Hochschule Düsseldorf
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In diesem Kapitel werden neben zahlreichen Begriffsdefinitionen aus dem Bereich der sexuellen Orientierung und Genderidentität Barrieren im Gesundheitssystem, die ältere Personen aus der LGBTQI*-Gruppe erfahren, aufgezeigt und diskutiert. Biografien von LGBTQI*-Personen werden vorgestellt und damit veranschaulicht, dass trotz aller Komplexität wie Partnerverlust, Arbeitslosigkeit, Altersfragen, familiären und gesundheitlichen Herausforderungen das autonome Gesundheitsmanagement im Alter eine entscheidende Rolle für den Erhalt der subjektiven Gesundheit spielt. Die Identifikation mit der sexuellen oder Genderidentität ist in diesem Prozess ein wichtiger protektiver Faktor, aber die Person auf diese Teilidentität zu reduzieren wäre kontraproduktiv. Eine Person muss mit ihrer gesamten Identität in den Gesundheitseinrichtungen berücksichtigt werden – darüber reden und fragen sorgt nicht für Irritationen, sondern Wertschätzung.
Zusammenfassung In der psychologisch-psychiatrischen Begutachtungspraxis mehren sich Anfragen von Familiengerichten, die um eine kriminalprognostisch-sexualwissenschaftliche Begutachtung eines Elternteils oder neuen Partners bitten. Hintergrund dieser Aufträge sind entweder Vorstrafen oder laufende Ermittlungen wegen Sexualdelikten oder Hinweise auf paraphile Interessen der Probanden. Wenngleich in vielen Fällen bereits familienpsychologische Sachverständige im Verfahren zu Fragen der Erziehungsfähigkeit und/oder einer etwaigen Kindeswohlgefährdung beauftragt wurden, lehnen diese die Beantwortung derartiger sexualforensischer Risikoeinschätzungen mit dem Verweis auf eine fehlende Kompetenz oft ab. Es besteht große Verunsicherung aufseiten beauftragender Gerichte, des Jugendhilfesystems, aber auch Sachverständiger bezüglich der Möglichkeiten und Grenzen eines diagnostischen Vorgehens und des Zusammenwirkens unterschiedlicher Gutachtenbereiche. Der vorliegende Beitrag liefert einen theoretischen Hintergrund, einen Sachstandsbericht aus der Praxis und diskutiert unterschiedliche Zuständigkeiten bei derartigen Fragestellungen sowie ein praktikables Vorgehen.
Zusammenfassung Zu den betrieblichen Bündnissen liefert dieser Beitrag einige empirische Ergebnisse aus einer repräsentativen Befragung von Betriebsräten. Dabei werden die vereinbarten Inhalte mit denen der Finanzkrise 2009 verglichen, um zu prüfen, ob sich bestimmte Grundmuster aufgrund erfahrungsgesättigter Praxis wiederholen, aber auch neue Spezifika angesichts veränderter Problemkonstellationen herausbilden. Schließlich wird diskutiert, welche Schlussfolgerungen im Falle eines möglichen neuerlichen Konjunkturabschwungs zu ziehen sind.
Zusammenfassung In den Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit in Deutschland lassen sich vielerorts Beispiele dafür finden, wie extrem rechte Akteure versuchen, Einfluss auf die Soziale Arbeit zu nehmen. Dass es sich dabei um gezielte und strategisch angelegte Einflussnahmen handelt, belegen zwei empirische Studien, die zwischen 2019 und 2021 in Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt wurden. Sie legen systematische Erkenntnisse zu den extrem rechten Einflussnahmen in der Sozialen Arbeit vor. Der Beitrag gibt einen Einblick in Forschungskontexte und Design der vorliegenden zwei Studien. Anschließend werden ausgewählte Befunde aus beiden Bundesländern vorgestellt; sie geben Aufschluss über die Formen extrem rechter Einflussnahmen in der Sozialen Arbeit und über die Bedingungen, die diese Einflussnahmen begünstigen.
