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The Professional Medical Ethics Model of Decision Making Under Conditions of Clinical Uncertainty

Medical Care Research and Review (Impact Factor: 2.57). 11/2012; 70. DOI: 10.1177/1077558712461952
Source: PubMed

ABSTRACT The professional medical ethics model of decision making may be applied to decisions clinicians and patients make under the conditions of clinical uncertainty that exist when evidence is low or very low. This model uses the ethical concepts of medicine as a profession, the professional virtues of integrity and candor and the patient's virtue of prudence, the moral management of medical uncertainty, and trial of intervention. These features combine to justifiably constrain clinicians' and patients' autonomy with the goal of preventing nondeliberative decisions of patients and clinicians. To prevent biased recommendations by the clinician that promote such nondeliberative decisions, medically reasonable alternatives supported by low or very low evidence should be offered but not recommended. The professional medical ethics model of decision making aims to improve the quality of decisions by reducing the unacceptable variation that can result from nondeliberative decision making by patients and clinicians when evidence is low or very low.

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  • Annals of allergy, asthma & immunology: official publication of the American College of Allergy, Asthma, & Immunology 11/2014; 114(1). DOI:10.1016/j.anai.2014.10.014 · 2.75 Impact Factor
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    ABSTRACT: Im Januar 2014 startete die Deutsche Prostatakrebsstudie PREFERE (www.prefere.de). PREFERE ist eine randomisiert kontrollierte und präferenzbasierte Studie, die erstmalig alle vier zur Behandlung des organbegrenzten Prostatakarzinoms infrage kommenden Behandlungsmöglichkeiten untersucht. Das sind- entsprechend der ‚Interdisziplinären Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms‘ [1] - die radikale Prostatektomie, die perkutane Strahlentherapie, die Brachytherapie mittels Seed-Implantation und die aktive Überwachung (Active Surveillance). Die Präferenzbasierung der PREFERE-Studie sieht vor, dass potenzielle Studienteilnehmer, die sich nicht auf alle vier Optionen randomisieren lassen möchten, bis zu maximal zwei Optionen ablehnen können. Das stellt große Anforderungen an die Aufklärungsstrategie und die hierzu erforderlichen Informationsmaterialien. Zur Patientenaufklärung im Rahmen der PREFERE-Studie waren Materialien (Broschüre und Patientenvideo) zu entwickeln, die Patienten ausgewogen und leitlinienbasiert über ihre Erkrankung und die Behandlungsoptionen informieren, über die Notwendigkeit einer Randomisierung und insbesondere über die PREFERE-Studie aufklären und die individuelle Präferenz- und partizipative Entscheidungsfindung zur Studienteilnahme unterstützen. Die Entwicklung der Materialien erfolgte in einem strukturierten, iterativen Verfahren basierend auf einer vorangegangenen Literaturrecherche. An der Entwicklung und Testung der Patientenbroschüre und des Patientenvideos waren sechs Fokusgruppen mit insgesamt 40 Teilnehmern aus drei verschiedenen Selbsthilfegruppen, Betroffene, die keiner Selbsthilfegruppe angehören, gesunde Männer sowie als Experten die Mitglieder des Steering Commitees der PREFERE Studie und eine Fokusgruppe mit 18 Urologinnen und Urologen beteiligt. Mittels Fragebogen und ausführlicher Diskussion wurden die Verständlichkeit und Eignung von Patientenbroschüre und Video zur Präferenz- und Entscheidungsfindung zur Teilnahme an der PREFERE-Studie getestet. Die Ergebnisse dieser Laien-Bewertungen flossen in die abschließende Überarbeitung ein. Für die Ärztinnen und Ärzte wurde eine Gesprächshilfe erarbeitet, die wesentliche Aspekte der PREFERE-Patientenaufklärung enthält. Das Vorgehen bei der Aufklärung sowie die Patientenaufklärungsmaterialien sind Gegenstand einer Kurzschulung für niedergelassene Urologen und Strahlentherapeuten, die deutschlandweit durchgeführt wird. Der Beitrag beschreibt das methodische Vorgehen bei der Erstellung der beschriebenen Materialien. Inwieweit die Patientenaufklärung durch die behandelnden Ärzte und die Patientenaufklärungsmaterialien die Entscheidung zur Teilnahme an der PREFERE-Studie tatsächlich beeinflusst hat, ist Gegenstand einer Befragung im Rahmen der Lebensqualitätserhebungen nach erfolgter Behandlung bzw. Randomisation (im Fall von Active Surveillance) während der Laufzeit von PREFERE.
    Zeitschrift für Evidenz Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen 03/2015; DOI:10.1016/j.zefq.2015.01.014