Article

Entkopplungsmanagement: Ein relevanter Schritt auf dem Weg zur Selbststeuerung von Supply Chains

http://www.alexandria.unisg.ch/Publikationen/30515
Source: OAI

ABSTRACT Die sich immer schneller verändernden Umfelder heutiger Märkte haben erhebliche Auswirkun-gen auf die Konfiguration und das Design von Supply Chains. So führt der Aufbau virtueller Unternehmen sowie globaler Logistikverbünde und -allianzen zu einer Zunahme an komplexen, unternehmensinternen und -übergreifenden Managementaktivitäten. Vielfach erfordern die Individualisierungen von Kundenbedürfnissen eine immer größere Zahl von Produkt- und Leis-tungsvariationen, die nur noch durch organisatorische Flexibilität und Vielfältigkeit zu meistern sind. Unternehmen müssen sich in kürzester Zeit mit andern Akteuren in Supply Chains zu-sammenschliessen, aber genauso schnell wieder trennen. Die Implementierung einer zentralen Steuerung von ganzen Supply Chains mit starren Weisungs- und Delegationsprinzipien sowie Koordinationsmechanismen scheint vor diesem Hintergrund nicht zielführend zu sein. Die zu-nehmende Dynamik und strukturelle Komplexität erfordern vielmehr die Fähigkeit zur Selbst-steuerung. In selbststeuernden Systemen gehen Unternehmen kontinuierlich neue Verbindungen ein und lösen alte auf. Unternehmen sind auf den zweiten Fall allerdings meist nicht ausreichend vorbereitet. Häufig werden weder die Anlässe für Entflechtungs- und Auflösungsaktivitäten systematisch analysiert, noch halten die Entscheidungsträger alternative Szenarien oder detaillierte Gestaltungshinweise für die Entkopplung von Supply Chain-Partnern vor. Dabei ist eine Beendung oder Entnetzung nicht immer als Risiko sondern auch als Chance zu in-terpretieren. Mit dem Entkopplungsmanagement wird in diesem konzeptionellen Beitrag ein Ansatz für das Management von Wertschöpfungsnetzwerken zwischen Integration und loser Kopplung vorgestellt. Wissenschaftler wie auch Praktiker erhalten Anregungen, wie ein zentraler Schritt auf dem Weg zur Selbststeuerung von Supply Chains zu bestreiten ist.

Download full-text

Full-text

Available from: Erik Hofmann, Jul 06, 2015
1 Follower
 · 
76 Views
  • Source
    [Show abstract] [Hide abstract]
    ABSTRACT: The article points out, that current rigid supply chains seem to struggle with the dynamic of the environment. Frequent changes of customer preferences and demand as well as dynamic political and economical conditions do pressurize companies to continuous adjustments. If a company is embedded into integrated supply relationships the impact of the adjustments at other supply partners have to be taken into account as well. Thus, more time is needed due to an extended decision-making process, which in turn reduces a companies’ flexibility and may decrease its competitive capabilities. This trade-off between the opportunity to gain relational rents in integrated supplier-buyer relationships on the one side and decreased flexibility on the other side has to be taken into account by an evaluation of the outcome of close relationships. The undifferentiated “romantic” view on cooperation with suppliers neglects the possibility of flexibility reduction and performance weakness due to a lack of market pres
    true, 01/2007: pages 397-425; Gabler.
  • [Show abstract] [Hide abstract]
    ABSTRACT: Die Automobilindustrie verfolgt das Ziel, im Markt angekündigte neue Fahrzeugbaureihen nach einer zeit- und kosteneffizienten Anlaufphase termin- und qualitätsgerecht auszuliefern. Dies bedingt eine enge Abstimmung der an der Leistungserstellung beteiligten internen wie externen Akteure. Hierzu dient die Formulierung und konsequente Einhaltung einer Anlaufstrategie auf Unternehmensebenewie auch deren Ausbreitung auf sämtliche am Serienanlauf beteiligte Unternehmen.
    12/2007: pages 9-29;