Die Zulässigkeit des geplanten Transaktionsweges der Direktabspaltung, bei dem die Muttergesellschaft ihre Beteiligung an ihrer Tochtergesellschaft auf diese ohne dortige Kapitalerhöhung abspaltet, die Beteiligung aber gleichwohl unmittelbar im Zuge des Direkterwerbs auf ihre Gesellschafter überträgt, begegnet erheblichen rechtlichen Bedenken.
Diese Untersuchung beschäftigt sich mit der sog. Direktabspaltung im engeren Sinne oder auch „reine Direktabspaltung“ genannt. Das bedeutet, dass die abzuspaltende Beteiligung nicht nur ein Bestandteil des abzuspaltenden Vermögens, sondern der einzige Vermögensgegenstand ist, der mit der Abspaltung übertragen werden soll.
Die in der Literatur als „Direktabspaltung“ diskutierte Form der Abspaltung, die auch unter § 123 Abs. 1 UmwG subsumiert werden soll, ist ein besonderer Fall der theoretischen Diskussion einer umwandlungsrechtlichen Fragestellung, die in der Praxis allerdings – so scheint es – nicht aufgegriffen wird.
Die Frage der Zulässigkeit einer Keinpersonen-Gesellschaft stellt sich bei dem Transaktionsweg der Direktabspaltung deshalb, weil bei der Direktabspaltung die Frage diskutiert wird bzw. werden muss, ob ein Durchgangserwerb der Beteiligung der Muttergesellschaft an der Tochtergesellschaft bei der Tochtergesellschaft selbst oder ein Direkterwerb der Beteiligung an der Tochtergesellschaft unmittelbar bei den Gesellschaftern der Muttergesellschaft stattfindet bzw. stattfinden kann.
In diesem Kapitel werden die einzelnen Schritte des Planungsprozesses grüner Kommunikation aufgezeigt. Jeder Einzelschritt wird dabei in seinen spezifischen Teilaspekten dargestellt. Zur Illustration – aber natürlich auch zur Inspiration – dienen dabei Aussagen aus Interviews mit Unternehmen aus der Energiebranche. Sie geben eine praxisnahe Beurteilung der einzelnen Aspekte.
Eine Haartransplantation lässt sich ohne Probleme in Lokalanästhesie mit oraler Sedierung durchführen. Bei Kindern unter 12–15 Jahren und bei Patienten mit besonderen Merkmalen (Panikattacken, unbedingter Wunsch nach Vollnarkose, extreme Unruhezustände) kann eine „i. v.-Narkose“ erforderlich werden. Das muss man vorab besprechen und entsprechend einplanen, insbesondere weil der Anästhesist für 6–8 Stunden benötigt wird und zusätzlich ein nicht unerheblicher Kostenfaktor entsteht. Unabhängig vom Anästhesieverfahren muss das Operationsgebiet immer lokal anästhesiert werden. Es sollen mittel- bis langwirksame Anästhetika mit vasokonstriktorischen Zusätzen, zum Beispiel Adrenalin, Verwendung finden. Die kontinuierliche Tumeszenz mit Ringerlösung verbessert die Operabilität erheblich. Es werden weniger anatomische Strukturen geschädigt, die Wundheilung wird optimiert. Der leicht erhöhte Gewebedruck hat keinen Einfluss auf das spätere Haarwachstum, denn Tumeszenz schädigt in keinem Fall die Haarfollikel.
Meist erfolgt die Haartransplantation in Lokalanästhesie und mit oraler Sedierung. Wird bei wenigen Ausnahmen eine sogenannte i. v.-Narkose erforderlich, muss ein Anästhesist mit entsprechendem Monitoring einbezogen werden. Je nach Entnahmetechnik und Operationsumfang erfolgt eine partielle oder totale Kahlrasur vor Behandlungsbeginn. Die nachfolgende Lagerung muss für die Patienten bequem sein, damit Unruhe und Bewegung vermieden werden. Die Lagerungsmöglichkeiten (sitzend, Bauch- oder Seitenlage) richten sich nach Entnahmetechnik und individuellen Erfahrungen der Operateure. Die strukturierte und entspannte Operationsvorbereitung ist wichtig für die psychische und physische Kondition des Patienten zu Beginn und auch während der Behandlung. Sie schafft durch fühlbare Professionalität Vertrauen. Auch erfahrenen Operateuren wird bei jedem Patienten das Anzeichnen des Entnahmegebiets, geplante Entnahmemengen etc. dringend empfohlen. Somit wird der Verlauf der Behandlung professionell und niemals unstrukturiert verlaufen, was sich am Ende in einer reduzierten Operationsdauer widerspiegelt.
