Sascha Koch

Justus-Liebig-Universität Gießen, Gieben, Hesse, Germany

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  • Sascha Koch · Michael Schemmann
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    ABSTRACT: Institutionen fundieren und formen die Gestalt sowie das Handeln sozialer Akteure – Akteure wiederum erzeugen, erhalten sowie verändern Institutionen und lassen sie letztlich erodieren . Auf diese Gemeinsamkeit lassen sich die unter dem Label des „Neo-Institutionalismus“ subsumierten theoretischen Entwürfe wie auch empirischen Untersuchungen der letzten drei Jahrzehnte zurückführen. Variationen einer als Neo-Institutionalismus klassifizierten Theorie finden sich in ganz unterschiedlichen Disziplinen, so etwa in der Politik- oder Wirtschaftswissenschaft ebenso wie in der historischen Forschung. Die hier versammelten Beiträge beziehen sich demgegenüber auf die als „organisationssoziologisch“ bzw. „soziologisch“ bezeichneten Diskussionskontexte, deren Programmatiken in den 1970er Jahren von US-amerikanischen Organisations- und Bildungsforschern formuliert wurden. Der Begriff der Institution steht bei ihnen stellvertretend für ganz unterschiedliche Elemente einer gesellschaftlichen Umwelt, in die soziale Akteure – seien es Individuen, Organisationen, Nationalstaaten etc. – eingebunden sind und von denen sie grundlegend konstituiert und permanent beeinflusst werden. In der Tradition soziologischer Wissenschaft werden solche gesellschaftlichen Sachverhalte und Gegenstände als Institution gekennzeichnet, die verschiedene, jedoch miteinander verbundene Merkmale aufweisen: Externalität (sie existieren außerhalb der sozialen Akteure), Objektivität (sie sind für mehrere soziale Akteure vorhanden), Permanenz (sie überdauern die Beteiligung einzelner Akteure), Sinnhaftigkeit (sie repräsentieren eine inhaltliche Bedeutung für Akteure) sowie eine Regelhaftigkeit (sie nehmen bestimmenden Einfluss auf Akteure).
    12/2008: pages 7-18;
  • Sascha Koch · Michael Schemmann
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    ABSTRACT: Die Aufsätze „Institutionalized Organizations: Formal Structure as Myth and Ceremony“ von John W. Meyer und Brian Rowan aus dem Jahr 1977 sowie „The Iron Cage Revisited: Institutional Isomorphism and Collective Rationality in Organizational Fields“ von Paul J. DiMaggio und Walter W. Powell aus dem Jahr 1983 werden in Übersichtsdarstellungen gemeinhin als Ausgangspunkt eines „neuen Institutionalismus“ in der Organisationsforschung interpretiert. In den beiden Schlüsseltexten, die oft auch als „seminal pieces“, „mile stones“ oder auch „foundational pieces“ bezeichnet werden, finden sich zentrale Thesen, grundlegende Konzepte sowie mehr oder weniger präzise definierte Begriffe, die bis heute ihr analytisches Anregungspotenzial nicht verloren haben. Dies gilt auch für den dritten hier angeführten Text von Karl E. Weick. Sein Beitrag über „Educational Organizations as Loosely Coupled Systems“ von 1976 wird zwar – richtet man sich nach der einschlägigen Zuordnungspraxis – nicht zum neo-institutionalistischen Kanon gezählt, allerdings ist seine darin ausformulierte Überlegung zum Phänomen der Entkopplung organisationaler Elemente zu einem dauerhaften Baustein des neo-institutionalistischen Theoriegebäudes geworden.
    12/2008: pages 20-27;

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  • 2008
    • Justus-Liebig-Universität Gießen
      • Institut für Erziehungswissenschaft
      Gieben, Hesse, Germany