Dem Kunden allein einen Verbrauchsvorteil anzubieten, reicht bei weitem nicht aus, denn auch Wünsche wie Sicherheit, Komfort, Viersitzigkeit und Geräumigkeit entscheiden letztlich über den Erfolg am Markt und damit der Wirtschaftlichkeit eines solchen Fahrzeugs aus unternehmerischer Sicht.
 
Nach zehnjähriger Laufzeit wird von der DaimlerChrysler-Tochter EvoBus die Setra-Baureihe 300, die noch unter Kässbohrer-Regie entstanden war, durch die völlig neu gestaltete Baureihe 400 in zwei- und dreiachsigen Versionen abgelöst. Fahrwerk und Antrieb entsprechen dem letzten Stand der Technik und wesentlich dem Travego von Mercedes-Benz; Design, Ausstattung und Komfort müssen aber als außergewöhnlich und als Maßstab für künftiges Reisen im Omnibus betrachtet werden.
 
Konventionelle Lichtmaschinen geraten zunehmend an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Für das zukünftige 42-V-Bordnetz sind daher neuartige Starter-Generatoren vorgesehen, die eine weitaus größere elektrische Leistung und höhere Wirkungsgrade ermöglichen sowie zusätzliche Funktionen übernehmen. In dem Beitrag werden verschiedene Starter-Generator-Konzepte verglichen und die Leistungsfähigkeit eines von Siemens VDO entwickelten Starter-Generator-Systems mit Asynchronmaschine aufgezeigt.
 
Bei sportlichen Automobilen geht der Trend hin zu hochmotorisierten Fahrzeugen mit Frontantrieb. Nach Vorstellung des ersten Vorderachskonzepts RevoKnuckle im Jahr 2004 verbessert Ford für den aktuellen Ford RS 500 dieses Prinzip in der Generation II. Die Optimierung erlaubt, dass zusätzlich zu den reduzierten Hebelarmen die ansonsten sehr guten Eigenschaften der McPherson-Vorderachse aus der Serienproduktion weitgehend beibehalten werden können.
 
Mit dem BMW 5er Gran Turismo legt die BMW Group einmal mehr den Grundstein für ein neues Fahrzeugsegment. Sein Debüt erlebt dabei der neue TVDI-Sechszylinder-Ottomotor, bei dem erstmals Turboaufladung, die vollvariable Ventilsteuerung Valvetronic und Direkteinspritzung gemeinsam zum Einsatz kommen. Ideal ergänzt wird der Motor durch das neue Achtgang-Automatikgetriebe. Die Auslegung des Antriebs unterstreicht den Gran-Turismo-Charakter und ermöglicht ein souveränes und komfortables Reisen bei hervorragender Wirtschaftlichkeit.
 
Ausnahmsweise in Frankfurt am Main abgehalten, weil auf dem sonst zur Verfügung stehenden Messegelände in Hannover die Weltausstellung Expo abgehalten wird, konnte die Veranstaltung “58. IAA Nutzfahrzeuge” als voller Erfolg gebucht werden. Denn es waren trotz des Umzugs von der Leine an den Main mit 240.000 Besuchern genauso viele Besucher gekommen wie vor zwei Jahren. Und bei den Ausstellern wurde mit 1.318 Firmen ein neuer Rekord aufgestellt. Im Folgenden sollen einige Neuentwicklungen im Getriebebereich beispielhaft an den Unternehmen DaimlerChrysler, MAN und Iveco sowie von ZF und Eaton vorgestellt werden.
 
Fahrzeughersteller und Zulieferer zeigten auf der 58. IAA Nutzfahrzeuge in Frankfurt am Main serienreife Neuheiten als Ergebnisse von Forschung und Entwicklung in Verbindung mit ansprechendem Design. Damit wurde der Forderung der Zeit nach schneller Einführung umweltschonender Technik, höchster Sicherheit und Wirtschaftlichkeit entsprochen. Die heutigen hochwertigen Lastkraftwagen werden in eine Welt gestellt, die mit ihrer Infrastruktur und den ungleichen Wettbewerbsbedingungen einen reibungslosen und sicheren Transport nicht bietet. Visionen sind notwendig, aber Gesellschaft und Politik sind hier in erster Linie gefragt. Der Stand der Fahrzeugtechnik lässt bereits heute die Verwirklichung von Lösungen für den Straβengüterverkehr von morgen zu [1].
 
Mit dem längsten Radstand im Segment, der langen Motorhaube, den kurzen Überhängen und der fließenden Dachlinie hebt sich die neue BMW 5er-Limousine aus dem Wettbewerbsumfeld ab. Durch die konsequente Kombination von höchstfesten Leichtbauwerkstoffen und Strukturoptimierung konnte die Leichtbaugüte gegenüber dem Vorgängermodell deutlich gesteigert werden. Aus Aluminium werden nicht nur die Türmodule, sondern auch Strukturteile gefertigt.
 