Unter Haartransplantation versteht man die Umverteilung vitaler Dihydrotestosteron (Abk. DHT) resistenter autologer Haarwurzeln aus dem Haarkranz oder aus anderen stark behaarten Körperregionen des Mannes oder der Frau in unbehaarte oder wenig behaarte Gebiete. Streng genommen handelt es sich um eine Haarwurzeltransplantation. Umgangssprachlich wird allgemein von Haartransplantation gesprochen. Vor etwa 100 Jahren versuchte man erstmals die Haarwurzeltransplantation mit eigens dafür entwickelten Instrumenten. Seit 50 Jahren haben sich die Verfahren von der Makrochirurgie zur Mikrochirurgie gewandelt. Damit sind nun auch hervorragende optische Resultate und schnelle Rekonvaleszenz garantiert.
Die gebräuchlichste und im Prinzip für alle Transplantationspatienten empfohlene Messung der Haargruppendichte ist die Trichodensitometrie (Syn. Densitometrie, Densometrie, Trichometrie). Das Verfahren ist einfach und schnell durchführbar. Die Haargruppendichtemessung liefert die Zahlenanalyse der dihydrotestosteronresistenten Spenderhaarwurzeln der Patienten und sichert somit die Prognose über verfügbare Transplantatzahlen. Es werden die Haargruppen, Follikular Units als kleinste anatomische Einheit, für eine definierte Fläche gezählt. Häufige Fehler bei der Dichtemessung sind: ungenaues Anzeichnen von 1 cm2, ungenaue Maße einer angefertigten Schablone, Zählfehler beim Auszählen (was zählt als Unit, was zählt als benachbarte Unit), variierende Detektionsgrenze bei computergestützter Auszählung, überlappende Haare, weil nicht kurz genug rasiert oder stark kraus, helles Haar, welches zur Messung nicht dunkel gefärbt wurde, und Clusterbildung.
Je nach Vereinbarung, Verlauf der Operation und aufgetretenen Besonderheiten, Schwierigkeiten oder Komplikationen wird die postoperative Nachsorge und Kontrolle durch den Arzt organisiert. Postoperative Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen sind Taubheitsgefühl, Schwellungen, Ödeme, Hämatome. Infektionen oder Nekrosen stellen echte Komplikationen dar. Manifeste Infektionen (Eiterabsonderung, lokale Rötung, Fieber, Allgemeinzustand schlecht) müssen nach Antibiogramm mit Antibiotika therapiert werden, außerdem Herdsanierung und Spülung mit Wasserstoffperoxid. Gelegentlich kann es bei über 45-jährigen starken Rauchern mit hoher Resthaardichte zum „Shock-loss-Phänomen“ kommen, was den vorübergehenden Haarausfall nicht transplantierter Haare im Behandlungsgebiet bezeichnet. Nach 8–12 Wochen setzt der neue Haarwuchs ein. Adstringierende Pflege mit Shampoos und Lotionen wird empfohlen. Nach 10–12 Monaten ist eine ärztliche Abschlusskonsultation mit Fotodokumentation angeraten. Es obliegt dem Arzt mit seiner Erfahrung, wie und in welchem Umfang weitere effiziente Behandlungsschritte einzuleiten sind.
Diagnose und Prognose entscheiden die Vorgehensweise beim Haarpatienten. Es ist ärztliche Pflicht, nach bestem Wissen und Gewissen über Behandlungsmöglichkeiten und deren Alternativen aufzuklären. Der Patient erwartet vom Arzt eine Empfehlung, was eine besondere Verantwortung darstellt. Bei androgenetischer Alopezie sollen zunächst konservative Methoden empfohlen und angewandt werden. Sind sie erfolglos oder werden vom Patienten abgelehnt, dann hilft nur eine Haartransplantation in ein oder mehreren Schritten, je nach Behandlungsumfang. Bei großen Kahlflächen sind große Transplantatmengen erforderlich. Das lässt sich meistens nicht in einer Sitzung behandeln. Auch muss geprüft werden, ob die Spenderfläche überhaupt solch große Mengen hergibt. Mit wenigen Hilfsmitteln lässt sich eine sehr gute Kalkulation vornehmen, die auch für den Patienten nachvollziehbar ist. Weniger kann hierbei auch mehr sein, wenn die Transplantate geschickt nach optischer Wertigkeit und Wirkung umverteilt werden.
