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Komplexverbindungen und Salze der Äthylendiamintetraessigsäure. III. Mitteilung

Jena, Institut für technische Chemie der Universität, z. Z. Heidenheim (Brenz)
Zeitschrift für anorganische Chemie 02/2011; 256(1‐3):65 - 74. DOI:10.1002/zaac.622560110 pp.65 - 74

ABSTRACT Die Äthylendiamintetraessigsäure bildet mit Lithium-, Beryllium-, Yttrium- und Cadmium-ionen Salze, und zwar Li4(N2C10H12O8), 4 H2O, BeH2(N2C10H12O8),3 1/2 H2O, Be2(N2C10H12O8), 4 1/2 H2O, Y4(N2C10H12O8)3, 24 H2O und Cd2(N2C10H12O8), 4 H2O.Während Magnesium-, Calcium-, Strontium- und Barium-ionen mit Äthylendiamintetraessigsäure Komplexverbindungen liefern, tritt Komplex-bildung mit Berylliumion nicht mehr ein. Auch Yttriumion vermag nur ein Salz mit Äthylendiamintetraessigsäure zu bilden. Überraschend ist, daβ das Cadmium-ion offensichtlich nur sehr schwach komplex an die Äthylendiamintetraessigsäure gebunden wird; auf Grund des chemischen Verhaltens muβ also auf das Vorliegen des Dicadmiumsalzes der Äthylendiamintetraessigsäure geschlossen werden. Etwas stärker komplex wird das Zinkion an die Äthylendiamintetraessigsäure gebunden; wir haben daher die Zinkverbindung folgendermaβen formuliert: Zn[Zn(N2C10H12O8)]. Die Cadmium- und die Zinkverbindung bilden anscheinend eine Art Übergang von den ausgesprochenen Salzen zu den ausgesprochenen Komplexverbindungen der Äthylendiamintetraessigsäure. Ähnlich wie das Zink-ion verhält sich das Mangan(II)ion zur Äthylendiamintetraessigsäure, es bildet die VerbindungQuecksilber- und Wismut-ionen bilden die komplexen Säuren: H2[Hg(N2C10H12O8)], H2O bzw. H[Bi(N2C10H12O8)]. Mit Barium- und Strontiumionen wurden sowohl die komplexe Barium- und Strontium-äthylendiamintetraessigsäure als auch deren Barium- bzw. Strontiumsalz erha ten:deren Kaliumsalze schon von P. Pfeiffer und H. Simons2) dargestellt worden waren.

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