Wird im BMW 3er, 5er, 6er, 7er bereits eine aktive Geschwindigkeitsregelung angeboten, so ist in den aktuell erhältlichen Modellüberarbeitungen von 5er und 6er eine Weiterentwicklung, die aktive Geschwindigkeitsregelung mit Stop&Go-Funktion, verfügbar (ACC-Stop&Go). Diese entlastet den Fahrer auch bei als besonders unangenehm empfundenen Aufgaben, wie dem Fahren im Stau und in stockendem Verkehr mit häufigem Wiederanfahren.
 
Mit dem 607 — Nachfolgemodell des 605 — will Peugeot den Marktanteil an der oberen Mittelklasse in Europa mehr als verdoppeln: 2001 sollen 45 000 Fahrzeuge verkauft werden, das entspricht einem Marktanteil von 4 %. Das Fahrzeug entspricht weitgehend dem Stand der Technik; eine Besonderheit stellt die serienmäßige Ausstattung der HDI-Versionen mit einem Partikelfilter dar.
 
Vor 75 Jahren starb Karl Benz, neben Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach einer der „Väter“ des Automobils. Ihm gelang es 1885, das erste funktionstüchtige Automobil mit Verbrennungsmotor zu konstruieren. Dabei strebte Benz im Gegensatz zu Daimler und Maybach von vornherein eine Gesamtkonzeption eines Automobils an. Zehn Jahre jünger als Daimler, war es ihm vergönnt noch zu Lebzeiten den endgültigen Durchbruch seiner Idee und den Siegeszug des Autos sowie den Zusammenschluss der zwei ältesten Automobilfabriken der Welt mitzuerleben.
 
Vor 75 Jahren wurde die erste Fachzeitschrift der deutschen Automobilindustrie „Der Motorwagen“ in „Automobiltechnische Zeitschrift“ umbenannt — damals wie heute die einflussreichste Publikation der nationalen Auto- und Motorenindustrie und eine der bekanntesten Fachzeitschriften der Branche weltweit. Seit dem 1. Juli 1929 wurde das Blatt nicht nur unter neuem Namen herausgegeben, sondern es erfolgte auch eine Zusammenfassung der wichtigsten technisch-wissenschaftlichen Fachzeitschriften in Deutschland. Seit 1929 ist die ATZ damit unbestritten eine der bedeutendsten Informationsquellen der Automobilindustrie.
 
Vor 75 Jahren, am 29. Juni 1932, wurde die Auto Union AG in Chemnitz gegründet. Sie expandierte zu einem der bedeutendsten und größten europäischen Fahrzeugkonzerne, der in der Neugründung der Auto Union GmbH 1949 seinen Fortbestand bis zur heutigen Audi AG hat. Mit seinen vier Marken Audi, DKW, Horch und Wanderer deckte der Konzern in den 30er Jahren alle Fahrzeugsparten ab und war in manchen Bereichen weltweit führend. Technische Innovationen, die bis heute ihre Gültigkeit haben, wurden von Auto-Union-Ingenieuren entwickelt.
 
So manche amerikanische und deutsche Automobilmarke kann auf eine lange Tradition zurückblicken und zahlreiche Erfolge vorweisen. Und doch ist es etwas Besonderes, wenn in diesem Jahr das Kölner Ford-Werk auf 75 Jahre Automobil-Produktion zurückblicken kann. Denn nicht nur die lange Zusammenarbeit, die selbst schwierigste Zeiten überstanden hat, ist außergewöhnlich, auch die Leistungen dieses amerikanisch-deutschen „Joint-ventures“ machen Ford-Köln zu einem Ausnahmeunternehmen in der Automobilgeschichte.
 
Als Fritz von Opel am 23. Mai 1928 in dem Raketenauto RAK II mit fast 240 km/h über die Berliner Avus dahinjagte, war der Glanzpunkt dieser genialen Sackgasse in der Entwicklung des Raketenantriebs für Automobile erreicht. Es waren nur wenige Jahre, in denen die deutschen Raketenfahrzeuge für Aufsehen sorgten. Aber mit den empirischen Forschungen der Raketenspezialisten Maximilian Valier und Friedrich Wilhelm Sander begann ein neues Zeitalter in der Entwicklung des Antriebs, das sich noch heute auf die moderne Raumfahrt auswirkt.
 
Top-cited authors
Lutz Eckstein
  • RWTH Aachen University
Albert Albers
  • Karlsruhe Institute of Technology
Hans-Joachim Unrau
  • Karlsruhe Institute of Technology
Martin Goede
  • Volkswagen AG
Sven Beiker
  • Stanford University