Nach Abschluss der Transplantation werden die Patienten langsam auf die Entlassung aus der Praxis vorbereitet. Kurz davor wird der Abschlusscheck durchgeführt. Die Transplantatempfängerregion bleibt ohne Verband, sie heilt unter Schorf ab. Der Wundschorf selbst schützt vor Dislokationen der Follikular Units. Der Patient erhält abschließend eine Kopfbedeckung, am besten „Baseball-Kappe“, zum optischen Abdecken des Operationsfelds, ohne dass Kontakt zu diesem besteht. Die Haartransplantation ist bei korrekter Ausführung ein sehr komplikationsarmer Eingriff, der, in der Regel, keine postoperativen Interventionen erfordert. Das weiß der erfahrene Arzt. Der Patient kann das nicht wissen und auch nicht nachvollziehen. Deshalb ist wichtig, dass alle Patienten nach Entlassung in die häusliche Rehabilitation sich ärztlich gut betreut fühlen und bei Bedarf stets mit dem Behandler in Verbindung treten können. Dafür hat der Arzt Sorge zu tragen.
Als Alopezie bezeichnet man den temporären oder permanenten Haarausfall ursprünglich behaarter Areale, meist der behaarten Kopfhaut. Das Symptom Haarausfall kann verschiedene Ursachen haben. Neben gut konservativ behandelbaren Formen des Haarausfalls ist die androgenetische Alopezie des Mannes und der Frau eine sehr häufig auftretende Diagnose. Sie kann im Anfangsstadium mit konservativen Maßnahmen verlangsamt werden. Am Ende bringt nur die Haartransplantation die optische Rehabilitation der Patienten. Die Stadien der Alopezie werden beim Mann nach Norwood-Hamilton, bei der Frau nach Ludwig klassifiziert. Bei narbigen Alopezien wird nach primär vernarbenden und sekundär narbigen Alopezien eingeteilt.
Beim Umgang mit vielfältigen prä-, intra- und postoperativen Problemen ist ärztliche Erfahrung gefordert. Die wichtigsten und meist vorkommenden Problemsituationen werden tabellarisch erfasst und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Die Aufbewahrung der gewonnenen Follikular Units soll so erfolgen, dass eine lange Überlebenszeit außerhalb des Körpers gesichert ist. Zukünftiger Haarwuchs wird am meisten gefährdet durch Austrocknen der Transplantate, zu hohe oder zu tiefe Temperaturen, iatrogene Verletzungen, Dissektionen, konzentrierte Desinfektionslösungen (Jod oder Wasserstoffperoxid) und mechanischen Druck. Ideal für die „Out-of-body-Time“ der Follikular Units ist das feuchte Milieu in Ringerlösung um 18 °C, kühle Behandlungsräume und atraumatischer Umgang. Zur Ringerlösung werden Zusätze wie liposomales Adenosintriphosphat (ATP) oder auch Platelet Rich Plasma (PRP) empfohlen. Die Sortierung der Follikular Units in 1er-, 2er-, 3er-, … Gruppen kann hilfreich sein. Durch den globalen Überblick über Menge und Zusammensetzung der Follikel kann die Operations- und Verteilungsstrategie im Empfängerareal erstellt werden. Bei simultaner Transplantation oder beim Gebrauch von Implantersystemen muss nicht zwingend sortiert und gezählt werden. Hier kann man die Follikelgruppen „on demand“ platzieren. Das setzt einige Erfahrung voraus, damit am Ende die Behandlungsfläche randomisiert mit Follikular Units besetzt ist und ein ästhetisches, natürliches Bild reproduziert wird.
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