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ABSTRACT: Die Reaktionen auf die Terrorattentate vom 9.September 2001 in New York waren in der westlichen Bevölkerung immens. In der
vorliegenden Übersichtsarbeit werden die Auswirkungen von Terrorattentaten durch Einbeziehung bevölkerungsrepräsentativer
Untersuchungen, Surveys, klinischer Interviews und Einstellungsbefragungen dargestellt, die über eine deskriptive Literaturrecherche
ermittelt wurden. Als Ergebnis des Reviews zeigt sich, dass die Angst vor weiteren Terrorattentaten in der Bevölkerung vergleichsweise
hoch und mit zahlreichen psychologischen Folgen und Reaktionen assoziiert ist. Die Einschätzung der Auftretenswahrscheinlichkeit
eines Terrorattentats hängt unter anderem mit den besonderen Charakteristika und der hohen medialen Präsenz des Themas zusammen.
Die Anzahl der Stresssymptome bis hin zu psychiatrischen Diagnosen erwies sich in mehreren unabhängigen Untersuchungen mit
einer hohen Risikowahrnehmung assoziiert. Dies ließ sich nicht nur bei den Opfern von Terrorattentaten, sondern auch bei indirekt
Betroffenen zeigen. Darüber hinaus gibt es mehrfache Belege dafür, dass die Anzahl der Stresssymptome mit der Dauer des TV-Konsums
über Neuigkeiten zu Terrorattentaten zusammenhing. Als methodische Kritik ist an den gegenwärtigen Untersuchungsszenarien
einzuwenden, dass es derzeit keine tiefer gehenden Analysen zur Entwicklung der Risikowahrnehmung und zu ihrem Einfluss auf
die Gesundheit gibt. Aufgrund der internationalen Bedeutung des Themas und der interkulturellen Unterschiede im Umgang mit
Krisensituationen ist eine internationale Standardisierung von Untersuchungszugängen wünschenswert.
The reactions to the 9/11 terror attacks were immense in the western population. In the current review, the impact of terror
attacks is presented with surveys, clinical interviews, and scientific polls, which were identified in a comprehensive literature
search. Results show that the fear of further terror attacks is comparatively overestimated in the population and is associated
with numerous psychological consequences and reactions. The overestimation of the probability of further terror attacks is
related among other reasons to its unique features and its strong representation in the media. Several independent studies
proved that the number of stress symptoms and psychiatric diagnoses is associated with a high risk perception in relation
to terror attacks. This was not only the case for victims of terror attacks, but also for people indirectly exposed to the
terror attacks. In addition, there is evidence that the number of the stress symptoms correlate with the duration of TV consumption
of new findings about terror attempts. Methodologically, there is a critical lack of more in-depth analyses to explain the
development of risk perceptions and its influence on mental and physical health. Because of the international importance and
cross-cultural differences, an international standardization of research is desirable.
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 04/2012; 52(12):1129-1140. · 0.66 Impact Factor