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Nutzung elektronischer Medien im Jugendalter

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz (Impact Factor: 0.72). 01/2007; DOI: 10.1007/s00103-007-0225-7
Source: OAI

ABSTRACT Zusammenfassung
Die Beschftigung mit elektronischen Medien spielt fr das Freizeitverhalten von Jugendlichen eine immer grere Rolle. Aus
Sicht der Gesundheitswissenschaften stellt sich unter anderem die Frage, inwieweit die intensive Mediennutzung auf Kosten
der krperlich-sportlichen Aktivitt und der gesundheitlichen Entwicklung der Heranwachsenden geht. Die Daten des Kinder-
und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS), die mit Fokus auf die 11- bis 17-Jhrigen ausgewertet wurden, besttigen die starke
Nutzung elektronischer Medien. Allerdings zeigen sich deutliche gruppenspezifische Unterschiede. So verbringen Jungen mehr
Zeit als Mdchen mit Computer/Internet und Spielkonsole, whrend Mdchen hufiger Musik hren und mobil telefonieren. Fernsehen
und Video schauen ist bei Jungen und Mdchen gleichermaen populr. Jugendliche aus Familien mit niedrigem Sozialstatus oder
geringer Schulbildung beschftigen sich weitaus hufiger und lnger mit elektronischen Medien, insbesondere mit Fernsehen/Video,
Spielkonsole und Handy. Gleiches gilt fr Jungen und Mdchen aus den neuen Bundeslndern und fr Jungen, jedoch nicht fr
Mdchen mit Migrationshintergrund. Ein Zusammenhang zur krperlich-sportlichen Aktivitt lsst sich fr Jugendliche feststellen,
die tglich mehr als 5 Stunden mit der Nutzung elektronischer Medien zubringen. Diese Gruppe der starken Nutzer ist zudem
vermehrt von Adipositas betroffen. Damit verdeutlichen die Ergebnisse der KiGGS-Studie, die im Einklang mit frheren Forschungsbefunden
stehen, dass die Nutzung elektronischer Medien auch aus Public-Health-Sicht relevant ist und bei Untersuchungen zur Kinder-
und Jugendgesundheit einbezogen werden sollte.

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  • Der Pneumologe 01/2008; 5(2):74-83.
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    ABSTRACT: Das transtheoretische Modell der Verhaltensänderung beruht auf einer Differenzierung von 5 Stufen der motivationalen Änderungsbereitschaft. Der Beitrag untersucht vergleichend die Validität zweier Instrumente zur Klassifikation der Stufen für unterschiedliche Aktivitätsempfehlungen bei Jugendlichen.Anhand von Fragebogendaten zu körperlicher Aktivität und sitzenden Tätigkeiten wurden bei 560 Jugendlichen (14–16 Jahre) die Stufen der Verhaltensänderung für Sport und ein weites Konzept körperlicher Aktivität mittels Varianz- und Missklassifikationsanalysen validiert.Die Stufen unterschieden sich vorwiegend in sportlichen jedoch kaum in alltäglichen Aktivitäten. Übereinstimmungen der Stufeneinteilung mit dem empfohlenen Aktivitätsausmaß waren für das weite Konzept körperlicher Aktivität im Gegensatz zum Sport ebenfalls gering. Ergebnisse zur diskriminanten Validität fielen positiv aus.Es kann für die Messung der Stufen der Änderungsbereitschaft nur bezüglich des Sports ein valides deutschsprachiges Messinstrument vorgelegt werden.
    Prävention und Gesundheitsförderung 01/2008; 3(3).
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    ABSTRACT: Die vorliegende Arbeit gibt eine Übersicht über die Zusammenhänge von Medienkonsum und Schlaf bei Kindern und Jugendlichen. Bei dem Großteil der verfügbaren Studien handelt es sich um Querschnittsuntersuchungen, von denen die Mehrheit einen signifikant negativen Zusammenhang zwischen Medienkonsum und Schlafqualität feststellen konnte. Experimentelle Studien, die Aufschluss über kausale Zusammenhänge geben könnten, sind jedoch bislang kaum vorhanden. Anhand der vorliegenden Ergebnisse werden mögliche Gründe und Folgen der Beeinträchtigung von Schlaf durch Fernsehen, Computer- und Internetnutzung sowie Handygebrauch zusammengefasst und diskutiert. In Anbetracht der Aktualität des Themas besteht weiterer Forschungsbedarf, um Eltern und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und um wissenschaftlich fundierte Ratschläge geben zu können.
    Somnologie - Schlafforschung und Schlafmedizin 16(2).

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May 27, 2014