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Interdisziplinäre Untersuchungen zur Verbesserung der Behandlungsqualität des Prostatakarzinoms: Optimierung des Nervenerhalts bei radikaler Prostatektomie

Der Urologe (Impact Factor: 0.46). 01/2007; 46(9). DOI: 10.1007/s00120-007-1445-z

ABSTRACT Beim Prostatakarzinom treten neben dem onkologischen Resultat in der Folge die Fragen nach der Lebensqualität zunehmend in den Vordergrund. Mit der Etablierung eines multidisziplinär kooperierenden Forschungsnetzwerkes wird die Optimierung der Diagnostik und der resultierenden Behandlung des Prostatakarzinoms angestrebt.Hauptmerkmal der interdisziplinären Kooperation ist das ineinander greifen bearbeiteter Einzelprojekte. Einen Schwerpunkt bilden histologische Ganzflächenschnittpräparate der Prostata mittels derer anatomische Studien der peripheren Nervenverläufe und eine Gegenüberstellung der Tumorsituation zur entsprechenden MRT-Bildgebung durchgeführt werden. Durch serielle Anordnung der Schnitte werden dreidimensionale (3D-)Rekonstrukte der lokalen Verteilung von karzinomatösen Arealen in der Prostata und immunhistochemische Heterogenitäten untersucht. Im Rahmen des Lymphknotenstagings werden Verfahren etabliert, die die Darstellung von Tumorzellen in Lymphknotenlysaten ermöglicht. Resultierend aus der Therapie wird die subjektiv empfundene Lebensqualität und Funktionalitäten durch Fragebogenevaluationen ermittelt.Durch anatomische Studien der Nervenverläufe wurden neue Erkenntnisse gewonnen, die im Hinblick auf die nerverhaltenden operativen Techniken sich in Zukunft auf die postoperative Lebensqualität auswirken werden. Wesentliche Erkenntnisse konnten für die Interpretation der Bildgebung im Rahmen der präoperativen Planung erlangt werden. Erste identifizierte molekulare Marker in histologisch tumorfreien Arealen von tumortragenden Prostaten erweitern die Bewertungsmöglichkeit von Stanzbiopsien im Rahmen des lokalen Stagings. Die Tumorzelllast einzelner Lymphknoten kann numerisch quantifiziert und Mikrometastasierungen in histologisch negativen Lymphknoten identifiziert werden. Die nerverhaltende Technik weist zur Lebensqualität und erektilen Funktionalität eine deutliche Korrelation auf.Interdisziplinäre Projekte mit anwendungsbezogenen Fragestellungen sind für die Translation hilfreich. Resultierend kann durch entsprechende Diagnostik die Therapie individualisiert werden, die sowohl eine optimale onkologische Behandlung als auch resultierend den maximalen Erhalt der Lebensqualität für den einzelnen Patienten anstrebt.

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    ABSTRACT: Pelvic lymph node metastases indicate a poor prognosis for prostate cancer patients. The aim of this study was to evaluate the suitability of laparoscopic radioisotope guided sentinel lymph node (SLN) dissection in staging of prostate carcinoma. 28 patients with prostate cancer and intermediate or high risk for lymph node metastases considered for external beam radiotherapy underwent laparoscopic pelvic lymphadenectomy at our institution. For visualization of individual SLN distribution, an image fusion system consisting of a gamma-camera with integrated X-ray tube was used. During laparoscopic lymphadenectomy, SLN were identified using a laparoscopic gamma probe. Preoperative imaging and laparoscopic gamma probe allowed an excellent delineation of SLN. 57% (preoperative imaging) as well as 48% (intraoperative measurements) of SLN were found outside the obturator fossa. All SLN were removed successfully without intra- or postoperative complications. Despite extended lymphadenectomy, no significant lymphocele appeared. 10 lymph node metastases were found in 7 out of the 31 patients (23%) with 3 of the 10 metastases lying outside the obturator fossa representing the standard lymphadenectomy area. The present data demonstrate that laparoscopic SLN dissection is an excellent minimally invasive and technically feasible tool for staging of intermediate and high risk prostate cancer.
    European Urology 03/2006; 49(2):280-5. · 10.48 Impact Factor