Chapter

Qualitäts-Management als soziale Innovation

12/2009; DOI:10.1007/978-3-531-92469-4_18 pp.335-354

ABSTRACT Die Einführung von Systemen zur Verbesserung der Managementqualität, verstanden als Verbesserung der Organisationsqualität,
ist eine soziale Innovation der späten achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts, die sich durchgesetzt hat. Sie basiert auf früheren
sozialen Innovationen, darunter die der ‚wissenschaftlichen Betriebsführung‘. Sie alle sind zugleich sozialwissenschaftlich
basierte Innovationen (gewesen). Dabei verhalten sich die Verbesserung der Qualität des Managements und Qualitätsmanagement
zueinander wie die Einführung von Gruppenarbeit und die Rationalisierung nach den Taylorschen Prinzipien von Arbeitszerlegung
und Arbeitsteilung. Beide haben sehr viel miteinander zu tun, bauen u. U. gar aufeinander auf, gehören aber zwei ursprünglich
sehr unterschiedlichen Denkwelten an. Zwischen beiden liegt jeweils eine von sozialen Innovationen gespickte Entwicklung.
Und beide waren ursprünglich selbst originäre soziale Innovationen. Das ist, in wenigen Worten, die These, die hier entwickelt
werden soll. Eingebettet ist diese These in die vorgängige Erörterung des Charakters nur sozialer Innovation, will sagen,
von sozialer Innovation, die nicht an technische Innovationsprozesse gebunden ist. Das schließt nicht aus, dass sie durch
technische Innovationen erleichtert, in ihrer Ausbreitung beschleunigt oder gar modifiziert werden könnten.

0 0
 · 
0 Bookmarks
 · 
27 Views

Full-text (2 Sources)

View
3 Downloads
Available from
26 Apr 2013