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Der Ames-Test als Biomarker

HNO (impact factor: 0.4). 04/2012; 49(6):440-446. DOI:10.1007/s001060170094 pp.440-446

ABSTRACT Hintergrund und Fragestellung. Die Inzidenz maligner Tumoren des Kopf-Hals-Bereichs steigt weltweit an. Hauptrisikofaktoren sind der chronische Tabak- und
Alkoholabusus. Durch die Erkennung von Hochrisikopatienten können frühzeitig diagnostizierte Tumoren mit guten Heilungsaussichten
behandelt werden. Biomonitoringprogramme können wertvolle Aussagen zur individuellen Belastungs- und Gefährdungssituation
von Risikogruppen liefern. Durch den Einsatz des Ames-Tests als etabliertem gentoxikologischen Prüfverfahren soll die Rolle
des Speichels in der Kanzerogenese und seine Verwertbarkeit als Biomarker eingeschätzt werden.

Patienten und Methodik. Speichelproben von 131 männlichen Probanden wurden im Ames-Test auf gentoxische Effekte untersucht. Es erfolgte der Vergleich
der Ergebnisse mit den Alkohol- und Rauchgewohnheiten der Probanden.

Ergebnisse. Unter Rauchern ist die Zahl gentoxischer Speichelproben im Trend erhöht. Rauchen und Alkohol in Kombination führen zu einer
hochsignifikanten Steigerung der gentoxischen Aktivität im Speichel (p<0,002).

Schlussfolgerung. Der Ames-Test kann ggf. in Zukunft in Kombination mit anderen Biomarkern zur Entwicklung eines tragfähigen Konzepts zur Erkennung
von Hochrisikopatienten in epidemiologisch charakterisierten Risikogruppen beitragen. Eine prospektive Absicherung der Ergebnisse
ist zuvor durch die Validierung des Ames-Test als Biomarker an Speichelproben von Tumorpatienten erforderlich.

Background and objective. The incidence of squamous cell carcinomas in the upper aerodigestive tract has increased worldwide. The main risk factors
are chronic tobacco and alcohol consumption. The detection of high-risk persons is important because early diagnosis of these
tumors provides a good chance for permanent healing. Biomonitoring programs may help to give precise information about the
individual cancer risk among smoking and drinking persons. The aim of this study was to evaluate the Ames test as a biomarker
to detect the genotoxicity of saliva.

Patients and methods. Saliva specimens of 131 probands were investigated for their genotoxic effects using the Ames test.

Results. Our results showed an increased trend of genotoxic activity in the saliva of smokers. A highly significant additional increase
of genotoxicity was measured in smoking and drinking individuals.

Conclusions. Our study shows that the Ames test could be used to show genotoxic effects in saliva specimens. In combination with other
biomarkers, this test may help to develop a valid concept for detecting cancer-endangered people.

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Keywords

Ames test
 
Biomonitoring programs
 
chronic tobacco
 
Der Ames-Test kann ggf
 
der Kanzerogenese und seine Verwertbarkeit als Biomarker eingeschätzt werden
 
detecting cancer-endangered people
 
epidemiologisch charakterisierten Risikogruppen beitragen
 
genotoxicity
 
Hintergrund und Fragestellung
 
increased trend
 
individual cancer risk
 
main risk factors
 
Patienten und Methodik
 
Rauchen und Alkohol
 
significant additional increase
 
Speichelproben von Tumorpatienten erforderlich
 
Unter Rauchern ist
 
upper aerodigestive tract
 
Validierung des Ames-Test als Biomarker
 
Zahl gentoxischer Speichelproben im Trend erhöht
 

M Bloching