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Schmerzen bei Jungen und Mädchen

Monatsschrift Kinderheilkunde (impact factor: 0.27). 04/2012; 157(4):361-367. DOI:10.1007/s00112-008-1814-8

ABSTRACT HintergrundZiel der vorliegenden Studie war es, bei Jungen und Mädchen den Verlauf von Schmerzbeschwerden über 1 Jahr zu untersuchen.

Material und MethodenEin Jahr nach der Basiserhebung (T1) an weiterführenden Schulen in Lübeck wurde eine Follow-up-Erhebung (T2) durchgeführt.
Dabei wurden Angaben zu Schmerzen in den letzten 3 Monaten erhoben. Für den 1-Jahres-Verlauf wurden 1599 Kinder und Jugendliche
berücksichtigt, die sowohl in der Basiserhebung (T1) als auch im Follow-up (T2) einen auswertbaren Fragebogen abgegeben hatten
(53,4% Mädchen).

ErgebnisseIm 1-Jahres-Verlauf nahmen die Prävalenzen für Schmerzen allgemein sowie für Kopf-, Bauch-, Rücken-, Regelschmerzen und multiple
Schmerzen bei Mädchen signifikant zu. Mädchen stuften die Intensität ihrer Hauptschmerzen zu beiden Messzeitpunkten signifikant
höher ein als Jungen. Seit länger als 12 Monaten bestehende Schmerzen wurden in beiden Erhebungen signifikant häufiger von
Mädchen als von Jungen berichtet.

SchlussfolgerungenDer 1-Jahres-Verlauf von Schmerzbeschwerden unterscheidet sich bei Jungen und Mädchen sowohl bezüglich der 3-Monats-Prävalenz
als auch deren Charakteristika. Die Ergebnisse dieser Untersuchung geben Hinweise darauf, dass die Prävalenz von Schmerzbeschwerden
allgemein sowie von multiplen Schmerzen bei Mädchen im 1-Jahres-Verlauf zunimmt. Weitere Untersuchungen sind erforderlich.

BackgroundThe objective of this study was to investigate pain complaints in boys and girls over a 1-year period.

MethodsOne year after baseline (T1), a follow-up study (T2) was performed at secondary schools in Lübeck, Germany. Information about
pain complaints during the preceding 3months was obtained. For the 1-year follow-up survey, 1,599 children and adolescents
who had returned an evaluable questionnaire at both baseline and follow-up were included (53.4% girls).

ResultsOver the 1-year course, the prevalence of any pain at all as well as headache, abdominal, back, menstrual, and multiple pain
increased significantly in girls. Girls rated the intensity of their most bothersome pain significantly higher than boys did
at both measurement times. Pain lasting longer than 12months was reported significantly more often by girls than by boys
in both surveys.

ConclusionsThe course of pain complaints differs in boys and girls with regard to both the 3-month prevalence of pain and characteristics
of pain. The results of this investigation indicate that girls may have a higher risk for chronification of pain complaints
during a 1-year course. Further studies are needed.

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B. Pfitzer